Wie wieder krankenversichern?

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5 Antworten

Melde Dich umgehend beim JobCenter. Dann bist Du auf jeden Fall erst mal wieder versichert, denn Deine KK muß Dich wieder aufnehmen.

Natürlich werden die versuchen, die ausstehenden Beiträge einzutreiben.  Wenn Du aber Hartz IV beziehst, ist eine Begleichung der Schulden nicht möglich, weil Du eh unterhalb des Selbstbehalts liegst. Wenn abzusehen ist, daß Du in der nächsten Zeit auch nicht wieder einen Job annehmen kannst - z.B. aufgrund von Krankheit - verzichten die KK oftmals auf die Betreibung einer Pfändung - aber nicht immer!

Das gibt ein bißchen Schreibkram und vielleicht wird die KK auch eine Pfändung versuchen. Wenn Du aber nichts von Wert hast und von Hartz IV lebst, gucken die in die Röhre.

Wenn die KK tatsächlich einen Gerichtsvollzieher auf Dich losläßt, dann sofort ein Pfändungsschutzkonto einrichten. Der Gerichtsvollzieher verlangt eine Vermögensauskunft und das war's dann. Hast Du kein P-Konto, dann machen die Dir u.U. das Konto dicht und Du kommst dann erst wieder an Dein Konto, wenn Du beim Amtsgericht eine Freigabe erwirkst, damit Du Miete, Strom, Telefon etc überweisen und leben kannst.

Mach Dir aber klar, was ein P-Konto bedeutet: Bei der Schufa hast Du einen Eintrag; Du kannst Dein Konto nur auf Guthaben-Basis führen, mit Deiner Bankkarte nur noch am Bankautomaten Geld abheben, aber nicht mehr im Supermarkt zahlen. Guthaben kannst Du auf einem P-Konto nicht aufbewahren, deshalb alle Rechnungen gleich überweisen und den Rest abheben, damit das Konto nur noch für die Gebühren Deckung aufweist.

Wünche Dir viel Erfolg und alles Gute!

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Kommentar von FordPrefect
23.11.2016, 09:46

Melde Dich umgehend beim JobCenter. Dann bist Du auf jeden Fall erst mal wieder versichert, denn Deine KK muß Dich wieder aufnehmen. 

Unsinn. Der OP *ist* versichert. Nur sein Leistungsanspruch ruht. Und das bleibt auch bestehen, solange die Rückstände nicht getilgt oder - wie du richtig schreibst - im Einzelfall erlassen wurden.

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Geh mal zur AOK, die versichern eigentlich jeden. Da kannst du die Schulden auch abstottern.

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Kommentar von kevin1905
22.11.2016, 01:09

Er hat Schulden bei seiner alten Kasse. Eine andere darf ihn nicht aufnehmen. Für die AOK gilt das gleiche SGB V, wie für ALLE anderen gesetzlichen Kassen auch.

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Kommentar von FordPrefect
23.11.2016, 09:40

Das ist nicht notwendig, da er weiter versichert ist. Ob er nun bei KK A oder bei KK B einen ruhenden Leistungsanspruch hat, ändert genau gar nichts.

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ich bin nicht mehr krankenversichert

Das kann nicht stimmen, da in Deutschland allgemeine Krankenversicherungspflicht herrscht. Eine Krankenkasse kann ihren Mitgliedern nicht kündigen, sie kann nur den Versicherungsschutz aussetzen.

Du bist freiwilliges Mitglied deiner letzten Kasse und musst du Beiträge seit deinem Ausscheiden aus dem Beruf nachzahlen (mind. 171,- € p.M.).

Erst wenn die Schuld beglichen ist, besteht wieder Anspruch auf Leistung.

Warum du kein ALG I oder II beantragt hast, verstehe ich nicht.

Warum du nicht in der Lage bist, Absätze und Satzzeichen zu setzen, ehrlich gesagt auch nicht.

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Ich habe folgendes Problem, ich bin nicht mehr krankenversichert

Falsch.

da ich damals arbeitslos war(Anfang 2016), mich nicht arbeitslos gemeldet
hab

Da stellt sich doch die Frage, waum nicht, besonders dann, wenn man auf Medikation angewiesen ist?

Ich weiß nicht mehr weiter, ich bin Ende November arbeitslos und habe
dann keinen Geld mehr um meine schulden bei der KK zu bezahlen.

Notwendige Behandlungen und Medikamente sind auch bei ruhendem Leistungsanspruch durchzuführen respektive zu erstatten. Allerdings ist das Procedere anders.

Da ich auch während der Zeit in der ich nicht Krankenversichert war

Mythos. Warum sich der Begriff "KV-Pflicht" bis heute nicht etabliert hat, wissen nur die Götter.

beim Arzt/ Ärzte war, wird wahrscheinlich eine dicke Rechnung kommen.

Sofern die Behandlungen notwendig waren, erstattet sie auch die KK, und das sogar rückwirkend (allerdings ist das einzelfallabhängig).

Grundsätzlich gehst du irrigerweise davon aus, nicht versichert zu sein. Das ist aber seit 2007 (!) nicht mehr möglich. Die GKV kann dich gar nicht kündigen, solange kein anderweitiger Versicherungsschutz besteht. Allerdings ruht bei Beitragsrückständen der Leistungsanspruch bis zum Ausgleich der Prämienrückstände. Dein Versicherungsschutz wurde mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses automatisch gem. § 188 Abs.4 SGB V i.V.m. § 193 VVG in eine freiwillige gesetzliche Versicherung überführt. Du musst dich daher umgehend bei deiner KV melden, diesen dein nicht vorhandenes Einkommen seit Beendigung der Tätigkeit nachweisen, und wirst dann entsprechend zum Mindestsatz neu eingruppiert (statt zum Höchstsatz, was ansonsten gesetzlich zwingend der Fall ist). Dann handelst du eine tragbare Ratenzahlung zur Begleichung deiner Rückstände aus, und bittest gleichzeitig um Kostenübernahme nach ärztlicher Diagnose für die notwendige Medikation.

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Entweder Du gehst zur Arge und meldest Dich arbeitsuchend oder Du nimmst eine Arbeit auf. Die Schulden bei der KK mit einer Vereinbarung in Raten abzahlen. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

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