Frage von Bobmarlin8, 60

Wie wirkt sich das auf die Psyche, wenn man kein eigenes Zimmer hat und permament mit jemandem im Raum ist, obwohl man kein Bock auf die Person hat aus?

Ich mache es schon 3 Jahre mit. Wie lange würdet ihr es aushalten?

Antwort
von Lichtpflicht, 13

Naja, nachdem früher die gesamte Familie vom Kind zum Opa oft in einem Raum gelebt, geliebt, gelitten hat kann es Menschen nicht grundsätzlich kaputt machen, sonst wären wir alle nie geboren worden :'D und in den meisten Ländern der Welt und in vielen Großfamilien in D schlafen mehrere Menschen in einem Zimmer.

Solange dich diese andere Person nicht verprügelt, foltert, missbraucht oder beleidigt, sie nicht die Nächte irre laut durchschnarcht oder Metal hört, oder dich anderweitig schwer belästigt, ist es zwar ultranervig, aber nicht schädlich für die Psyche. Im Gegenteil, es stärkt deine Sozialkompetenz und deine Frustrationstoleranz.

Kommentar von Bobmarlin8 ,

Ich bin auf jedenfall ständig genervt was heißt Frustrationstoleranz?

Kommentar von Lichtpflicht ,

Das heißt, dass dich später im Leben nichts mehr so schnell frustrieren wird wenn du so abgehärtet wirst.

Antwort
von Multipilz5, 14

Die erste Frage müsstest du doch am besten beantworten können. Du machst es schließlich schon seit 3 Jahren mit.

Kommentar von Bobmarlin8 ,

Vielleicht übertreibe ich oder es ist wirklich normal das es einen kaputt macht

Kommentar von Multipilz5 ,

Das ist ja von Person zu Person unterschiedlich. Manche halten es besser aus als andere. Aber eine Belastung ist es auf jeden Fall. Dadurch wird dir ja schließlich ein großes Stück Privatsphäre genommen, was ja sehr wichtig ist. Wenn du die Person nicht leiden kannst und mit ihr in einem Zimmer sein musst ist ja auch nicht angenehm. Von dem her kann man schon daran kaputt gehen.

Wenn du daran kaputt gehst ist das ja der beste Beweis.

Antwort
von Veruschka61, 25

Es ist sehr schlimm. Es ist wie Folter!!!! Ich war froh, als ich mit 16 mein eigenes Zimmer bekam und nicht mehr mit meiner Schwester ein Zimmer teilen musste

Antwort
von Wonnepoppen, 23

Wer ist diese "Person"?

wie alt bist du, wie alt ist sie?

Warum läßt sich das nicht ändern!

Antwort
von Stellwerk, 17

Nervt, aber wenn man nicht grade gefoltert wird, schafft man es auch ohne Trauma.

Kommentar von Bobmarlin8 ,

Ich habe davon leichten Trauma 

Kommentar von altgenug60 ,

Mimimimi . . .

es ist übrigens DAS Tauma. Also: "Ich habe davon ein leichtes Trauma"

Antwort
von billowe, 25

ist halt so. bei mir ists genau das gleiche.

mache kriegen alles hinten reingeschoben und andere müssen dafür arbeiten 😉

Antwort
von altgenug60, 23

Ich kannte das 18 Jahre lang nicht anders.

Kommentar von Bobmarlin8 ,

18 jahre lang kein eigenes Zimmer permanent mit Leuten im Raum ?

Kommentar von altgenug60 ,

Jep.

Einschränkung: Auf dem Klo war ich schon alleine.

Kommentar von Bobmarlin8 ,

Habt ihr Psychischen Schaden bekommen? 

Kommentar von altgenug60 ,

Nö, wieso? Dass jedes Kind oder jeder Heranwachsende ein eigenes Zimmer hat, war damals überhaupt nicht üblich. Man konnte schon froh sein, wenn es in den Familien ein "Mädchenzimmer" und ein "Jungenzimmer"  gab. (Und damals gab es mehr als zwei Kinder pro Familie). In der 2-Zimmer-Wohnung, in der ich aufgewachsen bin, gab es für mich und meinen Bruder überhaupt kein Kinderzimmer. Es wurde improvisiert, ein Kind schlief im Wohnzimmer, eines in der Küche. Mein Bruder und ich haben beide eine ziemlich ordentliche Biographie hingelegt: Schule Studium Freundeskreis, eigene Familie. Wo soll da jetzt das Problem sein?

Kommentar von Bobmarlin8 ,

Das Problem ist nicht jeder Mensch ist gleich manche brauchen Ruhe manche nicht ich bin einer der gern allein ist und ich habe schon 5 Jahre mit 15 alleine gelebt deshalb ist das so schlimm für mich

Kommentar von altgenug60 ,

Ja, dann musst du halt schauen, dass du möglichst schnell finanziell auf eigenen Füßen stehst, so dass du dir eine eigene Wohnung leisten kannst, in der du dann einfach die Tür hinter dir zu machen kannst. So habe ich das damals auch gemacht. Dein Bedürfnis nach Privatsphäre kann ich durchaus nachvollziehen.

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