Frage von Shogun1000 06.02.2012

Wie weit reicht die Buddhistische Achtung vor dem Leben?

  • Hilfreichste Antwort von chintao 09.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Buddhist sieht das Leben in seinen ewigen Ordnungen, ist dabei so von Gelassenheit gefasst, das er jedes Lebenswesen als wertvoll ansieht und nicht einmal einen Tautropfen der morgens von einem Blatt hängt absichtlich zerstören würde. Hier zeigt sich schon die Grundeinstellung, denn, da er nicht mal eine Mücke töten würde - obwohl die vielleicht nur wenige Stunden lebt -, würde er alles ihm mögliche tun, um diesen Moment zu vermeiden, aber gleichfalls unterscheidet er hier: wenn man mit dem Auto zur Arbeit fährt und danach die Frontschutzscheibe voller Fliegen hat, dann war das unabsichtlich, jedoch ist es das nicht, wenn er selbst aktiv eine Mücke zerschlägt. In vielen Religionen und auch im Zen, wird zwischen aktiver und passiver - hier heilender Rolle unterschieden. Er sucht also nach Wegen, die den Augenblick vermeiden.

    Allerdings sieht er das auch als einen Selbstzweck, da man "gegeben haben braucht, um empfangen zu können". Dadurch, das er auf das Töten verzichtet, wird er an der Oberfläche empfänglich dafür, auch sein eigenes Leben verschont zu erfahren.

    Ich meine, es heißt ja auch so, das Buddhisten nicht strikt kein Fleisch essen dürfen oder vielleicht so gar töten - wobei er hier in der Praxis die Zustimmung eines ihm rangmäßig untergeordneten Gliedes braucht, um selber zu töten.

    Es ist jedoch auch klar, das man kein Leben bejahen kann, indem das Gegenüber nicht beachtet und lebenswertgeschätzt wird.

    Hoffentlich konnte dir die Antwort helfen.

    Lg ct

  • Antwort von Injure 18.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man ist nicht automatisch ein heiliger Mensch, weil man irgendeiner Richtung angehört. Der Buddhismus ist im Prinzip auch eine Lehre von der Konsequenz der Handlungen - in der juristischen Sprache nennt man das das Kausalitätsprinzip -wenn du das tust, dann sei die bewusst, wird das passieren. Man versucht sein allerbestes zu geben im Umgang mit anderen Lebensformen und nicht zu verletzen oder zu töten. Es geht immer um die allerbeste Motivation. Du darfst immer deine eigene Entscheidung treffen, solltest dir aber immer der Konsequenzen bewusst sein. Mit z.B.einem mehrfach schwerbehinderten Kind schwanger zu gehen und das im Vorfeld zu wissen, wäre so eine heftige Entscheidung zu treffen....

    Und auch Buddhisten laufen durch eine Wiese oder Wälder... weiterdenken darfst du selbst ;-)

  • Antwort von rayzor 07.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo Shogun1000, die Buddhisten sagen das JEDES Lebewesen in einem vorangegangenen Leben deine Mutter gewesen sein könnte, deshalb wird auch nicht unbedingt über eine grüne Wiese gegangen, man könnte ja einen Wurm zertreten. Aber auch die verschiedenen buddhistischen Schulen unterscheiden sich in der Ausübung der Achtung vor dem Leben. Aber kein Buddhist würde ACHTLOS eine Mücke zertrümmern. Er würde mit sich ringen, ob er es schafft die Mücke zu tolerieren. Zitat Dalei Lama:"Ich wache nachts auf und fühle mich gestört von der summenden Mücke. Ich möchte sie zerklatschen, doch dann erinnere ich mich: Das geht nicht, ich bin doch der Dalei Lama." Ich hoffe das hilft, mehr weiss ich leider nicht zum Thema :-) Gruß Rayzor

  • Antwort von Hayamoto 06.02.2012

    gute frage :) bin gespannt auf die Antworten

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