Frage von Nele1989, 28

Wie wirkt die aktuelle Zinspolitik der EZB auf die Gewinnquote?

Thema Makroökonomie - Geldpolitik der EZB: Wie wirkt die aktuelle Zinspolitik der EZB auf die Gewinnquote?

Antwort
von jerkfun, 25

Es findet Umverteilung statt.Wenn man Dir keine Zinsen zahlt,kann das Geld den Systemen zugeführt werden und nach Gutsherrenart nach Timbukto gegeben werden,wenn die es einmal bis zur EU-Mitgliedschaft schaffen.^^Ebenso können die Staatsschulden oder richtig das Volksvermögen das jahrzehntelang veruntreut wurde,durch diese Politik abgebaut werden,oder zumindestens nicht weiter ansteigen,um Kriterien einzuhalten,welche Strafzahlungen nach sich ziehen würden.(Stabilitätskriterien,Maastrichter Verträge.) Die USA kann als einzige Macht der Welt ständig ungestraft über Ihre Verhältnisse leben.Sie selbst vergibt Ratings und die Ihrige Verschuldung ist gemessen an Ihrer Wirtschaftsleistung doppelt so hoch,wie die griechische.Die ganze Geldpolitik der EZB ist schlicht illegal.Das siehst Du auch am Rücktritt verdienter Deutscher Volkswirte die dort im Direktorium saßen.Firmen können sich leichter und günstiger refinanzieren,weil ja auch die Kreditzinsen gefallen sind.Es könnte also gewinnneutral sein.Je eher Du Eigenkapital einsetzt,desto mehr wirst Du enteignet.Große Unternehmen zahlen inzwischen die Gehälter früher aus,nicht als Sozialleistung sondern um Minuszinsen einzusparen.Liebe Grüße

Kommentar von Nele1989 ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das grobe Schema welches du aufgezeigt hast, war mir schon bewusst. Für mich ist tatsächlich die Antwort "was passiert mit der Gewinnquote" entscheidend. Das die aktuelle Zinspolitik der EZB für einige Mist ist und andere wieder Gewinner sind, ist volkswirtschaftlich auch logisch ;) 

Kannst du noch bezugnehmen auf die Gewinnquote?

Kommentar von jerkfun ,

Wenn Du Gewinnmargen meinst,dann ist es für Unternehmen ein plus,weil Investitionen günstiger kommen.Es werden also mehr und früher Investitionen getätigt.Für Banken ist es nicht günstiger,da die EZB für Gelder die bei Ihr geparkt werden im Interbankenhandel auch Minuszinsen verlangt.Das wird langfristig dazu führen das nicht nur mehr Kredite ausgereicht werden,wie gewünscht,sondern dies auch  leichtfertiger gehandhabt wird.Das Kreditausfallrisiko steigt also an.Je leichter sich Gebührenerhöhungen durchsetzen lassen,je internationaler das Unternehmen aufgestellt ist,desto eher kann es sich kostenneutral aufstellen.Insbesondere Versicherungen haben Produkte,wo diese an vertraglich vereinbarte Garantiezinsen gebunden sind.Technisch haben die Versicherungswirte keine handwerklichen Fehler gemacht.Denn eine derart manipulative Geldpolitik war weder erwartbar noch als legal eingestuft.Da geht es denen nun wie RWE und Eon,unter umgekehrten Vorzeichen.Eon und RWE haben eine Einnahmequelle entzogen bekommen,eine Art Berufsverbot,müssen aber die Grundlast tragen und sichern.Entschädigung Fehlanzeige.Die Assekuranzen müssen Bausparer bedienen und Rentenpolicen weiterführen,die nicht mehr auskömmlich sind.Die Basel Richtlinien verbieten auch ,riskantere Geschäfte mit Devisen,Aktien etc.in größerem Umfange.Die nächste Krise ist also schon angesagt.Denn eine Quersubventionierung mit anderen Produkten ist so ohne weiteres nicht möglich.Also müssen die Assekuranzen versuchen zu tricksen,um nicht dauerhaft Verluste zu schreiben,zumindestens in einigen Bereichen.Ein reiner Lebensversicherer dürfte nicht überlebensfähig sein,sofern er nicht immer mehr und immer schneller Neugeschäft macht um die alten Policen bedienen zu können.

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