In der Frage, ob es Willensfreiheit gibt oder alles durch einen völlig lückenlosen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwangsläugig bestimmt ist (radkaler Determinismus), gibt es unterschiedliche Überzeugungen.
Für die Willensfreiheit spricht die deutliche Erfahrung, sich als Urheber von Handlungen zu fühlen. Dabei unterliegen die Entscheidungen zwar Einflüssen, es gibt aber grundsätzlich immer eine Wahl (mindestens unter zwei Alternativen). Auch so etwas ist als Ursache denkbar, nicht nur aufgrund einer Gesetzmäßigkeit absolut notwenige Abläufe.
Naturwissenschaftliche Versuche der Hirnforschung (z. B. das Experiment von Benjamin Libet), die nach manchen die Willensfreiheit als Ilusion beweisen, müssen nicht zwingend so gedeutet werden. Sie zeigen nur ein Bereitschaftspotential im Gehirn, das zeitlich minimal der empfundenen Entscheidung vorausgeht. Eine Erwartungshaltung haben Menschen aber sehr oft, ohne daß sie handlungsauslösend ist. Ein bewußter Wille könnte sich dann noch einschalten, natürlich eher bei etwas, das geplant wird, als bei etwas, das nur eine einfache Bewegung und nicht mit viel Nachdenken verbunden ist.
Frei werden ist durch tatsächliche Selbstbestimmung möglich. Einfach zu tun, wonach einem ist, kann unter Umständen auch eine Fremdbestimmung durch äußere Einflüsse und Triebe bedeuten.
Die Handlungsfreiheit der Menschen ist abhängig von den Bedingungen, in denen sie leben, unterschiedlich groß.
das gefällt mir, was du schreibst. unabhängigkeit ist freiheit.