Frage von precursor, 23

Wie würde man bei einer solchen fiktiven Wirtschaftssituation am besten handeln?

Es handelt sich um eine fiktive Wirtschaftssituation, die es zwar gibt, aber nicht in der realen Welt gibt.

1.) Angeboten werden Waren die sich jeder Kunde nur einmal, oder nur einige wenige Male pro Warentyp kaufen würde, danach ist dieser Kunde pro Warentyp abgesättigt.

Es kommen aber hin und wieder mal völlig neue, ungesättigte Kunden hinzu, aber nicht so oft.

2.) Die Anzahl der verschiedenen Warentypen ist begrenzt und kann nicht durch neue Typen erweitert werden.

3.) Alle Warentypen werden gleich häufig nachgefragt und es gibt keine bevorzugten Warentypen, es ist außerdem nicht vorhersagbar, welcher Warentyp als nächstes nachgefragt werden wird.

4.) Diese Waren benötigen außerordentlich geringe Herstellungskosten, doch es braucht viel Zeit sie herzustellen. Außerdem hat man nicht die Möglichkeit von einem Warentyp besonders viele Waren auf einmal herzustellen.

5.) Es sind spürbar mehr von diesen Waren auf dem Markt als Kunden da sind, doch diese Waren werden benötigt und sie werden deshalb gelegentlich, fast zwangsläufig, auf jeden Fall gekauft.

Manchmal tritt jedoch das Phänomen auf, dass ein Warentyp durch eine Zufallsschwankung besonders häufig nachgefragt wird, und es dann nur wenige Hersteller gibt die diesen Warentyp gerade anbieten können, und andere Hersteller diesen Warentyp erst dann wieder anbieten können, wenn der Herstellungsprozess abgeschlossen ist.

6.) Einige Hersteller betreiben Preisdumping und sind extrem viel billiger als alle anderen, und daher werden deren Waren gekauft und nehmen allen anderen die Kunden weg.

Die anderen Hersteller verkaufen aber weiterhin Waren, sobald die Waren der Preisdumper aufgekauft wurden und lange brauchen um neue Waren herzustellen, siehe unter 4.)

7.) Preisdumping und Preiswucher sind in dieser fiktiven Welt absolut erlaubt.

8.) Superreiche Hersteller die alles komplett auf einen Schlag aufkaufen können gibt es nicht, weil die Beschaffung von Geld schwierig ist.

9.) Preisabsprachen mit anderen Herstellern sind praktisch nicht möglich.

So weit die Beschreibung der fiktiven Wirschaftssituation in einer fiktiven Welt.

Ich habe nun dazu ein paar Fragen, die von der Annahme ausgehen, dass man selber ein Hersteller ist -->

1.) Mit welcher Strategie verdient man innerhalb dieser Zustände in kürzester Zeit am meisten Geld ?

2,) Lohnt es sich möglichst viele der Waren der Preisdumper selber aufzukaufen, soweit es die eigenen Finanzmittel zulassen, um diese danach zum eigenen Preis der eigenen Waren wieder zu verkaufen ? oder wäre das ein Fehler ?

3.) Wie sollte man sich selber verhalten im Bezug auf die eigene Preisgestaltung der eigenen Waren ? Selber zum Preisdumper werden oder einen Preis wählen der dem Durchschnittspreis aller Nicht-Preisdumper entspricht (die Preisdumper also einfach ignorieren) oder seine eigenen Waren besonders teuer anbieten und auf eine Warenverknappung hoffen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jewiberg, 12

Das Geheimniss liegt darin, sich von den Preisdumpern abzusetzten. Da dies über die Eigenschaften des Produktes nicht möglich ist, muß es über das Marketing erfolgen. Dem eigenen Produkt muß ein virtueller oder auch imaginärer Mehrwert in den Augen des Verbrauchers erhalten. Dadurch ist es möglich den Preis höher anzusetzen als der Durchschnitt. Preisdumping führt mittelfristig in eine Abwärtssöirale, wenn mehrere Mitbewerber darauf einsteigen. Letzlich verkauft keiner mehr und alle
verlieren Geld.

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

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