Wie werde ich mit der Trauer fertig :(?

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9 Antworten

Akzeptiere er mal die Trauer. Wenn man nicht richtig trauert, also z.B. das Weinen unterdrückt, kann die Trauer später zu einem unpassenden Zeitpunkt wieder aufbrechen. Das kann passieren, wenn Du Motorräder siehst oder hörst, oder jemand etwas sagt, das Dein Onkel auch so gesagt hätte (Formulierung, Sprichwort etc.).

Lass auf jeden Fall, wenn Du alleine bist, die Trauer, also auch die Tränen, zu. Es ist normal, dass die Trauer in Wellen kommt und man mal ganz gut mit der Situation zurecht kommt und an anderen Tagen gar nicht.

Abschließen: Rede mit anderen über Deinen Onkel, besuche noch mal Orte, an denen Du etwas Schönes mit ihm gemacht hast, sieh Dir Fotos oder Videos an.

Rede mit den Lehrern. Wenn Du im Unterricht weinen musst, kannst Du sicher kurz rausgehen und das auf dem Flur oder auf dem WC tun, falls es Dir peinlich ist. Frage den Klassenlehrer, ob es okay wäre, in dem Fall kurz ohne Kommentar raus zu gehen, und falls ja, ob er das mit den anderen Lehrern besprechen kann. Solche Situationen können durchaus noch ein halbes oder ein Jahr lang auftreten, aber nicht dauernd. Es kann auch sein, dass Du plötzlich an Deinen Onkel denken musst und Dir dann die Tränen kommen. Das ist ganz normal und deshalb musst Du Dich nicht schämen.

Schreibe evtl. Deine schönsten Erinnerungen an ihn auf, vor allem aus der letzten Zeit. Später hat man viele Details vergessen.

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Hallo,

ich kann verstehen, dass Du traurig bist. Du kannst mit einer Person darüber reden, der Du vertraust. Wenn Du nicht mit einer Person reden möchtest, die Du kennst, dann gibt es im Internet und über das Telefon anonyme Seelsorge, die auch nichts kostet.

Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod. Dies bringt Hoffnung und Trost. Wenn Du an einigen Gründen/Argumenten interessiert bist, um daran zu glauben, dann kannst Du mich hier fragen.

Alles Gute

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Spreche mal mit deinen Eltern darüber und gehe mal mit denen zu nem Psychologen. Wenn du es sonst nicht wirklich verkraften kannst

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Kommentar von Lilly2809
11.06.2016, 19:19

Einen Psychologen sollte man aber nicht nach ein paar Tagen konsultieren. In den ersten Wochen und evt. auch Monaten ist es normal, dass die Trauer noch tief sitzt.
Erst, wenn man das Gefühl hat, dass es sich gar nicht bessert, bin ich deiner Meinung, da sollte man sich definitiv Hilfe suchen .

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Kommentar von kach110
11.06.2016, 19:20

Deswegen habe ich ja geschrieben wenn du es sonst nicht verkraften kannst

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Indem Du Dir Zeit lässt. Was Du beschreibst ist die völlig "normale" Reaktion auf so einen Schock. Ein gesunder, mit Freude lebender Mensch ist weg. Was mir geholfen hat war reden, reden, reden. Aber eine schnelle Lösung wirst Du nicht finden. Du kannst ihn ehren und respektieren, indem Du echte Trauer empfindest. Der Schmerz vergeht irgendwann, was auch normal ist.

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Ich würde mich mit den Verwandten austauschen, das kann wirklich helfen, nach einigen Gesprächen fällt einem oft eine Last von den Schultern.

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Das ist gerade mal ein paar Tage her. Da kannst du keine Wunder erwarten und frei von Trauer sein.

Trauer braucht nun mal seine Zeit. Und keiner kann dir sagen, wie lange. Oder vorschreiben, wie du angemessen trauern sollst. 

Das muss jeder mit sich selber abmachen. 

Wenn du dir Hilfe erhoffst, kannst du in eine Trauergruppe gehen. Da triffst du auf Leute, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Und ihr könnt euch gegenseitig aufbauen. Bekannte haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. 

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Ich kann da aus Erfahrung sprechen. Vor drei Jahren habe ich meinen Vater verloren und gerade vor ein paar Monaten einen Arbeitskollegen, der wie ein Papa war.

Rede über diese Person, denke an schöne Zeiten mit ihm, rede über lustiges, schönes etc. was du mit ihm erlebt hast. Reden hilft unheimlich und auch sich an schöne Momente erinnern. Und wenn du weinen willst, dann weine. Das ist normal und wenn die Emotionen raus müssen, dann lass sie raus. Alles andere macht dich nur fertig.

Und glaub mir, die Zeit heilt Wunden.

Es wird immer wieder Zeiten geben, auch Jahre später, wenn dich Erinnerungen an ihn überkommen, die dich wieder traurig machen, aber das ist ganz normal.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

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Hallo,

es sit schon mal gut, dass Du den Tod akzeptierst.

Um nun aber den Verlust Deines Onkels zu verkraften, würde ich Dir empfehlen, mit Deinem Onkel nochmal Zwiesprache zu nehmen, im Stillen. Folgende Vorgehensweise:

Versuche dies in einer Art "Meditation" zu machen: Setze Dich hin, versuche dabei ruhig und entspannt zu werden und dann stelle Dir Deinen Onkel vor, sowie Du ihn in Erinnerung hast. Stell Dir also vor, wie er bei Dir ist und kommuniziere mit ihm. Sage ihm alles, was Du ihm gerne sagen möchtest und bleibe sitzen und warte. Evtl. bekommst Du ein Gefühl, d.h. Dein Onkel ist bei Dir.

Hoffe ich konnte Dir helfen. 

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Mein Beileid ._. lenk dich ab, aber die Trauer vergeht schon mit der Zeit....da kann man meiner Meinung nach nix dagegen machen.

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