Frage von wdschnucke, 77

Wie wird nach Th. W. Adorno "der Gedanke, dass die Gesellschaft auch anders sein könnte, den Menschen systematisch ausgetrieben"?

In dem kurzen youtube-Clip Adorno über die verwaltete Welt wird über die arbeitenden Menschen gesagt: "Der Gedanke, dass die Gesellschaft auch anders sein könnte, wird ihnen systematisch ausgetrieben."

Kann jemand bitte anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag, der Politik, der Wirtschaft etc. beschreiben, wie das geschieht?

Danke.

Antwort
von Exisaur, 48

Gleich zu Anfang: Ich bin kein ausgewiesener Experte der Kritischen Theorie - was ich hier gleich sage, sind grundsätzliche Dinge, die meiner Meinung nach für die Beschäftigung mit Adorno wichtig sind.

Zunächst einmal, ist das, wie mir scheint, kein direktes Zitat von Adorno - zumindest nicht im entsprechenden Clip, sondern eher eine Zusammenfassung (die aber schon passt).

Worum es in der Kritischen Theorie meist geht - und das möchte ich, gleich vorweg sagen, weil ich mir sicher bin, dass einige der Antworten hierauf in diese Richtung gegen werden/würden - ist die Betrachtung abstrakter, systemischer Zusammenhänge und nicht die Beurteilung individuellen Verhaltens.

Die Rahmenbedingungen der Analyse in der Kritischen Theorie, ist in der Regel die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft, geprägt von der kapitalistischen Arbeitsweise. Wichtig dabei ist, zu erkennen, dass der Kapitalismus ein System ist, dass erst einmal unabhängig von der individuellen Handlung ist; Er wird also nicht, wie oft angenommen, angetrieben von der Gier einiger weniger (Bänker, Vorstandschefs etc.) - das ist viel mehr eine Interpretation, die Adorno absolut zurückweise würde - sondern ist eben ein System, in dem jeder Mensch tendenziell seine Interessen erkennt und durchzusetzen versuchen (dass es dabei ganz unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen, Strategien und Erfolge gibt, ist dabei nicht so relevant). Grundsätzlich aber lässt sich sagen, dass sich die ganze Gesellschaft grundsätzlich nach den Erfordernissen der kapitalistischen Produktionsweise organisiert hat (oder organisiert wird) und jeden sein ganzes Leben lang begleitet - mit dem Effekt, dass dies zu einer solchen Selbstverständlichkeit geworden ist, dass sie eigentlich nicht mehr wahrnehmbar ist und somit die Vorstellung an jede Form von gesellschaftlicher Alternative (also Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft - das sage ich nur, damit deutlich wird, das sowas wie die AfD in dem Fall garnicht zählt) als unvorstellbar erscheint.

Auch wenn ich es für grundsätzlich schwierig halte, der Kritischen Theorie mit konkreten Beispielen beizukommen, will ich es mal grob versuchen: Ein Beispiel dafür könnte sein, dass Bildung (Schule, Universität etc.) zunehmend nur noch so geplant wird, dass ihre Inhalte für die kapitalistische Arbeitsweise verwertbar sind. Das klingt auf dieser Ebene noch kritisch, wird aber eigentlich von den meisten Menschen automatisch mitgedacht (man stellt sich so die Frage: "Wofür brauche ich das im Leben?" und meint tendenziell: "Wofür brauche ich das im Arbeitsleben?")

Ganz wichtig ist mir nochmal zu sagen: Es geht hierbei nicht darum, dass irgendwelche "Mächtigen" in geheimen Hinterzimmern sitzen und sich ausdenken, wie sie die "normalen" Menschen davon abbringen können, an eine andere Gesellschaft zu glauben - sondern dieser Prozess ist losgelöst von Individuen und gekoppelt an den Kapitalismus selbst. Die "Mächtigen" denen man das unterjubeln will, sind Teil dieses Systems und dieser Selbstverständlichkeit, wie alle anderen auch - und haben daran nicht mehr oder weniger Schuld.

Antwort
von Rosenblad, 49

Selbsterklärend wenn man den gesamten Text sich vor Augen führt:

"Jedenfalls will es mir dünken als ob der Menschentypus der heute auf
die Welt kommt vorweg schon zu einem ausserordentlich weitem Maßin die
verwaltete Welt hineinpasst, dass er glachsam in sie hineingeboren wird,
Starr sind diese Menschen weil sie eigentlich keine Spontanität mehr
haben, weil sie eigentlich garnicht mehr ganz leben, sondern weil sie
selber sich bereits als die Dinge, als die Automaten erfahren als die
sie in der Welt verwendet werden. Sie müssen bereit sein an jeder
Stelle ununterbrochen zu funktionieren, und wenn sie diese Bereitschaft
unter Beweis stellen dann entgehen sie der universalen Drohung, der
Arbeitslosigkeit
." (Theodor Adorno "Zur verwalteten Welt")

Der Mensch wird zur bloßen ökonomischen Verwertungsmasse deklassiert und kann wie die untere Mittelschicht in den U.S.A. zeigt von einem Job kaum noch die Familie ernähren. Diese soziale Devastierung der v.a. White Trash Schicht, hat am schärfsten der amerikanische Politologe Charles Murray in seinem Buch "Coming Apart : the State of White America, 1960-2010" (New York, NY , Crown Forum, 2013, 417 S.) nachgezeichnet.

Kommentar von berkersheim ,

Sorry Herr Rosenblad, aber wie sieht es mit dem Geschichtsverständnis aus. Waren die Sklaven früher aus reiner Spontaneität in diese Rolle geschlüpft? Welche spontane Möglichkeit hatten die Bauern im Mittelalter, eine andere Rolle als Bauer einzunehmen. Wie kann man so tun, als ob das Rollengebundensein erst heute neu erfunden worden sei? Mussten Sklaven und Bauern in ihren Zeiten nicht funktioniern?? Und das zu wesentlich härteren Bedingungen. Ja, ich gebe zu, "der Mensch als Verwaltungsmasse" hört sich dramatisch gut an, sagt aber nichts anderes, als dass wir eine Massengesellschaft sind. Sollen jetzt MGs aufgestellt werden, um die Massen abzuschaffen? "Soziale Devastierung" hört sich auch toll an, so gelehrt. Und, glaubt jemand, ein sozial Devastierter heute wäre bereit mit dem Schicksal von Karl dem Großen zu tauschen, wenn er wüsste, wie dessen reale Lebensbedingungen waren. Aber ich habe Geduld, ich warte gerne, bis die neue Welt erfunden ist.

Kommentar von Rosenblad ,

Lieber Berkersheim, es ist natürlich legitim den sozialen Bogen weiter zu spannen als es in der Frage ging und Du stellst Fragen die sehr "groß" sind. Als Systemtheoretiker könnte ich Dir natürlich die Antworten geben - Lösungen allerdings bleiben auch bei mir nur bloße Theorie. Aber für diese Art von Komplexität und deren Beschreibungsmerkmale die in den unterschiedlichen menschlichen Epochen sowohl gleiche, aber auch unterschiedliche, v.a. in den postmodernen Gesellschaft fast schon unüberschaubare Beschreibungsparameter erfordert, ist hier weder der Platz noch die Zeit.

Vielleicht soviel: Der Mensch im Kollektiv ließ sich leider bis heute als Verwertungsmasse, als Substituent in religiöse, politische, soziale, erkenntnistheoretische oder ökonomische Gehäuse "einsperren" - warum er das heute noch genauso tut, wie vor 1000 Jahren, ist dann eher die "spannende" und leider auch ernüchternde Frage.

Soziale Systeme sind nichtlineare Ungleichgewichtssysteme mit starken Stabilisierungstendenzen (ein  "Zauberwort" lautet an dieser Stelle "Resilienz") und es gibt viele solcher Begriffsaufläufe - "Priming" oder Frame sind z.B. solchen "modernen" Wörter - v.a. aber brauchen  Menschen wohl immer prospektive Versprechen, die ihnen die Religion genauso liefert ("Auferstehung zum ewigen Leben" bei einen "gehorsamen Leben"), wie  eine als "Alternativlosigkeit" deklarierte Politik oder eine Ökonomie die unendliches Wachstum und damit das "kleine Glück" im großen Konsumrausch verspricht.  Es braucht in er Komposition des Glaubens, der Hoffnung und vorgegebenen Orientierung ebenso Werte, Vertrauensangebote oder kollektive Identitäten und  ja da wären noch Mainstream, Konformitäten, Hostilitäten, Symbole, Bilder, Zeichen etc. etc. etc.

Und die "neue Welt"? Die wird es für den geben der an alle diese Versprechen, Gaben und Erlösungen glaubt, denn mit einem festen Glauben ist alles möglich. Und die Moral? Nun diese Fußangel ist für alle diejenigen die sich nichts anderes leisten können oder wie es der Kabarettist Matthias Richling einmal formulierte:

Moral ist doch nur der Mindestlohn für Diejenigen die anständig bleiben müssen, aus Geldmangel“

Für alle andere ist Moral in das Unterfutter ihres Burberry - Kaschhmirmantels eingenäht und mei manchen sogar sichtbar an das Revers gesteckt.

Und wo ist die Verwertungsmasse geblieben?

Kommentar von berkersheim ,

@Rosenblad

Es gibt Menschen aller Schichten und Klassen, die eine durchaus unterschiedliche Bindung an die Moral leben. Dabei wirkt auch sowas wie ein "Mainstream", ob das lockerer wird oder verantwortlicher. Doch das will ich nicht als Thema auswalzen. Du hast das Verdienst, dass Du zur Erläuterung der Frage ein ausführlicheres Zitat bringst. Ich finde, das muss man sich nur auf der Zunge zergehen lassen. Das ist eine ungeheuer pessimistische Menschensicht ohne jeden erkennbaren Grund, warum das gerade heute so sein soll im Gegensatz zu früher. Da sitzt für mein Gefühl jemand auf einem sehr hohen Ross. Die gesellschaftlichen Pressionen waren in früherer Zeit wesentlich höher. In dieser abgehoben pessimistischen Darstellung unserer heutigen Menschen scheint mir eine tiefe Enttäuschung durch, dass ein erhofftes Ideal eher in die Ferne rückt als vor dem Erreichen steht. Dafür, dass seine Hoffnungen sich nicht erfüllen, klagt er die Menschen der Jetztzeit an.

Der Gedanke, dass eine Gesellschaft auch anders sein könnte, ist in der Aufklärung (teils sehr unterschiedlich) gedacht worden. Er ist von Heine und von Marx gedacht worden. Er wird auch heute gedacht, nur hat jeder dieser Denker andere Vorstellungen und nicht die, an die Adorno denkt. Und wie dünn ist die Schicht derer, die sich wirklich mit der Aufklärung befasst haben? Da wird missachtet, dass das Problem aller hohen Theorie ist, dass sie unten in der Breite nicht ankommt. Da mögen sich drei Theoretiker toll finden, dass sie sich über besonders super klingende Begriffe geeinigt haben, von denen 3 Milliarden Menschen nicht wissen, was das ist. Und dann macht ein Hooywood-Regisseur einen Film mit Namen MATRIX und bewirkt in 100 Minuten einen neuen vulgären Systemglauben, der seriöse Soziologen die Hände überm Kopf zusammen schlagen lässt. In ihrer Enttäuschung schreiben die Theoretiker von der Verwertungsmasse, um die Verantwortung von sich zu weisen, dass sie die immer schon "normalen Menschen" nicht erreicht haben.

Kommentar von Rosenblad ,

Die Pressionen in der Vergangenheit waren nicht höher, sie waren anders und sie wurden anders bewältigt als heute - die Bewältigungsinstrumente waren v.a. in der Religion um ein Vielfaches stärker eingesenkt als heute. Dazu vielleicht ganz kurz folgende Ausführungen zum Mittelalter:

Die mittelalterliche Gesellschaft war eine Affektgesellschaft, deren kognitive Inhalte (wie Wissensbestände) weitgehend noch sehr schmal ausgeprägt waren.
Das Böse, Bedohliche, Geheimnisvolle war in dieser Lebenswelt ständig präsent, den Einen als Bedrohung, den Anderen als Versuchung. Die Welt war noch nicht von der Wissenschaft entzaubert. Die Menschen wussten wenig und glaubten viel. Dämonen, Geister und Teufel beherrschten den Alltag. Da Kaum jemand konnte lesen, was es auch eine bildgewaltige Welt, die all das Unbekannte, all das Haltlose und Beängstigende erklären musste.
Der Glaube an die göttliche Führung - als Vertrauensmoment, als Bewältigungsfunktion und als Sinnstiftung - war eines der zentralen Dispositionsgrößen des Menschen überhaupt
Hans-Werner Goetz schreibt: „Die Gesellschaft des Mittelalters ist bekanntlich weithin durch religiöse Vorstellungen und Praktiken gekennzeichnet, die in alle Gebiete des Lebens eindringen und diese bestimmen.“ (Goetz, Gott und die Welt, S.31, Gurjewitsch schreibt in diesem Zusammenhang von einem „religiösen Bewußtsein“, Gurjewitsch, Weltbild, S.355)
In dieser Gesellschaft liegt die gleichsam „Führung des Lebens“ bei „korporativen Mächten“ deren „Herrschaft durch die Autorität von Sitte und Herkommen…“ legitimiert ist, da diese Herrschaft „kraft einer geheiligten, unwidersprochenen Tradition“ ausgeübt wurde. (siehe Michael Seidlmayer „Das Mittelalter. Umrisse und Ergebnisse des Zeitalters ; unser Erbe“; Göttingen, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 1967, 70 S., hier S. 19)
Der Einzelne zählte in dieser Gesellschaft nichts (er war gleichsam „porträtlos“, wie dies Gerd Tellenbach einmal treffend beschrieb, da seine Zeit porträtlos war – siehe Gerd Tellenbach „Zur Bedeutung der Personenforschung für die Erkenntnis des früheren Mittelalters „ ; Freiburg i.Br, Schulz, 1957, 24 S., hier S.6), der Mensch wurde „…entweder in Ausübung seiner Funktion oder als Angehöriger einer Gruppe…“ (Goetz, Leben im Mittelalter, S.17) transparent, repräsentativ und gleichsam kompetitiv.
Der Mensch war eingeordnet in die Gemeinschaft, die ihm zu leben erst ermöglichte.“ (Goetz, Leben im Mittelalter, S.17, siehe auch: Karl Schmid "Über das Verhältnis von Person und Gemeinschaft im frühen Mittelalter „ In: Frühmittelalterliche Studien Bd. 1 (1967) S. 225-249) und das gemeinsame Alterität, Integrität und Legitimität lag immer in der Glaubensgemeinschaft.

Mir scheint wenn ich Dich nicht falsch interpretiere, das Du die heutigen Menschen eher als "Warmduscher" siehst?

Die Pressionen und Forderungsbündel sind heute in dieser postmodernen Multitaskingarbeitswelt anders gestellt und brauchen genauso Bewältigungsformen wie vor 500 Jahren - diese erwartet der Mensch der wenig Zeit zum "Nachdenken" hat - weil er mit kaum noch mit zwei Jobs seine Familie ernähren kann-  in aller Regel als einfach zu schluckende Medizin von "Oben" - im Mittelalter von "Gott", in der chinesischen Ära der Kulturevolution vom Führer Mao oder heute von Regierungen oder Parteien.

Übrigens der Begriff "Verwertungsmasse" hat auch Eingang in die Sprachabteilung der Gewerkschaften gefunden und ist damit nicht mehr bloß ein "abgehobenes" Kunstwort - wobei es mir nicht darum ging Adorno das Wort zu reden.



Kommentar von Rosenblad ,

Wenn mir noch ein Nachtrag erlaubt sei: Du stammst aus Berkersheim, dem malerischten Ort von Frankfurt?

Antwort
von berkersheim, 39

Nun ja, das ist die Traumwelt eines Großbürgerkindes, das sich mit Musik und Kunst beschäftigt hat. Adorno hatte nie Kontakt zur Arbeitswelt und denen, die darin dafür gesorgt haben, dass es ihm nie an etwas gemangelt hat, obwohl seine einzig Leistung hohles Geschwätz war. Ich sage das mit gewisser Häme und Zorn. Ich bin groß geworden in einem "Dorf" von damals 8.000 Einwohnern, von denen die Väter der einen Hälfte ihre Familien als Hüttenarbeiter ernährt haben und die Väter der anderen unter Tag in den umliegenden Bergwerken. Wenn ich dem Vater meines Freundes, einem Bergmann, das Youtube-Video vorgespielt hätte, wäre seine Antwort einfach und klar gewesen: Dummschwätzer! Der soll mol was schaffe und sich nit von annere durchfüttere lasse.

Aussagen wie in diesem (übrigens in sich widersprüchlichen) Video sind gegenüber diesen Menschen herabsetzend. Allerdings hätte auch kein Arbeiter diesem geschwollenen Großbürgergerede länger zugehört. Gegen den Satz von Adorno könnte man einen von Immanuel Kant anführen:

"Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen ... dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es
anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so
bequem, unmündig zu sein."

Das ist die genau umgekehrte Sichtweise. Dass "systematisch ausgetrieben werden kann" verlangt nach Menschen, die das auch zulassen. Oder, es verlangt nach Menschen, die einen anderen Realitätssinn haben als der Träumer Adorno. Da hätte der Bergmann zurückgefragt: Hier wohnen im Umkreis etliche 100.000 Menschen. Womit sollen die satt werden? Mit Bilder malen oder Klavierklimpern? Sollen wir sie auf die Felder zum Hasenjagen schicken? Womit verdient denn dieser Herr Adorno seinen Unterhalt? Glaubt der, die Kohle, mit der er seine kalten Füße wärmt, kämen vom Schlaureden über Tage? Nein, es gab schon Gründe, dass Adorno die realen Arbeiter gemieden hat. Über sie reden, wenn keiner widerspricht, war leichter.


Kommentar von Exisaur ,

Das ist ehrlich gesagt eine mehr als enttäuschende Antwort von jemandem, der hier als Philosophie-Experte ausgewiesen wird. Man muss mit Adorno nicht einer Meinung sein, aber sich nicht mal eine Sekunde auf eine inhaltliche Auseinandersetzung einzulassen ist mehr als schwach - besonders, wenn man jemandem wie Adorno unterstellt, ihm sei daran gelegen, die Menschheit geringschätzend beurteilen zu wollen.

Kommentar von berkersheim ,

Wenn Du im Adornoschen Sinne nicht so sehr in Deiner Systemwelt gefangen bist, kannst Du ja mal versuchen, Dich von Deinen systemgebundenen Vorstellungen loszureißen und mit der nötigen Portion Spontanität Dich auf Gedanken einzulassen, die nicht in und um Dein System und drumherum kreisen. Ob Experte oder nicht, ich erlaube mir eigene Gedanken und Urteile. Was ich geschrieben habe, war eine inhaltliche Auseinandersetzung, nur nicht getreu im System der kritischen Theorie. Ich habe kein Problem damit, dass man merkt, dass ich diese Theorie nicht schätze. Ich sehe auch keinen Grund, Pseudoverstehen vorzutäuschen.

Kommentar von Exisaur ,

Da würde ich absolut wiedersprechen. Ich finde das war absolut keine Auseinandersetzung mit der Theorie auf inhaltlicher Ebene - und schon garnicht im Sinne der gestellten Frage. In dem Sinne war der Beitrag kein Urteil, sondern ein Vorurteil, weil er keine Anstalten macht, Grundlagen und Prämissen des gesagten in irgendeiner Form zu reflektieren.

Was ich dem Beitrage entnehme, ist eine unglaubliche Verachtung gegenüber dem Denken als Wert an sich und das gehört sich für jemanden, der sich ernsthaft mich Philosophie beschäftigen will, nicht.

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