Wie werde ich die Gedanken übers Rauchen wollen los?

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5 Antworten

Wenn es bei mir zu heftig wurde, bin ich ins Schwimmbad gegangen - als Neu-Nichtraucher kann man sich das ja auch endlich wieder leisten! Weil man da nicht nur beschäftigt und abgelenkt ist, sondern überhaupt nicht rauchen DARF. Entsprechend kamen (zumindest bei mir) die "Jetzt würde ich gerne..."-Gedanken dort überhaupt nicht auf.

Und überleg dir, ob du nicht generell zu einem gewissen "Suchtverhalten" neigst: "Kaffee, Kippen und Daddeln bis zum Umfallen" sind relativ typisch für solche Menschen. Wenn du eine Komponente wegnimmst, verlieren oft auch die anderen den "Genussfaktor"... Aber vielleicht ist das ja gar nicht so verkehrt?!?

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Kommentar von NadineBechtelt
04.11.2015, 07:46

Solche Zeitvertreibe wie Schwimmen gehen etc. sind genau das, wonach ich jetzt suche, um meine Sonntage mal anders zu gestalten. Und ja du hast recht mit dem "Genussfaktor". Kaum fehlt eine der Sachen, machen mir auch die anderen keinen Spaß mehr. Das ist zwar prinzipiell gut, aber ich trauere dem Ganzen trotzdem hinterher... kann man nur hoffen, dass das mit der Zeit bei mir besser wird, ich möchte auf keinen Fall wieder rückfällig werden wegen so etwas :-(

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Aaah - in Dir ist ein Teil fleißig und will Dich verführen, in das alte Verhaltensmuster zurückzufallen  ‹(•‿•)› .

Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Kommentar von cyracus
05.11.2015, 05:13

Diese Info gebe ich denjenigen rein, die grad mit dem Rauchstopp beginnen wollen. - Schau mal, was Dir davon hilfreich ist:

Lies meine ausführliche Antwort an EllaElla1994, die auch mit dem Rauchen aufhören wollte. Mehrfach bekam ich Rückmeldungen, dass ihnen so das Wieder-Nichtraucher-Leben gelungen ist:

Effektivste Methode mit dem Rauchen aufzuhören?
http://www.gutefrage.net/frage/effektivste-methode-mit-dem-rauchen-aufzuhoeren#answer125899089

Klickst Du den ersten Link an, sieh Dir das informative und sehr unterhaltsame Video mit dem Coach an. Darunter findest Du eine Liste, wie sich der Körper nach dem Rauchstopp erholt.

Klickst Du den zweiten Link an, kriegst Du noch mehr Infos und hilfreiche Hinweise.

Für den Fall, dass Du weitere Hilfe wünschst: Dass viele Krankenkassen Nichtraucherkurse anbieten, weißt Du vielleicht. Auch bei Drogenberatungen kann man danach fragen.

Mehrmals habe ich hier auf Gutefrage Berichte von Usern gelesen, die eines Tages erkannten, dass sie Sklave der Tabakindustrie sind und dafür auch noch einen Haufen Geld ausgegeben hatten. - Das machte sie so zornig, dass sie von einem zum anderen Tag mit dem Rauchen aufhörten. Mehrere von ihnen schrieben, dass sie wenige oder sogar keine Entzugserscheinungen hatten, auch starke Ex-Raucher und nun Nichtraucher berichteten davon.

Falls sich mal eine Art Schmacht meldet, dann hilft es, dem Teil des Unterbewusstseins, das für Sucht zuständig ist, hörbar oder still in sich hinein in festem, freundlichen Ton zu sagen:

"HEUTE nicht"

Das ist für diesen Teil ein überschaubarer Zeitrahmen.

Auch helfen dann körperliche Aktivitäten wie um den Block laufen oder (wenn man das Haus nicht verlassen kann), Treppen rauf und runter. - Auch Seil springen ist gute Alternative - für gute Infos dazu google mit

richtig seil springen

wobei der Vorteil dabei ist, dass Du dieses kleine Fitness-Gerät stets bei Dir haben kannst.

Es gibt Emotionen, die gern im Verborgenen wirken, dazu gehört auch so ein Schmacht. Die mögen es gar nicht gern, klar beobachtet zu werden. Solche Gefühle halten sich nicht lange, und sie sind wellenförmig. Beobachtet man sie, kann es sehr interessant sein, wie sie wellenförmig an- und abschwellen, sich auch mal aufbäumen und dann erstmal wieder verschwinden. Solche Phänomene bei sich zu beobachten finde ich sehr spannend.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und ein drogenfreies und schönes Leben.

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Kommentar von NadineBechtelt
05.11.2015, 07:16

Vielen lieben Dank auch an dich für deine tolle, ausführliche Antwort sowie Kommentar. Das mit dem Autopiloten habe ich so noch nie gesehen, aber jetzt, wo ich es lese und darüber nachdenke, hast du da vollkommen recht. Ich werde mit aller Kraft versuchen, stark zu bleiben und dem Autopiloten entgegen zu wirken.

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Hi! Ich selber hab noch nie geraucht aber ich würde sagen nimm dir sonntags etwas vor denn wenn du beschäftigt bist dann wird es dir vielleicht einfacher fallen auf etwas zu verzichten. Viek glück
LG

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Kommentar von WillTell
04.11.2015, 06:51

is Quatsch nach Zigaretten rauchen geht immer und meistens sogar neben her. Ablenkung gibts in dem Sinne nicht.

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Kommentar von NadineBechtelt
04.11.2015, 06:53

Sei froh, dass du noch nie geraucht hast und hoffentlich wirst du das auch nie. Ich habe auch schon überlegt, sonntags einfach mal was anderes zu machen aber dann fällt mir nichts ein, ich bin unmotiviert und lande vorm TV ;-) für diesen Sonntag habe ich mich mit einer Freundin verabredet und hoffe, sie bringt mich auf andere Ideen. Und dass ich das dann auch die nächsten Wochen so schaffe

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Hi ich habe zwar nie geraucht aber ich kann dir sagen das man beim bzga also der bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (einfach mal googlen) eine Menge Informationen zu dem Thema bekommen kann.

Dort kannst du dir auch ein kostenloses Nichtraucherstarterset und/oder Infohefte zuschicken lassen.

LG und ganz viel Durchhaltevermögen

Riffel

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Ja eben denk mal daran wie albern es war ne fluppe im der Gosch zu haben und daran zu ziehen. Ohne wie du schon bemerkt hast wurde Körper Lunge Geldbeutel und Umgebung besser gehen. Denk einfach mit her Tasse Tee darüber Sonntags nach. Fernsehen kann nicht die Ausrede sein. Es gibt hunderte verschiedener Dinge die man tun kann. Weiter machen wie bisher und in ein paar Monaten ist es komplett gegessen oder schwach werden da musst du ganz alleine durch.

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