Wie weit darf die Liebe gehen?

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3 Antworten

Was ist "perfekte" Liebe?

Ich habe meine "Liebe" schon sehr früh kennengelernt, mit 16. Zur Folge hatte da, dass mein gesamter damaliger Freundeskreis sich von mir abgewendet hat, genauso aber bei meiner Frau auch.

Meine Eltern, die mich sowieso mit 13 ins Heim gesteckt haben, brachen den Kontakt dann auch ab, weil ich, sowieso verhasst, damit schonmal gar nicht mehr gesellschaftskonform war. Kurz: ich habe heute nur noch zu meinem Bruder, der mit mir letztlich im Heim gelebt hat, Kontakt und der ist, gottlob, gut.

Auch die folgenden Jahre waren nicht so einfach. Als junges Mädchen/junge Frau mit einer viele Jahre älteren Frau an der Seite...schwierig, von der Gesellschaft sehr kritisch beäugt oder einfach abgelehnt, weil: Ich will ja nur's Geld und sie braucht Aufmerksamkeit! Ganz einfach!

Ich hätte sie aber nie aufgegeben, weil ich wusste, das ist mein Glück, mein menschliches Glück.Immerhin hat sie mein Leben so verändert, dass ich heute selbstbewusst und mit einem guten Selbstwertgefühl durch's Leben gehen kann/darf.

Was mich an deinem Mann wundest, oder du sagst es hier einfach nicht, sind die Gründe für sein Verhalten. Es gibt ja die berühmte Midlife-Crisis, die manchmal Männer zu komischen Wesen mutieren lässt. Zudem er ja deutlich werden lässt: Er ist sich zwar seiner Gefühle nicht sicher, aber aufgeben will er dich ja auch nicht, immerhin sollst du in der Nähe bleiben.

Hier hilft eigentlich nur ein sehr sachliches, aber deutliches Gespräch, in dem er einfach mal die Gründe offenlegt, wieso er so agiert/reagiert und wieso er möchte, dass du in seiner Nähe bleibst (Haushalt?). Zudem solltest DU ihm mal offen und ehrlich, aber sachlich (auch wenn's schwer fallen mag), sagen, was und wie du die Situation empfindest! Denn es ist, schlich...shiete! Immerhin willst du wissen, was dahinter steckt und es soll ja letztlich für beide die "beste" Lösung gefunden werden.

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Spontan erinnerte mich dein Posting an meine Vergangenheit. Ich hatte jmd kennen gelernt und mich in ihn verliebt. Von ihm kamen deutliche Anzeichen,  dass er ebenso empfinden würde, jedoch lehnte er eine Beziehung ab, sagte mir, er könne nicht lieben. Zu anderen Leuten behauptete er, ich würde ihm hinterher rennen usw. Ich konnte ihm das alles verzeihen. Irgendwann ließ er sich in die Psychiatrie einweisen und ich besuchte ihn regelmäßig. Wir verstanden uns super und verziehen uns gegenseitig, ich bot ihm die Freundschaft an (obwohl ich noch Gefühle für ihn hegte). Da er aber inzwischen eine Freundin hatte, lernte ich, über meinen Gefühlen für ihn zu stehen, liebte ihn, ohne etwas von ihm zu verlangen. Dass er mich im Laufe der Zeit immer öfter mit verliebten Blicken anschaute und auch ab und zu Bemerkungen fallen ließ,  die ich (bin im Nachhinein erst dahinter gekommen, dass er da was von mir wollte) ignorierte, weil wir ja nur Freunde waren/ weil ich mir einredete, dass er ja nichts von mir wollte. (Wäre zu lang, hier ausführlich darüber zu schreiben.)

Dein Mann muss lernen,  sich selbst zu lieben und du solltest lernen, über deine Gefühle zu stehen.

"Was du liebst, lass frei. Kommt es zu dir zurück, gehört es dir für immer." Zitat von... ist mir mom entfallen. LG

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Was ich geopfert habe? Meinen Stolz und ein paar meiner Prinzipien. Es ist mehr als es sich anhört, aber Details möchte ich nur ungern nennen. Und ja, das war es wert.

Was er da behauptet, ist vielmehr ein Hilferuf. Nicht mehr lieben zu können, das gibt es nicht. Das bedeutet: Eine Mauer um die Gefühle bauen um sie wegzusperren, weil man verletzt wurde.

Was er sich indirekt wünscht, ist ein Beistand von dir.

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Kommentar von Schusterin1983
06.05.2016, 11:14

Er meinte er kommt nicht wieder zurück....er hat sich für die Ehe aufgeopfert und ich habe es nicht gemerkt. Ich bin schuld 

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