Frage von Frage76mal6, 24

Wie wende ich die Orbitaltheorie hier an (siehe Beispiel)?

Hallo,

ich führe bis jetzt einen zweitägigen Kampf gegen die Orbitaltheorie und die Quantenmechanik und bin kurz davor bedingungslos zu kapitulieren. Ich dachte, dass es vielleicht besser wäre den ganzen theoretischen Kram mal an halbwegs praktischen Beispielen zu veranschaulichen.

Neon hat ja 10 Elektronen nach Bohr würde ich jetzt einfach sagen 1. Schale 2 2. Schale 8 fertig Nach der Quantentheorie habe ich ein s-Orbital in der 1. Schale das mit 2 Elektronen besetzt ist, eines mit 1/2 spin und eines mit -1/2 spin, damit wäre die erste Schale fertig. In der 2. Schale hätte ich wieder ein S-Orbital mit 2 Elektronen aber dann fehlen mir noch die 6 anderen Elektronen und ich weiß nicht was ich mit denen anfangen soll, vielleicht weiß es jemand von euch?

Danke schon mal

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ThomasJNewton, 23

Hast du's immer noch nicht verstanden?

  • Mach mal Pause
  • Mach Wochenende
  • Schalt mal ab
  • Verdau das erst mal
  • In der Ruhe liegt die Kraft
  • Eile mit Weile
  • Der Weg ist das Ziel
  • Das Hirn liest mit

Du musst dich als Einheit akzeptieren und zu lieben lernen. Der Verstand ist wichtig und richtig, aber nicht Alleinherrscher, Diktator oder Bestimmer.
Schon weil er oft überfordert ist.

Er ist sehr präzise, viel präziser als der Urschlamm in deinem Gehirn.
Aber er verbraucht auch sehr viel Energie.

Und nicht er bestimmt, wann er gerufen wird. Sondern das sehr viel umfangreichere Unterbewusstsein.
Dies verarbeitet zig-mal mehr Informationen, speichert diese, gleicht sie ab, vergisst.

Und der Urschlamm hilft auch bei sehr komplexen Problemen.

  • Fahrradfahren verlernt man nie
  • Ein erfahrerer Autofahrer braucht so etwa 5 Sekunden, bis er losfährt, solange eben das Anlegen des Gurtes und das Rumdrehen des Zündschlüssels dauert. Die Prüfung, ob es zu dunkel für "ohne Licht" ist, oder ob auf der Straße jemand kommt, erledigt das Unterbewusstsein.
  • Der Urschlamm kennt auch die Orbitale, ganz so doof ist er nicht.

Doof bist du, wenn du erwartest, Probleme sofort und nur kraft deines Denkens zu begreifen.
So läuft das nicht.

Und dafür gibt es viele viele Umschreibungen:

  • d'rüber schlafen
  • sacken lassen
  • OK, ich wiederhole mich ...

Lass los, das ist einfach zu verstehen, wenn man Abstand hat. Gib dir Zeit. Vertraue dir.

Noch mal ganz einfach:
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!
Lass es sacken!

Kommentar von Frage76mal6 ,

In 12 Tagen schreibe ich meine Klausur, da ist mit sacken lassen nicht viel los....Ich will heute endlich verstehen, wie ich von der Lewis-Formel auf das MO-Diagramm komme.

Und falls du jetzt mit dem Spruch kommen solltest "Dann hättest du früher anfangen müssen" letzte Woche habe ich Zoologie und Botanik schreiben müssen.

Und ja, ich habs begriffen, weitere Erklärungen kosten.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich komme mit Sicherheit nicht mit dem "du hättest ..."

Ich komme dir mit den 11 Nächten.

Manches braucht Zeit, und du kannst nichts erzwingen.

Entspann dich. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Das hat Konfusius immer gesagt, bevor uns Kandesbunzlerin den Spruch geklaut hat.

Mit etwas Abstand hätte dein Urschlamm abgespeichert, oder du auf ihn gehört, dass ich das (mit den Kosten) geschrieben habe, bevor ich mitbekommen habe, dass Chemie für dich nur ein Nebenfach ist, nicht mal offiziell, eher ein Nebenthema.

Mein Hauptfach war Biologie. Von daher kann ich mit etwas "Background" sagen, dass das "Ich will heute endlich verstehen" so nicht funktioniert.

Rein als Mensch kann ich sagen, dass es auch nicht sinnvoll ist.

Du hast wenig begriffen. Ich bin nicht nur ein Buchstabensalat auf deinem Bildschirm, sondern ein echter Mensch.
Der seinen Weg gegangen ist, mehr oder weniger gradlinig.
Und der Kinder ins Erwachsenwerden gegleitet hat, und da war nicht nur mein Weg, sondern auch deren Weg nicht immer gerade.

Ich weiß nicht, wie du aussiehst, ich habe jedenfalls schon etliche graue Haare. Und wo ich grad d'rüber nachdenke, mich seit 2 Wochen nicht rasiert.
Habe also einen grauen Bartansatz, und wer ihn weiß nennt, der ist mein Feind, bis zum Tode. OK, meinen Kindern verzeih ich das.

Ich sage dir also als Mensch, als Vater, der nicht nur die Nervosität der Jugend kennt, sondern auch die *hüstl* Weisheit des Alters:

Entspann dich!

Das Unterbewusstsein ist nicht dümmer als du, und hat noch 11 Nächte, das zu verarbeiten. Im Schlaf und durch Träume.

Es spricht nur nicht deine Sprache. Und? Du kannst jetzt 12 Tage deine Träume analysieren oder einfach mal Vertrauen haben.

Sch...egal, besser wird es niemand wissen.

Entspann dich!

Kommentar von Frage76mal6 ,

Allein wenn ich schon den Satz im Buch lese " Wenn ein Elektron in einem EINDIMENSIONALEN Kasten hin- und herfliegt..." wie soll denn ein Kasten eindimensional sein, was hat es mit diesen spdf-Orbitalen auf sich..bis jetzt weiß ich nur, dass KLMN die Schalen sind die ich bis jetzt kannte und von denen ich dachte, dass auf ihnen die Elektronen sausen. Jetzt habe ich da auf einmal eine Kugel und eine..liegende Acht und eine Kugel über einer platten Kugel unter der wiederum eine weiter Kugel liegt..und ich weiß jetzt nicht mal wie die eigentlich angeordnet sind, sind die willkürlich in einer Schale, sind die um den Kern, ist das Orbital der einen Schale in der anderen Schale, was hat Heisenberg und De-Broglie damit zu tun UND WARUM GIBT ES AUF EINMAL ZICK Einheiten für v einmal ist es die Geschwindigkeit, dann ist es wieder die Frequenz(nicht dass man da f schreiben könnte).....wieso muss der ganze Schrott so kompliziert sein? ICH BRAUCH DAS NICHT! Nur wegen dem dämlichen AC1 Kurs...

Und ich dachte Physikalische Chemie sei ein eigener Kurs an der Uni...

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das hast du jedenfalls nicht von mir.

Ich hab dir stets geraten, dir Bilder zu merken, und in Bildern zu denken.

Das ist Zeugs, das du nicht wissen und erst recht nicht verstehen musst.

Und Physikalische Chemie ist nun mal kein Thema der Biologie.

Und die Chemie ist auch nur ein Aspekt der Biologie, unter vielen anderen.

Man muss die Grundlagen verstehen, wie auch die der Wahrscheinlichkeitslehre, Optik oder Schwerkraft.

Da kommen wir langsam zu den Persönlichkeiten und deren Störungen.
Meine Persönlichkeit ist relativ komplex, die Störungen aber recht unumstritten.
Jedenfalls meine autistische Störung.

Und da habe ich (rein sachlich) eine einfache Regel entwickelt:
Wenn ich was nicht verstehe, ist es unverständlich oder unwichtig.
Zwischenmenschlich ist das etwas schwieriger. Und hier mit Sicherheit nicht der Ort, das auszubreiten.

Du hast erst mal den kommenden Abend, abzuschalten. Und die kommende Nacht, das überdenken zu lassen, in deinen Träumen.

PUNKT

Antwort
von OlliBjoern, 5

Nach den s-Orbitalen kommen die p-Orbitale. Von denen gibt es drei Stück, diese können also insgesamt 6 Elektronen aufnehmen (3*2).
Also in dieser Schale 2 + 3*2 (ergibt 8 in Summe).

Man kann sich das anhand einer bekannten Partei merken: SPD, also danach kämen (aber nicht in dieser Schale) die d-Orbitale. Diese werden erst bei den Nebengruppenmetallen aufgefüllt.

s-Orbitale sind "Kugeln", p-Orbitale "Hanteln" und d-Orbitale "Doppelhanteln", dann gibt es noch f-Orbitale, die braucht man aber fast nie.

Antwort
von Wechselfreund, 13

Junge, du nimmst es aber wirklich ernst!

Schau dir mal die Bedingung für die vier Quantezahlen an. Daraus ergeben sich (mit Pauliprinzip) die möglichen Besetzungen.

Evtl. kannst du hiermit was anfangen:

http://nibis.ni.schule.de/~ursula/Physik/SekII/Quantenzahlen.htm

Expertenantwort
von vach77, Community-Experte für Chemie, 22

Ab der Schalennummer 2 nach Bohr (L-Schale) gibt es beim Orbitalmodell - hier spricht man dann von der Hauptquantenzahl 2 - ein s- und drei p-Orbitale. Alle Orbitale können maximal mit je 2 Elektronen besetzt sein, so dass Du jetzt auch die "fehlenden sechs" Elektronen beim Neon untergebracht hast.

Ich will jetzt einmal den nach Deinen Worten "theoretischen Kram" an einem konkreten Beispiel Dir näher bringen:

Betrachten wir einmal das Element Blei (Pb):
Das Bleiatom hat nach dem Modell von Bohr auf der 6. Schale (P-Schale) vier Außenelektronen. Es können 4 Elektronen abgegeben werden, um die Edelgaskonfiguration zu erreichen, und damit wäre das Zustandekommen der Verbindung PbO₂ erklärt.
Nun gibt es aber auch die Verbindung PbO, und da hakt es, um dies nach dem BOHR-Modell zu erklären.
Nach dem Orbitalmodell sind beim Bleiatom das 6s-Orbital doppelt und zwei 6p-Orbitale jeweils einfach mit einem Elektron besetzt.
Ein stabiler Zustand kann erreicht werden, wenn die beiden p-Orbitale ihre Elektronen abgeben. Damit wäre das Zustandekommen von PbO erklärt. Es können aber auch noch die Elektronen des 6s-Orbitals abgegeben werden, und damit wäre PbO₂ erklärt. Jetzt ist das gesamte 6-er Niveau leer und die 5s- und 5p-Unterschale voll besetzt mit Elektronen wie beim Edelgas Xenon.

Kommentar von Frage76mal6 ,

naja, PbO (Blei(II)oxid ist doch ein Salz, da tritt ja keine kovalente Bindung auf, sondern eine Ionenbindung mit PB2+ und O2- die tetragonal kristallisiert. Ich verstehe jetzt nicht ganz, warum das Bohr aushebeln soll. Trotzdem danke, jetzt weiß ich endlich wie ich diese Orbitale auffüllen soll

Kommentar von vach77 ,

Das Zustandekommen einer Ionenbindung kann man nur dadurch erklären, dass ein Atom Elektronen abgibt und ein anderes (oder mehrere andere) diese Elektronen aufnimmt. Die verschiedenen Möglichkeiten der Elektronenabgabe beim Bleiatom habe ich versucht Dir zu erklären.

Es steht mir sicher nicht zu, wenn ich Dir Vorhaltungen mache. Entschluldige, wenn jetzt doch ein paar Sätze aus mir einfach "heraussprudeln":

Du bist kein Schüler mehr sondern Student. Die Schülersprache wie "Kram" oder "Mist" zu wissenschaftlichen Gegebenheiten ist für Dich in Zukunft vollkommen unangebracht. Du hast Dich im gegebenen Fall damit auseinanderzusetzen, warum ein Modell für bestimmte Erklärungen nicht mehr ausreicht und man eine Verbesserung braucht. Mache Dir dabei klar, dass es sich immer um ein Modell und keine Fotografie der Wirklichkeit ist.

Also nichts für ungut.

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