Ich habe seit 25 Jahren einen Führerschein. Vor Jahren hatte ich einen Unfall, unverschuldet. Ich habe lange Zeit gar nicht mehr gefahren und traue mich wieder im Stadtverkehr zu fahren. Aber Autobahnen sind für mich schon Tage vorher Stress pur. Was kann ich machen? L.G.

Nimm einfach ein paar Fahrstunden, das hilft mit Sicherheit.

Eine Therapie gegen den Schock, der noch tief sitzt. Das bringt viel.
Luise am 8. März 2008 00:23 Meine Cousine hatte vor 4 Wochen einen brutalen Unfall und einen super Schutzengel. Haarrisse in allen möglichen Knochen, Schleudertrauma, Auto Totalschaden - die Beifahrerseite nicht mehr vorhanden...Sie hatte solche Panik danach, war gleich zur Therapie, konnte sich das erst gar nicht mehr vorstellen, aber fährt wieder, fast als wäre nichts gewesen.
Das würde ich mir auch wünschen, aber wenn ich einen LKW sehe, setzt bei mir alles aus..... nächste Möglichkeit rechts ran, erst mal laufen, laufen, laufen, bis es besser ist. L.G.
Luise am 8. März 2008 00:54 Da musst Du unbedingt was machen, das macht so ja keinen Spaß. Ist nicht schwer, ist nicht schlimm und hilft so viel. Geh zum Arzt und lass Dich überweisen. Alles Liebe. Und nimm Findus gleich mit.
autobahnen sind einfach, wirklich! du brauchst eigentlich nur hohe konzentration bei auf- oder abfahrten. wenn du drauf bist bleibst du auf der rechten spur und schwimmst mit 90- 95 km/h einfach mit. das machst du bis zur nächsten abfahrt und dann gleich runter. erweitere diese touren von abfahrt zu abfahrt jedoch ohne ziel, damit du keinen zeitdruck hast. wirst sehen das es nicht schwer ist.

MIr ist das gleiche (Unfall) vor 4 Jahren passiert und ich bin in den folgenden Jahren nur im Urlaub (Büsum) die ruhigen Strecken auf den Landstrassen gefahren. Dann habe ich mich vor 2 Jahren an die Autobahnstrecke nach Hamburg gewagt und werde in diesem Jahr versuchen, eine grössere Strecke von Kassel nach Braunschweig zu übernehmen.
Also was bei mir das Prinzip, ersteinmal wieder kleine Strecken fahren und das in entspannter Atmosphäre. Wenn dann eine gewisse Sicherheit wieder da ist, eine kleine Autobahnstrecke probieren, und dann immer ein wenig mehr "trauen"...
Ich wünsche Dir, dass Du deine Angst überwinden kannst... (und mir wünsche ich das für mich auch )

Kraudischen, denk daran, dass Autobahnen die sichersten Strassen auf der Welt sind. Meine Frau hatte auch, aus eigener Blödheit verschuldet (anders kann man es nicht sagen), ein paar Jahre nicht gefahren. Danach hat sie in einer Fahrstunde zwei Fahrten gemacht (sie hat da sogar einen Sonderpreis vereinbaren können); und im Anschluss daran habe ich zuerst am Wochenende mit ihr auf einem leeren Supermarkt-Parkplatz die üblichen Stadt-Situationen geübt. Danach wiederum bin ich mit ihr am Sonntagmorgen (praktisch ohne Verkehr) auf ruhigen Landstrassen gefahren und uns immer näher an Landschaften mit "geschlossener Bebauuung herangestastet". Schließlich sind wir so in den Außenbezirken der Stadt "gelandet"...und sie hat es nicht mal gemerkt.
das ist noch nachvollziehbar,nur therapeuten und farschulen würde ich nicht mein geld in den rachen werfen. wozu gibt es freunde und bekannte, die handbremse sollte jedoch 100% sein.

Ich stimme mit Luise überein - ein paar Fahrstunden nutzen dir wenig, denn der Schock scheint noch sehr tief zu sitzen. Obwohl du ja eigentlich, wenn man das recht betrachtet, absolut patent und richtig gehandelt hast in dieser bedrohlichen Situation, das ist schon beachtlich, Hut ab. Eine Therapie muss gar nicht lange dauern, wenn du einen Therapeuten findest, der die sog. "Fast Phobia Cure" Technik aus dem NLP beherrscht. Richard Bandler, der Erfinder dieser Methode, meinte dazu einmal, er könne einfach Phobien nicht langsam heilen, das menschliche Gehirn funktioniere nun einmal nicht so... Ein anderer Ansatz wäre die EFT Technik, eine Klopfakupressur, die sich ebenfalls bei Ängsten und Phobien gut bewährt hat. Viel Erfolg und gute Fahrt!

Ich würde ein paar Fahrstunden nehmen, um die alte Sicherheit wiederzuerlangen und die Angst loszuwerden.

neben ein paar Fahrstunden würde ich vielleicht auch ein Sicherheitstraining machen. Vielleicht gibt dir das auch etwas Sicherheit.

Du wirst die Angst nur durch das "Tun" also das Fahren überwinden. Wenn Du es nicht alleine schaffst, dann evtl. mit einem Menschen, dem Du vertraust, einem Fahrlehrer oder auch (wenn das alles nichts hilft) mit einem Therapeuten. Ich wünsch Dir viel Erfolg und gute Fahrt!

Nach diesem Schock, musst du dein Selbstvertrauen wieder finden. Deshalb rate ich dir auch, 2-3 Fahrstunden zu nehmen.
Glaub nicht, denn ich habe am Stauende den LKW ranrauschen sehen. Ich habe mein Auto Zielsicher in die Leitplanke gefahren. Die Autos, die vor mir standen, da half nur noch ein Gebet, das werde ich nicht mehr los. L.G.
und das war die beste entscheidung. du hast alles richtig gemacht und in einer solchen situation beispielhaft reagiert. wie oft in folge gewinnt man im lotto? du bist nicht für die fehler von anderen verantwortlich, schieb deinen hintern auf die bahn und probiere es.