Frage von Wehrmut, 72

Wie weit darf ein Betriebspsychologe bei einem Mitarbeitergespräch gehen?

Mir wurde- wie auch anderen Kolleginnen - ein Gespräch mit einem sogenannten "Betriebspsychologen" aufgezwungen. Er war vorher noch nie in unserer Einrichtung, hat also auch kaum eine Vorstellung von speziellen Arbeitsbereichen (wie sich während der, in meinen Augen unmöglichen Unterhaltung herausstellte). Ich bin der Ansicht, er ging zu weit. Negative Äußerungen über mein Alter, Hinweis, ich müsse sagen, was intern im Hause nicht funktioniert- mit der Drohung: "Sprechen sie , ich bekomme sowieso alles heraus"! Ich hatte zeitweise den Eindruck, es handle sich eher um einen losgelassenen Wolf, mit dem Ziel, Angestellte komplett zu verängstigen. Besonders irritiert hat mich, dass er nicht mal den Ausdruck "Mäeutik", bezw. mäeutisches Prinzip kannte. Er als Psychologe müsste das vom Studium her doch schon mal gehört haben. Wieviel muss ich mir von so einer Type gefallen lassen? Dankbar für ernste Antworten LG

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Antwort
von Allexandra0809, 43

Zwar weiß ich nicht, wo und was Du arbeitest und warum ein Psychologe mit Euch reden sollte, aber eine negative Äußerung über Dein Alter geht gar nicht.

Ebenso kann er keinen zwingen, über Negatives im Betrieb zu berichten. Mir würde in diesem Fall nichts Negatives auffallen.

Kommentar von Wehrmut ,

an Allexandra0809

Es handelt sich um eine Senioren-Residenz, die gerade hinter den Kulissen von einer neuen Holding übernommen wurde. Von dort der Psycho....

LG

Kommentar von Allexandra0809 ,

Also ein Altenheim in gehobener Klasse :-)

Finde das schon äußerst seltsam, welche Dinge da abgehen. Betriebsrat gibt es ja sicher nicht und in der Gewerkschaft bist Du wahrscheinlich auch nicht. Das wäre in diesem Fall gut.

Du könntest Dich aber mal mit Deinen Kollegen beraten, wie Ihr künftig verfahren wollt. Ihr solltet Euch eben einig sein.

Mein ehemaliger Chef hat mich auch mal auf mein Alter angesprochen. Ich hab ihm nur gesagt, dass er auch mal in mein Alter kommt, sofern er es überhaupt erlebt :-) Da wusste er nichts mehr!

Antwort
von Wehrmut, 10

Mit Deinen Vermutungen liegst Du richtig. Wir haben einen Betriebsrat, (nicht gewerkschaftlich) der das Papier nicht wert ist. Ich habe heute auf höheren Ebenen bekannt gegeben, dass ich bei evtl. weiterfolgenden Gesprächen mit diesem Herrn eine 3. Person als Beisitzer wünsche.  Dem wurde mit "betretenen" Gesichtern stattgegeben.

Vielen Dank für Deine Antwort.    LG                                                                        

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