Frage von SlevinKelevra12, 38

Wie wird ein Medium (z.B. USB) bootfähig?

Zur Klartsellung. Es geht mir NICHT darum WIE man einen Stick bootfähig macht (diskpart, Drittprogramme,etc) sondern, WAS einen Stick bootfähig macht (Dateien, Eigenschaften,...). Also was passiert dabei.

Wird auf ihm eine bestimmte Datei hinterlegt, die durch das BIOS aufgerufen werden kann oder benötigt er nur ein bestimmtes Datenformat oder muss er ein eigenes kleines Betriebssystem enthalten, welches beim Start in den RAM geladen werden kann oder etwas ganz anderes?

Ich würde gerne das technische Prinzip dahinter verstehen, doch leider führen alle Google-Treffer immer nur zu erklärungen wie man diskpart benutzt oder welche tollen Drittanbieter-Programme es dafür gibt und was sie alles tolles könen.

Vielen Dank schon mal für die Antwort(en) Slevin

Antwort
von daCypher, 17

Kurz gesagt: Es gibt einen Speicherbereich auf dem USB-Stick oder der Festplatte, der "Master Boot Record" genannt wird. In dem MBR liegt ein Programm, was Bootloader genannt wird. Dieses Programm wird vom Bios ausgeführt und startet dann den eigentlichen Bootprozess.

Antwort
von qugart, 26

Das "bootfähig machen" von USB-Sticks wird im Grunde nicht mehr benötigt.

Bootfähig sind normalerweise alle aktiven primären Partitionen. Wenn dann noch bestimmte Dateien darauf sind (z.B. Bootmanager, BCD), dann wird auch direkt davon gebootet.

Die meisten USB-Sticks kommen schon mit einer aktivierten primären Partition daher. Manchmal müssen sie noch formatiert werden, aber das wars dann schon. Nur bei weingen Ausnahmen muss man da noch mit den Partitionstabellen rumjonglieren.


Kommentar von Comment0815 ,

Ich kenn mich überhaupt nicht mit den Details aus, aber ich habe Windows 10 als ISO auf einen leeren USB-Stick kopiert und konnte das nicht direkt booten. Ich habe dann mit Hilfe von Rufus die ISO auf den Stick geschoben; dann ging es. Also irgendwas scheint das "bootfähig machen" zu bewirken.

Kommentar von qugart ,

Nein. Nur kann eine ISO selber nicht gebootet werden. Entweder man brennt die ISO auf eine DVD, oder man entpackt die ISO und schiebt die darin enthaltenen Dateien auf den USB-Stick.

ISO ist nur eine Archivdatei nach ISO 9660. Das "Problem" mit dem "bootfähig machen" kommt daher, dass es ja auch noch das UDF-System nach ISO 13346 gibt. Letztzeres löst ISO 9660 ab.

Seit eigenlich alle Medien UDF können, ist das alle ganz easy. Das passierte irgendwann ab der Windows Vista-Zeit

Kommentar von SlevinKelevra12 ,

Also reicht es heutzutage, das auf dem Stick eine .exe-Datei ist, dann kann das BIOS sich die schnappen, in den RAM laden und ausführen. Wenn die .exe dann noch zu einem Betriebssystem gehört, wird zukünftig das Betriebssystem die Aufgabe übernehmen, den Input zu verarbeiten.

Kommentar von qugart ,

Nein. Mit einer .exe kann ein BIOS nix anfangen. Es muss da erst ein System gestartet werden, das die .exe verarbeiten kann.

Das ist dann z.B. ein Bootmanager der ein System lädt, das dann die .exe starten kann.

Bei den Windows-ISOs sind das eben bootmgr und bootmgr.efi die dann auf bcd und die entsprechenden Programme im Ordner boot und Ordner efi zugreifen. Erst wenn das alles geladen ist, wird die Installationsroutine aus dem Ordner sources geladen.

Antwort
von brummitga, 30

ich habe mir z.B. Ubuntu herunter geladen; auf einem Stick gespeichert; den PC gestartet und im BIOS den Stick ausgewählt. Die Installation hat einwandfrei geklappt.

Antwort
von unlocker, 21

Es muss ein Bootloader drauf sein https://de.wikipedia.org/wiki/Bootloader

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