Frage von 12Sunny34, 35

Wie weit dürfen Kunden gehen?

Seit 3 Jahren habe ich nun ein kleines Reinigungsinstitut mit 3 Angestellten, vorwiegend im Privatkundensektor. Nun ist eine meiner regelmässigen Kundinnen umgezogen in ein grösseres Haus. Das alte Haus soll verkauft werden - natürlich nach der Endreinigung. Jetzt kommt der Knackpunkt, bis anhin hatten wir keinen Abgabetermin und haben einfach immer wieder vorweg gearbeitet, was auch i.o. war. Von einem Tag auf den anderen musste es dann doch Besichtigungsfertig sein und wir haben ordentlich gas gegeben (7zi EFH mit Garten, Estrich und komplett unterkellert, die Kundin und ihr Mann haben viel von daheim aus gearbeitet und mit 2 Hunden und 3 Katzen zusammengelebt). Auch jetzt noch kein definitiver Abgabetermin aber eine Zwischenabrechnung wurde verlangt. Vor 2 Wochen hiess es dann; soweit sieht ja alles gut aus, jetzt sinds ja nur noch Kleinigkeiten. Letzte Woche hatte ich dann die Zwischenabrechnung auf die Stunde genau verrechnet (zu einem Spottpreis) und verschickt und plötzlich wird alles ganz schrecklich dargestellt - es ist ja noch überhaupt nichts erledigt, bin damit nicht zufrieden, das dauert viel zu lange usw. Und ich solle mir eine Lösung überlegen. Auf den Vorschlag, dass jetzt der Auftrag umgehend fertiggestellt wird ohne zusätzliche Kosten, ist sie nicht eingegangen.

Ich bin langsam echt ratlos mit der guten Dame. Mir fällt einfach auf, dass sie seit dem Umzug total verändert ist. Die Arroganz gegenüber mir und Angestellten spüre ich von Woche zu Woche deutlicher. Ich verstehe ja, dass so ein Umzug stressig ist und wenn dann noch Umbau dazu kommt ists erst recht heftig. Aber irgendwie kommts mir vor als schwebe ich irgendwo zwischen "Sei frei in deinem Tun" und "lies mir die Wünsche von den Augen ab". Ich merke auch deutlich wie manchmal der innerliche jähzorn über sie kommt und sie sich beherrschen muss.. Einem definitiven Abgabetermin hab ich immernoch keinen. Soll ich sie darauf ansprechen? Und vorallem, soll ich auf mein Entgeld bestehen oder Ihr entgegenkommen? Oder mich eventuell ganz von Ihr trennen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eldiablo85, 13

Ich würde die bisher entstandene Arbeit bezahlen lassen, und zwar zum normalen Tarif. Nicht entgegen kommen oder Nachlass geben, das erzeugt bei ihr den Eindruck dass ihr sie unbedingt behalten wollt und dann nimmt sie sich solche Freiheiten und Frechheiten heraus. Wenn Sie plötzlich meint dass ihr schlechte Arbeit macht soll sie das erst mal beweisen. Sobald das Geld da ist würde ich mich (sofern kein Vertrag besteht der das ausschließt) von ihr trennen, solche Kunden braucht kein Mensch.

Bekannte von mir hatten einen ähnlichen Fall, die führen einen malerbetrieb. Die mussten zwar mit der ersten Rechnung zum Anwalt, aber als der mal nen Brief an die Kunden schrieb war schnell ruhe 😉.

Antwort
von ludpin, 16

Die Frau hat ev. Zahlungsschwierigkeiten. Ev. hilft ein Zeuge oder Gutachter der bestätigt das alles korrekt ausgeführt wurde. Bis die Rechnung nicht gezahlt ist, keine Arbeiten mehr durchführen. Mahnung schicken wenn nicht bezahlt wird. Ansonsten Rechtsanwalt.  

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