Wie würde man Busse tun, wenn man gebeichtet hat, dass man einen Mord begangen hat ?
Weil ich katholisch bin, war ich neulich in der Kirche. Als ich nach der Beichte nach hause ging, fragte ich mich was passieren würde, hätte ich jemanden ermordet. Hat wer eine Ahnung ?
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Es gibt Verfehlungen, die das eigene Gewissen betreffen und es dem Sünder selbst anheim stellen, inwieweit er dafür Sühne tun will und Wiedergutmachung leisten. Es ist eine Angelegenheit zwischen Gott und dem Menschen. Anders ist es mit Taten, die auch vor dem weltlichen Gesetz als Straftaten gelten und deshalb weltliche Strafen nach sich ziehen.
Wenn du jemanden ermordet hättest, müsste dir vor der Beichte dein Gewissen sagen, dass du die Folgen dafür zu tragen hast. Du dürftest dich der weltlichen Strafe nicht entziehen, weil du eine Tat begangen hast, die vor dem weltlichen Gesetz höchst strafbar ist. Sollte die Absicht bestehen, sich mit der Beichte ein reines Gewissen zu verschaffen, um danach wie zuvor weiterleben zu können, ist das verwerflich und zeigt keine Reue. Die Beichte wäre ungültig, deine Schuld wäre nicht vergeben. In diesem Fall wäre dir schon vorgezeichnet, auf welche Weise du die Sühne für deine Tat leisten müsstest und auch leisten willst - wenn wahre Reue und Umkehrbereitschaft vorhanden sind.
Die Größe der Schuld ändert nichts an Gottes Erbarmen und Vergebungsbereitschaft. Es gibt keine Sünde, die Gott nicht vergeben könnte und wollte. Aber dazu muss man nicht nur bereuen und das eigene Tun verabscheuen, sondern man muss auch bereit sein, die gerechte weltliche Strafe dafür anzunehmen. Ein Priester wäre in der Beichte verpflichtet, dies auch zur Bedingung für eine gültige Beichte zu machen.
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Das ist das Gefährliche bei diesen so genannten Christen, dass sie Straftaten begehen und denken, wenn sie es gebeichtet haben, sei die Welt wieder in Ordnung. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Eine Straftat ist und bleibt eine Straftat, egal ob man sie gebeichtet hat, oder nicht.
Wenn der Pfarrer was auf sich hält, wird er sicher denjenigen davon überzeugen, dass er sich selber stellt, um seine gerechte "weltliche" Strafe zu bekommen.
Wie derjenige es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, sei dahin gestellt. Gott wird ihm sicher nicht vergeben, dass er einem Menschen das Leben genommen hat.
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Der für einen Katholiken logische und richtige Weg wäre, zunächst seine Tat zu bedenken und aufrichtig zu bereuen. Dann führte der Weg zum Priester und in das Beichtsakrament. Ist die Reue echt und gibt es den Vorsatz, die Tat zu sühnen und sich ihren Folgen zu stellen, kann die Absolution gewährt werden. Nachdem das Verhältnis zu Gott wieder in Ordnung gebracht wurde, muß der nächste Schritt getan werden: Sich den Behörden zu stellen, die Tat aufzuklären und die Folgen zu tragen. Gibt es nicht wenigstens den aufrichtigen Vorsatz dazu, ist die Beichte nicht gültig, die Absolution nichtig. Ist die Angst vor den Konsequenzen größer als der Vorsatz, muß man um Hilfe bitten, damit man Mut fassen kann. Stellt man sich den Folgen der Tat nicht, häuft man auf die erste große Sünde die nächste, die auch wiederum nur bei ernsthafter Reue und dem weiteren Vorsatz gebeichtet werden kann.
Es gibt keinen "Trick", wie man eine Mordtat in der Beichte loswerden und dann straffrei ausgehen kann. Vor Gott funktioniert ein solcher Kuhhandel nicht, da helfen auch keine Verrenkungen. ;-)
Nebenbei bemerkt: Mord ist keine "Todsünde" und auch nicht unverzeihlich. Die schwerere Sünde, die Todsünde, besteht nicht darin, jemanden zu töten, sondern darin, es so weit kommen lassen, nämlich im MOTIV für den Mord. Haß, Zorn, Gier etwa gehören zu den traditionell als Todsünde angesehenen Dingen. Wer mordet, muß deshalb auch die Frage nach dem Warum äußerst ernsthaft bedenken. Gruß, q.
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Es würde ihm empfohlen sich zu stellen.
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Wenn jemand einen Mord begeht und es Beichtet dann ist er in der Regel nicht bereit sich der Irdischen Strafe zustellen und auf Erden schon Buße für seine schlimme Tat zu tun. Er tut im dem Moment nicht Buße er will nur über den Priester die Vergebung bei Gott erlangen das wird so aber nicht funktionieren da er nicht wirklich bereut. Da das Beichtgeheimnis ihn vordem Irdischen Gericht schützt.
Also muss er das mit seinem Schöpfer ausmachen, da er auf Erden schon nicht Buße tat könnte die Strafe/ Buße sehr hart ausfallen.
Aber wiesen kann das keiner nur Glauben.
Wie heißt es so schön in der Bibel: Im Himmel wird mehr Freude über einen Büßer sein als über "99 Gerechte."
L.G.
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Wer bei einem Priester einen Mord beichtet, kommt zunächst mit einer großen seelischen Not. Es ist schlichtweg ein Irrtum zu meinen, jemand wolle sich durch die Beichte eines Mordes nur seines schlechten Gewissens entledigen. Welche Schritte nach einer solchen Beichte zu tun sind, dafür gibt es keine pauschalen Antworten. Dafür sind die Situationen meist zu verworren und schwierig. Außerdem wird der Mord häufig erst dann in die Beichte gebracht, nachdem die Täter/-innen bereits im Knast sind.
Ist der Mord unentdeckt, wird ein guter Beichtvater sicher die Möglichkeiten und Wege besprechen, wie der Beichtende damit umgehen kann. Manchmal braucht es dazu weitere Gespräche. Die haben aber mit der Absolution, d.h. der Lossprechung von der Sünde nichts zu tun. Eines ist klar: Niemand nimmt so etwas auf die leichte Schulter.
fragte ich mich was passieren würde, hätte ich jemanden ermordet
Was sicher nicht passieren wird, ist, dass der Priester dies zur Anzeige bringen wird, auch nicht indirekt etc. Wenn, dann bleibt das allein Aufgabe des Beichtenden.
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Du bräuchtest nicht zu "büßen" (falsche heidnische Lehre, von einigen Kirchen übernommen), sondern soltest deine (falsche) Einstellung "bereuen" (2.Kor.7,10).
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Das sagt dir der Pfarrer in der Beichte, was in einem solchen Fall zu tun wäre.
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du müßtest dich als buße der polizei freiwillig stellen. (ist doch völlig in ordnung, oder?)
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http://www.vanhool.be/ ZUR STRAFE mußt du HIER arbeiten und viele busse bauen helfen. ABER MACH DAS ORDENTLICH!!!
Kommentar von mariechen3mariechen3 11.07.2012:-))
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Mord und überhaupt jegliche Schuld, die wir auf uns laden können, vergibt uns Gott in einem Akt, den jeder Mensch an sich selbst als echte Reue erfährt. Zur echten Reue, die in jedem Einzelfall eine besondere Verlaufsform hat, gehört ein entsprechend mehr oder weniger großes Stück weit, dass man gewissermaßen durch die Hölle geht – daher die Idee einer ewigen Verdammnis und die abgewandelte Vorstellung eines läuternden Fegefeuers. Dieser Vorstellung spottete natürlich der spätmittelalterliche Ablasshandel Hohn, ohne dass sie deshalb im Kern abwegig ist. Gott sei Dank geschieht zu guter Letzt stets der ausgleichenden Gerechtigkeit Genüge.
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Antwort von Mex2Mex 11.07.2012
Unverzeiliche Totsünde????
Naja, biblisch ist diese aussage auf jeden Fall nicht, der große Völkerapostel Paulus hat Christen verfolgt und töten lassen, David, der größte König der Juden, von dem Gott sagt er währe ein Mann nach seinem Herzen gewesen hat einen man Ermorden, Mose einen Aufseher, usw...
Busse aus Biblischer sicht ist ein Umkehren, also seine Tat bereuen und seinen Weg insofern ändern, dass man es nicht mehr tut (oder alle Kraft daran setzt es nie wieder zu tun)
Da aus Biblischer scht ein Mensch für die Früchte seines tuns verantwortlich ist und mit diesen leben muss muss ich den vorredner zumindest in soweit zustimmen, dass die jetzige, richtige Handlungsweise währe sich zu stellen und die konziquenzen dafür zu tragen....
Wer sich einmal damit beschäftgt wird sich wundern, wie viele Menschen in den Gefängnisen sind, weil sie nach ihrer Tat begegnungen mit Gott hatten und dann ihre Tat bereut aber auch gestanden haben..... Glücklicherweise gibt Deutschland da ja auch die Möglichkeit einer frühzeitigen entlassung wenn keine Gefahr von der Person mehr ausgeht (was nach RICHTIGER Busse ja auch nicht mehr der Fall ist)
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Mord gehört zu den unverzeihlichen Totsünden. Ich nehme mal an der Pfarrer würde dir empfehlen dich zu stellen.
Kommentar von Diamant2000 10.07.2012Klingt logisch ;)
Kommentar von gaukelsbrinkgaukelsbrink 10.07.2012Ja, du solltest dich dann der Polizei stellen, da hat Lauterbello recht
Kommentar von Diamant2000 10.07.2012Ja, glaubt jetzt nicht das ich jemanden gekillt hab^^ *__* Frage nur aus neugier :)
Kommentar von Melanie19880203Melanie19880203 11.07.2012Nein, nicht unverzeihlich.*
Paulus hatte Christen ermorden lassen, bevor er bekehrt wurde von Jesus persönlich. Und ihm wurden seine Sünden vergeben. Allerdings war das Motiv für seine Morde nicht der Hass gegen die Wahrheit, sondern er tat es aus Unwissenheit, weil er glaubte dadurch Gott zu dienen. Wer aber im vollem Wissen etwas begeht das sich gegen die Wahrheit widersetzt, gegen den Willen Gottes, obwohl man genau weiß, dass diese Handlungen gegen den Heiligen Geist Gottes gehen, das ist eine unverzeihliche Sünde.
*(Natürlich würde ein Mord, ob wissentlich oder unwissentlich, egal welches Motiv, eine Straftat sein und die Polizei wird eingeschaltet.)
Kommentar von wolfruprechtwolfruprecht 14.07.2012Da liegt ein kleines Missverständnis vor. Todsünden haben zunächst nichts mit Mord o.ä. zu tun. Todsünden sind Sünden, wenn sie nicht bereut werden, zum Verlust des ewigen Lebens führen, sozusagen zum geistlichen (eigenen) Tod führen. Z.B. kann sich die Habsucht von einer schlechten Haltung und Gewohnheit zur Todsünde entwickeln.
Wer bei einem Priester einen Mord beichtet, kommt zunächst mit einer großen seelischen Not. Es ist schlichtweg ein Irrtum zu meinen, jemand wolle sich durch die Beichte eines Mordes nur seines schlechten Gewissens entledigen. Welche Schritte nach einer solchen Beichte zu tun sind, dafür gibt es keine pauschalen Antworten. Dafür sind die Situationen meist zu verworren und schwierig. Außerdem wird der Mord häufig erst dann in die Beichte gebracht, nachdem die Täter/-innen bereits im Knast sind.
@virginia, ick könnt dir knutschen! ,da bin ich aber jetzt ganz bei dir ! dafür haben wir einen Rechtsstaat und keine Ablaßzahlungen mehr in BRD, Gottseidank......