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Wie werde ich als Teilzeitkraft trotzdem ernst genommen?

gefragt von Mamagei am 07.03.2007 um 14:52 Uhr

Arbeitszeiten und Überstunden waren früher nie ein Problem, ich arbeite sehr gerne. Seitdem ich aber wieder arbeite (inzwischen nur noch Teilzeit wg. Kind), gehe ich pünktlich - muß ja mein Kind abholen. Natürlich kriege ich auch nicht mehr so viel mit und habe daher das Gefühl, daß ich nicht so ernstgenommen werde. Wie meistert ihr den Wiedereinstieg in den Beruf, habt ihr ähnliche Erfahrungen?


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polarfuchs
beantwortet von polarfuchs am 7. März 2007 15:24
9x
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Auch als Teilzeitkraft ist es wichtig, in die Dynamik bei Arbeitsprozessen einbezogen zu werden. Durch den geschilderten Umstand, des "nicht immer anwesend sein" und früher gehen müssens, ist die Gefahr gross, "mal vergessen" zu werden.

Ich denke, ein erster Schritt könnte und sollte sein, mit dem Vorgesetzten über Dein Empfinden zu sprechen, damit dieser bewusster damit umgeht.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die in solchen Fällen greifen können. Zum Beispiel, dass Rundschreiben erst abgelegt werden, wenn diese von allen Mitarbeitern gelesen worden sind. Desweiteren könnte dich ein ständiger Ansprechpartner auf dem Laufenden halten. Falls möglich, sollten Teamsitzungen regelmässig auch mit den Teilzeitkräften stattfinden und auch darüber Protokolle angefertigt werden, die von den Abwesenden nachzulesen sind.

Dein Part wäre es natürlich, aktiv auf die KollegInnen zuzugehen, und entsprechende Informationen einzufordern bzw. abzurufen und deutlich zu machen, dass Du trotz Teilzeit kein anteilig geringeres Interesse am Job hast.

Solche Massnahmen sind sicherlich für alle Beteiligten aufwändiger, garantieren aber eine höhere Zufriedenheit auf beiden Seiten und wirken negativen Strömungen entgegen.

Kommentar von Simple_avatar6smallgoodmood am 7. März 2007 18:56

Das kann ich bestätigen. Interesse zu zeige und Anregungen für eine Umorganisation von Informations- Management zu geben ist sehr wichtig und beweist auch Identifikation mit der Arbeitsstelle.


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 7. März 2007 17:02
5x
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Auch ich (mit Kind) arbeite jeden Tag als Teilzeitkraft. Ich habe auf den Erziehungsurlaub verzichtet und bin sofort nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen.

Noch während dessen ich im Mutterschutz war, hat eine Kollegin versucht, mich aus der Firma zu reden. Gleichgesinnte schlossen sich ihr an und meinten, eine Mutter hätte für ihr Kind da zu sein. War schon peinlich für diese Leute. Pünktlich nach dem Mutterschutz stand ich wieder auf der Matte und ging meiner Tätigkeit mit gewohnter Leistung nach.

Eines kann ich Dir aber nur raten: Arbeite an Deiner Flexilibität. Es gibt sicherlich eine Möglichkeit, dass Du Dein Kind in Notfällen in der Firma auch einmal später abholen kannst. Das musst Du abchecken oder ein anderes Familienmitglied ggf. dafür einspannen. In der Regel weiß man als Arbeitnehmer, wann eventuell mehr Arbeit anfällt. Für mich ist das glücklicherweise kein Thema. Mein Chef weiß das auch und fragt ab und an mal nach. Ok, sofort kann auch ich keine Zusage geben. Aber nachmittags noch einmal beim Chef anrufen und ihm mitteilen, ob oder ob nicht, dürfte auch für Dich kein Problem sein.

Und was Neuerungen oder Veränderungen im Betrieb anbelangen: Du hast schlicht weg ein Recht darauf, dieses zu erfahren. Lasse bitte NIEMANDEN an Deinem Selbstbewusstsein kratzen! Viel Erfolg und LG

Kommentar von Boldtbregu am 8. März 2007 08:27

Sieh an, es ist kaum zu glauben, dass es das immer noch gibt: die Leute, die einem nach der Geburt eines Kinders erstmal langfristig völlig aus dem Verkehr ziehen wollen! Gut, dass du dich durchgesetzt hast! Ich finde, bei einer derartigen Lösung genießt man auch beides viel mehr: die Zeit mit dem Kind und die Zeit in der Arbeit...



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