Brynhild am 30.12.2007 um 21:09 Uhr
Wir leben in einer globalisierten Welt. Was früher fern und unerreichbar erschien ist heute über das WWW oder auch mit Billigflügen in kürzester Zeit zu erreichen. Nach Rom zum Schuhe kaufen, wegen einer Party nach New York jetten, ein spannendes Jobangebot in Sidney ... alles ist möglich. Doch wo ist man zuhause? Ich bin in verschiedenen Ecken Deutschlands aufgewachsen und habe nun eine Wahlheimat, deren Dialekt ich leider nur zu 90% spreche. Selber immer etwas hin und her gerissen zwischen Nord und Süd würde mich interessieren, was euch "Heimat" bedeutet.

Früher dachte ich da ganz anders, aber seit ich selber Familie habe und meine Eltern älter werden, finde ich den Heimatbegriff nicht mehr altmodisch spießig sondern familiär beruhigend. Allerdings bin ich nur an EINEM Ort aufgewachsen und beherrsche den gängigen Dialekt perfekt.

Heimat ist für mich der Ort, mit dem ich verwurzelt bin, wo ich mich wohl fühle. Das muss nicht der Geburtsort sein, kann der Ort sein, in dem ich lebe oder auch leben möchte.

Hatte grosse Mühe mich zu entscheiden! Der Herd der Mama ist auch wichtig! Und je "globalisierter" umso wichtiger ist eine wirkliche Heimat mit vielen lieben Menschen! Gruss Solf

Wo meine Familie ist,meine Bücher stehen und meine Bilder hängen...

nicht wegen des Ortes, sondern wegen der Menschen...


Ich habe meinem Geburtsort den Rücken gekehrt, da dort nichts mehr auf mich wartet. Daraufhin bin ich nach Hannover gezogen. Aber um ehrlich zu sein, fühle ich mich hier nicht zu 100% wohl. Ich habe mit einem guten Bekannten einen Ort gesucht, in dem man sich wohl fühlen könnte und wir sind bei Lüneburg hängen geblieben. Aber meine Meinung schwankt andauernd. Von daher ist der Begriff Heimat eher in einem größeren Zusammenhang zu sehen - in meinem Falle Niedersachsen an sich.

..alles was ich zum Leben brauche paßt in einen Rucksack, deshalb..
Brynhild am 31. Dezember 2007 14:42 Ich beneide alle, die mit einem Rucksack umziehen können. Find ich klasse!
Eastside am 31. Dezember 2007 14:55 da hilft nur Wichtiges von unnötigem Ballast zu unterscheiden..
Brynhild am 31. Dezember 2007 15:08 Das bekomme ich eigentlich immer ganz gut hin, nur klappt es leider nicht bei meinen Büchern ... und für die bräuchte ich einen Umzugs-LKW

Je älter ich werde um so mehr fühle ich mich hier verwurzelt.


und da wo ich willkommen bin!

Ich bin hier aufgewachsen und lebe immer noch hier und so wie es aussieht werde ich hier ( BaWü ) auch sterben. Ich war in meinem bisherigen Leben nur fünf mal im Urlaub und einmal zu Kur ( als Kind zwei mal in Bayern und zwei mal in Österreich zum Verwandenbesuch, als Teenager 4 Wochen in der Türkei, mit meiner Tochter im Schwarzwald zur Kur ) fehlt mir was ? Nein. War und ist bei uns halt immer eine Geldfrage.
sheela2011 am 30. Dezember 2007 21:20 Zusatz, war nicht ganz richtig, das beste hab ich nicht genannt: habe meinen Mann vor 8 Jahren in Dänemark geheiratet. Heimat bedeutet mir alles, weil hier meine Familie lebt.
Brynhild am 30. Dezember 2007 21:24 S'Ländle is halt doch schee, gelle?
sheela2011 am 30. Dezember 2007 22:30 awer richtig schee.
Brynhild am 30. Dezember 2007 22:52 Hab mal einen Ami getroffen der Deutschland sehr gut kannte. Auf meine Frage, wo es ihm denn am besten gefalle antwortete er sinngemäßg: im Südwesten. Schöne Städte, viel Kultur, wunderbare Landschaft, gutes Essen, lecker Wein und Bier und nette Leute. Und ich muss schon sagen: Recht hat er! Kann man noch mehr erwarten?
Eastside am 31. Dezember 2007 14:03 @Brynhild und sheela: wenn ihr vom "Ländle" sprecht, dann meint ihr also Baden-Württemberg?
Hat mich immer etwas verwirrt, denn bei uns in Österreich, wird auch Vorarlberg mit dem Ausdruck "Ländle" bedacht ;o)
Brynhild am 31. Dezember 2007 14:40 Genau genommen ist "Das Ländle" nur der württembergische Teil von Baden-Württemberg ... und davon eigentlich auch nur der schwäbische. Aber da die Voralberger sowieso von den Schwaben abstammen hust (Die Grafen von Montford gingen aus dem Haus der Tübinger Pfalzgrafen hervor)sei es auch den Voralbergern genemigt, ein "le" hinter ihr Land zu hängen ;)
Eastside am 31. Dezember 2007 14:52 dankeschön für die "Aufklärung" und da ich mit Vorarlberg so gut wie nix am Hut hab, weil zu weit weg - dürfen die "hinhängen" was sie wollen ;o))

Habe früher gedacht, ich wäre unheimlich kosmopolitisch, stimmt aber nicht, was ich bemerkte, als ich im Ausland gelebt habe und plötzlich die dösigsten Sachen aus der Heimat vermisst habe.
Ein warmes Gefühl werden mir immer die Orte geben, wo ich aufgewachsen bin; meine jetzige Heimat ist dort, wo ich mit meinem Partner lebe und mich wohlfühle.

nordische Maid aus dem Ländle,da,wo man sich Wohlfühlt.Alles andere sind Wurzeln....
Solf am 30. Dezember 2007 21:16 not agree..!
strick4a am 30. Dezember 2007 21:23 wieso?
Brynhild am 30. Dezember 2007 21:17 strickender, hamburgliebender Hesse - jetzt wo du es sagst hätte ich natürlich noch fragen sollen, ob Wurzeln und Heimat für alle dasselbe bedeuten.
strick4a am 30. Dezember 2007 21:32 der Hamburgliebende Hesse, in der Schweiz auch Strickli genannt,der aber ganz gewiss nicht strickt, sagt Euch folgendes:Wurzeln sind Wurzeln und Heimat ist Heimat!War das jetzt deutlich.....?Und Brynhild ist bei mir ein Frauenname!...;-))
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 30. Dezember 2007 21:20 maid? warst du nicht ein mann?meine da mal was gelesen zu haben....:o))
Brynhild am 30. Dezember 2007 21:26 Wer? Ich? Ne ... ich war noch nie ein Mann und wills auch nicht unbedingt werden g
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 30. Dezember 2007 21:29 @brynhild: du doch nicht ein mann, dieser strick4a.
ich dachte ich hätte mal was von seiner männlichkeit gelesen und nun maid :o)))
Brynhild am 30. Dezember 2007 21:33 Mit Maid meinte er doch mich. Ist halt ein Hesse ;)
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 30. Dezember 2007 21:37 @strick4a: aus deiner antwort habe ich entnommen, dass du eine maid bist. herrliches missverständnis, entschuldige, dachte schon dir sei was passiert :o)))
strick4a am 30. Dezember 2007 21:44 jetzt reichts aber,ich schau sofort nach!
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 30. Dezember 2007 21:48 @strick4a: brauchst nicht nachschauen, warte doch bis morgen früh.....:o)))
strick4a am 30. Dezember 2007 21:53 was soll das?morgen Früh?habs jetzt gemacht und kann Dir sagen, das Du reingefallen bist!Ich habe blaue Socken an!Ätsch....;-))
Brynhild am 30. Dezember 2007 22:11 Ähm ... ich auch! Ich meine, ich habe auch blaue Socken an. Bin ich jetzt doch ein Mann?
strick4a am 30. Dezember 2007 23:00 verzeihung für meine Abwesenheit(Wlan war gestorben)aber ich weiß genau, das da noch andere Unterscheidungskriterien sind!Laß' uns überlegen......
Brynhild am 30. Dezember 2007 23:25 Hm ... du hast einen Schraubenzieher - ich aber auch. Bei dir verschwinden Socken in der WaschMasch - bei mir auch. Ich habe ein Taschenmesser - das hast du sicherlich auch. Aber hast du neben dem Taschenmesser auch noch einen Lippenstift in der (Hand)Tasche?
strick4a am 31. Dezember 2007 00:38 Also,Lippenstift eigentlich nicht.Hab' gerade nachgeschaut:alter Kaugummi in Alufolie, ca. 20cm Kordel, ein 10ner Glasklicker, ein Kondom (neu), die Wohnung meiner ersten Schildkröte(Schildi,steht noch drauf)und einen Pinkfarbenen Damenschlüpfer,den muß mir jemand reingesteckt haben.In der anderen Tasche noch zwei abgebrannte Zündhölzer,eine Zigarettendose mit Kaulquappenmumien und das Gebiss meiner Oma.(die war zu dick)Und noch ein Fahrschein der Stadtwerke Schöllkrippen.Da war ich noch nie!Was soll ich jetzt noch sagen?
Brynhild am 31. Dezember 2007 00:44 Du hast eine Schildkrötenwohnung in deiner Tasche? Also ich glaube da haben wir nun ein Unterscheidungsmerkmal gefunden. Sowas hab ich nicht in der Tasche, sondern neben dem Sofa.
strick4a am 31. Dezember 2007 00:50 Aber die war doch noch so klein,ich hab sie wirklich gern gehabt....
Brynhild am 31. Dezember 2007 00:58 Du hättest die Hauregel Nummer Eins eben nicht vergessen dürfen, die besagt, dass die Schildkröte KEIN Fischbrötchen ist und deswegen auch nicht gegessen werden darf.

und mir hat es schon an vielen orten gefallen.
strick4a am 31. Dezember 2007 03:32 Ja
ich glaube, das wird immer meine Heimat bleiben, selbst wenn ich mich einmal woanders niederlassen sollte... "wo meine Wiege stand ist meiner Heimat Haus" ..sagt schon ein altes Volkslied

Ich habe die ganze Welt bereist. Ich bin immer so stolz und glücklich, wenn ich wieder nach Hause darf.
Heimat kann auf verschiedene Art durch eine Verwurzelung an einen Ort entstehen. Wichtig ist, sich wohlzufühlen (ubi bene ibi patria) und eine Verbundenheit und Vertrautheit zu entwickeln.
Eine solche Bindung entsteht oft durch das Aufwachsen an einem Ort, dies ist auch eine eigene Erfahrung. Grundsätzlich ist es auf der ganzen Welt möglich, hängt aber von einem zusagenden Lebensbedingungen ab und kann durch Beziehungen zu Personen begünstigt werden.



also in holland bye bye
I hou van holland
Brynhild am 30. Dezember 2007 21:31 Dann musst du dir vielleicht bald ne neue Heimat suchen ... jetzt wo doch der Meeresspiegel steigen wird flöt. Oder habt ihr schon mit dem Pumpen angefangen? (Sorry, das war jetzt a bisserl gemein)
ach ich kann schwimmen ! zieh ich halt auf ein schlauchboot mit meiner quietsche ente :-)
Brynhild am 30. Dezember 2007 22:12 Soll ich dir noch ein Paddel leihen?
gern falls meine verloren geht :-)
Brynhild am 30. Dezember 2007 22:48 Sag einfach rechtzeitig Bescheid wenns anfängt über den Deich zu schwappen. Dann schicke ich dir eins als Reserve
es schwappt schon grins

Mir ist meine Wahlheimat die wichtige und liebste, auch wenn ich nur im Urlaub da sein kann - Italien und das seit meiner Kindheit

Heimat ist für mich gleichbedeutend mit zuhause, womit ich nicht unbedingt Deutschland meine.

Heimat ist da, wo meine famile ist und die Menschen, die mich lieben. Alles andere ist nebensächlich. Da ich noch immer in dem Haus lebe, in dem ich aufgewachsen bin, kommt der grüne Butten dem am nächsten.
Ich war in meinem Leben weltweit viel unterwegs, auch schon vor der Globalisierung und den Billigflügen! Obwohl ich dabei viele interessante und schöne Städte und Länder gesehen habe und auch angenehme Freundschaften schliessen konnte, bin ich immer wieder gern in meine Heimat, die Pfalz, zurückgekehrt!!!
bin schon so oft umgezogen, dass ich mich in deutschland nirgendwo heimisch fühle! nur durch familie gebunden...
allerdings, sobald ich spanischen boden betrete, egal ob festland, oder insel, fühle ich mich angekommen und mehr daheim, als sonst wo!
(bevor ihr fragt, bin kein spanier)


Meine Heimatstadt bedeutet mir sehr viel, bin sehr stark verwurzelt und ich liebe sie überalles. Bin dort groß geworden und lebe noch dort. Seit 25 Jahren so alt wie ich bin. Ich kenne sie sehr gut ihre Geschichte und ihren Charakter. Ich fühle mich sehr woll, wenn ich immer von einen Tagesausflug zurückomme ist es immer schön zu Hause zu sein, dieses Gefühl kann man kaum beschreiben es ist so vertraut und die Geborgenheit.
Meine sprüche:
Zly Komorow ist meine Heimatstadt, sie zu verlassen bedeutet schmerz. Zly Komorow ist meine Heimatstadt und ich liebe sie.
Zu Info: Zly Komorow ist Niedersorbisch der Ort wurde damals um ca. 550 - 700 von Sorben gegründet die wanderten von Ungarn ein. In Ungarn gibt es noch den Ort Komorn.