kaempferdersonne am 04.12.2007 um 14:17 Uhr
wir leben in einer freien welt, aber sind wir denn auch wirklich so frei? ich denke dass alles determistisch ist ursache und wirkung, können wir daraus oder muss man unter der freiheit etwas anderes verstehen.
wenn ich frei von süchten und drogen bin und selber entscheide was ich tu und was ich denke, bin ich dann auch frei. geht noch mehr?
...Wirklich frei bin ich erst, wenn Kummer und Sorge mich umnachten, und ich mich dennoch frei und ungebunden über sie erhebe...., das ist nicht von mir, ich habe es einmal gelesen.
Wenn mich die Schwierigkeiten meines Lebens nicht aus der Bahn werfen, wenn ich eine Gelassenheit entwickelt habe, die es mir gestattet, alles, als gut anzusehen, dass alles gebraucht wird, eine Bedeutung hat, für mich und für andere, denn ich lebe in einer Welt der Gegensätze, wenn es das Böse nicht geben würde, konnte ich das Gute nicht erkennen, wenn ich in jeder Situation in meiner Mitte bin, wenn mich das Verhalten anderer Menschen nicht mehr aufregt, jeder darf so sein wie er möchte, er muß nur für sich selbst die Verantwortung übernehmen, dann bin ich frei..., nicht mehr abhängig von anderen und deren Befindlichkeit...das wünsche ich mir...alles ist gut..und mich braucht im Grunde nichts aufzuregen, von einer höheren Warte aus gesehen, gibt es sowieso nicht die Probelme, die nur meinem Ego entspringen..alles ist gut und richtig und wird gebraucht.....

Freiheit ist eine Illusion.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:33 manchmal fühle ich mich aber frei, wenn ich nichts tu, ausser zu dneken, denn da redet mir nieman rein, ich kann frei denken,
Kabark am 4. Dezember 2007 14:48 Dann is ja gut.

Indem ich meine Lebens-Planung selbst in die Hand nehme und versuche, die Beeinflussungen zu erkennen und zu minimieren.
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:23 gute meinung

Die Frage nach der Freiheit ist fast so alt wie die Menschen selbst (am Anfang hatten sie noch andere Sachen zu tun...zum Beispiel Beeren werfen oder die Frau vom Nachbarn klauen). Die Illusion einer Freiheit kommt gleich mit den Gedanken Descartes, dass alles um uns herum Sinnestäuschung sein könnte und damit die Welt darauf reduziert, dass er sich nur seines zweifelnden Ichs sicher sein kann. Der Determinismus, neu wieder in die Diskussion gekommen durch das Libet-Experiment und dessen Auslegung, ist in meinen Augen einfach zu leicht, um sich seine Freiheit auszureden. Wenn man vor sich eine Bärenfalle sieht, kann man sich descartisch denken, dass sie eh nur Illusion ist, aber dennoch wird ein gesunder Mensch daran vorbeigehen. Der deterministische Gedanke wäre, dass das Vorbeigehen keine Entscheidung meines freien Willens sei, sondern schon vorherbestimmt. Diese - und auch viele andere - Denkweisen über die Freiheit haben einen Faktor gemeinsam: nämlich den Glauben an die Unfreiheit. Ich selbst bin der Meinung und dabei benutze ich die Worte Martin Bubers, dass man nur frei sein kann, wenn man von dem Glauben an die Unfreiheit befreit ist.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:21 dass die meisten von uns klug und intelligent isnd ist auch wirkung , wer tritt schon gerne in eine bärenfalle rein, wenn er die gefahr erkennt. zu erkennen ist auch determistisch, wir sind ein interaktives wesen.
In der Frage, ob es Willensfreiheit gibt oder alles durch einen völlig lückenlosen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwangsläugig bestimmt ist (radkaler Determinismus), gibt es unterschiedliche Überzeugungen.
Für die Willensfreiheit spricht die deutliche Erfahrung, sich als Urheber von Handlungen zu fühlen. Dabei unterliegen die Entscheidungen zwar Einflüssen, es gibt aber grundsätzlich immer eine Wahl (mindestens unter zwei Alternativen). Auch so etwas ist als Ursache denkbar, nicht nur aufgrund einer Gesetzmäßigkeit absolut notwenige Abläufe.
Naturwissenschaftliche Versuche der Hirnforschung (z. B. das Experiment von Benjamin Libet), die nach manchen die Willensfreiheit als Ilusion beweisen, müssen nicht zwingend so gedeutet werden. Sie zeigen nur ein Bereitschaftspotential im Gehirn, das zeitlich minimal der empfundenen Entscheidung vorausgeht. Eine Erwartungshaltung haben Menschen aber sehr oft, ohne daß sie handlungsauslösend ist. Ein bewußter Wille könnte sich dann noch einschalten, natürlich eher bei etwas, das geplant wird, als bei etwas, das nur eine einfache Bewegung und nicht mit viel Nachdenken verbunden ist.
Frei werden ist durch tatsächliche Selbstbestimmung möglich. Einfach zu tun, wonach einem ist, kann unter Umständen auch eine Fremdbestimmung durch äußere Einflüsse und Triebe bedeuten.
Die Handlungsfreiheit der Menschen ist abhängig von den Bedingungen, in denen sie leben, unterschiedlich groß.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:24 kann man sich denn befreien?
Dies ist durch Gebrauch der Vernunft in einem gewissen Ausmaß möglich. Sie erlaubt, über Vorgänge im eigenen Inneren und äußere Umstände zu reflektieren und die Welt klarer zu verstehen. Dies führt zwar nicht zu einer totalen Freiheit. Aber bei von der Vernunft geleiteten gelungenen geistigen Vorgängen ist das Wesen einer Sache als verursachender Grund beteiligt. Dies ist etwas anderes als ein keine Wahl lassender Zwang.
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:21 zwänge manipulatioenen versuchungen machen uns also unfrei, wenn wir ihnen erliegen, dann habe n wir uns wirklich nicht mehr im griff, wer sich also beherrschen kann ist frei.
Hallo kaempferdersonne,
selbst wenn man das tut, wonach einem der Sinn steht, ist man nicht wirklich frei, da man trotzdem noch durch einige Faktoren in seiner Freiheit eingeschränkt wird. ( Gesetze etc. )
Wobei ich jetzt nicht behaupten will, etwas illegales vor zu haben.
Gruß uric
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:29 ok 100% frei werden wir wohl nie sein, aber eine gewisse freiheit ist doch machbar, oder? wer die gesetze und regeln befolgt hat erst dann die volle freiheit oder?
eine Freiheit in gewissen Grenzen ist immer drin.

ich denk zu unserer zeit u in unserer welt kann man sich nicht mehr vollständig frei fühlen. natürlich kann man in einem gewissen rahmen frei entscheiden, aber man ist viel zu stark an die zwänge des alltags gebunden. lebensunterhalt verdienen, pflichten erfüllen, kompromisse eingehen, politik. das leben ist leider kein schlaraffenland, was unserer(gefühlten)freiheit zweifellos grenzen setzt.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:25 ich glaube zu viel freiheit täte dem menschen gar nicht gut.

Freiheit im Leben heisst für mich, das verwirklichen zu können, was man möchte. Also zu tun, was man möchte: An Gott zu glauben, zu Arbeiten , zu Faulemzen oder aber auch "sich nicht frei zu fühlen".
Leider verbinden die meisten Menschen mit der Freiheit eine Geldfreiheit.
Ich glaub aber die Freiheit entsteht im Kopf, und ist nicht materiell.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:23 woher weißt du was du möchtest? ist es nur eine lust oder begierde oder etwas anderes?
weißt du wirklich was du möchtest, was gut für dich ist?
vico9 am 4. Dezember 2007 18:58 Auf Deine Frage kann ich keine eindeutige antwort geben, da ich unter Anderem auch nicht weiß, was "gut" für mich ist. Ich kann es höchstens situationsbedingt aber auch dann nur kurzfristig einschätzen.
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Im Allgemeinen denke ich, dass die Problematik hierbei die Folgende ist.
1)Der Mensch an sich ist nach der reinen psychologischen Vorstellung eine determinierte Maschine, und dadurch ist auch seine Vorstellung von der eigenen Begierde oder der Lust auch nicht mit der Freiheit zu verbinden. Der Mensch ist demnach nicht frei, und „die Freiheit“ ist somit bloß eine "Vortäuschung" des Geistes.
2) Andererseits hat der Mensch im Allgemeinen die Freiheit sich in den von Außen determinierten Grenzen eine eigene "Freiheit" zu schaffen. Die hängt mit dem Bestreben nach seinen Taten zusammen (das er sich selbst „frei“ definiert). Diese hängen wiederum von der Stufe der Entwicklung eines jeweiligen Menschen ab (soll jetzt nicht deklassierend wirken). Für einen ist bedeutet Freiheit, seiner Lust nachkommen zu können bzw. eigene Begierden auszuleben, für den anderen bedeutet sie, einem anderen Glück zu schenken.
Luise am 4. Dezember 2007 19:03 Wenn man etwas möchte oder begehrt ist man schon wieder nicht frei, man häng sich daran.
vico9 am 4. Dezember 2007 20:11 Geht es hier um die Freiheit etw. zu möchten?
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:19 begheren ist das richitge wort, wir begheren falsches und das macht uns unfrei, wer mit der vernunftb entschiedet dagegen muss frei sein.
vico9 am 8. Dezember 2007 22:26 DH

...sofern es nicht gegen Gesetze und Regeln verstößt. Eine totale Freiheit gibt es nicht.
Frei ist, wer sich frei fühlt.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:25 bist du dir sicher, dass du das auch wirklich bist, was du fühlst und dir nicht vielleicht einer sinnestäuschung verfallen bist ?
und wie fühlt sich freiheit an?
Nur die Gedanken sind wirklich frei. Und das fühlt sich toll an.
waldmeister am 4. Dezember 2007 15:15 zu den gedanken:
ob das reicht katztentatze?
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:17 da ist was dran. welche gedanken lassen dich denn so frei fühlen?

Ich nehme mir die Freiheiten, die mir wichtig sind.
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:23 was ist dir wichitg und aus welchem grund entscheidest du das?

Sicher, wir dürfen generell frei unsere Meinung sagen, dürfen in der Freizeit machen, was wir wollen, zudem haben wir Religions- und Sexualfreiheit und als Frau wird man hier nicht wie ein Mensch 2. Klasse behandelt etc. Früher bzw. auch heute noch in anderen Ländern sieht das alles ganz anders aus.
Dennoch.... frei? Nein. Zu viele Stichworte passen nicht in mein Freiheitskonzept.
In einer Gesellschaft mit Verpflichtungen und Reglementierungen (Arbeit, Monogamie etc.) und mit einem "Gewissen" kann man nicht einfach machen, was man wirklich will.

Freiheit gibt es in allen Bereichen, Freiheit muss man sich schaffen, durch Kompetenz und durch eigenes Nachdenken und frei den Weg finden in der Arbeit, Freiheit um das zu tun, wonach einem ist, kann man nur bekommen, wenn man entweder aussteigt (dann gibt es aber auch Einschränkungen, wegen der Finanzen) oder wenn man sich terminlich frei macht. Die Freiheit sich zu entwickeln sollte jeder haben, sonst läuft in seinem Leben etwas schief. Das kann natürlich - wie in allen Bereichen - keine absolute Freiheit sein, aber im Kleinen gelingt das jedem, der daran arbeitet. Was ist Freiheit: Eine Lebenseinstellung, seinen Weg selber zu finden und zu gehen, Zwänge und Randbedingungen zu hinterfragen, den eigenen Weg überdenken von Zeit zu Zeit. Einen Schritt weitergehen und nicht verweilen, sonst fängt man sich selber in seiner Realität und kommt nicht weiter. Völlige Freiheit erreicht man nicht in diesem Leben, dazu muss man "Buddhaschaft" erlangen, den Körper abstreifen und nur in der Seelenwelt leben, ohne Krankheit, finanzielle Zwänge und Rücksichtnahmen. Schaff Dir deine Freiheit im täglichen Leben und leb Dein Leben in Ordnung, dann bist Du auf dem richtigen Weg zur Freiheit.
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:24 leben in und mit der gesellschaft ist unfreiheit muss sich aber in der waage mit der freiheit halten, oder?
wenn du von nichts abhängig bist, dich nichts einschränkt...,dann bist du frei...aber auch alleine und tot
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:22 wer eingeschränkt ist und abhängig, der lebt nicht wirlich ist eher tod als umgekehrt. ich sehe das ganz anders.

Ganz ohne Schranken/Gesetze geht es nicht. Wenn es für mich aber stimmt - fühle ich mich frei....

wenn ich die Möglichkeiten, die ich habe, auch nutze.
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:38 das hört sich aber schlimm an. wenn ich das tun würde, wäre ich ein unglücklicher mensch, dann wäre ich ja abhängig von meinen begierden, das wäre mir zu unfrei!
Eveline am 4. Dezember 2007 15:02 Diesen Kommentar versteht kein Mensch
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 15:27 ich habe die möglichkeit jetzt sofort auf der stelle in ein waren haus zu gehen und alles geld das ich bestitze auszugeben und auch noch kredite zu nehmen. das würde nicht lange gut gehen. du siehst ich kann nicht alles tun, was mir möglich ist, das wäre sehr törricht.
Eveline am 4. Dezember 2007 15:53 Manchmal muss man beim Tun halt auch überlegen, deswegen ist man aber nicht unfrei. Ich seh schon, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner. Nimms sportlich und Tschüß
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:26 du gibst zu früh auf.

ich denke es kommt drauf an wie man es sieht. politisch sind wir wohl eher eingeschränkt, wenn man bedenkt das email, sms, etc. gespeichert werden können um ausgewertet zu werden ob irgendwelche terroristischen akte geplant werden. sicher ist es zu unserem schutz. aber es ist auch eine einschränkung und ein eingriff in die privatsphäre....
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:32 wenn es zum wohle vieler ist, ist die privatsphäre dann noch haltbar?

was verstehst du unter völliger freiheit schau dich um in der welt dadurch finde ich mich frei
das ist, wie die Frage nach der Bewegung. wenn ich glaub, ich bewege mich nicht, stehe still, bin ich dann tatsächlich nicht in Bewegung? Natürlich Quatsch eine physikalische Gesetzmäßigkeit mit einer philosofischen Frage zu vergleichen. Aber ich bin der Meinung, es geht in diese Richtung. Gruß an alle freien Unfreien
kaempferdersonne am 4. Dezember 2007 14:30 die meisten denken, dass sie frei sind, aber ich glaube frei werden wir erst, wenn wir selber bestimmen ob wir stehen oder uns bewegen(geist?)


du hast keine freiheit, sondern lediglich wahlfreiheit.



Weil ich meine eigenen Gedanken habe und die sind bekanntlich FREI.
Lieber KämpferderSonne! Du hast einige gute Antworten bekommen, z.B. von Albrecht. Diese Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Ich gehe davon aus, dass wir einen freien Willen haben. Aber aus unseren Handlungen heraus entstehen Konsequenzen: Ursache und Wirkung und daraus weben sich die Schicksalsfäden wie Spinnenetze in unser dasein. Wir fangen uns darin und damit sind wir nicht frei. Solange wir nicht aus all diesen Fäden, die aus "ewigen" Zeiten entstanden sind, befreien, werden wir gebunden sein und das heißt, nicht frei. Aber wir hatten und haben den freien Willen! Das heißt, wir haben uns irgendwann (oder unsere Ahnen) einmal für dies oder jenes entschieden, das seine Folgen hat. In Gedanken sind wir frei - noch! Aber wollen wir nicht so "schwarz" denken, sondern die Gedanken der Freiheit manifestieren. Lassen wir uns nicht halten von den Fäden des Schicksals, denn die sind auch nur Schein und Trug! Mit unseren Gedanken können wir uns frei machen. In der materiellen Welt, in der wir leben, sind wir immer vom Geld abhängig und daher nicht frei. Wir sind auch immer von der Gesellschaft abhängig und daher ebenso nicht frei. Empfinden wir uns aber als Ganzes, sind wir eins und frei, den Weg zu gehen, den wir wollen. Stellen wir uns nur der Angst, uns zu befreien, denn auch die Befreiung hat Konsequenzen. Stellen wir uns und schneiden die Schicksalfäden entzwei ! Lg Scorpio

Die beste Freiheit ist die Arbeit
wann lebst denn du???? "arbeit macht frei" oder was???? ich bin entsetzt!!!!
Patrick37 am 7. Dezember 2007 00:09 Hab halt Spaß an meiner Arbeit
kaempferdersonne am 7. Dezember 2007 12:27 wer richtig arbeitet und in seiner arbeit aufgeht und es mit freude tut ist kein gefangener der arbeit sondern frei, das gefällt mir.
das gefällt mir, was du schreibst. unabhängigkeit ist freiheit.