Habe heute mit meiner Mutter telefoniert und sie schilderte mir Symptome, die meiner Ansicht nach auf einen Hörsturz hinweisen. Sie hat aber Angst vor dem Arzt bzw. vor der Untersuchung. Weiß jemand, wie die bei Verdacht auf Hörsturz aussieht?

Wenn es sich wirklich um einen Hörsturz handelt, dann gehört Deine Mutter noch heute abend in ärztliche Behandlung. Jede weitere - auch stundenweise - Verzögerung führt zu einem irreparablen Schaden. http://www.onmeda.de/krankheiten/hoersturz.html
Zur Frage ;-) : Die Untersuchung besteht erst Mal wie immer aus der Anamnese (Schilderung und Aufnahme), dann folgt eine Ohrspiegelung, bei der sicher gestellt wird, dass die Hörminderung nicht durch äußere Einflüsse bedingt ist (Trommelfellverletzung, Ohrenschmalz); dazu auch verschiedene Hörtests, die das Ausmaß der Schwerhörigkeit feststellen und eine Innenohrschwerhörigkeit von einer Schädigung des äußeren Ohrs oder Mittelohrs abgrenzen. Möglicherweise auch eine Messung, die zwischen Hörsturz und einer Erkrankung des Hörnervs unterscheiden. In der Hälfte der Fälle geht ein Hörsturz übrigens von allein zurück. Was nicht heißt, dass nicht ein Arztbesuch dringend angesagt sei. Dies jedoch nur als Fakt, weil es sich in anderen Antworten anhört, als seien irreparable Folgeschäden zwangsläufig- das stimmt so faktisch aber nicht. Die Untersuchungen sind übrigens allesamt schmerzlos.
Die Untersuchungen sind nicht schmerzhaft und kaum unangenehm (nur bei Schwindelprüfungen), aber insgesamt langwierig und erträglich.
Meine Mutter hats mit annähnernd 90 Jahren noch machen lassen.

Wenn sie sich noch den Luxus der Angst vorm Arzt leistet, musst DU einschreiten.
Ab zum Arzt, aber sofort.
Eigentlich hätte die Mutter gar nicht mehr telefonieren können da auch noch ein starkes Schwindelgefühl auftaucht aber du hast Recht jede Sekunde zählt DH