Frage von KeXxHD, 137

Wie würde der 3. Weltkrieg aussehen?

Angenommen, der 3. Weltkrieg würde in den nächsten 5-10 Jahren (oder eher) auf uns zu kommen.

• Welche Waffen/ Superwaffen würden eingesetzt werden, oder welche sind zumindest bekannt?

• Was wären die größten Kriegsmächte neben den Vereiningten Staaten und Russland (vermutlich Nordkorea) ...?

• Wäre es auch ein Krieg auf medienpolitischer Ebene?

• Welche Ausmaße könnte dieser Krieg haben?

• Wäre es wirklich möglich, das die gesamte Erde dadurch ausgelöscht wird?

Grüße, KeX

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von VortexDani, 70

erster Teil der Antwort:, zu viele Zeichen! Also ich übersehe bestimmt einige Details und pauschalisiere
hier und da, auch ist mir bewusst, dass da niemand genau vorhersagen kann, aber
ein Versuch ist es vielleicht wert

 Weltkrieg Definiton:

" ein Krieg, dessen geographisches Ausmaß über mehrere
Kontinente und durch den unbegrenzten Einsatz aller verfügbaren strategischen
Ressourcen weltweite Bedeutung erlangt oder der im Ergebnis eine grundsätzliche
Neuordnung der weltweiten internationalen Beziehungen

 mit sich bringt"

-also könnte ein Krieg zwischen 2 Großmächten schon
ausreichen, selbst wenn sich alle Verbündeten Staaten raushalten
(unwahrscheinlich wegen Bündnissen) - ob kleinere Mächte wirklich die
Neuordnung weltweiter internationaler Beziehungen derart beeinflussen können?
möglicherweise einige spezielle...

1. welche "Superwaffen": (WMDs)

Nuklear:

ICBMs großer Reichweite mit mehreren Megatonnen von
Festlandsilos oder U-Booten der USA Russland und anderen weit nuklear
fortgeschrittenen Nationen wie China und Frankreich, UK abgefeuert um EMPs
auszulösen, damit feindliche Elektronik unbrauchbar machen und den Weg für
nachfolgende genauere Sprengköpfe ebnen

stärkste möglich bestückte ICBM (Interkontinental Rakete)
ehemals im Dienst: R-36 aus Sowjet Zeiten (80er) mit 25 Megatonnen (die AN602
(Tsar-Bombe) mit 56 Mt ist ja zu schwer für Raketen und zu sperrig gewesen, man
könnte da natürlich aber experimentieren und optimieren mit genug Zeit, aber
25Mt ist schon Overkill für kleinere Städte http://www.pbs.org/wgbh/amex/bomb/sfeature/25mtblast.html

25 Megatonnen reichen für eine Metropole um diese lahm zu
legen und wenn man aber effizienter vorgehen will, nimmt man die MIRV Systeme
mit vielen kleineren Sprengköpfen, damit kann man noch mehr und genauer Schaden
anrichten - es wurde mal einer mit 38 x 250 kT überlegt, zufällig auch
sowjetische R36

Neutronenbomben als schwache Atombomben und mit höhere
Strahlungsdosis, in feuchten Gebieten schwächere Wirkung,

Nicht nuklear:

Schmutzige Bomben, die mit konventionellem Sprengstoff
radioaktives Material verteilen sind zu ineffizient...

Des weiteren Chemische und Biologische Kampfstoffe, was dort
möglich ist, ist allerdings schwer berechenbar und der Großteil davon unter
Verschluss in Testlaboren - bei effizienter Distribution wären diese
verheerend.

Elektronische Kriegsführung wie Hackerangriffe extra dafür
eingerichteter Gruppen... falls das Internet noch besteht.

Zerstörung feindlicher Satelliten durch spezielle Raketen...
dann hätten bald die Kriegsparteien, welche diese Raketen besitzen, sofern sie
sich bekriegen (USA, China, Russland) schnell weniger Überwachungs- und
Kontrollmöglichkeiten sowie eingeschränkte Kommunikation.

Falls es aber ein nicht-nuklearer Krieg wäre (sehr
wahrscheinlich, falls Großmächte darunter Atommächte zusammen Nicht-Atommächte
angreifen, dann ist eine Rechtfertigung nicht nötig, und das Personal der Armee
reicht um wenigstens Teile des Feindeslandes einzunehmen und Infrastruktur zu
nutzen - hingegen Staaten wie Nordkorea oder Pakistan z.B., die keine Chance
hätten, würden wahrscheinlich eher alles verfügbare einsetzen, falls sie schon
angegriffen worden wären, denn konventionell haben sie sowieso keine Chance und
die Bevölkerung wird sich auch weniger gegen ein Regime stellen...

Ein konventioneller Krieg wäre ja auch ein Weltkrieg, wenn
alle verfeindeten Kriegspartner, die Atommächte sind, den Einsatz nuklearer
Waffen meiden oder sich Atommächte auf einer Seite befinden und auf der anderen
eben keine...

4. Ausmaße - von kurzem Einschlag nur eines oder weniger
Körper auf ein Land und dafür geballtem Rückschlag einer großen Zahl
Verbündeter auf das Aggressor-Land, das schnell zum Ende führen würde bis hin
zur weltweiten Zerstörung der Ballungszentren, außer "unwichtigeren"
Nationen v.a. in Afrika, Südamerika in abgelegenen Gebieten etc. und
einhergehender Verseuchung durch Radioaktivität und Chemie durch
Klimabewegungen über Jahrzehnte hinweg - 50,5% Bevölkerung im Jahre 2010 leben
in Ballungszentren, steigend - heutige Bev. 7,4 Mrd. - somit wären bei Angriff
auf ALLE Zentren über die Hälfte entweder sofort oder durch Spätfolgen tot.. da
aber unwahrscheinlich uninteressante bzw. neutrale attackiert würden, man muss
sich ja auf die Feinde konzentrieren, würden bestimmt über die Hälfte der
Zentren bestehen, ich glaube nicht, dass sich da alle Nationen einmischen
werden, das wäre zu nachteilig für sie selber
https://en.wikipedia.org/wiki/World\_population

Fortsetzung siehe Antwort 5. Ende

Kommentar von VortexDani ,

zweiter Teil der Antwort:

5. ausgelöscht = gesprengt? mitnichten, nicht mal gekitzelt
- tiefste Krater einer Kernwaffe Sedan Test Operation Storax: 100m tief, sehr
konzentrierter Fallout, 104kt Sprengkopf; Chagan See (Kasachstan) 140kt
Sprengkopf

 50-56 Mt war die
stärkste Wasserstoffbombe, sie hat damals in Novaja Zemlya sämtliche Hügel und
Steine auf Ebene gedrückt und die Oberfläche zum Schmelzen gebracht, obwohl der
Feuerball nie den Boden berührte ... ihr Krater und Zerstörung wären ein
vielfaches, Bodenzündungen sind zwar konzentrierter schädigend, aber dadurch
verliert man an Reichweite und von oben schützt weniger Infrastruktur...Ein
Krater würde aber womöglich je nach Bodenbeschaffenheit nur unter einem
Kilometer tief (unter anderem wegen zurück fallender Materie vom Aushub und vom
instabilen Rand), ein Teilbereich wäre aber verdampft

Als das globale Arsenal noch 30.000 Kernwaffen betrug (2016
noch die Hälfte vorhanden: 15.375), war es ca. kombiniert 7.000 Mt stark...
aber das konzentrieren dieser Energie mit den Kernwaffen auf einem Fleck wäre
unmöglich, denn man müsste die Bomben all perfekt zünden, schon eine kleinste
Abweichung nur einer Bombe würde viele im Umkreis verdampfen und auch die Menge
müsste wegen Platzmangel verteilt werden... eine einzelne Bombe mit der nötigen
Größe für 7 Gigatonnen würde eine große Bombe und eine starke Initialbombe(n)
benötigen... die Größe wäre wohl allein wahnwitzig, aber theoretisch möglich,
extrem aufwendig und halt nur lokal dort wo sie gebaut wird gezündet: 50 Mt war
27 tonnen schwer, 8mx2m -> dann wäre die Bombe somit absolut
Standortgebunden (so lang wie ein 10 stöckiges Haus hoch ist möglicherweise) -
nicht vergessen, die Menge des anzureichernden Materials... und der Zeitaufwand

Die Atmosphäre limitiert die Schockwelle, die direkte
radioaktive und die thermische Strahlung werden vom Horizont limitiert...
Infrastruktur kann allerdings die Druckwelle verstärken, indem sie sie
kanalisiert, das wurde schon bei Hiroshima entdeckt. Man fand relativ schnell heraus,
dass es viel schneller und effektiver geht, mittel starke Sprengköpfe in
größeren Mengen und Genauigkeiten herzustellen. Auch bewirken Luftzündgen
weitreichenderen Schaden (siehe Horizont, Druckentwicklung).

Ergebnisse des earth impact programms:

Ein Asteroid hingegen ist nicht derart beim physischen
Schaden limitiert, da bei gleicher Energiefreisetzung mehr Material ausgeworfen
wird, ein tieferer Impakt bewirkt und das Auswurfmaterial, welches ab einer
bestimmten Größe, wieder von der EOF abprallt extrem erhitzt wird und  über weite Flächen als aufgeheizte Bomben
niederregnet, dazu die große Mengen Asche und ein starkes Erdbeben bis zu
tödlichen Bodenwellen bei sehr großen..

Der Chixculub Asteroid vor ca. 66 mio. Jahren, der einen
Großteil der Dinosaurier bis auf wenige kleine Arten auslöschte (Vorfahren der
Vögel), hatte etwa 100.000.000 Mt TNT-Äquivalent..., das 2 millionen Fache der
Tsar, nur effektiver und konzentrierter ( es gab vor 1,8 Mrd. Jahren im Sudbury
Becken Kanada und vor etwa 4 Mrd. Jahren in Südafrika, Vredefort Krater, noch
mindestens genau so große wenn nicht sogar größere Einschläge... das sind die
größten bekannten )

Doch auch diese immensen Energien reichten nicht zur
Zerstörung des Planeten (in Stücke), dazu bräuchte man etwa die Größe unseres
Mondes mit ausreichend Geschwindigkeit - ein kleineres Objekt könnte allerdings
die gesamte Erdoberfläche verflüssigen. Sogar Flora und Fauna haben diese
Massensterben dieser 10+Km Giganten überlebt.

Falls du aber mit Zerstören ein Großteil der Menschheit
meinst: wir könnten es, ohne Frage, aber wir würden es bestimmt nicht tun, in
einem großen Krieg, wie viele da sterben würden zu berechnen ist ja unmöglich,
aber wenn sich nur Atommächte und ihre Partner angreifen und sagen wir mal 90%
ausgelöscht sind, dann verliert der Planet eben je nach Beteiligung und Ausmaß
einige hundert Mio. bis einige Mrd., aber keine 7,4 Mrd.

Spätfolgen können weitere Millionen dezimieren, doch auch
das werden folgende Generationen überstehen, die sich anpassen.

Kommentar von VortexDani ,

Korektur: der Vredefort ist natürlich nicht 4 Mrd. Jahre alt, da war die Erdoberfläche noch zu heiß und duktil... er ist 2 Mrd. jahre alt

Kommentar von VortexDani ,

dritter Teil der Antwort:

2. größte Kriegsmächte:
http://www.globalfirepower.com/countries-listing.asp

NATO-Verbund, Russland, China und evtl sich anschließende
Staaten (gut möglich, dass sich China oder Russland oder beide den USA anschließen, da sie davon profitieren würden und möglichst wenig Schaden nehmen, da Gegner keine Chance mehr hätten), Indien, Japan, Südkorea, Pakistan
etc. ungefähr in der Reihenfolge, hängt natürlich dann von den Pakten ab

Nordkorea wegen der Anzahl an Wehrpflichtigen?! Da
überschätzt du was, siehe Irak: Und bei aktivem Personal sind sie mit 700.000 hinter Indien - China an 1. Stelle mit 2,335 mio. 

Die Reservisten stellen mit 4,5 mio in Nordkorea aber eine große Zahl dar...und wären beim Bodenkampf ein wesentliches Hindernis für Invasoren am Boden

Bei Atomwaffen ist NK weit abgeschlagen. Im Jahr 2016 sind
die Zahlen: http://www.ploughshares.org/world-nuclear-stockpile-report

Russland 7300 (ehemals stärkste Raketen, viele Atom U-Boote
verschrottet siehe Projekt 941; stärkste je gezündete Atomwaffen zuschwer und
sperrig für ICBMs, nur per Flugzeug, Herstellung zu teuer

USA 6970 (größte Atom-U-Boot Flotte, genaueste Sprengköpfe,
aber auch die bei weitem größte Luftmacht und Flugzeugträgerflotte, defacto größte Seemacht)

Frankreich 300

China 260 (hat aber die momentan stärksten
Langstreckenraketen mit 16.000Km Reichweite und stärkstem Sprengkopf in Dienst mit einigen Megatonnen - Atom U-Boote befinden sich noch im Bau)

Vereinigtes Königreich (UK) 215

Pakistan 130

Indien 120

Israel 80

Nord Korea unter 15...

NK hat zwar hinter Russland die meisten Raketenwerfer, die
sind aber sehr veraltet, daneben hinter Russland (5972) Platz 2 bei den Haubitzen mir 2250 im Jahr 2014 - diese dürften zum Großteil aber auch veraltet sein.

Hinter USA die 2. meisten Uboote mit 70 Stück, sind aber
veraltete sowjetische, schwächer auf jeden Fall im Antrieb, Reichweite, Autonomiedauer, Ausstattung (keine mit Atomwaffen bestückten bis auf einen Prototyp der aus einem veralteten umgebaut wurde.. extrem unzuverlässig und veraltete Technik für heutige Standards)

Dagegen können sie eine beachtliche Seeminen Kriegsführung
aufstellen, sie haben nach Iran (254) mit 211 Patrouillenbooten die 2. meisten der Erde und mit 23 Minenbooten die 4. meisten.

Aber da in einem Weltkrieg wohl auch Zilivfahrzeuge umgebaut
würden und vor allem bei 5-10 Jahren Vorbereitungszeit, vor allem in westlichen Industrienationen die Produktion geballt auf Rüstungsfahrzeuge gehen würde, wären NKs Möglichkeiten in den Schatten gestellt.

Das interessante ist, dass NK ja sowieso schon relativ hohen
Prozentsatz in Rüstung investiert und ausrichtet, würden das die
Wirtschaftsmächte der Erde, vor allem Verbündete,.. es wäre kein Vergleich mehr (sogar USAs AUsgaben halten sich prozentual weit hinten) NK kann das wie man an den Repressionen sieht auch gar nicht ohne Zwang stemmen, extreme Defizite bei Ressourcen...

Irak hatte mal eines der größten Militärs... 4 Tage nach
US-Angriff war es quasi besiegt... Ausrüstung - NK hat viel Artillerie - der global firepower index ist schon relativ realistisch: Ressourcen, sowohl Ausrüstung als auch fossile Ressourcen und zu verteidigende Flächen werden berücksichtigt,
Nordkorea ist bei weitem nicht 3. Platz. Ich meine, man glaubt doch nicht ernsthaft, dass ein Entwicklungsland wie z.B. Kolumbien, außer es wäre ein asymmetrischer Krieg, wo nicht sehr viele Soldaten der Angriffspartei entsendet werden, im eigenen Heimatland (Dschungel, Berge etc.) gewinnen würde, bei der Technischen Überlegenheit?! Und wenn Nordkorea derart aggressiv handeln würde,
würde man auch größere Kollateralschäden in Kauf nehmen und die Infrastruktur, die dort eh marode ist vernachlässigen... somit wäre der Technikvorteil schnell sichtbar, selbst DE ohne Atomwaffen könnte mit hohen Verlusten genug Schaden anrichten, die Frage ist nur, wie und ob die Landungsschiffe mit Bodentruppen und Bomber, Jagdflugzeuge das Festland erreichen... bei realistischeren Päkten
mit NATO staaten und womöglich sogar Russland und China, die sich entweder von NK distanziert haben oder ihren aufgebauten Markt und ihre Macht nicht so einfach ruinieren wollen, wäre das sowieso relativ schnell ruhig.. 

es wird aber genau deswegen eher zu nichts (hoffentlich) kommen, auch wenn die Möglichkeit da wäre, es wird heutzutage eher auf schwächeren Staaten rumgehackt anstatt "gefährlichere Staaten"zu attackieren...und selbst die können ganz schön die eigene Wirtschaft ruinieren (siehe Schulden der USA, neben dem maroden Sozialsystem Hauptursache Irak und Golf Kriege)

Vor allem aber auch Logistik darf man nicht unterschätzen,
und hier steht die USA eindeutig an 1. Stelle, Russland an 2. China könnte die beiden irgendwann überholen... NK niemals

Dennoch ist das Nordkoreanische Militär auch nicht zu
unterschätzen, immerhin wird es sogar etwas stärker als das Spanische
eingeschätzt, es kommt aber immer darauf an was für eine Strategie man
betrachtet..

Kommentar von VortexDani ,

vierter Teil der Antwort:

Also, wenn man einen realistischen Verlauf annimmt: ein
Land, das aus bestimmten Gründen gezwungen ist (Arbeitslosigkeitsiehe WW1 u 2) einen Angriffskrieg zu führen, und zufällig Atommacht ist, es müsste aber stark genug sein um etwas zu bewirken oder starke Verbündete, Staaten mit ähnlichem
Interesse etc. auf seine Seite zu ziehen - dadurch könnten 2 große oder mehrere Lager entstehen - hiervon hängt dann der wesentliche Verlauf ab - auch vom Boykott der relativ guten weltweit vernetzten Zivilbevölkerung, die so etwas nicht wollen oder von vielen global agierenden Firmen, die durch abgebrochene
Wirtschaft dann Verluste einfahren und nicht von Rüstungsindustrie
profitieren... das sind heute die Mehrheit - hinzu kommt, dass bei einem Atomkrieg großen Ausmaßes die wertvollen Infrastrukturen unbrauchbar gemacht werden - sieht man den WK2 an: in DE wurden irgendwann fast nur noch Gleise bombardiert,
statt Fabriken, da erstens effizienter und man konnte somit das Know-How ergattern; Hiroshima, eine im Vergleich zu Nagasaki militärisch unwichtige Stadt, wurde wegen schönem Wetter als gute Sicht für den Abwurf ausgewählt...

Bei einem totalen Vernichtungskrieg mit solch einer Ideologie, ja da wäre esmöglich, dass sich die Menschheit in suizidalem Wahn auslöscht, in der Regel sind aber sogar Militärs nicht so verrückt und vor allem ziehen da nicht alle an einem Strang... manche wollen eben ihre Familie nicht gefährden, haben bestimmte Weltanschauung... dagegen gibt es auch Psychopathen in allen Rängen und
in der Gesellschaft - im kalten Krieg haben aber alle Raketenbasen, obwohl viele Fehlalarme nicht eindeutig als solche zu identifizieren waren, bis man abgewartet hatte, so lange gewartet bis die theoretische ICBM ihre Nutzlast zur Zündung gebracht hatte - aber so gut wie alle dieser Personen konnten einfach nicht glauben, dass Jmd so blöd wäre und durch Provokation sein eigenes Land in
den Ruin treibt... es waren ja hauptsächlich Proxy-Kriege seit dem Ende des 2. Weltkriegs, weil man den Schaden vom eigenen Land fern halten wollte (abgesehen von den Gräueltaten innerhalb, v.a. in der Sowjetunion)

In einem Atomkrieg ist es wahrscheinlich, dass Staaten, die
relativ nahe aneinander grenzen, abgesehen von vorigen Bündnissen, sich nicht attackieren, da sie sich selbst durch radioaktive Wolken schädigen würden und auch durch das wegfallende Reichweitenproblem mehr militärischen Impakt
hätten.. und dadurch mehr Schaden - nebenbei reichen auch 5 Jahre kaum um genug Anreicherungsanlagen in den Verbündeten nicht-Atom-Staaten zu bauen geschweige denn um einen wichtigen Beitrag zu leisten - nein, diese Staaten würden durch
Ressourcen und Logistik sowie restlicher Ausrüstung und Personal anderweitig Unterstützung leisten, möglicherweise auch Nukleare Waffen erhalten um z.B. mit Flugzeugen oder Raketen ausgerüstet vorzugehen, wo nicht mit Abfangraketen entgegengewirkt werden kann.

Falls es aber zu einem WK3 käme, falls er nicht nuklear
ausgetragen würde, wegen der Ressourcen, dann würde jedes Land mit langen Grenzlinien wie Russland, USA etc. es schwer haben diese zu verteidigen, dafür aber Invasoren an Land genauso schwer es einzunehmen und zu halten - eine komplette Vernichtung zumindest der Rüstungsindustrie und Militärisch wichtigen
Zentren wäre also eher ein Ziel... dafür aber konventionell

Die Einhaltung dieser nicht nuklearen Verträge ist schwer
vorherzusagen und könnte relativ schnell eskalieren, wenn es ums
"Überleben" der eigenen Machtposition geht und eine Einnahme des
eigenen Landes als Absicht der Gegner relativ sicher oder sicher ist.

Nun könnte nach einem kurzen nuklearen Schlagabtausch aber
auch ein Waffenstillstand wegen der Realisierung der Sinnlosigkeit eintreten - gar nicht so unrealistisch, da auch bisherige Mitläufer im Militär nach genug Kollateralschäden viele lieber noch etwas von der Zivilisation übrig haben wollen - bei ideologisch fanatisierten Regimes oder autonomen Systemen ohne zweifelnde Menschen an den Ausführenden Geräten kann aber auch die Bevölkerung
einen Massenstart von Raketen wohl nicht mehr beeinflussen... ein Erstschlag würde schon vieles zerstören, der Zweitschlag über Atom U-Boote und verbleibende Silos noch weiteres Unheil anrichten...

Heute werden eigentlich Kriege wesentlich durch die Wirtschaft entschieden, von ihr hängt ab wie viel man aufrüsten kann und welche Partner man hat...

3. medienpolitische Ebene - klar würden bestimmt Gruppen das
versuchen, in Diktaturen mit Sicherheit, spätestens bei Ausbruch des Krieges überall verbreitet

Kommentar von VortexDani ,

wegen der Formatierung: hat der Gf.net editor wieder mal den Zeilenwechsel zerstört... -.-'

Antwort
von VortexDani, 45

Vielen Dank für die Auszeichnung, es mag einiges an Spekulation in den Antworten gesteckt haben und auch manches zu kurz gekommen, aber es hat schon mehrere Stunden gedauert sie zu schreiben - Quellen fehlen auch an einigen Stellen, aber ich kann mit hoher Wahrscheinlichkeit versichern, dass die Möglichkeiten etwa in meinem geschilderten Ramen liegen; am Ende kann niemand vorhersagen was wie geschehen wird

Kommentar von KeXxHD ,

Also, wenn hier jeder mit Quellen arbeiten würde & Antworten in solchen Umfängen geben würde, dann wären "Hilfreichste Antworten" und "Danksagungen" völlig überflüssig. Ich danke dir vielmals für diesen Aufwand und das Ausmaß deiner Antwort!!

Ich bin um einiges schlauer geworden. Vielen Dank!

Kommentar von VortexDani ,

ach was, es wäre zwar etwas mehr zeitaufwendig, aber es kommt halt drauf an wie lange man Lust hat nach Informationen zu suchen - es könnte ja auch einiges falsch/fehlerhaft im Netzt stehen und ich habe das dann so übernommen... oder das was geheim gehalten wird - aber es müsste in etwa stimmen - und durch solche Fragen werde ich ja auch ich "schlauer", wenn ich Dinge lese, die ich zuvor nicht kannte und möglicherweise sonst nie gelesen hätte; ich danke dir ebenfalls!

Antwort
von LaeMue, 81

Natürlich wäre die ganze Erde ausgelöscht, da zum ersten Mal Atomwaffen eingesetzt werden würden.
Wenn das erstmal los gehen würde, wäre nicht mehr lange etwas von der Menschheit übrig.

Bete lieber dass so etwas nicht passiert und du sowas nicht miterleben musst, der 3. Weltkrieg ist nämlich näher als einem lieb ist.

Kommentar von VortexDani ,

Quatsch, das wäre dann ein kompletter Selbstvernichtungskrieg à la verbrannte Erde Kampagne wobei man darauf abzielte sein eigenes Land zu zerstören, bevor es in gegnerische Hände fällt - mit Atom und Biowaffen könnte man einen Großteil der Menschheit vernichten, indem man die Ballungszentren der Erde trifft... aber noch einige Millionen werden zu weit weg leben um direkt beeinflusst zu sein, dafür reichen einfach nicht alle 15375 vorhandenen Atomwaffen (2016) Nukemap 3D kann das relativ einfach darstellen, wenn man mal die größten je abgeworfenen testet, den maximalen Windradius anzeigt und die Konzentration, auch würden eher wenig starke eingesetzt, eher für EMP schläge in der Atmosphäre damit kleinere Atomwaffen oder bunkerbechende eben Zentren oder Militäranlagen ungehindert treffen können.

Über 2/3 sind seit 1980 abgerüstet oder außer betrieb, da zu alt... (ja, einige der Zündungseinheiten können "ablaufen") - daneben sind nicht alle der Atomwaffen mit ICBMS transportierbar, einige sind freifallend... heutzutage wird man aber mit einem Flugzeug nicht mal in die Nähe des Abwurfpunktes kommen, sobald die Radare es weit vorher erfassen - somit bleiben möglicherweise etwa 12000

http://www.ploughshares.org/world-nuclear-stockpile-report

Aber Biowaffen sind noch komplexer, es könnte einiges mit einem Virus angestellt werden, jedoch ist die Verbreitung eher unberechenbar, von Dahinraffen wie in Pest-Zeiten bei ausgeklügeltem Virus der nicht bekämpft werden kann bis hin zu einigen tausend Todesfällen, da bei der Übertragung zu ineffizient oder schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden..

 unkonzentriert, wenn dann auch wieder in Ballungsräumen, sodass immer immune oder abgelegene überleben

Wie nahe er ist, kann KEINER sagen, niemand hat eine Glaskugel und kann voraussehen, wie Nationen reagieren würden, selbst bei einer einmaligen Zündung! 

Antwort
von Unbekannt0211, 60

Ich bin der Meinung,dass der 3. Weltkrieg weitaus schlimmer sein wird als die vorigen.

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