Frage von Layla0, 130

Wie werde ich die Bezugsperson von meinem Hund?

Ich bin 17 Jahre alt und gerade in meiner Ausbildung und wohne mit meiner Mutter zusammen. Wir werden uns jetzt dann bald einen Welpen zulegen. Da es eigendlich grösstenteils mein Hund wird werde ich auch mit ihm in die Hundeschule gehen, morgens und abends mit ihm spazieren gehen und mich auch sonst sobald ich feierabend habe um ihn kümmern. Jedoch wird meine Mutter den Hund jeden Tag mit ins Büro nehmen damit er nicht alleine zuhause sein muss. Jetzt habe ich angst das schlussendlich meine Mutter die Bezugsperson wird und nicht ich. Sie ist mit dem Hund einverstanden und wird sich auch immer um ihn kümmern wenn ich mal nicht kann, aber sonst will sie eigendlich das ich alles mache. Wenn ich ausser während der Woche am Tag immer alles mit meinem Hund mache wird er trotzdem mich als Bezugsperson sehen? Ich würde dann nur am Mittag nicht mit ihm spazieren gehen können sondern meine Mutter. Aber morgens,abends und kurz vor dem schlafen gehen würde ich gehen. Was meint ihr dazu? Hat jemand schon solche Erfahrungen gemacht?

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 46

Man kann das nicht planen - der Hund sucht aus. Selbst wenn man sich auf den Kopf stellt und Walzer pfeifen kann, wird es nix mit der absolut speziellen einzel Bezugsperson. (Schon gar nicht wenn ihr zusammen wohnt).

Wenn dann habt ihr vielleicht die Chance darauf das beide Menschen als Bezugsperson gewählt werden und jeder anders.

Bsp. Ich hol mir letztes Jahr einen Hund - ich gehe mit dem Hund laufen, trainiere in, erziehe ihn, füttere ihn und pflege ihn - und mein Mann ist der erklärte Lieblingsmensch. So ist das halt. Zwar hört sie besser auf mich, aber wenn mein Mann nur hüstelt, ist sie vor Ort. Ist doch schön so, so hat jeder seine Bereiche.

Geniese deinen Hund in der Zeit wo er bei dir ist. Und sei froh, wenn er nicht nur an dir klebt, denn dann wird das weggehen jedes mal ein riesen Problem. Wen der Hund euch beide als Bezugspersonen sieht, dann hat er diesen Stress schon mal nicht.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 54

***Jetzt habe ich angst das schlussendlich meine Mutter die Bezugsperson wird und nicht ich. ***

Das kann man sich leider nicht aussuchen. Du bekommst einen Hund was sich viele Kinder wünschen. Und wenn man sich gemeinsam einen anschafft sollte der Hund so erzogen werden das er auf alle hört.

Ich kenne eine freundin, die sich so lange einen Hund gewünscht hat. Sie ist jeden Wochenende in die Hundeschule, hat den Hund alles anerzogen, mit ins Büro kam er und letzen Endes sagte sie mir sie hört besser auf ihren Freund. Zwar auch auf sie und ihren 15 jährigen Sohn, aber viel besser auf ihren Freund, der natürlich wie der Sohn mit geholfen hat und auch erlernte Kommandos gefestigt hat.

Antwort
von brandon, 60

Deine Sorge das der Hund Deine Mutter als Bezugsperson wählt ist durchaus berechtigt. Es muß aber nicht so sein. 

Ich möchte Dir empfehlen in einen Hundesportverein zu gehen bei dem Du Agility oder andere Hundesportarten machen kannst. Das kann ein großer Spass für Hund und Herr sein. Je mehr Aktivitäten Du mit Deinem Hund machst desto größer ist die Wahrscheinlichkeit das Du seine Bezugsperson wirst.

LG

Antwort
von MiniTodeswunsch, 59

Hey..

Ich wollte auch umbedingt, dass ich Milous Bezugsperson werde. Ich mache alles mit ihr, jedoch ist Mama halt einfach 'die älteste im Haus' und somit ist Milou auch sehr auf sie fixiert... da kann ich nichts machen. Wenn sie jedoch Angst hat, kommt sie zu mir und auch in schwierigen Situationen kann ich besser mit ihr umgehen. 

Milou geht auch oft zu Mama weil sie 'mich immer haben kann'. Ich betüddel sie den ganzen Tag und Mama beachtet sie nicht so viel, also möchte sie oft lieber mit Mama kuscheln, weil ich das ja eh tue... 

So sind halt meine Erfahrungen... ich fand es auch total blöd dass ich nichts daran ändern kann dass Mama ihre Bezugsperson ist aber mittlerweile ist es okay. Es geht ja um die Kleine und wenn sie zu Mama will ist das halt so. Außerdem mache ich ja trotzdem viel mit ihr und sie lässt mich nicht allein, schläft bei mir, hat Spaß mit mir,... aber mit Mama eben auch und das ist ja auch natürlich. Man macht ja auch nicht jeden Tag nur etwas mit dem selben Menschen. :)

Liebe Grüße und viel Spaß mit dem Kleinen :)

Kommentar von brandon ,

ich fand es auch total blöd dass ich nichts daran ändern kann dass Mama ihre Bezugsperson ist aber mittlerweile ist es okay. Es geht ja um die Kleine und wenn sie zu Mama will ist das halt so. 

Sehr gute Antwort. 🌷

Es geht um den Hund und darum das es ihm gut geht. 

Kommentar von friesennarr ,

Ihr seit beide die Bezugspersonen, so wie es sich anhört.  Warum muß bzw. sollte es einer oder der andere sein?

Antwort
von Fuchssprung, 45

Ein Hund sieht denjenigen als seine Bezugsperson an, der seine Bedürfnisse am besten erfüllt. 

Er braucht einen Platz zum Schlafen an dem ihn niemand stört. Er braucht Futter und er braucht körperliche Bewegung. Zusätzlich braucht er geistige Beschäftigung und die Sicherheit eines Rudels oder wenigstens einen Menschen der ihm Sicherheit gibt. Wenn dieser Mensch interessant für ihn ist und ihn ständig vor neue Herausforderungen stellt, wird sich der Hund an ihm orientieren. Wenn es mehrere Menschen sind, umso besser! Natürlich haben auch Hunde eine Lieblingsperson zu der sie sich hingezogen fühlen. Wenn du dich jedoch viel mit deinem Hund beschäftigst, mit ihm arbeitest, ihm Bewegung verschaffst, ihn geistig herausforderst, dann spricht nichts dagegen dass du diese Lieblingsperson für ihn sein wirst. Denn bei deiner Mutter liegt er nur im Büro herum. Niemand hat Zeit sich um ihn zu kümmern. Natürlich hat auch das Faulenzen etwas für sich. Aber Aktivitäten sind für einen Hund immer spannender, als faul in der Gegend herum zu liegen. 

Kommentar von friesennarr ,

Contraer - mein Mann macht so gut wie gar nichts mit unserem Hund und sie liebt in abgöttisch, soviel dazu, das wenn man viel mit dem Hund macht man auch die Lieblingsperson wird.

Mein Hund hat eine affinität Männern gegenüber - leider bin ich weiblich.

Kommentar von Fuchssprung ,

Das ist kein Widerspruch. Wenn der Hund damit zufrieden ist, reicht ihm allein die Ausstrahlung deines Mannes. Bei ihm findet er Sicherheit, Ruhe und Ausgeglichenheit. Auch das sind Grundbedürfnisse von Hunden.

Kommentar von brandon ,

Bei uns ist das anders, mein Mann und mein Sohn werden nie den Stellenwert haben den ich bei unserer “Europäischen Vierpfotenhündin“ habe. Bei unserer Pflegehündin dagegen hat mein Mann einen Stein im Brett.

Warum ein Hund sich manchmal zu einer Person besonders hingezogen fühlt obwohl die sich kaum darum bemüht darüber können wir nur spekulieren. Letztendlich weiß das vielleicht noch nicht mal der Hund selbst. 

Wir Menschen brauchen nun mal für alles eine Erklärung als es einfach hinzunehmen und da schließe ich mich nicht aus. 😉

LG

Antwort
von Besserwisserin3, 76

Ein Hund kann mehrere Bezugspersonen haben und die können auch mal wechseln

Antwort
von Rockylinchen, 52

Aus Erfahrungen mit unseren 3en kann ich sagen, das du als erstes ihn streicheln solltest von deiner Familie.. Also bei den Vorbesitzern..Dann erkennt er dich sozusagen als Erstes offizielles Mitglied an..

Ansonsten, mach vertrauensspiele, clickertraining und alles was so Spaß macht... Versuche auch ihn trotz die Möglichkeit deiner Mutter ans alleine bleiben zu gewöhnen, das kann wirklich nicht schaden..

Ansonsten gib ihn öfters Leckerlies oder verwöhne ihn mal richtig (am besten mit Einen Plastik Pferdestriegel) da gehen meine immer total fest drauf ;)

Antwort
von dogmama, 41

Wenn ich ausser während der Woche am Tag immer alles mit meinem Hund mache wird er trotzdem mich als Bezugsperson sehen? 

das entscheidet allein der Hund. Zuneigung lässt sich nicht manipulieren

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