Frage von timecke, 63

Wie wird man Profi Fotograf?

Wie kann ich Profi Fotograf werden? Gibt es eine Ausbildung?
Bin jetzt 14 und war bereits an Hochzeiten, Konzerten, Sportanlässen...

Vielen Dank für Antworten

Antwort
von reverse95, 40

Hi,

da gibt's mehrere Möglichkeiten.

Du kannst eine klassische Ausbildung zum Fotografien machen. Hier lernst du den praktischen Teil im Betrieb, den theoretischen in der Berufsschule. Inzwischen werden Aussichten auf einen Job mit dieser Ausbildung allerdings immer schlechter - nach einer Ausbildung wirst du vor allem in kleinen Fotografie-Betrieben arbeiten können (sofern die überhaupt noch Unterstützung suchen) oder wirst dich selbstständig machen können. Dadurch, dass MediaMarkt und Co. Digitalkameras zu Spottpreisen an Jedermann verkaufen, ist quasi jeder sein eigener Profifotograf und engagiert keinen Berufsfotografen mehr. Früher haben die Menschen zur Hochzeit, Kommunion und Co. einen Fotografen gebucht, heute erledigt das Onkel Thomas mit seiner Spiegelreflex für 300 Euro.

Das heißt, du solltest überlegen, ob du Weg Nummer 2 gehst, und Fotografie an einer Fachhochschule (oder geht auch Universität?) studierst. Hier hast du eine fundiertere Ausbildung in der Hand, mit der du dich als Fotograf in Branchen etablieren kannst, wo richtige Professionalität noch benötigt wird. Zum Beispiel als Produkt- oder Modefotograf ...


Das ist jetzt meine Auslegung deiner Beschreibung, "Profi-Fotograf" zu werden. Ich geh' einfach mal davon aus, dass du das beruflich machen möchtest.

Wenn du das "nur" als Hobby betreiben willst, dafür aber richtig professionell, brauchst du keine Ausbildung. Es gibt Bücher über Fotografie, in denen du alles zur Technik und Physik lernst. Du kannst Workshops besuchen UND ganz wichtig - weiterhin fotografieren, neugierig bleiben und neue Dinge ausprobieren.

Meine Mutter ist Fotografin und hat sich neben ihrer Ausbildung vieles selbst beigebracht, weil ihr damaliger Chef nicht der begabteste war. :')


Antwort
von MaHi84, 36

Eine Möglichkeit ist natürlich eine Ausbildung zum Fotografen zu machen. Ohne überhaupt irgendeine Ausbildung in der Tasche, währe wohl auch dazu geraten, wenn es dein Berufswunsch ist.

Zwingend notwendig ist eine solche jedoch nicht, um als Fotograf Fuß zu fassen. Viele selbständige Fotografen sind Quereinsteiger, bei denen sich das Hobby zum Beruf entwickelt hat. Hier spielen Referenzen und möglicherweise auch ein gewisser Kundenstamm, die entscheide Rolle. Letztendlich bringst dir dabei das KnowHow selbst bei, was einem angesichts der digitalen Kameras und dem Internet heute auch recht einfach gemacht wird.

Antwort
von nextreme, 24

Kannst Du machen, solltest Du aber nicht. Auf jeder Hochzeit rumzuturnen ist zwar noch schön wenn manns je nach Laune macht, aber wenn mans immer muss!? Und das was du Aufgezählt hast kannst Du am Wochenende fotografieren, was machst Du den Rest der Woche? Passbilder! Wie toll...

Reich wirst Du davon nicht.

Ne mal im Ernst, lerne lieber nenn anständigen Beruf und betreibe die Fotografie nebenbei. Es kann ja was mit Grafik zB Werbung zu tun haben, dann hast Du Bildbearbeitung auch mit in der Ausbildung.

Kommentar von PianoforteFoto ,

Er muss doch außer Hochzeiten nicht Passbilder machen. Man sollte hier schon ein bisschen zeitgemäßer beraten. Er ist 14 und wächst im Social Media - Zeitalter auf. Hier geht es sicherlich auch um künstlerische Fotografie an Privatkunden, das hat rein gar nichts mit dem klassischen Ausbildungsberuf zu tun.  Und was ist denn noch "ein anständiger Beruf"? Die meisten klassischen Berufe sind soweit ich weiß vom Aussterben bedroht, das wird seine Existenz auch nicht sichern. Fotografen werden immer wichtiger im digitalen Zeitalter. 

Kommentar von nextreme ,

Ich mag mich im Kern etwas drastisch ausgedrückt haben, aber in Zeiten in denen praktisch Jeder und ständig fotografiert, ja auch mit dem Smartphone gelingen anschaulige Bilder. Und Fotograf muss man nicht als Beruf erlernen, sondern kann jederzeit auch quer, auch übers Hobby aus einsteigen und wenn man gut ist durchaus zu etwas bringen. Aber das ist ein Kann und kein Muss, weil man sonst seine Miete nicht bezahlen kann. Mit Kunst den Lebensunterhalt zu verdienen war schon immer ein schwieriges Thema und es kann sicher nicht jeder malen, aber fotografieren, auch wenn Vieles nur aus reinem Zufall gut oder besonders wird. Die Amateurkonkurenz ist definitiv gewaltig.

Antwort
von NebenwirkungTod, 9

Mach doch ne Ausbildung zum Fotografen?!

Antwort
von dandy100, 39

Komische Frage...natürlich ist Fotograf ein Ausbildungsberuf.

Was verstehst Du unter "Profi"?

Wer einen Beruf gelernt hat und ihn professionell ausübt ist ein Profi - im Gegensatz zu Laien, der sich alles selber beibringt und das nur hobbiemässig betreibt

Kommentar von Naiver ,

Ach, dandy, du hast ja so recht!
Alle Welt benutzt dieses plöde Wort, nur um möglichst 'IN' damit zu wirken, wissen aber nicht, was es bedeutet! Du sagtest es richtig, "Profi" kommt von Profession und meint denjenigen, der es "beruflich" macht. "Professionell" heißt nicht etwa besonders gut oder erfolgreich, es heißt schlicht: "...für Geld!" ;- ))

Um timeckes Frage zu beantworten:
Eben die Ausbildung von Grund auf und... möglichst viel schon jetzt fotografieren. Es wird dann zum richtig steilen Erfolg, wenn sich in der fachlichen Ausbildung Probleme wie nichts auflösen, vor denen man vorher als blutiger Laie dumm davorstand. ;- ))
Und dann lernt man erst, dass die ganze Fotografiererei eben NICHT von diesem dämlichen Hardwaredenken (Superauflösung, schnellste Serien und ultraschneller Autofokus sowieso! ;- )) bestimmt wird, sondern vom grafischen Auge und der Gestaltung guter Bildergebnisse! :- )

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