Eveline am 27.10.2008 um 12:00 Uhr
Unser Nachbar (61) ist vor 8 Jahren an Krebs erkarnkt und seit 5 Jahren BU-Rentner. Zunehmend spürt man jetzt, dass er immer unzufriedener wird und das Haar in der Suppe sucht, Ständig sucht er Streit um banale Kleinigkeiten (wenn zum Beispiel seine Enkel oder Verwandte ihn besuchen, wird im Garten getobt und gefeiert, wenn unsere Enkel da sind, bittet er sich Ruhe aus, schleißlich ist er so krank oder wenn jetzt die Blätter auf dem Gehweg liegen, sollen wir endlich auch mal fegen, wir arbeiten beide den ganzen Tag, da kann man eben nur abends fegen.) Bei aller Liebe und Verständnis für seine Situation fühlen wir uns langsam schikaniert. Dauernd sucht er Streit. Manche Freunde raten uns, ihn links liegen zu lassen, andere meinen, wir sollten ihm mehr Hilfe anbieten. Aber sind wir denn zu allem moralisch verpflichtet, weil er krank ist?
Ich würde ihn direkt auf seinen Unmut ansprechen. Dazu würde ich ihm direkt und freundlich sagen, dass ich zwar Verständnis für seine Situation habe aber nicht daran Schuld bin. Wenn er seinen Frust irgendwo ablassen will, solle er sich doch bitte eine andere Möglichkeit dafür suchen. Und immer wenn er wieder losmotzt, würde ich ihn daran erinnern, dass Du nichts für seine schlechte Laune kannst und er sich bitte im Ton mäßigen soll. Erkläre ihm auch Eure Situation - in einer Gemeinschaft (und das trifft es bei Nachbarn ziemlich gut) muss man eben beidseitig Kompromisse eingehen. Wenn er das nicht kann, würde ich ihn aber auch links liegen lassen.
Gruß Lurchie
sage ihm so freundlich, aber recht eindeutig, die Meinung, so wie du sie hier für uns dargelegt hast!!!

Nein braucht man nicht. ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, das das Leben mit einem Krebskranken Menschen sehr schwer ist. Die Laune kann sich von jetzt auf gleich ändern
das müsst ihr austarieren, dass ihr mittelfristig zufrieden sind.Gespräch suchen und vorher nachdenken was ihr sagen könnt/freundlich und doch Rückgrat zeigen. Mein Nachbar kommt z.B. über die Strassenseite und klopft an meinem Privatmäuerchen seine Automatten aus. naja...
nein , ihr seid nicht verpflichtet weil er krank ist. Seine situation ist nicht leicht, jedoch könnt ihr dafür auch nichts. Ladet ihn doch mal zum kaffee ect. ein, vieleicht sucht er einfach nur nähe und ist deshalb so verbissen und verzweifelt. Wenn es dann nicht besser werden sollte einfach seine attacken ignorieren.

Ihr müsst ihm auch Grenzen setzen. Und ihm klar machen, dass alles was ihr für ihn tut reiner Gefallen ist...
Warum solltet ihr da moralisch verpflichtet zu sein einem Krebskranken ne Sonderwurscht zu braten ? Solche "Ich bin krank Nörgler macht was ich sag" gehen mir voll auf den Geist.

Nein,seid Ihr nicht. Wenn es wirklich zu bunt wird , würde ich Ihn ignorieren . Ihr seid doch nicht sein Hampelmann!

Nein, seid ihr nicht.
Vielleicht ist das seine Art, sich den Tag zu gestalten.
Nehmt Rücksicht auf seine Krankheit aber nur weil er Krnak ist braucht ihr euch nicht zum deppen machen
Wenn er sich über etwas bei euch beschwert dann denkt darüber nach und entscheidet was ihr macht.
Das kann ich von hier nicht sagen
Wenn seine Enkel bei ihm spielen und er sich nicht aufregt dann dürfen bei euch auch Kinder spielen
Aber von hier aus ist das sehr schwer zu beurteilen weil wir von euch nichts wissen

Schwieriges Thema. schikanieren lassen müsst Ihr euch auf jeden Fall aber nicht lassen. Das klingt nach einer großen inneren Unzufriedenheit seinerseits, für die Ihr sicher nichts könnt. Gibt es eine Möglichkeit vielleicht mal bei einem gemeinsamen Kaffee die Probleme anzusprechen ?

krank heißt nicht behindert, ich kenne viele Kranke und behinderte die eher genervt sind, wenn sie jemand bevorteilt. Ich finde es eine Sauerei von dem alten Herrn, natürlich kann man Rücksicht nehmen, aber irgendwann ist es auch genug.

Für seine Bitterkeit seid ihr nicht verantwortlich. Gibt es denn niemanden, der sich um ihn kümmert? Wenn nicht, dann beschämt ihn doch einfach, indem ihr Eure Hilfe anbietet. (Gleichzeitig darauf hinweisen, daß ihr wenig Zeit habt)