Wie wird mit der Zahlung von Sozialhilfe nach Wiedereintritt in einen Job umgegangen?

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1 Antwort

Hier gilt das Zuflussprinzip !

Das bedeutet,dein Einkommen darf erst dann angerechnet werden,wenn es auf deinem Konto eingeht.

Bekommst du also deinen Lohn erst am 15.03.2016 aufs Konto,dann musst du die Leistungen für den Februar 2016 schon mal nicht zurück zahlen.

Wenn du sicher gehen willst das du für den März 2016 noch mal Leistungen bekommst,damit du deine Ausgaben Anfang des Monats zahlen kannst,dann würde ich vorsorglich einen Antrag auf ein zinsloses Darlehen zur Überbrückung stellen.

Wie viel du dann im Endeffekt von diesem Darlehen zurück zahlen musst,wird sich nach der Berechnung deines Einkommens ergeben.

Es werden dann also von deinem Bruttoeinkommen die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll berechnet,dann theoretisch vom Netto abgezogen und das ergibt dann dein anrechenbares Nettoeinkommen.

Dieses anrechenbare Einkommen musst du dann für den März zurück zahlen,dass wird dann mit dem Darlehen verrechnet,max. musst du dann natürlich das erhaltene Darlehen zurück zahlen,sollte das anrechenbare Einkommen höher sein.

Das kannst du dann auf Antrag in Raten zahlen.

Freibeträge :

- Die ersten 100 € des Brutto ist der Grundfreibetrag

- 100 € - 1000 € Brutto 20 % Freibetrag

- 1000 € - 1200 € Brutto 10 % Freibetrag

Wenn in deiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) min. 1 minderjähriges Kind lebt,egal ob leiblich oder vom Partner,dann steigt die letzte Stufe der Freibeträge auf 1000 € - 1500 € Brutto und davon dann 10 % Freibetrag.

Das würden dann bei 1200 € Brutto 300 € Freibetrag und mit min. 1 Kind dann bei min. 1500 € Brutto 330 € Freibetrag sein,die dann theoretisch vom Netto abgezogen würden und dann das anrechenbare Einkommen ergeben würde.

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