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Wie wird man Flug-Pate für Hunde?

gefragt von cathrina am 11.12.2007 um 23:37 Uhr

Hat jemand schon einmal davon gehört? Das sollen Leute sein, die arme Hunde aus z.B. mediterranen Ländern per Flugzeug "mitnehmen", damit sie anschliessend hier ein besseres Leben haben. Hat jemand dazu einen Link, wo mehr darüber steht?


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Reply


Hoppelhasi
beantwortet von Hoppelhasi am 12. Dezember 2007 00:04
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ich bin auch der Meinung hier gibt es genug Hunde in den Tierheimen die ein Zuhause suchen. Aber ich kann es schon verstehen, dass einem Tierfreund das Herz blutet, wenn er so einen streunenden oder/und jungen Hund sieht, der vielleicht erschossen wird, wenn er ihn nicht mitnimmt. Mein Vater hatte aus der Türkei vor 2 Jahren 2 junge Hunde mitgebracht. Sich aber vorher erkundigt, ob das Tierheim sie nimmt ( die waren natürlich hier gleich weg und gut untergebracht). Musste dort aber Impfungen und Formalitäten erledigen, dass er sie mitnehmen durfte. http://wuff-online.com/forum/archive/index.php?t-8066.html

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 12. Dezember 2007 11:40

Gegen Einzelaktionen von Privatleuten ist gar nichts einzuwenden (jeder kann sich im Urlaub mal verlieben, auch in einen Hund!), bedenklich ist ja aus den angeführten Gründen nur diese Massenverschickung.


HerrLich
beantwortet von HerrLich am 11. Dezember 2007 23:39
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Da gibt es sogar eine eigene Seite zu. Googele mal.

Kommentar von Simple_avatar8smallHoppelhasi am 12. Dezember 2007 00:10

CrazyDaisy
beantwortet von CrazyDaisy am 11. Dezember 2007 23:43
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An den "armen" Hunden verdienen die Vermittler sehr viel Geld, derweil manch ein Besitzer aus Südeuropa sich wundert, wo sein Hund geblieben ist...

Im Mittelmeerraum ist es üblich, dass sich Hunde frei bewegen dürfen. Aus falschem Mitleid, oft aber aus Berechnung, werden solche Hunde für herrenlos erklärt und von ausländischen Tierschützern "eingesackt". In Deutschland werden sie dann zu Preisen zwischen 200 und 300 Euro verkauft. Flugpaten sorgen dafür, dass auch der Transport kostenlos ist. Ein beträchtlicher Reingewinn für die sogenannten "Tierschützer".

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 11. Dezember 2007 23:45

na na, nicht alle sind so unseriös. ist doch ne gute sache hunde und katzen aus dem elend zu befreien. allerdings haben wir in deutschland auch genug hunde und katzen, die in den tierheimen auf ein neues zuhause warten!

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 11. Dezember 2007 23:49

@ratpacker: Ja, eben. Und es gibt genügend Tiere aus Privathand, die ein neues Zuhause suchen. Denen kann man sogar den Umweg (Stress) übers Tierheim ganz ersparen!

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 11. Dezember 2007 23:46

Und übrigens: Selbst wenn es sich wirklich mal um ausgesetzte Hunde handelt - warum sie nicht im eigenen Land vermitteln? Weil natürlich keiner im Süden für einen Mischling mehrere hundert Euro hinblättert! Tja, Tierschutz muss sich eben lohnen...

Kommentar von Simple_avatar2smallratpacker am 12. Dezember 2007 00:01

die haben ja genug von den tieren. wer eins haben will, greift sich eins. nicht jeder tierschützer ist idealistisch, hast ja recht...


♥ Sender
beantwortet von ♥ Sender am 12. Dezember 2007 01:01
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Ich erinnere mich an einen Beitrag, in dem es um die Schlafkrankheit ging. (Ich meine mich zumindest so erinnern zu können.) Und zwar war der Übertragungsweg vom infizierten, aus dem mediterranen Raum 'geretteten' Hund mittels einer Sandmücke, (die mittlerweile auch schon in Deutschland überleben kann) auf ein junges Kind, bei dem die Krankheit ausbrach.

Ich halte grundsätzlich gar nichts von solchen 'Rettungsaktionen'. Ich finde, dass häufig durch Mitleidsaktionen Geldschneiderei betrieben wird. Die Folgekosten von Haustieren sollten nicht vernachlässigt werden. Und zu Weihnachten sollte man ohnehin ganz vorsichtig sein, und gut überlegen, was man wie unterstützen will.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 12. Dezember 2007 11:34

Sandmücke ist richtig, "Schlafkrankheit" nicht, die wird von der Tsetsefliege übertragen. Die Sandmücke überträgt die Leishmaniose, eine Infektion mit Parasiten, die in Europa seltenen Fällen auch den Menschen befallen kann (Kinder sind tatsächlich stärker gefährdet). Die Hautleishmaniose führt zu Wunden, die nicht abheilen. Die viszerale Form kann zum Tode führen, kommt aber meines Wissens in Europa beim Menschen nicht vor. Die hiesigen Tierärzte stellen sich langsam auf Diagnostik und Behandlung der Hundeleishmaniose ein. Die Humanmediziner sind in Deutschland auf eine Diagnostik von Leishmaniosefällen noch nicht vorbereitet.

Natürlich kann sich ein Kind auch beim Urlaub am Mittelmeer infizieren, dazu braucht es keinen geretteten Hund. Aber wenn hierzulande mehr Hunde infiziert werden, kann sich die Übertragungskette fortsetzen.

Kommentar von 86c61d2597857a96ae3a6048b5e7c5a7small♥ Sender am 12. Dezember 2007 16:09

Siehste. Sandmücke ODER Schlafkrankheit. Aber den Fall gab es. Ich erinnere mich dunkel.

Du kennst Dich aber gut aus.?!


Frohnatur
beantwortet von Frohnatur am 12. Dezember 2007 00:15
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Sieh mal bei Google Tiere in Not nach.





anonym
beantwortet von ernsti am 31. Dezember 2007 08:49
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hallo,

also, ich glaube, ihr habt da eine falsche vorstellung. als erstes: die tierschützer, die tiere aus dem ausland vermitteln machen da ganz bestimmt kein geld mit!!! die haben enorme kosten, denn jedes tier wird gesundheitlich durchgescheckt, es muss geimpft und gechipt werden, sonst kann es gar nicht reisen! das sind gesetze, die eingehalten werden müssen und auch überprüft werden. eine vermittlungsgebürh von eur 200-300 deckt nur im seltensten fall die kosten und was habt ihr denn für eine vorstellung? in einem deutschen tierheim kostet ein tier mindestens genauso viel, meist mehr, jedenfalls im westen!

die tierschützer geben ihr ganzes privates geld dafür aus, im ausland tiere zu retten! ich finde es verwerflich, diesen menschen, die ihre zeit, ihr herzblut und ihr geld opfern, um arme tiere zu retten, die im ausland gequält und gefoltertwerden, als tierhändler zu bezeichnen! selbstverständlich gibt es überalll schwarze schafe, aber die halten sich im auslandstierschutz wirklich in grenzen! es kann jemand wirklich nur so reden, der noch nie das leid der tiere dort erlebt hat! ich fahre seit vielen jahren nach spanien, ägypten und der türkei und helfe dort den tierschütern.ich bin beruflich bedingt, sehr viel im ausland und man muss nur mal mit offenen augen durchs leben gehen, das das leid dort unerträglich ist. und irgendwo hier im thread kam die aussage "die tiere sind es gewohnt, dort frei zu leben". Oh, in was für einer Phantasiewelt lebt dieser Mensch? Im Ausland werden Streuner eingefangen und in Tötungsstation gebraucht. Wenn sie Glück haben, dort leben die dann ca 14 Tage, oft ohne Futter und mit Dreckwass, wenn sie Glück haben, werden sie danach eingeschläfert, wobei man diese form des tötens in den staatlichen tötunsgstation meist nicht wählt, da zu teuer, da ist doch ein reinigungsmittel, dass in die vene des tieres gespritzt wird, oder totschlagen oder einfach verdursten lassen-das ist billiger.

gern geb ich euch zweiflern adressen, wo ihr sehen könnt, was dort passiert, denn die menschen dort in den tötungsstationen schämen sich nicht für das, was sie tun. so ist das im süden und osten europas eben.

und eure aussage: es gibt genug tiere hier in den tierheimen. Ja, stimmt! aber fragt doch mal die menschen, die einen hund aus dem ausland haben, warum sie einen aus dem ausland haben? 99% dieser menschen waren vorher in einem deutschen tierheim! und haben dort nix gefunden.

warum muss tierschutz denn an den grenzen aufhören? wir haben doch ein geeintes europa. warum regt sich denn keiner darüber auf, wenn menschen kinder aus anderen ländern adoptieren?

was ist denn das für eine doppelmoral?

und die meisten tierschützer, die tierschützer im ausland unterstützen, machen auch in deutschland tierschutz. weil ihre tierelieb nicht auf länder beschränkt ist! ich zum beispiel mache viel auslandstierschutz und verteile hier in deutschland futterspenden an bedürftige, damit sie ihre tiere nicht ins tierheim geben müssen, nur weil sie vielleicht gerade in finanzieller not sind,

was macht ihr gegner von auslandstierschutz denn für die tiere in eurem land?

und dann kam noch eine aussage, die ich GANZ DRINGEND kommentieren muss. BITTE NIEMALS als privatperson einfach ein tier von der strasse mit aus dem ausland nach deutschland bringen!!!! die tiere benötigen, wie oben beschrieben, impfungen, den chip, sie müssen von einem tierarzt untersucht werden, bevor sie fliegen und man weiss auch nicht, ob dieses tier tatsächlich krank ist. leishmaniose z.b. ist keine schlimme krankheit, wenn die kompetent behandelt wird (und im übrigen auch nicht ansteckend!), aber man muss wissen, dass das tier krank ist. jeder seriöse tierschützer macht vor der ausreise des tieres aus dem ausland einen test auf sogenannte "mittelmeerkrankheiten" und das ist auch wichtig. wenn sich jemand im ausland in einen streuner verliebt, bitte wendet euch an einen tierschutzverein vor ort und bittet diesen, alles test, impfungen etc machen zu lassen und dann könnt ihr euer tier mitnehmen oder nachkommen lassen.




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