Frage von rocknrollchick, 152

Wie wird man zum Atheisten?

Und ist das das gleiche wie Satanist?

Antwort
von Sissyausberlin, 89

Nein, das ist sicher nicht das gleiche. Wie meinst du die Frage? möchtest du wissen was einen Atheisten ausmacht ? Denn meist entscheidet man sich ja nicht bewusst für das, an was man glaubt, dass kommt von allein und ist nicht wirklich eine schnelle Entscheidung also kannst du es auch nich einfach aktiv "werden"

LG sissy

Antwort
von UrielKatzer, 50

Jeder Mensch der geboren wird ist von seiner Natur her Atheist, so wie er auch von seiner Natur her Nichtraucher ist. 

Durch die spätere Sozialisation nehmen viele Menschen eine Religion an, zumeist die der Eltern. Aber längst nicht alle. Ebenso werden viele Menschen später zu Rauchern, aber längst nicht alle. 

Von den Gläubigen werden später viele Menschen durch Nachdenken über den Glauben wieder zu Atheisten. Aber längst nicht alle. Ebenso werden viele Menschen durch Nachdenken wieder zu Nichtrauchern, aber längst nicht alle.

Manche Menschen wechseln den Glauben, z.B. vom Christentum zum Neuheidentum, oder vom Islam zum Christentum u.s.w. dabei entscheiden sich auch viele Menschen für eine der drei satanischen Religionen. 

Kommentar von Ottavio ,

Ich finde Deinen Beitrag gut, würde es aber nicht dabei bestehen lassen,dass die Menschen nur aufgrund ihrer Sozialisation eine Religion annehmen. Eine bestimmte, sicher. Aber die Veranlagung zur Religiosität schein mir doch im Erbgut des Menschen verankert zu sein.

Vor sehr vielen Jahren sagte einmal mein Biolehrer, "der Gott des Hundes ist sein Herr."  Eine tiefschürfende Aussage. Hunde sind so, Menschen auch.

Kommentar von UrielKatzer ,

Ja, ich stimme zu dass auch manche Tierarten eine Vorform von Religion entwickelt haben. Hierzu die Affenforscherin Jane Goddall

http://www.zeit.de/2011/34/Forschung-Jane-Goodall/seite-3

Goodall: So habe ich es beobachtet: Als die Tiere das Donnern des Wassers hörten, stellten sich ihre Haare auf. Und ihre Erregung stieg umso mehr, je näher sie kamen. Dann stiegen sie
rhythmisch von einem Fuß auf den anderen, vielleicht 20 Minuten lang. Schließlich setzten sie sich auf einen Felsen und beobachteten nur still das Wasser.

ZEITmagazin: Sie deuteten das Verhalten als  Verehrung des Naturschauspiels. Die Schimpansen hätten eine Vorform der Religion. Ich finde diese Behauptung reichlich gewagt.

Goodall: Nun, ich fragte mich, woher diese  wunderbaren rhythmischen Bewegungen kamen – und ob solches Erschauern vor den Naturgewalten zu den ersten Naturreligionen geführt haben mag.  Und ich selbst empfand große Ehrfurcht vor dem, was ich da sah. Im  Grunde habe ich die ganze Zeit im Gombe-Nationalpark empfunden, dass ich ein Teil von etwas Größerem bin. Dass es da ein Mysterium gibt, wenn  Sie so wollen. 


Das würde aber zu weit führen, wenn wir hier darüber diskutieren würden. Man kann die Menschen immer nur da abholen wo sie sind.




Kommentar von sarahj ,

Ottavio;
zur Religiosität gibt es einige Thesen.

Unter anderem eine Angeborene Neigung, hinter allen Phänomenen ein Subjekt zu vermuten. Man vermutet, daß es sich um eine Evolutionär entstanden "Verdrahtung" im Gehirn handelt.
Diese würde logisch einen Sinn ergeben, da jedes Tier (und unsere Vorfahren) besser einmal zu oft ein Rascheln im Gras als Fressfeind interpretieren und weglaufen, als es zu einmal zu oft zu ignorieren.
Die "coolen" wurden schlichtweg weggefressen.

Weiters geht man davon aus, daß gerade in der frühen Kindheit das Verhalten der Eltern ungefragt als Wahrheit an- und übernommen wird.
Auch ist zum überleben sinnvoll: man muß nicht erst lange erklären, warum man wegrennt. Man rennt einfach.

Daher auch der Spruch "give me the boy and I make you a man".
Dies haben natürlich auch alle Religionen erkannt, weshalb sie darauf bestehen, unbedingt Kinder schon frühzeitig einer religiösen "Ausbildung" zu unterziehen.

Diese früh gelernten Verhalten und Ansichten prägen sich besonders stark - auch ins Unterbewusstsein, und sind daher später auch besonders schwer wieder "aus der Birne" zu bekommen. Viele klammern sich förmlich daran und entwickeln verschieden Abwehrmechanismen, selbst wenn ihnen rationale Überlegungen eigentlich etwas anderes sagen.

Antwort
von MzHyde1, 74

Atheisten glauben an nichts. Satanismus bezieht sich positiv auf den Teufel und allgemein das Böse.
Atheist wirst du indem du einfach glaubst. Und zwar dass du grade an keine der Religionen und Bewegungen glaubst.

Kommentar von sarahj ,

ohne mich jetzt auf irgend eine Seite stellen zu wollen:

Deine Aussage zum Satanismus stimmt so nicht.

Der wohl am verbreitetste (wenn man bei den paar wenigen überhaupt von Verbreitung sprechen kann) ist der von Lavey. Dieser ist aber als Antithese zum Christentum (und Islam) zu sehen, und in den sowohl humanistische als auch libertäre Elemente eingeflossen sind, die Freidenken und Unabhängigkeit propagieren.
Der Name "Satanismus" wurde wohl gewählt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen - also reines Marketing. Auf wikipedia findest Du deren "Gebote"; über die es nachzudenken durchaus lohnen kann.

Die beiden anderen würde ich zwischen bewusster Provokation und konstruiiertem Feindbild einstufen. Wenn überhaupt, gibt es nur ein paar wenige Spinner, die sich dazu bekennen. Und wenn, dann möglicherweise nur aus Geltungssucht oder banalen finanziellen Interessen.

Die wenigen Anhänger kann man getrost in die Kategorie "gehören eigentlich in die Klapsmühle" einstufen, so sie tatsächlich existieren.

Wie gesagt: ich halte sie im Grunde für Erfindungen der Christen,
und möglicherweise eine bewusst provokative Gegenreaktion "ewig pupertierender".

Antwort
von sarahj, 46

Bei so einer Frage muß jeder davon ausgehen, daß Du Dich nicht informiert hast.

Wozu also die Frage?
Willst Du provozieren?
Oder einfach ein paar Punkte sammeln?
(es gibt ja leider für schlaue Antworten keine Punkte - für dumme Fragen aber leider doch - was GF sich dabei wohl gedacht hat?)

Zumindest ein "DaumenRunter" für Fragen wäre eine gute Idee.

Kommentar von rocknrollchick ,

du willst doch mich grade provozieren?

Kommentar von sarahj ,

nein. ich habe gefragt.

Erstens:
sollte es schon die Allgemeinbildung sein, die Dir solche Fragen beantwortet. Meine Kinder wüssten es. Ich frage mich also: was habe Dir Deine Eltern erzählt, was hast Du in der Schule gehört, was bringt Dir Dein Umfeld bei. Und wozu nutzt Du das Internet?

Zweitens:
aus obigem mache ich Dir mal keinen persönlichen Vorwurf - gib die Schuld den Anderen. Aber - da Du offensichtlich alt genug bist, zu lesen und schreiben, und GF "bedienen" kannst, genügt ein Klick zum Goggel, und die Sache wäre - zumindest was den Satanismus angeht - klar.

Drittens:
"wie wird man Atheist?" ist eine provokative Frage, die impliziert, daß man als Theist auf die Welt kommt, und erst Atheist werden muss. Es ist aber genau umgekehrt. Man wird ohne Glauben geboren, und wird - in welcher Religionsgruppe auch immer - erst mal zum Theisten erzogen. Wenn Du das nicht glaubst, guck Dich in der Welt um.

Viertens:
ich hätte das obige nicht geschrieben, wenn Du bei der ersten Frage geblieben wärst, und dann möglicherweise über Zweifel, Hinweise, Beweise etc. geschrieben. So aber frage ich mich: was soll der zweite Satz in Deiner Frage?
Die Frage nach Satanismus zegt, daß Du auch nicht weisst was Atheismus ist. Also wozu dann die Frage wie man einer wird. Wäre nicht erstmal zu klären, worum es sich handelt?

alles klar?

Kommentar von Ottavio ,

Liebe sarahj, 

Du weißt doch: Der Mensch wird dumm geboren. Wenn er fragt, hat er die Chance, etwas dazuzulernen. Bei google nachzuforschen ist ziemlich anstrengend, ich habe neulich versucht, die Bedeutung eines etwas schwierigen Wortes zu googlen, habe Tage damit verbracht und war am Ende so klug als wie zuvor.

Warum sollte ein junger Mensch, der sich seiner Dummheit bewusst ist (also schon einiges gelernt hat) und nun unter tausend anderen Fragen eine hat, die ihm gerade wichtig ist, nicht bei gutefrage nachfragen ? Dafür ist die Community doch da, und es gibt darin Menschen, die etwas weniger dumm sind. Dich und mich rechne ich dazu. Es grüßt Dich Ottavio

Kommentar von rocknrollchick ,

nope, hab net das ganze Roman gelesen ;)

Kommentar von sarahj ,

spricht das für dich?

Kommentar von sarahj ,
Antwort
von samirahe, 54

AUF KEINEN FALL ist das das gleiche! :o

Atheisten haben einfach keinen Glauben, während Satanisten einen teufel anbeten

Antwort
von Fishmeaker, 47

Ich hab mir auch mal ein paar andere deiner Fragen angeschaut...
Bei dir stand in der Kindheit die Schaukel auch zu nah an der Hauswand, oder? ^^


Kommentar von sarahj ,

Badewasser?

Antwort
von muschmuschiii, 37

Google ist dein Freund!

Kommentar von Ottavio ,

gutefrage ist Dein Freund. google ist auch nicht perfekt.

Kommentar von muschmuschiii ,

Der Fragesteller ist einfach nur zu faul dazu, einen längeren Text durchzulesen: das gibt er ja selber zu.

Ich finde die Antworten hier zum Teil bemerkenswert, die überfordern aber total den geistigen Horizont des Fragestellers/der Fragestellerin. Schau dir seine anderen Fragen an!

Antwort
von Skibomor, 44

Schon wieder Du? Ein Satanist glaubt an Satan und führt satanistische Praktiken durch, ein Atheist glaubt an keine Religion. Da Satanismus keine Religion ist, kann ein Atheist also durchaus daran glauben.

Kommentar von sarahj ,

"ein Atheist glaubt an keine Religion. Da Satanismus keine Religion ist, kann ein Atheist also durchaus daran glauben."
was ist denn das für eine Logik?

Da ist so ziemlich alles falsch, was nur falsch sein kann.

1) Falsche Semantik (= Bedeutung der Worte)
natürlich glauben Atheisten an Religionen.
Gibt es Religionen? Ja - unbestritten.
Ich muss nicht mal daran glauben (im Sinne von: "deren Existenz annehmen") - ich sehe sie allgegenwärtig. Ich weiss, daß es Religionen gibt. Woran ich nicht glaube: die Aussagen, die Deutung und die Vorhersagen der Religionen. Tatsächlich könnte man sogar das hinterfragen. In der Bibel stehen Dinge die stimmen, selbst wenn ich nicht an Gott glaube.

2) Falsche Aussage:
Atheisten glauben nicht an Götter oder höhere denkende Wesen.

3) Falsche Aussage:
Satanismus ist keine Religion. Was dann?
Es ist keine christliche Religion (obgleich der Teufel doch von ihr stammt - mehr oder weniger). Auch viele Christen und Muslime glauben an den Teufel. Atheisten nicht.

4) Komplett unlogischer Blödsinn (mit Verlaub)
"Da Satanismus keine Religion ist..."
Ich glaube an nichts.
Weil nichts "Nichts" ist, glaube ich an alles?

setzen. 6.

Kommentar von Ottavio ,

habe ich noch nicht verstanden Habe nun ach..  Aber den letzten Satz habe ich noch nicht ganz verstanden, dafür hat mein Studium der Philosophie und der Mathematik nicht gereicht, erst recht nicht das der Theologie, Frau Lehrerin.Wir können aber gerne darüber direkt kommunizieren.

Der Glaube, dass es Satan gibt, ist nicht Satanismus. Er ist im Christentum und im Judentum umstritten, im Islam fest im Qur'an verankert. Er stammt aus der Parsischen religion, die um 7oo v.u.Z. von Zarathustra gestiftet wurde. Im 6.Jh. v.u.Z. haben die Perser den ganzen Orient erobert. Aber die Perser glaubten nicht an den Satan als Gott, sondern als Gegenspieler ihres einzigen Gottes Ahura Mazda. Im Judentum ist er ein Diener Gottes, der die Menschen in Versuchung führt (Buch Hiob), im Christentum wurde er hierzulande dann mit Wotan gleichgesetzt.

Satanisten glauben nicht nur an die Existenz des Satans, sondern an seine Göttlichkeit. Damit fallen sie historisch hinter Zarathustra zurück auf dessen Wurzeln, die in der indischen Religion leben. Dort hat sich diese Vorstellung entwickelt zu der des Gottes Shiva, der das Rad von Entstehung und Vernichtung dreht. Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Glaube an böse Geister (deren Chef dann Satan ist), psychologisch und historisch älter ist als der Glaube an einen Guten Gott.

 

Kommentar von sarahj ,

entschuldige bitte meinen Oberlehrerton.
War einfach etwas genervt von dem Spruch "ein Atheist glaubt an keine Religion. Da Satanismus keine Religion ist, kann ein Atheist also durchaus daran glauben.", der einfach keinerlei Sinn macht.
Ist wo wie: "ein Nichtsportler betreibt keinen Sport. Da Fussball kein Sport ist, kann ein Nichtsportler durchaus Fußball spielen".
Da sind einfach 2 Fehler zuviel drin, um unwidersprochen zu bleiben.

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