Frage von Dh4nor7, 61

Wie werde ich krankhafte Angst vor Krebs los?

Hallo liebe Community, Ich habe seit ungefähr 2 Monaten einfach richtige Angst an Krebs zu erkranken. Es fing damit an dass ich einen geschwollenen Lymphknoten hinter meinem Ohr ertastet habe (der noch immer da ist). Ich war dann beim Arzt und er hat auch einen Bluttest gemacht wo aber nichts auffälliges zu finden war. Daraufhin war ich erstmal erleichtert. Ein Tag später jedoch plötzlich die Angst Brustkrebs zu haben. Gott sei Dank hatte ich 4 Tage später eine Brust Op und so auch einen brust Ultraschall wo auch, die Eierstöcke, die Gebärmutter und Blase kontrolliert wurden. Dann war ich also wieder erleichtert. Jetzt 4 Tage nach der Op habe ich noch Halsschmerzen und bilde mir jetzt ein, dass i.was mit meiner Schilddrüse ist. Ich drücke schon die ganze Zeit rum und gucke ob ich knoten finde. Obwohl ich ja auch vor der Op am Hals abgetastet wurde. Jetzt tut mein Hals einfach nur weh und meine Angst wird größer. Ich weiß, dass meine Angst krankhaft ist, aber ich will auch nicht wieder zum Arzt rennen und fragen ob er mich zum Psychologen überweisen kann (War schon mal mehrere Jahre wegen Angstzuständen mit anderen Gründen beim Psychologen). Außerdem hat die Krankenkasse mir schon die Brust Op bezahlt und hat bestimmt kein Bock mir jetzt noch den Psychologen zu bezahlen...Ich weiß, dass ich mir viel zu viele Sorgen mache, aber ich bin nun mal sehr ängstlich und im Moment macht mir diese Krankheit sehr viel Angst. Ich denke mir auch dann oftmals "scheiß drauf und lebe einfach dein Leben. Du kannst eh nicht kontrollieren ob du daran erkrankst." Aber dann denke ich im nächsten Moment wieder "Wenn du zur Vorsorge gehst kannst du es früh erkennen und dann sind die Heilungschancen evtl. viel größer" In meiner näheren Verwandtschaft ist auch niemand an Krebs erkrankt. Von beiden meiner Opas die Geschwister hatten Krebs aber auch erst im hohen Alter. Und mein einer Opa hatte einen gutartigen Tumor vor ein paar Jahren. Trotzdem denke ich, dass krebs ja nicht nur vererbbar ist und auch einfach so auftreten kann. Und als ich mir die Zahl der Erkrankten im Jahr angeguckt habe wurde mir regelrecht schlecht. Es ist ein ewiger Teufelskreis...Ich bin "erst" 18 geworden und meine Mutter und mein Freund wissen von meiner Angst...Aber wirklich helfen können Sie auch nicht. Ich weiß nicht was ich von euch hören will.. Vielleicht wollte ich es einfach loswerden und fragen ob es auch noch Leute gibt die diese Angst haben. Haltet mich jetzt bitte nicht allzu verrückt... Liebe Grüße

Antwort
von gschyd, 17

Du könntest Dir einen positiven (!) Satz aussuchen (sozusagen wie ein Motto)

  • etwas wie *ich bin gesund und bleibe es auch", "mein Leben ist gut" ...
  • nur mit positiven wörten (leben, gesund, gerne, gut, Freude ...)
    - ohne "nicht", "kein", "krank", "krebs" etc
    also nicht "ich habe keinen Krebs" oder "ich will nicht krank sein"

und immer wenn Du merkst, dass Deine Gedanken in Richtung Krankheit gehen und Deine Ängste kommen sagst Du "Stop" und dann Dein Motto

Mir half das mal in einer sehr schwierigen Situation :)

Wenn Du es aber nicht selbst ändern kannst, solltest Du fachliche Unterstützung (Therapie) beanspruchen.

Antwort
von unpolished, 15

Hypochonder? Man sollte vielleicht einfach aufhören sich über solch Krams nachzudenken. Machst dich ja selber nur verrückt damit. Und der Körper neigt dann dazu tatsächlich krank zu werden. 

Kommentar von Wahchintonka ,

wenn das so einfach wäre. für aussenstehende, die so ein Problem nicht kennen, ist das leicht gesagt

Kommentar von unpolished ,

Leicht gesagt? Ich habe im April Krebs sei Dank einen Hoden verloren, kann keine Kinder mehr zeugen. Meine Familie ist Krebsverseucht. Ich muss bezeiten noch mal in die Röhre um checken zu lassen, ob sich da "Auffälligkeiten" in meiner Lunge vergrößert haben. Und ich denke trotzdem nicht drüber nach und mach mich verrückt. Also was willst du mir erzählen? 

Antwort
von Wahchintonka, 22

du hast kein vertrauen zu deinem Körper, denn der und insbesondere das immunsystem bewahrt uns vor krebs - auch wenn das bei manchen leuten schiefläuft. ständig entstehen in unserem Körper Krebszellen - auch bei völlig Gesunden - nur werden die von körpereigenen immunzellen, den sogenannten killerzellen aufgespürt und erledigt. dieser vorgang läuft natürlich viel komplizierter ab, wie ich es zu beschreiben vermag. durch deine Angststörung, verbunden mit Hypochondrie, machst du dir das leben nur noch schwerer. du hast kein krebs - und wenn er kommt, dann kommt er. du brauchst deswegen psychologische/psychiatrische hilfe. Das zahlt auch deine krankenkasse, wenn es dein Arzt verordnet.

Kommentar von Dh4nor7 ,

Danke erstmal für die Antwort. Anscheinend kennen sie sich gut aus, deshalb habe ich da nochmal eine Frage wegen der Überweisung. Wenn ich vor ein paar Jahren schon mal eine Überweisung vom Arzt bekommen habe, kann ich mich dann einfach bei meiner Psychologin melden? Oder muss ich mir eine zweite Überweisung holen? 

Kommentar von Wahchintonka ,

ja, neu holen. kein problem

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