Frage von worldwidehx, 68

Wie werde ich mit dem Tod eines guten Freundes fertig?

Guten/Schlechten Tag, heute morgen habe ich erfahren, dass ein guter Freund von mir Suizid begangen hat ..... kann man leider nicht ändern...
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und denke, dass ich dementsprechend ziemlich lange brauchen werde, um diesen Verlust zu verarbeiten und so würde ich mich über ein paar Ratschläge freuen, die mir helfen, mich abzulenken...

Liebe Grüße

Antwort
von Pusteblume8146, 11

Erstmal mein herzliches Beileid...:/ so etwas ist immer schlimm, gerade noch wenn es kein natürlicher Tod ist.

Ich denke, der Tod ist für uns alles etwas unfassbares und gerade weil man im Alltag wenig mit diesem Thema zu tun hat, ist es so erschütternd wenn es dann doch so ist. Ich weiß ja nicht, ob du gläubig bist. Ich zb fühle mich nicht 100% ig zu einer bestimmten Religion hingezogen, aber ich glaube ganz fest daran, dass es 'da oben' etwas gibt und dass die Seele für immer weiter lebt. Ich sage in Gedanken auch oft einfach 'Danke' obwohl ich nicht weiß, wem ich das sage. Ich glaube, dass es danach einfach eine andere Form von Existenz ist.

Du kannst dir vorstellen, dass dein Freund dich sieht und von oben auf dich herunter schaut. Rede mit ihm (wenn dir das lieber ist in Gedanken) als ob er hier wäre. Sage ihm alles, was du ihm zu Lebzeiten gerne gesagt hättest. Du kannst ihn auch in dein alltägliches Leben mit einbeziehen. Sage im Gedanken 'Ach xy, ich weiß, du würdest jetzt auch lachen'. Du musst dich nicht endgültig verabschieden.

Denke auch daran, dass er das Beste für dich wollen würde. Genieße dein Leben trotzdem weiterhin (natürlich darfst du auch trauern, das ist ganz normal! Aber lass dich davon nicht einnehmen.). Denke daran: irgendwann wirst du auch da sein, wo er ist.

Ganz wichtig auch: schreibe dir auf keinen Fall Schuld zu a la 'ich hätte besser aufpassen müssen und etwas merken müssen'. Man kann nie in einen Menschen hinein sehen und so traurig es ist, dich trifft keine Schuld daran. Denke daran, dass er jetzt befreit ist von seinen Sorgen und dass er es jetzt besser hat.

Alles Gute für dich :)

Kommentar von worldwidehx ,

Vielen Dank für deine Ratschläge und dein Mitgefühl <'3

Kommentar von Pusteblume8146 ,

Gerne <3

Antwort
von MojoT, 10

Das macht die Zeit Rede mit gleich leidenden und Versuch erstmal alles zu verdauen , nimm dir Zeit und leb dein Leben weiter ich denke dein Freund würde nicht wollen das du dein Leben wegen seinem Tod schleifen lässt :)
Du musst es ja nicht vergessen aber Versuch einfach mal mit ihm zu reden ganz für dich im Kopf oder sag es in den Himmel sowas hilft immer denn dein Kopf kann mit Problemen besser umgehen wenn du dich damit auch beschäftigst !
Wenn du es verdrengst kann es nicht gut enden :)

Antwort
von Philipp59, 5

Hallo worldwidehx,

das tut mir sehr leid! Mein herzlichstes Beileid! So etwas ist nicht einfach zu verkraften. Einen geliebten Menschen zu verlieren ist zweifellos eine traumatische Erfahrung. Gerade am Anfang ist es besonders schwer.

Möglicherweise fühlst Du Dich innerlich leer und empfindungslos, oder plötzliche Stimmungsschwankungen und Weinkrämpfe machen Dir zu schaffen. Nun liegt ein längerer Weg der Trauer vor Dir. Der Prozess des Trauerns läuft bei jedem Menschen anders ab. Vielleicht sagen Dir manche, Du würdest zu viel oder aber nicht genug trauern. Versuche Dich durch solche Äußerungen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Die Anderen haben kein Recht, Dir vorzuschreiben, wie Du zu handeln oder zu empfinden hast. Auch wenn die Art zu trauern bei jedem anders ist, kann jedoch manchmal auch folgender Fall eintreten. Es könnte nämlich sein, dass Du nicht in der Lage bist, Dich mit der Realität Deiner Situation abzufinden. Falls das je bei Dir der Fall sein sollte, wäre es gut, die Hilfe mitfühlender Freunde zu suchen. Das offene Gespräch mit anderen könnte ein Ausweg aus dieser Sackgasse sein.

Einem Trauernden stellt sich auch immer wieder die Frage, wie er am besten mit der Situation umgehen kann. Ist es z. B. normal, Schuldgefühle zu haben oder zornig zu sein? Oder ist es richtig, die Gefühle der Trauer zu unterdrücken und den Starken zu spielen?

Manche, die mit einem Verlust fertig werden mussten, haben gemerkt, dass es gut ist, seine Trauer zu durchleben. Warum? Es kann den Druck erleichtern, wenn man seine Gefühle heraus lässt. Diese Gefühle jedoch zu unterdrücken, mag in körperlicher und auch in seelischer Hinsicht großen Schaden anrichten. Dazu, die Trauer zu durchleben, gehört auf jeden Fall zu reden!

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Das, was einem Trauernden jedoch am meisten hilft ist das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zurückzubringen. Jesus beschrieb das einmal mit folgenden Worten: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Die Bibel spricht hier von der Auferstehung der Toten. Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute.

Ich selbst habe vor wenigen Jahren meine beiden Elternteile und meine Schwester verloren und finde bis heute in dem eben zitierten Text Trost. Ich habe außerdem schon oft festgestellt, dass ein persönliches Verhältnis zu Gott manches besser ertragen lässt. Wenn man sich glaubensvoll im Gebet an ihn wendet, dann ist er nicht nur ein passiver Zuhörer, sondern kann einem die Kraft geben, mit allem fertig zu werden.

LG Philipp

Antwort
von dg0815, 10

Ersteinmal mein herzliches Beileid... sowas ist echt nicht schön.

Ich spreche aus eigener Erfahrung und musste irgendwann auch aktzepierten, dass das Leben weitergeht. Ich wahr viel mit Freunden unterwegs und hatte Spaß, das hat den Tag schonmal überdeckt. Am Abend habe ich trotzdem noch an die Person gedacht und zwar fast 2 Wochen lang. Man darf die Person ja nie vergessen und sie soll ja auch immer in dem Herzen bleiben. Aber das wird schon und ich hoffe für dich das du nur daraus lernen kannst mit so etwas umzugehen da sicherlich noch mehr Tode auf dich zukommen werden.

Einen schönen Abend noch und viel Erfolg!

Kommentar von worldwidehx ,

Danke für dein Mitgefühl <3

Antwort
von comhb3mpqy, 2

Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das
Telefon kostenlose Seelsorge. Auch kannst Du zu einem Psychologen gehen.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Antwort
von Feuerherz2007, 10

Das vergeht nur mit der Zeit, das kann man nicht beschleunigen. Ich würde mir als Freund aber Gedanken darüber machen, ob ich als Freund dies nicht hätte verhindern können, diese Frage ist was mich interessieren würde, sonst nichts.

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