Klar. Am Anfang steht das Philosophiestudium. Aber was muß man tun, um dann den Doktortitel zu erhalten?
"Doktor der Philosophie" bedeutet NICHT, dass jemand Philosophie studiert hat! Ein Doktor der Philosophie ist man dann, wenn man in einem Studienfach promoviert hat, das zur philosophischen Fakultät gehört. Das ist im Regelfall bei jedem geisteswissenschaftlichen Fach so. Also auch jemand der Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Musikwissenschaft oder Philosophie studiert hat, darf sich nach der Promotion "Doktor der Philosophie" nennen. Er ist also nicht zwangsläufig ein Philosoph!
einen doktorvater finden, der dich unterstützt?
Kristall08 am 11. Dezember 2008 14:15 Erstmal studieren. Der Doktorvater findet sich dann schon.
Muß ein Doktorvater selber ein Doktor sein?
Baiana am 11. Dezember 2008 14:17 Der Doktorvater muss Professor einer Hochschule sein, die Promotionen verleihen kann. Näheres regelt die Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule.
klick doch auf den link. da ist es gut beschrieben
Der Doktorvater ist in der Regel ein Professor oder ein habilitiertes Mitglied der betreffenden Fakultät und verantwortlich für die Durchführung des Promotionsverfahrens vor der Fakultät (inklusive Koordination der organisatorischen Maßnahmen). Einige Promotionsordnungen in Deutschland räumen inzwischen auch Junior-Professoren das Recht zur selbständigen Betreuung von Doktoranden bzw. zur Erstbegutachtung von Dissertationen ein.
Hatte auf dem Link nachgelesen, den Punkt aber nicht gefunden ... man, da ist ja ganz schön Abhängigkeit im Spiel ... was ist, wenn so ein Doktorvater mein gliebtes Doktorthema nicht will ...?
Dann musst du dir ein anderes Thema oder einen anderen Doktorvater suchen.
richtig. einen anderen suchen bzw. das thema wechseln. solltest sowieso mit deinem doktorvater gemeinsam ein thema festlegen...
jetzt mach dir nicht so n kopf, erst mal studieren dann kannst immer noch schauen, wohin die reise geht.
du musst eine Doktorarbeit zu einen bestimmten Thema, über das bisher so noch nicht geschreiben wurde, schreiben und in einem mündlichem Gespräch diese Arbeit erläutern, dich den kritischen Fragen stellen...
Da muß man eine Dissertation schreiben und die vor einer Prüfungskommission verteidigen.
Das ist bei jedem Doktortitel so.
man muss eine dissertation schreiben über ein thema in diesem bereich, das noch kein anderer bearbeitet hat, dann muss man vor eine kommission und fragen dazu beantworten bzw. seine arbeit rechtfertigen. dann bekommt man seine doktorwürden verliehen

Das ist "relativ" einfach.
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Studium der Philosophie (entweder Diplom oder BA+MA) mit einem guten Abschluss. Schon während des Studiums, spätestens in der Schlussphase mit einem Professor über die Möglichkeit einer Dissertation sprechen. Stößt man auf offene Ohren und hält einen der Professor für geeignet, dann erfolgt die Einigung auf das Thema. Entsprechend der Promotionsordnung der Universität geht es dann weiter mit dem Verwaltungskram (Thema anmelden, evtl. weitere Seminare besuchen o.ä.).
Dann schreibst Du fleißig, bis die Dissertation fertig ist - normalerweise soll das nach 3 Jahren sein. hust Durchschnitt in den Geisteswissenschaften ist eher 4-5 Jahre, es kann auch deutlich länger dauern ...
Wie die Begleitung während der Schreibphase aussieht, ist von Deinem Doktorvater und Dir abhängig. Anschließend wird die Diss von ihm und einem zweiten Gutachter bewertet.
Dann - auch das ist abhängig von der Promotionsordnung - folgt entweder die Verteidigung, wobei das Thema der Arbeit im Vordergrund steht, oder ein Rigorosum, bei dem Du nochmal beweisen musst, dass Du Dich in der gesamten Philosophie auskennst - halt noch ein paar Prüfungen zum Schluss.
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Bei der derzeitigen finanziellen Lage der Unis in Deutschland wirst Du nur mit viel viel Glück eine sog. Qualifizierungsstelle, also eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle an einer Uni bekommen. Andere Möglichkeiten der Finanzierung sind Drittmittelprojekte (z.B. über die DFG) oder Stipendien.
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Viel Spaß! :-)
Oh - das bedeutet dann, ich kann eine Doktorarbeit nicht zu Hause im stillem Kämmerlein schreiben (nach Themeneinigung mit Doktorvater), also nicht neben meinem normalen Leben und Job als, sagen wir mal, Straßenkehrer - sondern muß in der Zeit auch (bzw. ausschließlich) irgendwas an der Uni machen?
Baiana am 11. Dezember 2008 14:22 Nein, da hab ich mich unklar ausgedrückt. Selbstverständlich kannst Du Deine Diss neben Deinem normalen Job schreiben, wenn Du die Zeit und vor allem das Durchhaltevermögen dazu machst. Es machen wirklich viele so, dass sie ihren "normalen" Job haben und nebenher an der Arbeit klöppeln.
Die Stelle an der Uni oder ein Stipendium sind sozusagen die bestmöglichen Bedingungen. :-)
Baiana am 11. Dezember 2008 14:20 Dr. phil. wirst Du übrigens, wenn Du in einem Fachbereich promovierst, das in der philosophischen Fakultät eingegliedert ist. Auch mit einer Dissertation in Religionswissenschaft oder Geschichtswissenschaft wirst Du zum Dr. phil., da diese Fächer zur philosophischen Fakultät gehören.
Oh. Religion ... hmhm ... das Spektrum wird ja immer interessanter :) Danke für die sehr guten Infos!
auf jeden fall kannst du jetzt schon mal anfangen, dich bei deinen profs einzuschleimen, sonst wird das eh nix. ist so.
Wertvolle Info, danke dafür.
DH - mit einer Einschränkung: Theologie gehört auch zur Geisteswissenschaft, ist jedoch nicht Bestandteil der phil. Fak. - Endergebnis ist dabei also nicht der Dr. phil., sondern ein Dr. theol. - selbst wenn man an der theol. Fak. am Lehrstuhl für Philosophie promovieren würde.
:-)
Ganz und gar nicht zwangsläufig, Baiana. Ich habe in Saarbrücken und Sevilla studiert, und in Saarbrücken ist es (war es auf jeden Fall) möglich, einen Dr. phil. in Theologie zu machen. Das ist natürlich abhängig von der von Hochschule zu Hochschule unterschiedlichen Promotionsordnung. Aber im Prinzip hast du Recht, nur wollen wir die Fragestellerin nicht mit Details verwirren :-)
zu spät ... ;)
lach