Frage von Mantor12, 105

Wie würde eine Welt ohne einen Glauben sein?

Antwort
von Dxmklvw, 21

Die Frage ist selbst beantwortend, wenn man sich vorstellt, was wohl wäre, wenn niemals auch nur ein Mensch einem Wissenschaftler, einem Erfinder, einem Etdecker usw. geglaubt hätte, daß die Sache funktionieren kann.

Die Besonderheit wäre, daß sich dann ja auch die Wissenschaftler, Erfinder usw. sich selbst von Anfang an nicht geglaubt hätten, es also erst gar nicht versucht hätten.

Sehr simpel ausgedrückt kann man auch sagen:

Die Welt funktioniert durch Glauben. Jeder glaubt, das das, was er glaubt wahr sei. Gegenwärtig gibt es ungefähr 7 Mrd. Menschen. Ohne Glauben wären es ungefähr 7 Mrd. herumliegende Klumpen (aber nur, wenn wenigstens geglaubt wird, daß Kinder zeugen so funktioniert, wie es gemacht wird und daß Nahrungsmittel eßbar sind).

Antwort
von PWolff, 35

Kommt darauf an, was du unter "Glauben" verstehst.

Nehmen wir mal eine ziemlich weite Definition. Dann wäre kein bewusstes Leben möglich. Sogar ein Computer glaubt (in einem ziemlich ursprünglichen Sinne des Wortes) alles, was das Bootsystem (BIOS/EFI) ihm sagt, und nach dem Booted des Betriebssystems, was root / ein Administrator / ein Supervisor ihm sagt.

Nehmen wir mal eine sehr enge Definition, nämlich "Glaube" eingeschränkt auf theistischen Glauben (also, die Überzeugung, dass es mindestens einen Gott gibt, der auch mindestens ab und zu mal nachsieht, was hier so passiert und mindestens ab und zu mal eingreift). Wenn es keinen solchen Glauben gibt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass es eine Gottheit in diesem Sinne gibt. Jedenfalls muss die Evolution Lebensformen ab einer bestimmten Reflektionsfähigkeit mit anderen Mitteln als der Religion im Zaum halten, damit sie sich nicht irgendwelchen Unsinn ausdenken, z. B. individualistischer Hedonismus / Egotismus. Wir würden uns vermutlich ebenso oft die Köpfe einschlagen, das aber nicht religiös begründen, sondern entweder wäre uns einfach nur selten danach, oder wir würden irgendeine Ethik vertreten, ohne ihr auf den Grund gehen zu wollen.

Antwort
von JTKirk2000, 33

Wenn es nie Glauben gegeben hätte, oder wenn es heute keinen Glauben mehr gäbe?

Wenn es nie Glauben gegeben hätte, hätte sich auch nie jemand Gedanken darüber gemacht, was ohnehin keinen jeweils gegenwärtigen praktischen Nutzen gehabt hätte. Folglich hätte es auch keine Fortschritte gegeben, weil sich auch darüber niemand Gedanken gemacht hätte und wir würden noch immer in Höhlen leben, wüssten nicht einmal wie man Feuer macht oder gar einfachen Ackerbau betreibt. Von einfachen Waffen für die Nahrungsjagd, Maschinen oder gar Fahrzeugen ganz zu schweigen.

Wenn es heute keinen Glauben mehr gäbe, gäbe es auch wesentlich weniger Menschen. Es gäbe nicht weniger Gewalt, denn nur weil oft Religion als Vorwand für Gewalt herangezogen wird, bedeutet dies keineswegs, dass es nicht auch andere Vorwände oder Gründe, wie Gier, Neid, Macht, Land, Geld, Rohstoffe geben könnte. All diese Gründe würden weiterhin bestehen, weshalb es in Bezug auf Krieg, Terror, Ungerechtigkeit und dergleichen keine Besserung in der Welt gäbe . Der Grund, weshalb es dennoch weniger Menschen gäbe, liegt darin, dass es Menschen gibt, die dank ihres Glaubens auch in schwierigsten, also trostlosen bzw. hoffnungslosen Zeiten noch immer irgendwo einen Hoffnungsschimmer sehen. Wenn es keine Religion mehr gibt, gibt es auch diese Hoffnung in schweren Zeiten nicht mehr und daher gerade in schwierigen Zeiten wesentlich mehr Selbstmorde.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Die denken also das Religion der Grund ist warum Menschen heute nicht mehr in Höhlen leben? Ohje .. 

Kommentar von JTKirk2000 ,

Du hast da was falsch verstanden. Religionen waren immer schon der Versuch, etwas zu verstehen, was noch nicht verstanden wurde oder wird. Dasselbe gilt für die Wissenschaft und daher auch für den Fortschritt und ohne Fortschritt würden wir immer noch in Höhlen leben.

Es liegt daher sinnvollerweise in der Natur des Menschen, immer mehr verstehen lernen zu wollen und in diesen Prozess gehört auch, dass man Glauben entwickelt (hat).

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Der Unterschied ist das bei Wissenschaft hinterfragt wird. Bei Religion wird alles stumpf geglaubt. Deswegen denke ich nicht das Religion auch nur ein Stück zum Fortschritt beigetragen hat. 

Man sieht ja wie weit die Zivilisation voran geschritten ist, als Religion das Maß aller Dinge war.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Bei Religion wird alles stumpf geglaubt.

Sorry, aber diese Verallgemeinerung ist Unsinn, denn das stimmt so keineswegs bei allen Religion. In Bezug auf manche mag das zutreffen, aber mit Sicherheit nicht bei allen.

Deswegen denke ich nicht das Religion auch nur ein Stück zum Fortschritt beigetragen hat.

Da täuschst Du Dich aber ganz gewaltig. Allein in gesellschaftlicher Hinsicht gab es früher gewaltige Fortschritte allein schon im Volk Israel. Die Bibel legt nahe, dass selbst das auserwählte Volk im Gegensatz zu den Geboten, die heutzutage fast mit dem Grundgesetz vergleichbar sind, alles andere als zivilisiert gelebt hat. Man denke nur mal darüber nach, was da an Sexualpraktiken im Mosaischen Gesetz erwähnt wurden und dabei meine ich nicht einmal Homosexualität, sondern eher Inzucht oder gar Sex mit Tieren. Und das Volk Israel war zu dieser Zeit keine Ausnahme - abgesehen davon, dass es an einen Gott, statt an viele glaubte.

Man sieht ja wie weit die Zivilisation voran geschritten ist, als Religion das Maß aller Dinge war.

Wenn es in Bezug auf Religion gemeint ist, hat dies wohl eher die RKK verbockt, statt der eigentlich christlichen oder der jüdischen Lehre. Sollte man das nun also dem Christentum vorwerfen, wie es eigentlich von Christus und dessen Lehre, sowie seinen direkten Nachfolgern begründet wurde, oder einer Organisation, die sich über viele Jahrhunderte einen Dreck darum gekümmert hat, was eigentlich in der Bibel steht? Beides in einen Topf zu werfen, ist in etwa so "fair", wie alle Deutsche auch der heutigen Zeit als Nazis zu abzustempeln oder sogar gleich alle Menschen. Auch heutige Katholiken haben mit den Fehlentscheidungen der Elite der RKK des Mittelalters nichts mehr zu tun, was die Verantwortlichkeit betrifft.

Antwort
von Laublaut, 15

Erstens im Verständnis, das "....der Glauben zum Komplex der kulturellen Bemühung des Menschen, sich einen zur Zukunft offenen Lebensraum zu schaffen, in welchem Voraussicht, Absprache und auf Kommendes vorgreifendes Handeln – unter Wahrung seines Selbstverständnisses [aber auch institutionalisierter Weltdeutungs- und Weltordnungszusammenhänge mit z.T. konsensualisierenden und oktroyierenden Expressionen] möglich sind.“ [Volker Gerhardt„Der Sinn des Sinns, S. 113]

Zweitens womit in diesem Dispositiv der Mensch damit zugleich ein mentales und aktionales Instrumentarium gewonnen  hat, mit dem der Einzelne, wie das Kollektiv oder eine ganze Gesellschaft sowohl Bewältigungs- und Stabilisierungsmaßnahmen instantiieren kann als auch „…. zu Rate gehen, kann sich Enttäuschungen erklären, Fehler eingestehen, Mut zusprechen, Vorsätze fassen und Pläne für eine bessere Zukunft ausdenken.“ [Volker Gerhardt„Der Sinn des Sinns, S. 122] wird der psychische Vorgang des Glaubens - hier einmal herausgehoben aus dem engen Korsett der Religion (oder des Aberglaubens) zu einem anthropologischen Impetus besonderer Entwicklungsqualität und Aktionalität.

Antwort
von Hilfesuchender6, 63

ich würde sagen eine welt ohne glauben wäre technisch viel viel fortgeschrittener da vorallem das mittelalter wissenschaftler als hexer bezeichnet und getötet hat vorallem wurde auch durch den glauben die wissenschafften und geniallen konstruktionen der römer zerstört und vernichtet die sehr weit entwickelt waren wie kanalisationen und frisches reines trinkwasser kaum krankheiten usw. also kann man kurz und knapp sagen das der galuben eine behinderung der weiterentwicklung der menschen ist und so noch ein hindernis zum weltfrieden und  der lösung von vielen anderen problemen


Antwort
von Andrastor, 33

Modern, aufgeschlossen, fortschrittlich, intelligent, vernunftbegabt, kritisch und mit weitaus weniger Gewalt und Mord.

Antwort
von suesstweet, 28

Wie würde die Welt sein, ohne die Sonne, den Mond, die Bäume und den Regenwolken?

Antwort
von Aleqasina, 42

Kalt.

Unglaublich kalt.

Mit Menschen, die nichts weiter als Stoffwechselfunktionen sind.

Und die für nichts weiter verantwortlich sind als für ihre eigenen Soffwechselfunktionen.

Kommentar von drachenfreund ,

Sind Atheisten aus Deiner Sicht nur herzlose kalte Wesen? Haben diese keine Moralvorstellungen? Könntest Du dies mit en Erfahrungen aus Deinem Freundes-/Bekanntenkreis belegen?

http://de.richarddawkins.net/articles/zehn-haufige-geruchte-uber-atheisten

Kommentar von Aleqasina ,

Ja, ich könnte Namen nennen.

Dabei glaube ich nicht, dass viele Atheisten tatsächlich in existentieller Hinsicht Atheisten sind, also ihr Dasein auf nichts anderes als das naturgesetzliche Zusamenspiel von Schwingungen und Teilchen zurückführen.

Antwort
von crashask, 38

Die Welt würde in Anarchie stürzen

Antwort
von warehouse14, 12

Absolut hoffnungslos.

warehouse14

Antwort
von drachenfreund, 25

Aus meiner Sicht: Humaner. Aber ich denke, der Mensch wird die Religion nie vollständig ablegen.

Antwort
von Fielkeinnameein, 54

Hallo, 

da lässt sich nur spekulieren aber wahrscheinlich sehr viel friedlicher und auch fortschrittlicher.

Mfg

Kommentar von hummel3 ,

Ich glaube da gibst du dich einer falschen Hoffnung hin! Ohne einen Gottesglauben und auch der Furcht vor einem göttlichen Richter, wäre die Welt noch viel schlimmer als wir sie kennen.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Um Furcht vor einem göttlichen Richter zu haben muss man schon ein großes Maß an Einfältigkeit und Naivität gepaart mit Leichtgläubigkeit aufweisen. 

Antwort
von extrapilot351, 45

Es gäbe keine Kriege mehr aus religiösen Gründen.

Antwort
von Badgirlisa, 42

Ich würde sagen viel besser.

Die Welt ist doch am Ende und durch Trump voll am A****.

Antwort
von muhamedba, 8

Glaubst du wirklich die Mehrheit der Menschen von heute ist gläubig? Respekt!

Antwort
von derMannohnePlan, 26

Besser!

Antwort
von Ufea2000, 49

Ruhiger!

Antwort
von Kout78, 32

ruhiger bestimmt nicht. Es wird immer Neid geben immer Unterschiede.
Alt gegen Jung
Politiker gegen Volk
Männer gegen Frauen
Gut bezahlte gegen Arme
und und
Religion ist gut für sich selber. Nicht als ein Teil fühlen. Wir sind Christen ihr seid Moslems.

Nein du und Gott allein.

Keiner braucht zu wissen an wenn man glaubt...

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