Frage von TuttiFrutti1994, 380

Wie wichtig ist das Aussehen in unserer Gesellschaft.. / Mobbing wenn man anders ist, warum?

Es gibt sehr oft Vorurteile gegenüber Leuten mit Handycaps oder anderem Aussehen, als man sich es vorstellt. Ist man gleich ein "schwarzes Schaf" in der heutigen Gesellschaft wenn man anders ist? Warum müssen die Leute einen immer wieder ärgern wenn man nicht ins "Bild" passt und was haben die davon? Ich selbst kenne Mobbing nur zu gut..Aber werde einfach nicht daraus schlau wie Leute so sein können.. vorallem wenn man eine Person ja nichtmal richtig kennt... Das würde mich mal interessieren.

Antwort
von Suboptimierer, 148

Meiner Erfahrung nach werden Menschen in erster Linie nicht aufgrund ihres Aussehens gemobbt, sondern aufgrund ihres unsicheren Verhaltens.

Alt bekannte Gründe hierfür sind die eigene Aufwertung durch Abwertung eines anderen und Demonstration von Gruppenzugehörigkeit und geschlossenem Auftritt als Gruppe.

Im beruflichen Alltag kommt dann noch hinzu, Konkurrenten unter den Kollegen aus dem Weg zu räumen oder Menschen, mit denen man nicht gut klar kommt oder sie aus irgendeinem anderen Grund nicht leiden kann.

Es können auch ganz einfache Gründe vorliegen, zum Beispiel dass jemand einen an einen anderen erinnert, den man nicht mochte (z. B. alte Sandkastenrivalität) oder es liegen grundsätzliche Unterschiede im Blick auf die Welt vor (Beispiele: politisch rechts - politisch links, religiös - nicht religiös, Veganer - Mischkostesser,...)

Kommentar von Kantisator ,

Ich kleide mich zwar wie ein Englaender aus dem 20. Jahrhundert doch wurde ich hoechsten wegen genau der Unsicherheit gemobbt.

Kommentar von OlliBjoern ,

Ja. Umfragen zufolge bevorzugen Frauen eher einen mittelmäßig aussehenden, aber selbstbewussten Mann als einen überdurchschnittlich gut aussehenden, der nicht selbstbewusst ist.

Das Aussehen spielt zwar eine (eher kleine) Rolle, dennoch konnten sich oft Männer mit besonderen Fähigkeiten durchsetzen. Napoleon soll (ebenso wie Mozart) ziemlich klein gewesen sein, dennoch konnten sie sich aufgrund ihrer (verschiedenen) Fähigkeiten in ihren jeweiligen "Feldern" durchsetzen und ins Gedächtnis der Menschheit eingehen.

Antwort
von KirschTulpe456, 124

Ich kenne das sehr gut mit Mobbing, wenn man anders ist. Ich erkläre mir das so: Nehmen wir mal eine Kuhherde. Ich habe letztens bei ein paar Kühen beobachtet, dass alle braunen Kühe die einzigen zwei schwarzen in der Herde richtig "gemobbt" haben. Sie haben die beiden ständig vom Futter weggetrieben und herumgescheucht, auch wenn sie schon ein Stück weg von den anderen standen.

Die beiden waren wohl ganz unten in der Rangfolge. Ich denke schon, dass es wegen ihrer Fellfarbe war. In der Natur ist "anders sein" gefährlich, denn wenn jemand anders ist, kann er "Ballast" für andere werden. Vor allem wenn er gehandicapt ist.

Natürlich ist es unnötig und unlogisch bei uns Menschen, wenn wir die "Schwachen", "Andersartigen" ausstoßen. Wir müssen ja nicht mehr ums Überleben kämpfen, wie manche Wildtiere. Aber einige haben das wohl leider noch nicht so ganz begriffen...

LG KirschTulpe

Kommentar von Nashota ,

Die Rangfolge bei Tieren hat nichts mit der Fellfarbe zu tun.

Antwort
von Windlicht2015, 118

Weil die Menschlichkeit verloren gegangen ist!
Betrachte nur die Beeinflussung durch die Medien. Da bekommt man ja nur noch Knochengerüste als Schönheitsideal präsentiert. Das perfekte Aussehen wird vor alles andere gestellt.
Passt jemand nicht ins Bild, wird ihm leider schon mal das Leben schwer gemacht. Es beginnt schon im Kindergarten mit Mobbing. Wie krass ist das denn!!!???
Die Oberflächlichkeit vieler Menschen führt dazu, dass die Person von Anfang an keine Chance hat!

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Wohl wahr... Leider 

Antwort
von Annaxnaz, 86

Ich kenne Mobbing ebenfalls nur zu gut. Ich bin mein lebenlang aus psychischer Krankheit stark übergewichtig. Ich musste schon immer mit dummen Kommentaren und allen anderen Dingen klar kommen. Irgendwann wurde ich erwachsen und sagte mir: lass nichts davon an dich ran! Wieso sollten mich Aussagen von Menschen die mich nicht kennen interssieren? Nur die Meinungen meiner Liebsten tangieren mich noch. Seit dieser Einstellung geht es mir viel besser und ich bin viel selbstbewusster, fröhlicher. 

Also. Einfach anfangen auf die oberflächliche Gesellschaft zu kacken - sie ist es nicht wert! 

P.S.: mit der Einstellung habe ich es dann auch geschafft bisher 60 Kilo abzunehmen. 

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Vielen Dank für dein Kommentar und Riesen Respekt vor dieser Leistung. Ja ich hab auch irgendwann ein cut gemacht.. Trotzdem ist es sehr traurig, was manche Menschen für einen Charakter haben. 

Kommentar von Tilgung ,

Wenn man rufschädigende Anwürfe unbeantwortet lässt, dann kann das schnell epidemische Ausnamße annehmen. Ignorieren ist nicht die beste Lösung, also sei vorsichtig, denn so wird immer nach außen ausgestrahlt "Mit der kann man es machen".

Antwort
von halbsowichtig, 104

Menschen sind Rudeltiere. Ein Rudel bekämpft Eindringlinge und sortiert schwache Elemente aus. Schau dir mal Beispiele für Gesellschaften aus dem Tierreich an:

Wölfe: Ein Rudel besteht aus einem Elternpaar und mehreren Jahrgängen von Kindern. Alle sind ähnlich. Das Rudel verteidigt sich und seinen Besitz (Aas, Revierfläche) mit aller Gewalt gegen fremde Wölfe. Krank geborene Jungtiere werden aufgegeben, damit das Futter für die Gesunden reicht.

Bei Menschen musste, aufgrund der Bevölkerungsgröße, das Familienrudel auf die ganze Klasse, Nachbarschaft oder Subkultur ausgedehnt werden. Ansonsten läuft es genauso: Ein harter Kern ähnlicher Exemplare vertreibt Andersartige, weil sie offensichtlich nicht zum Rudel gehören oder minderwertiger Nachwuchs sind.

Ameisen: Ein Ameisenstaat töten alle Insekten und Spinnen, die in seinen Haufen eindringen. Dass eine einzelne Ameise nicht zum Staat gehört, erkennen sie am Geruch. Wer falsch riecht, wird sofort umgebracht.

Bei Menschenkindern zählt das Aussehen mehr als das Parfüm. Ansonsten läuft es in den Schulklassen genauso. Die Erwachsenen retten Gemobbte, indem sie sie auf andere Schule versetzen, also aus dem falschen Ameisenhaufen rausholen. Die Mobber kommen ungestraft davon.

Vögel: Nur starke Küken werden aufgezogen. Sobald das Futter knapp wird, wirft man das Schwächste aus dem Nest.

Bei Menschen ist es genauso. Wird ein behindertes Kind von den Eltern umgebracht, reagiert die Gesellschaft oft mit einer Welle von Mitleid und Verständnis. Pflegt man sein behindertes Kind jahrelang, reagiert die Gesellschaft mit Mobbing gegen das minderwertige Exemplar, welches die Population insgesamt zu schwächen scheint.

Fazit:

Wie du siehst, besitzen Menschen zwar einen Verstand, handeln aber nicht danach. Was sie im Endeffekt tun, wird von Gefühlsmustern gesteuert, die wir aus archaischen Vorzeiten geerbt haben.

Du kannst einem Menschen tausendmal erklären, warum es besser ist, mit Andersartigen gut auszukommen. Er wird sie trotzdem aus Instinkt ablehnen.

Du kannst auch tausendmal erklären, worin ein Andersartiger besser ist. Der Instinkt wird die Leuten trotzdem nur sehen lassen, worin sie schlechter sind.

Antwort
von safur, 83

Hast du noch nie jemanden laut erzählen gehört, wie doof die anderen sind? Vom Prinzip ist das nichts anders, die Person kompensiert die eigenen Ängste in dem er die anderen schlecht macht. Eben weil die sich etwas trauen und es ggf. in die Hose geht. Das wäre der Person natürlich nie passiert. Selbst die einfachste Lösung - nämlich mal machen- hingegen den anderen helfen - wäre ja auch zu viel verlangt.  

Beim Mobbing sind das die gleichen Angsthasen, die eine Gruppe brauchen. Da fühlen die sich stark. Jetzt versuchen sie die anderen Menschen runter zu machen, so dass der eigene Status höher ist.

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Das Problem momentan hab ich in der Arbeit. Da is Neid das Problem.. Meine Kollegin redet nur schlecht über mich wenn sie in der Gruppe ist. Einzeln traut sie sich kein Wort mir gegenüber. Grosse klappe nichts dahinter. Aber auf so ein Niveau möchte ich mich nicht herablassen. Kindergarten bei Erwachsenen Menschen. Wenn man keine Reaktionen zeigt verlieren sie aber den Spaß daran.. Manche Menschen sind echt furchtbar 

Antwort
von catchan, 62

Zum Thema Mobbing:

Manche Menschen haben Angst davor, wenn andere anders sind. Vor allem wenn die Andersartigkeit durch einen eigenen Stil und Lebensweise hervorgerufen wird. Ich denke, im Grunde sind sie selber unzufrieden mit ihrem Leben, aber statt sich das einzugestehen und ihr Leben attackieren sie die Anderen.

Mobbing selbst ist mehr als eine deplazierte/gehässige Äußerung. Studien haben herausgefunden, dass Mobber, die nie selbst gemobbt wurden, psychopathische Tendenzen haben. Mehr braucht man dazu nicht mehr sagen, denke ich.

Aussehen:

Wie viel Druck auf dein äußeres Erscheinungsbild liegt, ist auch geschlechterabhängig. Wenn du eine Frau bist, ist viel mehr Druck da. Denn die wichtigste Eigenschaft einer Frau ist immer noch hübsch zu sein. Da kann man noch so kompetent sein, man muss auch hübsch sein. Oder kannst du dich an jemanden erinnern, der auf Schröders Aussehen damals hingewiesen hat?

Generell kann man aber sagen (und das komplett geschlechterunabhängig), dass immer noch mehr der Schein als das Sein zählt. Die perfekten Kinder, der perfekte Ehepartner, das perfekte Haus, das perfekte Auto... nur wie es innen drin aussieht, das ist nicht wichtig.

Antwort
von Nashota, 55

Mobbing ist das Denken, man könne sich über andere stellen. Und dazu werden Menschen ausgesucht, die kein Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Das Äußere kann aber dabei sogar okay sein, auch das schützt nicht vor Mobbing.

Fakt ist, dass jeder Mensch auch auf das Äußere achtet. Und das hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun. Es ist einfach normal. So wie sich jeder Mensch auch bei sämtlichen materiellen Dingen auf das konzentriert, was ihm gefällt, sonst würde er es schließlich nicht kaufen, so achtet auch jeder auf das äußere Erscheinungsbild eines Menschen.

Keiner muss perfekt sein. Aber auf sich achten kann trotzdem jeder. Körperpflege und gesunde Lebensweise sind nämlich wichtige Punkte dabei, nicht nur die Figur oder das Gesicht.

Ein Mensch kann auf den ersten Blick gut aussehen. Aber wenn er beispielsweise den Mund aufmacht und da ist nur Bruch drin oder er hat ungepflegte Hände oder Füße, sorgt er automatisch für Minuspunkte.

Es möge also keiner so tun, als ob er wirklich nur auf den Charakter aus ist. Es macht immer noch die Mischung.

Wer jetzt aber ein offensichtliches Handicap hat und dafür gemobbt wird, der sollte sich selbst verinnerlichen, dass er einen Idioten zum Gegenüber hat. Und dem sollte er nun wirklich keine Plattform stellen. Solchen Leuten sollte man dann freundlich ins Gesicht lächeln und ihnen sagen, dass ihr Gehirnschaden um einiges größer ist.

Antwort
von ThePhoenix01, 82

Leider wird das Aussehen in unserer Gesellschaft heutzutage viel zu hoch gelegt meiner Meinung nach, ich würde schon von einer Sexualisierung der Gesellschaft sprechen. Wenn man sich mal Youtube Empfehlungen die einen Clickbait aufgrund sexueller Anspielungen im Titel oder Thumbnail verursachen anschaut, die Fernsehserien die laufen oder die Werbungen... Alles schreit förmlich danach "wenn du so und so bist/ nicht bist dann wirst du deswegen nicht akzeptiert/ akzeptiert.". Ich hatte einen ähnlichen Gedanken wie du gegen 2014 und über die zwei Jahre verhärtete sich mein Bild was sich damals aufbaute.

Mobber sind Menschen die in ihrer frühen Kindheit schwere psychische Verletzungen erlitten haben, die sie kompensieren indem sie sich in Horden (ich sage bewusst Horden) zusammen raufen um auf Menschen rumzuhacken die anders sind als sie oder der Durchschnitt, weil die Menschen die sie sich aussuchen eher Einzelgänger sind. Deshalb bilden sie ein Kollektiv was zuerst unangreiflich oder bedrohlich scheint, weil sie in der Mehrzahl sind. Um hier nochmal meine Meinung zu nennen, dieses Verhalten find ich unter aller Sau und ist extrem feige.

Summa summarum in der Spiritualität gibt es zwei Arten von Bewusstsein, das Ego und die Seele. Das Ego ist da um das Überleben zu sichern und beschäftigt sich mit "Wie wirke ich auf andere? Wie sehe ich aus? Was springt für mich dabei raus?". Heutzutage kümmern sich die meisten Menschen um ihre Looks oder ihre Präsenz (Ego). Das die Seele dabei zu kurz kommt, die die Menschen akzeptiert wie sie sind und liebt egal was passiert, ist die Konsequenz davon.

Eine sehr interessante Frage, vielen Dank! =)


Kommentar von howelljenkins ,

Mobber sind Menschen die in ihrer frühen Kindheit schwere psychische Verletzungen erlitten haben, die sie kompensieren indem sie sich in Horden (ich sage bewusst Horden) zusammen raufen um auf Menschen rumzuhacken die anders sind als sie oder der Durchschnitt, weil die Menschen die sie sich aussuchen eher Einzelgänger sind. Deshalb bilden sie ein Kollektiv was zuerst unangreiflich oder bedrohlich scheint, weil sie in der Mehrzahl sind. 

jetzt mal ernsthaft ... diese form der verallgemeinerung ist ja schon gemeingefaehrlich. der ueberwiegende teil der sogenannten mobber hat keine psychischen verletzungen in seiner kindheit erlitten sondern das sind ganz einfach mitlaeufer.

horden von psychisch gestoerten raufen sich zusammen, um einzelgaenger niederzumachen? ... nee, iss klar.

das problem beim sogenannten mobbing sind die mitlaeufer und das sind die, die gar keinen primaeren grund haben, andere zu aergern, sondern sich ihrer peer-group anpassen (wollen).

Kommentar von ThePhoenix01 ,

Es tut mir leid das ich da etwas verallgemeinert hab, jedoch habe ich nicht gesagt das es sich um psychisch gestörte Horden handelt nur um Horden von Menschen, die andere ärgern weil sie Probleme mit sich selbst haben. Klar ich gebe ihnen Recht das es sicher auch Mobber gibt die absolut keine Idee haben wieso sie so etwas machen, wie sie sagten nur um dazu zugehören, jedoch muss einer der Menschen der Anführer sein und der hatte einen Mangel an etwas in seiner Kindheit erlebt was ihn in die Jugend folgte.

Antwort
von testflieger4, 34

Aussehen ist in unserer Gesellschaft ganz, ganz wichtig. Sonst kann man's vergessen, ein hübsches Mädchen zu bekommen!!!

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Naja aber es gibt auch noch ein paar einzelne darunter die nicht auf aussehen achten.

Antwort
von Frooopy, 77

In unserer Gesellschaft gibt es nicht nur Gesetze sondern auch Normen und Moralvorstellungen. Die Menschen denken in geistigen Schubladen. Sobald man nicht in eine solche Schublade passt, gilt man als "Sonderling". Dieses Verhalten basiert auf unseren Instinkten. Insbesondere dem Instinkt immer auf der Hut vor Gefahren zu sein. Im Grunde interpretiert das Kleinhirn alles was eben nicht in diese gesellschaftlichen "Schubladen" passt als Gefahr.

Leider schaffen es viele Menschen nicht diese irrationalen Gedanken zu steuern und reagieren spontan auf ihre Gefühle. Wenn du mit einem Handycap rumläufst, insbesondere was dein Verhalten angeht, distanzieren sich die Leute von dir. Weil sie denken du bist eine "Gefahr" für sie. Mit diesem Handycap bist du dann das "schwarze Schaaf".

Bestes Beispiel dafür ist das Phänomen der Pädophilie. Oute dich als pädophil-fühlender Mensch und die Leute bewerfen dich mit Steinen. Obwohl du faktisch weder Kinder missbrauchst noch gegen irgendwelche anderen Gesetze verstößt und bis dahin ein ganz normaler, in der Gesellschaft integrierter Mensch warst. Kurios nicht wahr? Nur weil man anderst ist, kann man in den Köpfen sofort ein "Verbrecher" sein. Homosexualität wäre ein anderes Beispiel aber da sind mittlerweile die Reaktionen nicht mehr ganz so heftig.

Wenn du dir die Haare schon bunt färbst, bist du "anderst". Der Mensch übersetzt Aussehen und Verhalten oder das bei ihm verankerte Wissen über einen Menschen mit dem wie er ihn behandelt. Das passiert meistens irrational und man kann selbst auch gar nix dagegen tun. Getrieben wird das von dem was er in seinem Leben lernt. Durch das soziale Umfeld, den Medien, der Politik etc.

Versuche dich an die gesellschaftlichen Gepflogenheiten anzupassen, sei ein Herdentier aber kein Lemming. So kommst du in der Regel ohne Mobbing-Attacken oder blöden Kommentaren von anderen durchs Leben. Ein bißchen anderst zu sein als die Mehrheit kann aber auch spannend sein. Die größen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte waren in irgend einer Form "anderst" als die anderen.

Viele Glück.

Kommentar von Nashota ,

Ein pädophil fühlender Mensch ist immer eine tickende Zeitbombe. Dagegen sind Homosexualität, bunte Haare oder auffälliger Körperschmuck Zuckerwatte.

Kommentar von rlstevenson ,

Ein pädophil fühlender Mensch ist immer eine tickende Zeitbombe.Dagegen sind Homosexualität, bunte Haare oder auffälliger Körperschmuck Zuckerwatte.

Diese Auffassung ist lediglich die aktuelle Gesellschaftsnorm. Noch vor 60 Jahren war das anders. Da war ein heterosexuell pädophil fühlender Mensch längst nicht so geächtet wie einer Homosexueller.

Und in den späten 70-ger bis frühen 80-ger Jahren war pädophile Fotografie durchaus anerkannt und wurde völlig unproblematisch als Poster vermarktet, nämlich die Fotografien des britischen Fotografen David Hamilton.

Kommentar von howelljenkins ,

paedophil und paedosexuell sind noch mal unterschiedliche dinge. 

und dieses "tickende zeitbombe"-gerede ist genau wie die vorstellung, dass man als homosexueller unbedingt auch homosexuell leben muss, weil man sonst irgendwann ueber leute herfaellt, ein hirngespinst.

Kommentar von Frooopy ,

Nein. Die gängige Meinung, dass primär pädophil fühlende Menschen an nichts anderes Denken als kleine Kinder zu vergewaltigen und dies dann auch irgendwann tun, ist statistisch und somit faktisch absolut unbegründet.

Genau das Gegenteil muss der Fall sein, wenn man die Statistiken bezüglich sexueller Kontakte von Erwachsenen zu Minderjährigen betrachtet. Die Fälle von nachgewiesenem sexuellen Missbrauch werden auch meistens von Erwachsenen begangen, deren primäre sexuelle Ausrichtung eher heterosexueller Natur ist. Insbesondere an Mädchen. Statistisch gibt es maximal ~200.000 Menschen mit entsprechenden Neigungen in Deutschland. Nur ein sehr geringer Teil davon wird nachweislich in der Zielgruppe übergriffig.

Antwort
von Nutzer8888, 33

Die einzige Antwort darauf ist:

Der Mensch ist böse. Von allen Lebewesen auf dem Planeten ist der Mensch das einzige, das zu dumm für seine Intelligenz ist.

Wir haben es geschafft Sprache, Schrift und eine Gesellschaft zu entwickeln. Aber 90% von uns (und ich schließe mich selbst hier auch nicht aus) sind zu dumm für unsere Errungenschaften. Der Mensch ist von Grunde aus egoistisch, hasst Veränderungen, ist neidisch und gierig, nutzt seine Macht aus und unterdrückt andere, nur weil der Großteil von uns zu inkompetent ist, die zuvor genannten Aspekte (Sprache, Schrift, Gesellschaft) auf die richtige Art und Weise zu nutzen. Wir könnten so viel erreichen, aber das werden wir nicht, weil wir Menschen sind.

Der Grund warum Menschen so sind und andere mobben ist ganz einfach, weil wir so geboren wurden. Wir wurden als Mensch geboren, wir leben als Mensch. Es gibt nur Leute, die andere mobben, weil sie wie der Rest der Welt einfach zu dumm für unsere Gesellschaft geboren wurden.

Es gibt leider nur extrem wenige Ausnahmen, ich kenne nicht einmal persönlich jemanden, auf den keiner der Charakterzüge zutrifft.

Antwort
von FelinasDemons, 81

Viele meinen, sie schauen auf die inneren Werte. Aber nur bei den wenigsten stimmt das. Es gibt eben ein Ideal Bild,wer eben nicht dazu passt wird entweder ignoriert oder deswegen fertig gemacht. Ich persönlich finde es richtig widerwärtig Menschen mit "Handicaps"/Behinderung zu mobben. Allgemein finde ich,dass Mobbing eine Sache ist,du nur hirnlose Primaten machen. Mobben tun viele um sich besserzu fühlen als das Opfer,um in der Gruppe dazuzugehören oder weil sie es lieben andere zu verletzen (psyschich und physisch) Das muss man wirklich nicht verstehen...
Gegen Oberflächliches Denken kann man eigentlich nichts tun. Einfach hoffen,dass man auf die richtigen Menschen trifft,die das Innere erst kennen lernen wollen, statt das Äußere direkt zu verurteilen.

Antwort
von PlueschTiger, 78

Hallo TuttiFrutti1994

die einzigen die dir das beantworten können sind Mobber selbst. Doch bei einigen ist es wohl schlichtes, sich Größer machen als man ist, da der Mobber sich dann über sein Opfer stellt und oft genug findet er anklang damit.

Es gibt sehr oft Vorurteile gegenüber Leuten mit Handycaps oder anderem Aussehen, als man sich es vorstellt. Ist man gleich ein "schwarzes Schaf"

Auch wenn es den Betroffenen nicht gefällt, ein Teil der Betroffenen ist an dem Problem selbst schuld. Ich kann die Betroffenen verstehen, auch sie wollen all das machen können was andere machen, doch es gibt grenzen. Man kann nicht alles für 50 oder 100 verschiedene behinderungsarten anpassen und das überall. Es ist schlicht nicht möglich. Das viele es dennoch ordern bringt einige Leute die zum teil sogar tolerant sind, auf die Palme.

Ein weiteres Problem sind auch wieder die Beeinträchtigten selbst, aber für sich selbst. Ich habe es hier bei einem mal erlebt. Ich war nur neugierig und wollte wissen wie er oder sie mit der Behinderung, die nicht mal sichtbar ist zurecht kommt, Reaktion war rummotzen, als wolle ich mich auf kosten derer Lustig machen. Oft genug interpretieren Behinderte Interesse, Neugier und der Gleichen als Abwertend, Diskriminierung und der gleichen, obwohl sie in dem Moment nicht vorhanden sind. Dieses verhalten kann auf Dauer andere Nerven. So mancher Behinderte macht sich mit seiner Opfer Fixierung das Leben selbst schwer und interpretiert harmlose oder eigentlich sogar gewollte Reaktionen als abwertend.

Gruß Plüsch Tiger

Antwort
von paranomaly, 104

Ein Großteil hält an einem einheitlichen Gesellschaftsbild fest. Quasi wenn man dazu gehören möchte, dann muss man bestimmten Kriterien entsprechen, damit man akzeptiert wird von den anderen. Denn wenn man manche Kriterien nicht erfüllt, dann passt man in vielen Augen nicht in die Norm.  

Und da man ja zu dem Rest dazu gehören will tut man alles damit man ins Normbild passt.

Antwort
von soprahin, 46

Ich kann solche "Menschen" auch nicht verstehen. Aussehen ist nicht wichtig, sondern Persönlichkeit. Und solche von Dir genannten Persönlichkeiten sind abstossend und eklig.

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Jap. Die meisten sagen ja es kommt nur auf den Charakter an.. Sehe ich leider viel zu wenige von 

Antwort
von GebratenesSchaf, 62

Die meisten Menschen die andere mobben haben selber probleme und wenn sie jemand runter machen dann fühlen sie sich besser. Das sind ganz arme Menschen. Und das Aussehen wird leider immer wichtiger in der heutigen Zeit, auch wenn viele sagen ihnen ist das aussehen egal. 

Antwort
von Tilgung, 212

Mobbing ist als Gemeinschaftserfahrung zu verstehen bei der, der gemobbte Abgewertet wird und bei der die Mobbenden sich selbst aufwerten.

Was mit dem Opfer ist, das ist den Tätern egal. Sie machen eine Ausbildung, studieren, arbeiten und gründen eine Familie, wärend die gemobbten nicht selten Jahre mit Therapien verbringen und/oder Selbstmord begehen.

Das Mobbing hat für die Täter den Vorteil, dass sie sich natürlich innerhalb einer Gruppe etablieren, nicht selber zum Opfer werden und natürlich sich über ihre eigenen Komplexe hinwegtrösten können. Denn Personen die gerne Sticheleien anfangen, wo sie nur können sind häufig selbst diejenigen, welche man innerhalb von 5 Minuten zum weinen bringen kann.

Warum z.B. Behinderte als Opfer? Nun Täter suchen sich keine Gegner und bei Menschen mit einer Behinderung kann es vorkommen, dass sie innerhalb einer Gemeinschaft nicht ganz etabliert sind und sich nicht auf den Schutz der Gruppe verlassen können. Zudem vermuten die Täter sicherlich ein geringeres Selbstvertrauen bei dem Opfer.

Antwort
von pflanzengott, 25

Hey,

ich kenne ja dein unmittelbares Umfeld und deine Mitmenschen nicht genau. So wirklich nachvollziehen kann ich das was du da schreibst aber nicht. Es fängt schon mit dem Begriff der Gesellschaft an und damit, dass du sie in Bezug auf das Thema Mobbing unter Generalverdacht stellst.

Eine Gesellschaft ist ein komplexes System, bestehend aus unterschiedlichen Akteuren. Wie soll eine Masse von 80 Millionen Menschen in der Lage sein, dich zu mobben, wenn dich mehr als 99% der Personen wahrscheinlich gar nicht kennen?! Dir muss klar werden, dass diese Ansicht aus höchst subjektiver Anschauung von dir in den Raum gestellt wurde, ohne das faktisch etwas daran stimmen kann. Es handelt sich um dein subjektives Empfinden.

Vorurteile gibt es in Gesellschaften seit sie existieren, und auch sie sind größtenteils durch gruppendynamische Faktoren teilweise legitimierbar. Wichtig ist aber, bestehende Vorurteile nicht als Waffe zu missbrauchen, die gegenüber anderen Gruppen Gewalt ausführt. In der richtigen Anwendung sind Vorurteile überaus konstruktive Stützen bezüglich des Einschätzens von Situationen.

Beim Thema Mobbing gebe ich dir natürlich uneingeschränkt Recht. Das ist ein sehr umfangreiches und auch noch aktives Problem, in vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Institutionen. Es ist aber weniger die Gesellschaft die aktiv mobbt, weil sie als aktiver Part an der Unterstützung von Depressionen anderer beteiligt ist; vielmehr ist der mobbende selbst mit seiner gruppendynamischen Situation überfordert und steigert sich durch psychologische Effekte in seine Krise hinein. Das ist es was Mobber menschenverachtend gnadenlos als ihre Verstärkungsfunktion ansehen. Es wirkt oft so, als löse der Gemobbte nach einer gewissen Zeit die mobbenden in ihrer diskriminierenden Art ab, allerdings nur, weil durch das eingehende Schlechtmachen der Mobber, der gemobbte in einen Teufelskreis gezwungen wird, der ihn psychisch an die Grenze der Belastbarkeit zwingt.

Lg Nikolai

Kommentar von TuttiFrutti1994 ,

Ich habe gesagt ich kenne Mobbing, da steht nichts von allen Leuten.... 

Eine Gesellschaft ist ein komplexes System, bestehend aus unterschiedlichen Akteuren. Wie soll eine Masse von 80 Millionen Menschen in der Lage sein, dich zu mobben, wenn dich mehr als 99% der Personen wahrscheinlich gar nicht kennen?! Dir muss klar werden, dass diese Ansicht aus höchst subjektiver Anschauung von dir in den Raum gestellt wurde, ohne das faktisch etwas daran stimmen kann. Es handelt sich um dein subjektives Empfinden.

Antwort
von Maimaier, 26

Konkurrenz

Antwort
von healey, 39

Also ich würde sagen das da auch die Werbe - und Modeindustrie mit schuld ist die ein bestimmtes Bild vom Aussehen der Menschen vorgibt.  

Antwort
von Belladonna1971, 64

umgekehrt wird ein Schuh daraus!

Die eigentliche Frage ist doch: was strahlst Du aus, dass Du so behandelt wirst? Wie denkst DU über Deine Mitmenschen? Alleine diese wenigen Zeilen strotzen nur von Vorurteilen- und diese nehem die Mitmenschen wahr.

Ändere Dein Bild über Deine Mitmenschen und Du wirst ganz andere Menschen begegnen! Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche- auch wenn ich hier nicht Pirvates offen lege.

Ich kenne genügend dicke Menschen und auch körperlich schwer beeinträchtigte. Es kommt immer auf uns selbst an.

Beobachte mal DEin Denken über Deine Mitmenschen und natürlich Deine Gedanken über Dich selbst. Sie können nicht wohlwollend und freundlich sein. Hier musst  Du beginnen, wenn Du was ändern willst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community