Frage von Xenowarrior, 80

Wie weit geht die Schweigepflicht beim Werksarzt ?

Habe mich an Silvester überreden lassen mit ein paar guten freunden gras zu rauchen, jedoch habe ich jetzt erfahren dass ich von der Arbeit aus zum Werksarzt muss. Meine frage ist, darf der Werksarzt dies dem Chef überhaupt weiter sagen wenn der Drogentest positiv ausfällt ? Wenn ja, kann dies ein Grund zur Kündigung sein ? Habe mal gehört das es eigentlich privat ist und somit nicht weiter gegeben werden darf, da es sonst die Privatsphäre verletzt, aber da bin ich nicht sicher.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von aXXLJ, 38

Woher weißt Du, ob bzw. dass der Werksarzt einen Drogentest bei Dir durchführt? Arbeitest Du in sogenannten "hochsicherheits-technischen Bereichen"?

Kommentar von Xenowarrior ,

Naja ich habe in der Firma neu angefangen und habe erfahren dass alle Mitarbeiter nach der zeit zum Werksarzt müssen. Und nein weiß nicht ob es einen Drogentests geben wird aber bei Urin- oder Bluttest müsste es doch auch zu sehen sein ?

Nein arbeite ich nicht, ganz normal in der Industrie, also Handwerksberuf.

Kommentar von aXXLJ ,

Urintests zur Diagnosestellung dienen in erster Linie dem Nachweis von Zuckerkrankheit (Diabetes) und/oder Harnwegs-Infektionen. Mit einer Blutabnahme geht die Anfertigung eines "Blutbildes" (großes oder kleines Blutbild) einher, das Deine Leukozyten, Leberwerte, GTO, etc bestimmt, aber nichts mit Drogennachweis zu tun hat.

Im Übrigen müssen Drogentests im Voraus angekündigt werden und es muss das Einverständnis des zu Untersuchenden durch Unterschriftsleistung gegeben sein.

Mach Dir also mal kein` Kopp...!

Würden Drogentests durchgeführt, so ist der Nachweis von THC nur dann ein Kündigungsgrund, wenn zu befürchten steht, dass es die Arbeit oder die Arbeitssicherheit beeinträchtigt.

Kommentar von aXXLJ ,

Thx for * (1.100)

Antwort
von Eisfuchs0, 35

Ich persönlich würde einem Werksarzt nicht vertrauen. Er steht in einem Konflikt zwischen der Verpflichtung dir gegenüber und seinem Auftraggeber, der ihm das Geld einbringt. Und da gibt es einige, die sich für das Geld und gegen dich entscheiden.

Aber mal zu den Grundlagen:

Du musst bei dem Werksarzt keinen Drogentest machen, niemand darf dich dazu zwingen. Falls du allerdings im Arbeitsvertrag eine Klausel unterschrieben hast, dass du mit einem Drogentest einverstanden bist und deine Arbeit zwingend aus Sicherheitsgründen erfordert, dass du keine Drogen nimmst (z.B. gefährliche Maschinen bedienen, Waffen tragen, Passagierbusse oder Züge fahren), kann der Arbeitgeber das von dir fordern. Auch dann kann dich niemand zwingen, den Drogentest zu machen, der Arbeitgeber kann dann aber versuchen, arbeitsrechtlich gegen dich vorzugehen.

Allerdings ist einmal Gras rauchen ausserhalb des Dienstes meiner Meinung nach nicht problematisch, solange man genügend Zeit (mindestens 24 Stunden) vor Antritt seiner Arbeit verstreichen lässt. Vor einem Drogentest sollte man aber deutlich mehr Zeit verstreichen lassen. Die Nachweismöglichkeiten sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Im Zweifelsfall würde ich mich halt von dem Hausarzt für den Termin beim Werksarzt krankschreiben lassen. So gewinnt man Zeit, bis der Graskonsum nicht mehr nachweisbar ist.


Kommentar von Xenowarrior ,

Danke für die ausführliche Antwort ! 

Genau das dachte ich mir über den Werksarzt auch. Dann muss ich nochmal nachlesen aber nein, arbeite normal in der Industrie also Handwerk.

Naja Drogentests vielleicht nicht direkt aber wenn er aus Gesundheitsgründen Blut abnimmt und das zufällig bei raus kommt ?

Kommentar von Eisfuchs0 ,

Naja Drogentests vielleicht nicht direkt aber wenn er aus Gesundheitsgründen Blut abnimmt und das zufällig bei raus kommt ?

Eigentlich darf er ohne vertragliche Regelung keinen Drogentest an deinem Blut durchführen. Ob man sich da immer drauf verlassen kann sei dahingestellt, ich würde mich da nicht zu 100% drauf verlassen.

"Dann muss ich nochmal nachlesen aber nein, arbeite normal in der Industrie also Handwerk."

Meiner Meinung nach braucht es da keinen Drogentest. Das Informationsinteresse des Arbeitgeber wiegt da meiner Meinung nach weniger schwer als dein Recht auf körperliche Unversehrtheit und informationelle Selbstbestimmung.

So als Praxistip:

Du kannst ja an der Untersuchung teilnehmen aber sagen, das du nicht möchtest, das dir Blut abgenommen wird. Möglicherweise wird der Arzt versuchen, dich zu überreden. Der Arzt muss aber deine Weigerung, dir Blut abnehmen zu lassen akzeptieren, wenn du darauf bestehst.

Wenn du willst kannst du dir ja eine Geschichte ausdenken, warum du nicht möchtest, dass man dir Blut abnimmt. Zum Beispiel dir ist gerade nicht so gut und du möchtest nicht, dass dir schlecht wird, wenn du dein Blut sehen musst.

Antwort
von webya, 22

Warum musst du denn zum Werksarzt?

Kommentar von Xenowarrior ,

Habe bei der Firma neu angefangen letztes Jahr, das müssen hier alle nach der Zeit. Also nur Grunduntersuchung. 

Kommentar von webya ,

Dann musst du ihn doch sicher von der Schweigepflicht entbinden.

Antwort
von bartman76, 37

Soweit ich weiß musst du einem Drogentest erstmal zustimmen und warum sollte der Werksarzt überhaupt einen veranlassen?

Kommentar von Xenowarrior ,

Aber kommt es nicht komisch wenn ich ablehne ? 

Vielleicht will der Arbeitgeber das ja, kommt das nicht eh beim standardmäßigen Urin/Bluttest ?

Antwort
von Kamatoro, 46

Ja eigentlich darf dein Arzt es keinem verraten.....

Kommentar von Xenowarrior ,

Ein normaler Arzt dürfte das denke ich auch nicht, jedoch weiß ich nicht ob es beim Werksarzt leichte Änderungen gibt, er arbeitet ja quasi für den Arbeitgeber.  Gibt es da spezielle Richtlinien ? 

Kommentar von Kamatoro ,

achso ja das weiß ich leider auch nicht tut mir leid. Aber wenn er so etwas wie ein richtiger Arzt ist, dann müssten ja die selben regeln gelten oder?

Kommentar von Xenowarrior ,

Naja im Prinzip ist ein Werksarzt ja ein richtiger Arzt, habe in der firma neu angefangen und soll ganz normal zur Untersuchung zum Werksarzt von der firma aus. Kann sein dass der Arzt das mit dem "Auftrag" des arbeitgebers weitergeben darf, daher meine unsicherheit.

Kommentar von Kamatoro ,

jap

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