Hallo, meine Tochter (11 Jahre) bekam wegen vermeintlicher Unaufmerksamkeit eine Strafarbeit auf.Den Psalm "Der gute Hirte" auswendig zu lernen(6 Strophen). Meine Tochter glaubt nicht an Gott und ich finde Religionsunterricht auch äußerst unsinnig. Nun wüßte ich gern ob es normal sein kann ein Kind als Strafe etwas auswendig lernen zu lassen was mit einem bestimmten Glauben zu tun hat? Geht hier nicht um das Bestrafen an sich, sondern um die Art der Strafe die für mich nach Bekehren riecht. Was meint Ihr dazu? Wenn meine Tochter den Psalm bis morgen nicht kann soll sie nachsitzen. Ist das korrekt?

Es verwundert mich nicht sonderlich, dass deine Tochter nicht an Gott glaubt, wenn du den Religionsunterricht äusserst unsinnig findest! Meine Kinder hatten ebenfalls Religionunterricht, weil ich sie motivierte, haben sie sogar fürs Leben was gelernt! Ob die Strafarbeit tatsächlich sinnvoll ist bleibt dahingestellt! Aber im Interesse des Kindes würde ich nichts dazu sagen..übrigens..Ob die Unaufmerksamkeit "vermeintlich" war oder nicht?!?! Ich würde mich zum Wohle deiner Tochter hinter den Lehrer/in stellen! Gruss Solf

Ich glaub an der Stelle Deiner Tochter würde ich schon aus Trotz nachsitzen und mir nicht den Sonntag versauen. Damit wird dann wenigstens noch der Lehrer bestraft weil sie ja beaufsichtigt werden muss. Soweit zum Sinn dieser Bestrafung.
find ich auch, lieber nachsitzen, als so viel zu lernen ....
Solf am 27. Januar 2008 20:33 HOPPELHASI...
raubkatze am 27. Januar 2008 20:32 DH!
vampire am 27. Januar 2008 20:36 Jepp, wenn es was sinnvolles zu lernen gäbe, wäre das was anderes. DH
Solf, warum schreist Du mich denn so an ???;-)ich sag doch ICH (weil ICH keine 6 Strophen lernen könnte;-))
Solf am 27. Januar 2008 20:40 Aha..! :-))
collo am 27. Januar 2008 20:40 DR: Trotz ist die Mutter der Dummheit
@redigeur: interessante Denkweise, die dem armen Lehrer wahrscheinlich bis zu diesem Moment noch gar nicht bewußt geworden ist.
regideur am 28. Januar 2008 16:50 Da fragt sich doch: Wie schnell lernt der Lehrer???
ist denn Deine Tochter getauft? Wenn ja, warum? Wenn nicht, muss sie doch auch nicht in den Religionsunterricht gehen. Dann kann sie auch niemand "bekehren" Wenn es in der Schule das Fach Ethik gibt, dann doch nur das!
Allerdings auch etwas ungewöhnlich, dass ein Kind mit 11 Jahren nicht(mehr) an Gott glaubt, oder? Aber das war ja nicht gefragt...
Indy72 am 27. Januar 2008 20:33 DH!
Solf am 27. Januar 2008 20:33 DH! Outing pur..
Meine Tochter ist nicht getauft und sie wird auch nicht konfirmiert!
@Miri, wenn Deine Tochter NICHT getauft it, muss sie doch auch gar nicht in den Religionsunterricht! Und wenn, dann nur freiwillig.... dann würde ich aber die Strafe nicht akzeptieren und mit dem Lehrer reden ... gibts denn Ethik nicht ??
claude5 am 27. Januar 2008 20:43 Sie hat aber nun schon mal im Unterricht gestört, egal ob sie da nun "hingehört" oder nicht. Im Unterricht benimmt man sich, ob man das Fach nun mag oder nicht.
Der nächste fängt wahrscheinlich gleich an, um z.B. Sportunterricht zu diskutieren, ist für viele ja auch eine "Glaubensfrage"... aber auch da muss man sich benehmen, ob man nun Sport mag oder nicht.
Solf am 27. Januar 2008 20:40 Geht sie wenigstens regelmässig in die Moschee?
@claude5, ja aber Sportunterricht ist halt nun (leider) mal "Pflicht" ...Religionsunterricht dagegen nicht ..
claude5 am 27. Januar 2008 20:50 Sie muss aber irgendwas in der Richtung machen, sie könnte auch eine Alternative wählen (Ethik oder was auch immer). Und deshalb ist die Stunde an sich Pflicht, genauso wie Sport.

War sie im Religionsunterricht unaufmerksam, dann würde die Art der Bestrafung ja zumindest passen. Vom Sinn will ich mal nicht reden. Für ein Unaufmerksamkeit 6 Strophen lernen zu müssen, das finde ich arg übertrieben und würde - wenn überhaupt - nachsitzen.

Das hat nichts mit Religion zu tun. Das kann der Deutschlehrer auch machen. Wenn ein Kind unaufmerksam ist, soll es zur "Strafe" etwas abschreiben, ein Gedicht auswendig lernen, eine schriftliche Ausarbeitung vorlegen usw. Und im Religion bietet es sich halt an, ein paar Zeilen aus der Bibel zu lernen. Nur mal so als Frage, Religionsunterricht ist doch freiwillig. Wenn ihr damit absolut nichts anfangen könnt, warum geht das Kind in den Religionsunterricht?

Ich kann dein Problem ehrlich gesagt nicht verstehen. Was ist jetzt so schlimm daran? Leider hat es sich heutzutage so eingebürgert, daß Kinder immer ihren Kopf durchsetzen müssen. Das wird ihnen von klein auf so von den Eltern beigebracht. Nimm dir doch gleich einen Anwalt und zieh den Lehrer vor Gericht. Du bekommst sicherlich Recht.
Danke für den sinnvollen Kommentar!Vater ist Anwalt! Lies doch lieber die Frage nochmal.
Super Cruiser am 27. Januar 2008 21:26 Ich habe deine "Frage" sehr genau verstanden. Ich persönlich halte diese Entwicklung, wie ich sie schon beschrieben habe für sehr bedenklich. Desweiteren halte ich die Tatsache, daß Religion heutzutage bei vielen Menschen keinen Platz mehr findet und es teilweise schon zum guten Ton gehört sich darüber lustig zu machen wo es geht, für wesentlich bedenklicher, als die Tatsache, daß eine 11jähriger irgendeinen Psalm auswendig lernen soll, wenn sie vom Lehrer wahrscheinlich zurecht dazu verdonnert wurde.
Meine Tochter besucht noch den Religionsunterricht weil es mir ja früher auch nicht geschadet hat und weil ich dachte ich könnte in der 5. Klasse noch nicht abwählen. Ich informiere mich da morgen mal. Welche Mittel sind den pädagogisch sinnvoll wenn meine Tochter unaufmerksam ist oder gar stört? LG
Sprechen Sie mit der Ihre Tochter unterrichtenden Lehrperson. Das ist das beste Mittel.
Sind sie Lehrkraft?
Wieselchen1 am 29. Januar 2008 07:03 Bravo, oldpaed, bin ganz Ihrer Meinung. Mein Sohn sollte mal in der Grundschule zwei Seiten aus dem Deutschbuch abschreiben, weil er sich geprügelt hat.
Ich habe die Strafe als so unsinnig empfunden, dass ich dem Lehrer geschrieben habe, dass ich sie ablehne und meinen Sohn statt dessen (mit meiner Hilfe, es war in der 3. Klasse) einen Bericht darüber schreiben lassen, was passiert ist und warum er falsch gehandelt hat. Da musste er sich wenigstens mit seinem Fehlverhalten auseinander setzen.
Wenn die Erziehungsberechtigten (so wie Sie) insgesamt intensiv an dem Schulleben teilnähmen, gäbe es mit Sicherheit weniger Schulprobleme, und auch das hier genannte wäre auf dem Wege eines Gesprächs schnell zu lösen.
Wieselchen1 am 29. Januar 2008 08:35 Oh, nun überschätzen Sie mich aber. Leider Gottes war ich nie in der Lage, an Klassenpflegschaftssitzungen und Elternstammtischen teilzunehmen, da ich voll berufstätig bin und in dieser Phase auch alleinerziehend war. Aber zumindest habe ich mich immer um meinen Sohn gekümmert und auch seine schulische Entwicklung mit bestem Willen und nach Möglichkeit unterstützt.
In manchen Situationen sind Lehrer m.E. überfordert und reagieren mit Stereotypen, die aber leider Gottes jeden pädagogischen Hintergrund entbehren. Ich wünschte mir oft, dass Lehrer auch mal mehr auf die Eltern hören würden und nicht immer ihre vorgefasste Meinung über Kinder und deren Elternhaus um jeden Preis bewahren wollen. Hierzu könnte ich eine Menge Beispiele nennen, das führte nun aber zu weit.

Entwedeer hast du die Tochter auf die falsche Schule geschickt oder hat sich diese das falsche Wahlpflichtfach ausgeguckt, wenn ihr beide das so sieht. Nachsitzen ist unpädagogisch. Wenn ihr Problemen aus dem Weg gehen wollt, dann kann sie doch diesen Psalm genauso lernen wie ein Gedicht. Es ist nichts dabei - eben wenn man nicht glaubt. Für Nucht-Gläubige empfiehlt sich für diesen Wahlpflichtbereich eher das Fach Religionskunde oder Ethik. Allerdings kann einem der Lehrer auch dann ehnliche Aufgaben aufbrummen. Ich sehe das nicht so eng.

Vom Religionsuntericht sofort abmelden! Bin mit 12 Jahren einfach nicht mehr hingegangen, dann war das Thema erledigt.
Solf am 27. Januar 2008 20:37 Und jetzt bist du stolz drauf?
knetartpunktde am 27. Januar 2008 20:39 Du warst offensichtlich mit 12 Jahren schon sehr reif - Respekt !
claude5 am 27. Januar 2008 20:40 Dann muss aber alternativ Ethik/ Werte und Normen / Philosophie - oder wie auch immer es an der Schule heißt - belegt werden. Ansonsten ist es einfach nur schwänzen (ja, früher war das anders, aber heute ist das so...). Deshalb so einfach formuliert kein guter Tipp, da das massiv zu Problemen führt!
raubkatze am 27. Januar 2008 20:46 Ethik-Untericht gabs erst später, war wirklich gut! Vorher hatte ich eine Freistunde, die ich lieber mit Mathe gefüllt habe.
Ich sprech das in der Schule mal an. Ich glaube aber in der 5. kann ich sie noch nicht aus dem Reli. Unterricht nehmen. Danke trotzdem
raubkatze am 28. Januar 2008 16:30 In manchen Grundschulen müssen die Kinder in den ersten beiden Jahren am Unterricht teilnehmen, weil ein alternatives Betreuungsprogramm fehlt. Aber prinzipiell geht das schon sehr früh! Ich finde es aber gut, wenn ein Kind erst einmal etwas über Religionen erfährt, damit es sich eine eigene Meinung bilden kann. Man muß wissen, warum man etwas ablehnt! Dann, mit gutem Gefühl: Nur zu!
Sehr vernünftig Papa Solf!
Danke Mama Shira!
@Solf: tolle Antwort! DH!
Ganz Deiner Meinung, Solf, DH.