Frage von TheExpendable91, 81

Wie wird man stiller Teilhaber z.B. einer GmbH?

Hallo, meine Frage ist wie man stiller Teilhaber einer Firma werden kann. Und gibt es irgendeine Mindesteinlage, die man tätigen müsste? Oder könnte man z.B. auch mit nur 5000€ schon stiller Teilhaber irgendwo werden? Vielen Dank für eure Hilfe!

Antwort
von tinalisatina, 56

hallo,

mit welcher Einlage Du Dich da beteiligst ist alleine Sache zwischen Dir und der GmbH (den Inhabern). Wenn Du willst, dann kann das eine Euro sein. Allerdings muss dafür ein Gesellschaftervertrag ersttellt werden. Der bedarf zwar keine Rechtsform, aber es gibt eine Menge "Fallen und Fehler", die da lauern können. Verlustbeteiligung und so sollte man wirksam ausschließen.

Hier gibts noch mehr dazu: §§ 230 bis 236 HGB

Kommentar von TheExpendable91 ,

Ah, super. Vielen Dank dafür schonmal. :) Und wie wird man so ein stiller Teilhaber? Muss man einfach bei der Firma mal anfragen ob das zur Debatte stünde oder wie? :)

Kommentar von tinalisatina ,

Jep, das kann man machen. Meist ist es natürlich so, dass es vorher eine "Beziehung" gab, privater oder geschäftlicher Natur. Da "kalt" anzufragen könnte eher unseriös wirken. Es sei denn, man hat einen guten Grund. Den kann man sich natürlich überlegen (Firma, Geschäftsphilosophie ... gefällt mir oder so).

Kommentar von TheExpendable91 ,

Interessant. :) Bist du auch irgendwo stille Teilhaberin, wenn ich fragen darf? Danke auf jeden Fall für deine Hilfe!

Kommentar von tinalisatina ,

Nein, bin keine Teilhaberin. Bin selbstständig, da muss ich schauen, dass mein kleiner Betrieb läuft. Arbeite aber mit GmbHs zusammen, wo das Thema schon mal aufgekommen ist.

Da stille Teilhaberschaft allerdings oft einen steuerlichen Aspekt hat, bekommt man selbst im engen Umfeld nicht immer so viel davon mit. Wer erzählt gerne, dass er ein paar tausend Eumel übrig hat, die er investieren will, um Steuern zu sparen. :-)

Wichtig ist, finde ich, dass man das Umfeld und die Aussichten/Absichten der GmbH, in die man investieren will, gut kennt. Schließlich ist man "stiller" Teilhaber, hat also keinen Einfluss auf den Geschäftsalltag.

Kommentar von TheExpendable91 ,

Ich selber bin auch in einer noch relativ neu gegründeten GmbH tätig (Juni 2015). Natürlich nur als normaler Angestellter. Unsere Geschäftsprozesse, Absichten und Aussichten kenne ich aber durchaus und ich weiß auch, dass es unserem Unternehmen nicht unbedingt schlecht geht. Heißt das, dass es evtll. eine Überlegung wert wäre mal beim eigenen Chef nachzufragen, ob ich als stiller Gesellschafter in Frage käme? Oder ist das nicht möglich wenn man selber in der Firma angestellt ist?

Viel Erfolg mit deinem eigenen Betrieb! :-)

Kommentar von tinalisatina ,

Aber klar, kann man das. Ich vermute, das ist sogar der häufigste Fall. (Sogar die Inhaber einer GmbH können sich noch einmal als stille Teilhaber beteiligen.)

Ich würde mir sogar überlegen, ob es dann nur eine stille Beteiligung sein soll. Aber das ist eine Sache, die man vorsichtig ausloten muss. Für den Chef ist das ja auch ein Anreiz, weil (finanziell) am Unternehmen beteiligte Mitarbeiter idR einen ganz anderen Bezug zum Arbeitgeber haben.

Viel Erfolg dabei

Kommentar von TheExpendable91 ,

Das klingt alles wirklich extrem interessant! Ich werde mich wohl mal noch weiter über die stille Teilhaberschaft informieren, noch ein bisschen mehr Geld ansparen und in ferner Zukunft mal mit meinem Chef drüber sprechen. Vielen Dank nochmal für deine ganze Hilfe und die vielen Informationen. :-)

Kommentar von tinalisatina ,

Gerne. Vielleicht helfen Dir da die Paragraphen etwas weiter. Ansonsten vielleicht noch ein Tipp: Bei so einem Angebot kommt es (mM) sehr auf das Timing und das Momentum an. Wenn sich ein wirklich guter Augenblick bietet, mit einem der Verantwortlichen mal zu sprechen, dann nutz den und fühl vor. "Wie schaut es denn da eigentlich mit aus ... Könnte ich mir gut vorstellen ... Ist so etwas überhaupt ein Thema ...) Selbst wenn es keine ist in dem Moment, vielleicht wird es mal eines, und dann wissen die Leute, dass es da einen Ansatzpunkt gibt und müssen nicht nach ganz anderen Finanzierungsmöglichkeiten (Bank ...) suchen.

Kommentar von TheExpendable91 ,

Ja, habe eben schon gesehen, dass es noch ein paar mehr Paragraphen im HGB zur stillen Gesellschaft gibt. Schaue ich mir mal in Ruhe an bei Gelegenheit.
Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass es auf das Timing und das Momentum ankommt. Ich werde dann bei Gelgenheit auf jeden Fall mal vorsichtig vorfühlen.

Antwort
von wfwbinder, 20

Die "GmbH und still" wie sie kurz genannt wird ist relativ üblich.

Das Angebot kommt meist von den GmbH Gesellschaftern, weil die Kapital für die Expansion brauchen.

Den Vertrag kann man ziemlich frei gestalten.

Wenn Du keine Ahnung von dem Thema hast, solltest Du Dich beraten lassen.

Kommentar von TheExpendable91 ,

Danke für deine Antwort. Wo/Wie/Von wem könnte/sollte man sich denn beraten lassen zum Beispiel?

Kommentar von wfwbinder ,

Von Leuten wie mir, Steuerberater/Unternehmensberater, wir leben davon solche (und andere) Beratungen zu machen.

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