Frage von samilein400, 38

Wie wird es geschrieben - war oder gewesen war?

Heißt es 'war' oder 'gewesen war'?

Beispielsatz: Dieser eine Fehler, in dem er kurz unaufmerksam 'gewesen war', hatte ihn ...

Danke für alle brauchbaren Antworten. :)

Antwort
von BeratorKator, 28

"war gewesen" ist Plusquamperfekt, er drückt aus, dass eine Tätigkeit (unaufmerksam sein) schon seit einer Weile vollendet ist.

"war" ist Präteritum, einfache Vergangenheitsform, und bedeutet schlicht, dass ein Fakt irgendwann in der Vergangenheit eingetreten ist.

Dein Satz ist insofern unverständlich, dass eine Person während eines Fehlers unaufmerksam ist. Ein Fehler ist aber kein Zeitraum, daher musst du entscheiden, was dir besser passt.

VG, Kator

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für Grammatik & deutsch, 16

Die Konstruktion ("Fehler, in dem ...") empfinde ich als sehr unglücklich.

Mein Vorschlag: "Dieser eine Fehler, der im während einer kurzen Unaufmerksamkeit unterlief/unterlaufen war ..." (je nach gewünschter Zeitstufe).

Gruß, earnest

Kommentar von samilein400 ,

Nein, ich lasse das so. Und meine Frage hast du auch nicht beantwortet.

Kommentar von earnest ,

Habe ich indirekt. Macht aber auch nichts, wenn du es nicht gemerkt hast.

Du kannst gern bei deinem falschen Satz bleiben.

Mal wieder ein frecher und uneinsichtiger User, der eine hilfreiche Hand beißt?

Kommentar von anion ,

naja, earnest, nichts für ungut, aber...
du hast selbst geschrieben  "Fehler, in dem" ist unglücklich formuliert. da stimme ich dir zu. dann schreibst du plötzlich, es ist sogar falsch. auch das mag sein, will ich nicht abstreiten, aber das war nicht die frage. zwischen eine formulierung "unglücklich" und "falsch" empfinden ist ein großer unterschied.

das problem an der sache, das umzuformulieren, ist, dass es die frage für die zukunft nicht beantwortet. kann man nun "war" und "gewesen war" schreiben oder ist eines von beiden falsch? direkte antworten sind um einiges hilfreicher als "indirekte antworten". bei dem nächsten satz, in dem sich die frage stellt, bist du vielleicht nicht wieder da und hast eine formulierung zur hand, die man als "glücklicher empfindet". darum muss eine regel her. und nach dieser regel hat samilein eindeutig gefragt. BeratorKator hat das mit dem plusquamperfekt/präteritum ganz treffend beantwortet. dies hier ist ja ein "frage->>antwort<<-portal" und kein "frage-alternativVorschlagFürDenEinzelfall-portal". und von daher ist der kommentar "Nein, ich lasse das so. Und meine Frage hast du auch nicht beantwortet." nicht frech: der kommentar enthält kein einziges wort, das deinen text wertet (obgleich der unterton heraushörbar ist). und darüber hinaus ist der 2. satz von dem kommentar sachlich richtig.
in dem du geschrieben hast, dass samilein "frech" und "uneinsichtig" ist und in eine "hilfreiche Hand beißt", hast du den kommentar um einiges negativer bewertet dargestellt, als samilein deine antwort. hust...

Kommentar von earnest ,

Ich nehme zur Kenntnis, dass du hier anderer Ansicht bist als ich.  In der Sache habe ich gesagt, was dazu aus meiner Sicht zu sagen war. 

Wir sind uns aber offenbar über den "Unterton" völlig einig.

Hier ging es für mich um etwas Grundsätzliches und leider bei GF sehr Häufiges: Viele junge User nehmen nicht zur Kenntnis, dass sich hier hilfswillige Antworter Zeit für sie nehmen, um genau das zu tun, wofür GF da ist - ihnen zu helfen. Das ist eine freundliche, freiwillige "Dienstleistung". Und als solche sollte sie auch freundlich akzeptiert werden.

Natürlich kann da rückgefragt werden, aber: Da macht der Ton die Musik. Zwischen einer sachlichen Rückfrage und einem Herummäkeln bestehen Unterschiede.

An einer Stelle gebe ich dir völlig recht: Im Nachhinein kann ich mir "vorwerfen", dass ich mit der Formulierung "Ich empfinde die Konstruktion als sehr unglücklich" viel zu höflich-diplomatisch war. Die vom Fragesteller gewählte Formulierung ist meiner Ansicht nach falsch.

Aber manchmal scheuen sich Antworter - und auch ich - vor solch deutlichen Worten. Das halte ich für schlicht "menschlich".

Im Übrigen behaupte ich nicht von mir, perfekte Antworten zu geben, anion. Das scheinst du aber, wenn ich deine langen Ausführungen betrachte, erwartet zu haben - oder irre ich mich da?

Das Schöne an GF ist aber gerade, dass ein Fragesteller durch verschiedene Antworten verschiedene Aspekte einer Sache beleuchtet bekommt. So wie es in dieser Frage geschah.

Wo ist also das Problem?

Dass ich auf den mäkeligen "Unterton" eines Fragestellers reagiert habe? Das würde ich als "freiwilliger Dienstleister" in solchen Fällen immer wieder tun ...

So, anion, das war jetzt aus meinem Blickwinkel die Reaktion auf deinen Kommentar. Meine Reaktion ist etwas lang geraten, aber ich hoffe, du verstehst nun, worum es mir gegangen ist und worum es mir geht.

Antwort
von ThadMiller, 23

Je nach dem. Aber meist ist es besser das "gewesen" weg zu lassen.

Antwort
von Oubyi, 17

Da es mit "hatte..." weitergeht, sollte hie "...gewesen war,..." also Plusquamperfekt passen.
Sinnvoller wäre der Satz mit:
"...Fehler, indem er ..."
Ist das so gemeint? Dann wäre imho noch besser:
"...Fehler, dass er ..."

Kommentar von samilein400 ,

... Fehler, in dem... Passt schon

Kommentar von earnest ,

Nöh.

Passt nicht. Aber wenn du es besser weißt: Warum fragst du dann hier?

Kommentar von LolleFee ,

Aber war nicht die Unaufmerksamkeit der Fehler? Dann stimmt Dein Satz nicht, samilein400. Denn so gibt es einen Fehler und während des Fehlers (der nicht näher beschrieben wird) ist er auch noch unaufmerksam. Anders wäre es bei: "Dieser eine Moment, in dem er kurz unaufmerksam war, ..." 

Ersetz "in dem" man mit "innerhalb dessen/deren" und "indem"  durch "dadurch, dass". Vielleicht merkst Du dann was.

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