Frage von HalloRossi, 172

Wie wichtig ist Raubtierschutz für Welpen?

Ich war bei einem Züchter ( Erstzüchter)) zum Welpen gucken und war erstaunt, dass er die Welpen völlig ungeschützt im Garten hatte. Von unseren anderen Züchtern weiß ich aber , dass alle zumindestens Flatterband kreuz und Quer über den Auslauf spannen. Ich sagte den Züchter dann, er müsse seine Welpen vor Greifvögeln schützen. Er meinte, das sei völlig unnötig und man könne es auch übertreiben. Ist das tatsächlich übertrieben? Also, ich sehe das nicht so, die holen ja auch Hühner! Wie seht ihr das?

Antwort
von xttenere, 88

ich finde dies gar nicht übertrieben. Raubvögel haben jetzt Jungvögel, und sind mehr als sonst auf Futtersuche. Also ein gelbes Flatterband schadet sicherlich nicht, ausser der Züchter wäre immer dabei, wenn die Kleinen draussen sind. Solange ein Mensch in der Nähe ist, werden die Greifvögel nichts unternehmen.

Ausserdem kommt es auch auf die Art der Vögel in dieser Region an und auf die Rasse und Grösse der Welpen an.

Antwort
von wotan0000, 35

Wenn wir auf dem Land unterwegs sind habe ich, wenn mein Hund sich mal weiter entfernt aufhält, auch den Himmel mit im Auge.

Mein Chi hat nunmal nur Karnickelgrösse.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 69

Ja das ist vollkommen übertrieben.

Ich habe noch keinen Greifvogel gesehen, der meine Meerschweinchen geklaut hätte und die laufen auch ungeschützt im Garten herum. In 10 Jahren Schweinchenhaltung ist mir noch keines durch einen Greifvogel abhanden gekommen, auch nicht durch Katze oder andere Räuber.

Wie winzig sind den die Welpen - weil alles über Meerschweinchengröße geht ein Greifvogel eh nicht ran, es sei den du lebst in den Bergen, wo viele große Greife leben. Bei uns im 08/15 Örtchen sind so gut wie keine.

Wir haben hier richtig viele Elstern und Raben, aber auch von denen geht keinerleih gefahr aus.

Auf dem Hof wo meine Pferde stehen laufen die Hühner frei herum, auch da wurde noch nie ein Huhn vom Greif geholt, eher vom Fuchs.

Kommentar von VanyVeggie ,

Wobei das nix heißen muss. Ein Greifvogel kann immer kommen. Die halten ja keine Reviere ein, sondern suchen bis sie was finden. Ich halte schon seit 10 Jahren Kaninchen in den ersten 6 Jahren ist auch nie was passiert und ich lies sie unbeaufsichtigt im Garten meiner Mutter laufen. Dann kam plötzlich ein Greifvogel runter und hat sich eines meiner Kaninchen gekrallt. Das war echt grausam. Habe heute noch Schuldgefühle, wenn ich dran denke. 

Kommentar von friesennarr ,

Gibt es da irgendwo eine Statistik drüber, wie viele Haustiere jährliche einem Greifvogel zum Opfer fallen?

Das das bei euch mal passiert ist tut mir leid, aber ansonsten habe ich das noch nie gehört.

Antwort
von Hexe121967, 66

flatterband spannen?  hab ich ja noch nie gesehen oder gehört. die tierchen müssen doch "irre" werden wenn denen so rot weisses band über den köpfen rumflattert und dabei ja auch noch lärm macht.

Kommentar von HalloRossi ,

Nö das ist auch noch gut für die Sozialisierung. Wir machen in Welpenauslauf sowie immer extra Dinge die Lärm machen

Kommentar von Goodnight ,

Das macht man aber nur partiell, nicht über den ganzen Garten.

Kommentar von Hexe121967 ,

@HalloRossi - ja das ist ja ok einen welpen auch an lärm zu gewöhnen. aber wenn es windig ist, dann macht das flatterband einen heidenlärm, den möchte ich selber nicht für 15 minuten ertragen.  ausserdem lässt doch kein züchter seine welpen unbeaufsichtigt im auslauf, da ist dann doch die wahrscheinlichkeit sehr gering, dass sich ein greifvogel einen welpen holt.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 57

man sollte auch als zuechter die welpen nicht unbeobachtet im freilauf lassen!habe ich nie gemacht. ich hatte imeine welpen immer im auge und konnte eingreifen.

welpen passen allerdings sehr wohl ins bueteschema eines greifvogels. 

Kommentar von HalloRossi ,

Das ist doch utopisch. Kein Züchter sitzt von morgens um 6 bis abends um 8 bei den Welpen

Kommentar von inicio ,

nicht utopisch!

welpen laesst man nicht alleine , wenn ich nicht da war, war jemand anderes bei meinen welpen. 

und natuerlich auch meine huendin und der ruede.

alleine draussen schon auf keinen fall. in der nachbarschaft wurde mal ein ganzer wurf gestoheln und die kleinen waren erst 6 wochen alt.

Antwort
von froeschliundco, 34

ja und nein, kommt drauf an wo sie wohnen u.obs da überhaupt greifvögel hat, ob die erwachsenen hunde dabei sind, der züchter sie nicht unbeaufsichtigt lässt ect

...habs zwar selber erlebt das greifvögel (auch bei älteren welpen) zur gefahr werden können, aber dann darfst du mit keinem welpen mehr vor die haustür und im haus nur noch kissen auslegen, selbst da kann der hund ersticken😉

...mein kleiner spielte in der wiese unter bäumen mit den grossen...ich rief die hunde ab um sie ins auto zu packen, nur der eine rüde kam nicht, der drehte typisch hütehund kreise um den welpen, ich rief nochmals, er drehte weiter u.schaute immer wieder in den baum hoch...da realisierte ich, das da ein riesiges vieh von einem roten milan sass u.auf den kleinen peilte...puuuh, war ich stolz auf mein grossen u.sein instinkt

Antwort
von Goodnight, 63

Übertrieben, die Welpen sind ja nicht unbeaufsichtigt im Garten. Wesentlich gefährlicher ist es, dass Rassehunde von Menschen geklaut werden.

Du kannst nicht einen Züchter besuchen und ihm dann sagen wie er seinen Job zu machen hat, das ist überheblich und dreist.

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 50

Bei alle den Argumenten welche ich bisher hier gelesen habe vermisse ich etwas:

Wo um Himmelswillen ist denn die Mutter der Welpen und die anderen, erwachsenen Hunde des Züchters?

Bei einem Hundezüchter, welcher alle Welpen isoliert von den anderen, erwachsenen Hunden in einem Auslauf hat, würde ich niemals empfehlen einen Welpen zu kaufen!

Das bedeutet nämlich dort herrscht "Zwingerhaltung" oder "Zimmerhaltung" oder "Transportboxenhaltung". Das sind keine artgerechten Zustände in welchen Welpen aufwachsen sollten.

Derart aufgezogene und aufbewahrte Welpen haben, im so kleinen Fenster der Frühsozialisierung, schon einen Sozialisierungsschaden. Ob das dann der künftige Halter noch wett machen kann, hängt von dessen Wissen und Möglichkeiten ab, und ist fraglich.

Welpen die sich mit anderen, erwachsenen Hunden, samt deren Mutter in einem Freiauslauf befinden (neben der Wohnung des Züchters die ihnen für den Welpenwirkungskreis offen steht) haben den besten Schutz vor allen Beutegreifern der Welt. 

Selbst wenn ein Löwe käme gäbe das so ein Getöse welches den Menschen auf die Bildfläche ruft.

Welpen, sich selbst überlassen ohne regelndes Eingreifen, oder erzieherisches Bespielen durch die Hunde - Mutter und verschiedenen (Hunde) "Tanten" oder "Großmütter" sind eine weitere traurige Form - von Hundehandel!

Du siehst, Deine Frage ist beantwortet: Frage diesen "Hundehersteller" wohin die Mutter der Welpen, andere nicht belegte Zuchthündinnen und für die Zucht schon zu alt gewordenen Hündinnen "verschwunden" sind.

  • Zwinger, getrennt von allen anderen Hunden (Tierschutzrelevant)
  • verkauft, in die "Zuchtmaschine" Hundemafia
  • nach Zuchtmissbrauch ausgemergelt, eingeschläfert
  • eingegraben, hinter dem Haus
  • Welpen sind "importiert" aus Drittländern und der Welpenmafiahölle, um hier präsentiert und Gewinnbringend gehandelt zu werden.

Jedenfalls ist ein "Verwahren" von Welpen in einem Auslauf ohne Schutz von erwachsenen Hunden sehr, sehr verdächtig, daß oben aufgeführtes zutreffen könnte.

Kommentar von HalloRossi ,

Wie bitte? Hab ich mit einem Wort geschrieben, dass die Welpen da alleine und völlig isoliert leben? Geht's denn noch?

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Du hast leider mit keinem Wort etwas von Mutterhündin oder ähnlichen geschrieben.

Kommentar von Berni74 ,

Welpen die sich mit anderen, erwachsenen Hunden, samt deren Mutter in
einem Freiauslauf befinden (neben der Wohnung des Züchters die ihnen für
den Welpenwirkungskreis offen steht) haben den besten Schutz vor allen
Beutegreifern der Welt.

Da geb ich Dir recht - allerdings nur, solange die erwachsenen Tiere nicht selbst ins Beuteschema der Greifvögel passen (Chi, Yorkie etc - aber die werden ja leider eh eher weniger die Freiheit der Natur genießen, sondern mehr in irgendwelchen Wohnungen zu finden sein).

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Leider werden viele Kleinhunderassen oft in Wohnungen gezüchtet....

Ein guter Kleinhundezüchter hat einen Garten, ggf. auch mit Wintergarten und einer leichten Gazeklapptüre, so daß auch Kleinhundewelpen, unter Aufsicht, in die Umwelt draußen können.

So werden auch Chihuahua Welpen automatisch stubenrein bis zur 12 Woche. 

Eine Bepflanzung mit Strauchwerk und Apfelbäumen ergibt einen guten Greifvogelschutz. Vor anderen Bedrohungen, wie Diebstahl durch Menschen muß der Züchter die Meute eben beaufsichtigen.

Das Beaufsichtigen und sich beschäftigen mit den Welpen zur Sozialisierung versteht sich bei einem guten Züchter von selbst.

Antwort
von Hamburger02, 46

Wir hatten im Garten immer einen großen eingezäunten Auslauf für die Welpen, wo sie bei schönem Wetter den ganzen Tag drin waren. Nach oben abgesichert haben wir nicht und es ist auch nie etwas passiert. Das ist allerdings auch eher ein städtisches Gebiet, wo sowieso keine Greifvögel jagen.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 41

Und dazu vielleicht noch eine Selbstschussanlage gegen Welpendiebe?

Ernsthaft: man kann es mit der Vorsicht auch übertreiben.

Bei den Züchtern, die ich kenne, ist kein Welpe unbeaufsichtigt im Garten. Es gibt ab einem bestimmten Alter Ausflüge in den Garten, aber die Welpen leben nicht dort und sind sich nicht komplett selbst überlassen.

Ich denke, dass der Züchter das Risiko selbst gut abschätzen und vernünftig reagiert. 

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 59

Was für eine Rasse ist es denn?

Kommentar von HalloRossi ,

Dackel

Kommentar von Berni74 ,

Ok... da geh ich mit. Ein Dackelwelpe könnte durchaus ins Beuteschema passen. Im Kaisergebirge hat sich mal ein Greifvogel einen ausgewachsenen Yorkie geholt.

War bislang nur bei Züchtern größerer Rassen, und da habe ich noch nie gesehen, daß Flatterband gespannt war - höchstens zur Prägung der Kleinen, aber auch das nicht bei jedem Züchter.

Antwort
von MiraAnui, 62

ist eig unnötig, wenn man dabei ist und die welpe nicht alleine lässt.

Und es hängt auch extrem von der Rasse ab... zwischen Dackel und einen Neufi liegen schon paar Kilos...

Meine Hündin war auch immer draußen als sie noch beim "Züchter" war ohne schutz

Antwort
von Kandahar, 79

Mein Vater war auch früher Züchter und hat das Grundstück nicht nach oben abgesichert. Das wäre auch völlig unnötig gewesen, denn in all den Jahren ist nie etwas passiert.

Ich finde es auch übertrieben Flatterband zu spannen.

Kommentar von Abbrandler ,

So viele Raubtiere gibt es jetzt auch wieder nicht, das man etwas fürchten müsste.

Fuchs, Steinmarder und ev. der Dachs, kommen in Frage, die mögen Hunde nicht wirklich - da natürliche Feinde (Wolf) und Nachtaktiv... da schlafen die Welpchen sicher in ihrer Wurfkiste 

Von oben kommt höchstens noch ein Bussard oder Habicht in Frage und beide brauchen einen gewissen Platz zum Starten. Haben sie den nicht, landen sie erst gar nicht bzw. wird der Welpe zu schwer sein, bzw. stehen Welpen nun mal nicht auf ihrem Speiseplan...höchstens Hühner :-)

Vom Adler, Geier gar nicht zu sprechen.....

Außerdem gibt es ja noch die Hundemama, die ihren Wurf mit aller Macht verteidigen würde :-)

Ich würde beim Züchter auf ein sauberes Gehege und den Zustand vom Mama und Welpen achten ,dass die Welpen lange genug bei der Mama bleiben und auch über die "Wurfhäufigkeit" der Mama nachfragen (keine Gebärmaschine); die Hunde sollten einen Gesundheitspass mit div. Eintragungen vom Tierarzt haben und auch der Preis sollte beachtet werden (nicht zu billig und nicht zu teuer), ein seriöser Züchter wird Dir auch gerne Referenzadressen nennen.


Uups, das sollte eine Antwort und kein Kommentar werden....sorry





Kommentar von inicio ,

es gibt mehr raubvoegel als man denkt.. ich habe leider schon gesehn, wie ein busshard eine yorkshire terrier(ausgewachsen) entfuehrte... und dann so fallen liess, dass er nur noch tot geborgen wurde...

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