Frage von Bitology, 45

Wie werde ich emotional intelligenter?

Abend,

ich bin in der Achten Klasse, das solltet ihr vorab wissen.

Heute hat ich ein Gespräch mit meiner Mutter, sie sagte ich komme so rüber das ich egoistisch bin, jeden Tipp ablehne und Kritik nicht annehmen kann u.s.w.

Das bin ich nicht, ich mache mir bei ernster Kritik wirklich Gedanken und denke sehr viel nach, um meine Fehler zu verbessern.

Außerdem meint sie, das sie sich wie eine Art Schalldämpfer wahrnimmt, ich rede sie mit Wissenschaft zu und nerve damit dann nach einer Zeit.

Das ist NIE beabsichtigt, ich kann auch diese Gefühlsduselei nicht verstehen, authentisch zu wirken und sich anzupassen.

Ich kann es nicht verstehen, so ist mein Eindruck. Am Anfang dachte ich, das wäre okay so, schließlich bin ich nicht der einzige der Small Talk hasst. Ich dachte eben das Intellekt ausreicht, aber ich merke das nicht immer überall Logik ist.

Außerdem setze ich zu hohe Ansprüche an mir selbst und denke zu viel.

Ich will meine Fehler verbessern, wie genau mache ich das?

Ich könnte üben wie man mit Menschen in Kontakt tritt, aber das mag ich nicht so.

Ich war schon mein ganzes Leben autistisch, aber ich habe bald eh einen Termin beim Psychologen, wegen Verdacht auf Hochbegabung. Dann kann ich die Probleme auch noch ansprechen.

Irgendwelche Tipps, kennt ihr Bücher oder Websiten, wo man das "lernen" kann?

Antwort
von TimAnswer, 27

"Wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie ist ein klasse Buch dazu. Der Titel ist strange aber inhaltlich ist es top.

Kommentar von Bitology ,

Vielen Dank. :-)

Kommentar von TimAnswer ,

gern geschehen!

Antwort
von sabwerske, 17

Du machst dir zu "früh" zu viele Gedanken.

In der Pubertät ist jeder Mensch unausgeglichen und möchte seine ersten Erkenntnisse als "Weisheit" kunttun. Das ist normal.

Melde dich in einem Sportverein an, wo Mannschaftsport ausgeübt wird. Vielleicht Hockey oder Tischtennis oder Billard. Wo es klare Regeln gibt und wo du dich mit deinen Möglichkeiten einbringen kannst und dich unterordnen musst, wie im wirklichen Leben auch. Und dann kannst du dich über die Gegebenenheiten dort mit deine Mutter austauschen und ihren Rat erfragen. Deine Mutter ist nicht dein Feind, sondern dein Freund.

In einem Sportverein lernst du dich erst mal in Sozialkompetenz, bist ausgelastet und wirst freier im Kopf.

Dann wirst du dich mit der Zeit selbst besser kennenlernen und eine Persönlichkeit und vielleicht ein reales Weltbild entwickeln können. Und lass bloß die Finger von "Computergames". Das versaut die Charaktere und macht unsozial.

Sei positiv deiner Mutter gegenüber und nimm ihre Ratschläge ernst.

Kommentar von Bitology ,

Mir selbst die Fragen gestellt habe ich schon, ein Jahr habe ich sehr viel über das Leben nachgedacht und habe auch erstmal eine "Antwort".

Selbstverständlich ist nicht Schluss, man entwickelt sich sein Leben lang weiter und man lernt nie aus.

Ich spiele Computer-Spiele und ob sie unsozial machen und den Charakter versauen, darüber könnte man streiten. Ich wäre mir dabei jedenfalls nicht so sicher.

Trotzdem danke für die Antwort.

Kommentar von sabwerske ,

Mit 14 oder 15 Jahren entwickelt man nicht emotionale Intelligenz, Persönlichkeit und Sozailkompetenz indem man sehr viel nachdenkt, Computer-Spiele spielt und oder Bücher liest.

Das ist alles kontraproduktiv! Das sind alles Passivitäten und kann keinesfalls emotionale Intelligenz entwickeln.

Dass Computer-Spiele unsozial machen, darüber kann man nicht streiten. Das ist so. Genauso macht ein Studium in BWL unsozial. Das ist auch so.

Übrigens, man muss über gar nichts streiten, man kann sich austauschen und von anderen lernen oder auch nicht.

Emotionale Intelligenz entwickelt man (sofern es einem nicht gegeben ist), indem man Lebenserfahrung sammelt (das braucht viele Jahre mehr als 14/15) und indem man sich selbst kennenlernt, durch den intensiven Kontakt mit anderen Menschen, z.B. im Sportverein. Man kann sich zusätzlich auch mal in einer kirchlichen Einrichtung nützlich machen, im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Kommentar von Bitology ,

Jeder ist da unterschiedlich und der andere bevorzugt den oder doch den anderen Weg.

Das mit den "streiten" war nur umgangssprachlich fürs diskutieren gemeint.

Bei einer Diskussion geht es meiner Meinung nach auch darum, vom anderen etwas zu lernen und seinen Horizont eventuell zu erweitern.

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