Frage von LoriDuffy, 134

Wie weit darf man eigentlich mit einer sogenannten Dashcam gehen, darf ich damit auch selber Verkehrssünder aufnehmen?

Wie weit darf man eigentlich mit einer sogenannten Dashcam gehen, darf ich damit auch selber Verkehrssünder aufnehmen?

Antwort
von baindl, 71

Du wirst Dir Probleme einhandeln!

Das gilt auch für den Fall, dass ein Fehlverhalten anderer bei der Polizei angezeigt und mit Videomitschnitten belegt werden soll. Videoaufnahmen zur Strafverfolgung sind nur der Polizei erlaubt, und auch dies nur in engen Grenzen. Wer mit der Dashcam Verstöße anderer aufnehmen und zur Anzeige bringen will, verstößt in den aller meisten Fällen gegen geltendes Recht.



https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrsrecht/Dashcam/Situation...

https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrsrecht/Dashcam/Aktuelle%...

http://www.chip.de/artikel/Dashcam-Sind-Autokameras-legal-und-welche-kaufen_6760...

Kommentar von Lestigter ,

richtig - alles "aktive" Sachen - wenn es aber darum geht, vor Gericht meine Unschuld zu beweisen, sieht es anders aus und wird auch ab und an zugelassen...

Kommentar von baindl ,

und wird auch ab und an zugelassen...

Das ist dann aber nicht die Regel, sondern die absolute Ausnahme.

Ausserdem will der Fragesteller ohne jeden Anlass "Verkehrssünder" filmen.

Das darf nur die Polizei.

Kommentar von Lestigter ,

Aufnehmen darf er sie, nur eben nicht öffentlich stellen oder "auswerten", so die Rechtslage - oder bring mir ein Urteil, wo das anders drinsteht!

Könnte hier sofort ein gutes dutzend von "Verkehrsverstössen"  hochladen, denen ich ausgesetzt war, die ich aber nur auf dem Stick lasse und in keiner runde, also nicht öffentlich zeige..

"absolute Ausnahme?" Auszug aus solch eine "Ausnahme" (Urteil):

Es steht dem Gericht jedoch zu, in dieser höchst strittigen Rechtsfrage, zu der bisher höchstrichterliche Rechtsprechung nicht existiert, seine geäußerte Auffassung zu überdenken und nach erneuter Prüfung zu einer anderen Rechtsauffassung zu gelangen.

Kommentar von baindl ,

Mein Gott, man kanns auch übertreiben.

Stell Dich an einen Kreisverkehr und filme alle Fahrzeuge, die falsch/oder gar nicht blinken.

Dein Speicherstick wird in 2 Stunden voll sein.

Ich weiß nicht wieviele Millionen Verkehrsverstöße stündlich nur in Deutschland ungeahndet bleiben, weil sie keiner bemerkt ausser denjenigen, die oberlehrerhaft jeden Kleinkram monieren und sich wichtig machen wollen.

Kommentar von Lestigter ,

Da hat einer das System nicht verstanden - meine Cam nimmt in 3 Minuten immer eine neue Sequenz auf, hat eine 16GB Microcard eingesetzt und das älteste Video (älteste Sequenz) wird automatisch immer überschrieben, wenn die Karte voll ist (also etwa nach 2stunden, 20 Minuten..)

Wenn aber etwas "auffällt", dann muss ich nur hochlangen, den rechten Knopf 2x drücken und er schreibschützt automatisch diese gerade laufenden 3 Minuten. Bei unfällen schreibschützt ein Crashsensor das automatisch..

Ab und an Zuhause Microcard rausnehmen (die Kamera selbst ist wartungsfrei ,schaltet sich mit der Zündung ein und aus) und die besten "schreibgeschützen" Parts auf meinen Stick ziehen..

Ich glaube, in diesem Halbjahr hab Ich die noch gar nicht herausgenommen, da waren kaum interessante Sachen dabei gewesen..

Du hast das Prinzip nicht erkannt - Da schneidet dich jemand grausam, weil er den Gegenverkehr unterschätzt hat, du kommst aufs Banket oder mit der rechten Felge an den Randstein (sowas ist mir schon ohne Kamera passiert, noch dazu mit einem Firmenwagen) und der andere haut ab - da ist es doch praktisch, 2x aufs Knöpfchen zu drücken und sich in Ruhe die Nummer von dem Auto anzeigen zu lassen, damit man die ordentlich und zu 100% sicher bei der Polizei angeben kann, wenn man eine Fahrerflucht anzeigt! (und die Nummer des Gegenverkehrs als Zeuge hat man auch noch gleich) - die Kamera muss man nicht erwähnen bei der Anzeige..

Was ist daran "schlecht?"

In dem Urteil, aus dem ich zitierte, wollte der Kläger (also der, der später die volle Schuld bekam, weil er gelogen hat) auch noch Geld haben - so dreist war der - Urteil kann ich hier verlinken, dann kapierts auch der letzte, wie gut die Dashcam da war!

Kommentar von Lestigter ,

*Korrektur, gerade nochmal nachgelesen, Kläger und Beklagte verwechselt..

Antwort
von ChinaDrachenei, 9

Die Rechtslage ist noch nicht wirklich geklärt. Aber eins kann ich dir sagen: Polizei spielen solltest du nicht das bringt dich nur in Schwierigkeiten

Ich halte es für ein praktisches Gadget. Es gab schon Fälle da wurde eine Aufzeichnung die die Schuldfrage geklärt hat als Beweis zugelassen. Natürlich sind die Gerichte da zum Teil noch vorsichtig.

Ich hab eines und nutze es auch da es mir ein sicheres Gefühl gibt. Mein cocar verwende ich aber nicht primär zur Unfalldokumentation/Rechtsstreitprävention. Mein Gerät hat zusätzlich eine Navifunktion und funktioniert als Schnittstelle zwischen Handy und Wiedergabegerät 

Hier http://mycocar.com/ das empfehle ich dir falls du überlegst dir eines zu holen.

Antwort
von Lestigter, 54

Fährt bei mir immer mit , bei beiden Fahrzeugen fest verbaut neben dem Rückspiegel!

Für eigene "Videoabende" ist das erlaubt, nur ins Netz darf man es nicht stellen. so die Rechtslage (Und das hier in Bayern!)

https://www.wohnmobilforum.de/w-t94754.html

Und lieber habe ich notfalls einen Beweis, dass ich nichts falsch gemacht habe, als das Wort gegen Wort steht...

Antwort
von ValarieRay, 32

Diese Kameras sind im Auto erlaubt, aber nur dazu gedacht, dass wenn es zu einem Unfall kommt, dieser auch dokumentiert werden kann. NICHT aber um sich selber zum Polizisten zu machen. Dies kann ganz klar unterhttp://www.lvz.de/Ratgeber/Recht/Verkehrsrecht/Private-Jagd-auf-Verkehrssuender-...n nachgelesen werden.

Antwort
von 1Sarahkeks1, 70

Nein darfst du eigentlich nicht. Man darf niemanden einfach Filmen ohne das der andere das weiß, außer du rennst mit einem Riesen Schild rum wo drauf stehet das du Filmst und jeden fragst ob das OK ist. ;D

Und vor gereicht zählt das auch nicht (zumindest meistens) da wie gesagt das Video material gar nicht erst entstehen durfte.

Kommentar von RainerB76 ,

Das stimmt so auch nicht...

Dann dürfte niemand Urlaubsfotos machen oder Ausflugvideos drehen oder sonst was...

Man darf jemanden fotografieren oder filmen ohne dass diese Person das weiß, wenn 

- erstens die Person nicht Hauptgegenstand sein soll. Wenn jemand also den Eifelturm fotografiert und da stehen Personen davor...

- und zweitens das Foto oder Videomaterial nicht veröffentlicht wird. 

Kommentar von 1Sarahkeks1 ,

Danke das weiß ich auch, Fotografiere selber und hatte das in der schule. Wenn man aber einen Unfall filmt ist die Peron bzw das Auto und das geschehen Hauptmerkmal des Videos. Und nein du dürftest nicht einfach ein Bild von mir machen ohne das ich gefragt werde auch nicht wenn es nicht hochgeladen wird. (wenn ich an öffentlichen plätzen stehe und da viele Personen stehen dann ist es ok aber nicht wenn ich zb irgendwo an einer Bushaltestelle stehe.

Es ist halt so das die Kameras in Deutschland noch nicht erlaubt sind. In anderen ländern ja.

Kommentar von RainerB76 ,

Wenn Du aber irgendwo an einer Bushaltestelle stehst, stehst Du ja auf einem  öffentlichen Platz... und wenn ich den Regenbogen hinter der Bushaltestelle am Horizont filmen oder fotografieren will, darfst Du mir das auch nicht verbieten, selbst wenn Du auf dem Foto bist. 

Die Kameras sind in Deutschland nicht grundlegend verboten. Nur der Zweck ist abzuwägen...

Dafür gibt es mehrere pro und kontra-Urteile. Es gibt z.B. das Urteil vom Amtsgericht München vom 06.06.2013 mit der Aktennummer 343C4445/13. Da gab es einen Unfall mit einem PKW und einem Radfahrer. Der Radfahrer filmte seine Fahrt und somit den Unfall.  Das Video wurde zugelassen weil der Hauptgrund des Filmens die Aufzeichnung der Radtour war, der Unfall wurde nur zufällig gefilmt und somit lag keine Grundrechtsverletzung des Autofahrers vor. Das Video wurde zu Beweiszwecken zugelassen...

Kommentar von 1Sarahkeks1 ,

dann ist aber der Regenbogen das Huptmotiv und nicht ich. und die Personen im Vordergrund sind wahrscheinlich unscharf oder nur klein zu erkennen, das wäre ja ok. aber man darf nicht hingehen und mit einem Tele nur mich fotografieren

Kommentar von RainerB76 ,

Da hast Du Recht. Ich schrieb ja der Zweck ist abzuwägen. Hauptmotiv und Zufälligkeit...

Aber hast Du schon mal eine Dashcam mit Teleobjektiv gesehen... ? 

;-)

Kommentar von Lestigter ,

Na ja, unter HD sollte die sowieso nicht sein, da kann man schon gut Einzelheiten erkennen..

Kommentar von Lestigter ,

Du meinst also, wenn von es bei einem Unfall tote gibt und die Staatsanwaltschaft vor Ort kommt und ein Sachverständiger für ein Gutachten die Unfallstelle Filmt und ablichtet und dabei zwangsläufig auch den vorbeifahrenden Verkehr und die herumstehenden Leute mit aufnimmt, dann darf er das nicht?

Glaub ich nicht, gibt mittlerweile übrigens Urteile dazu, wo solche Dashcam aufnahmen vor Gericht als Beweis zugelassen wurden, weil anders die Schuldfrage nicht ermittelt werden konnte.Einfach mal googlen, eines über einen "Ausbremser und Abdrängler" und eines über eine "Spurwechsler bei Fahrstreifen mit Pfeilen"..

Beide male konnte die Unschuld des filmers festgestellt werden

Kommentar von Lestigter ,

Das ist strittig!

Der 6 b Bundesdatenschutzgesetz befasst sich mit der Überwachung von öffentlichen Raum mit stationären Anlagen - eine Dashcam ist nicht "stationär", sondern beweglich...

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