Frage von pinklady1123, 225

Wie wann und wo entstand das Christentum?

Antwort
von Andrastor, 100

Das Christentum entstand als Sekte im alten Rom ungefähr in den Jahren 60-80 unserer Zeitrechnung.

Die ersten Christen wurden verfolgt und getötet, aber nach einigen hundert Jahren konnten sie sich als Religion etablieren und verdrängten den römischen Glauben.

Mit Rom als neuer Glaubenshauptstadt verbreitete sich das Christentum über das ganze römische Reich und darüber hinaus.

Dabei benutzten sie Feuer, Schwert und Assimilation um andere Glaubensrichtungen zu vernichten, was ihnen auch leider gelang.

Zum Glück nicht überall. Die Normannen (Wickinger) zum Beispiel hielten nicht viel von Jesus Christus, der ihnen einfach als zu schwach und zimperlich erschien. Genau wie die christlichen Missionare, die es im rauhen Klima Norwegens sehr schwer hatten.

Dies ist einer der Gründe warum die Länder in und um Norwegen heute die höchste Anzahl an Atheisten haben.

Antwort
von MarkusKapunkt, 171

Das Christentum entstand als eine Abwandlung des Judentums, welche Jesus Christus als ihren Glaubensstifter sieht. Jesus selbst starb - obwohl dies historisch nicht gesichert ist - wohl in den dreißiger Jahren des ersten Jahrhunderts.

Durch die Missionsarbeit der Apostel, vor allem Petrus und Paulus, enstanden schon in den ersten Jahrzehnten nach Jesu Tod kleine Gemeinden im ganzen römischen Imperium. 

Als diese wuchsen, entbrannte ein Konflikt mit der römischen Obrigkeit: die Christen lehnten den Kaiserkult ab, weil dies im Widerspruch zu ihrem monotheistischen Glauben stand. In der Folge wurden viele Christen gezwungen, ihrem Glauben abzuschwören, wer sich weigerte, wurden meist getötet.

Erst im vierten Jahrhundert gelang es den Christen, als Religion anerkannt und toleriert zu werden. Bis dahin hatte sich das Christentum bereits stark von seien Ursprüngen entfernt. In Anlehnung an den Kaiserkult, in welchem der Kaiser als Sohn eines Gottes verehrt wurde, verehrte man nun auch den Religionsstifter nicht mehr nur als Erlöser, sondern auch als Gottessohn. Es gab aber auch christliche Strömungen, welche dies eben aus diesem Grund anders sahen, also berief der römische Kaiser Konstantin die Bischöfe zu einem Konzil in der türkischen Stadt Nizäa ein, wo endgültig ein Kanon für die Bibel (es gab damals inzwischen mehr als 80 Evangelien), eine Regelung für die Feiertage (Weihnachten wird seither am 25.12. gefeiert) und auch ein einheitliches Glaubensbekenntnis beschlossen wurde. Wer sich dagegen sträubte, galt fortan nicht mehr als Christ und wurde geächtet.

Um dir genauere Informationen zu beschaffen, schau im Internet mal nach dem Begriff "Kirchengeschichte". Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Jesus selbst starb - obwohl dies historisch nicht gesichert ist - wohl in den dreißiger Jahren des ersten Jahrhunderts

Doch das ist historisch sehr wohl  gesichert : 

  • Tacitus (55-ca.117 n. Chr.), der berühmte Historiker desrömischen Kaiserreichs, Prokonsul Senator, und Statthalter in Kleinasien, erzählt XV.44, indem er den Brand Roms im Jahr 68 schildert den Begriff‚Christen’:„Dieser Name stammt von Christus, der unter
    Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war. Dieser
    verderbliche Aberglaube war für den Augenblick unterdrückt worden, trat aber
    später wieder hervor und verbreitete sich nicht nur in Judäa, wo er aufgekommen
    war, sondern auch in Rom, wo alle Greuel und Abscheulichkeiten der Welt
    zusammenströmen und geübt werden…"
  • Sueton (69-ca.122 n. Chr.),Kanzleichef des Hadrians und Verfasser von Kaiserbiographien, berichtet von einem Chrestos,der die Ursache von Streit unter den Juden selbst war:"Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestosbeständig Unruhe stiften, vertrieb er ,der KAiser sie aus Rom." (Biografiender Cäsaren : Claudius, 25,4)Chrestos war ein gebräuchlicherSklavenname, der wie Christos ausgesprochen wurde. Das Edikt erliess Claudiusim Jahr 49; die Folge ist in Apostelgeschichte 18,2 erwähnt.
  • Gajus Plinius Secundus (61-113 n. Chr.) Nach 110 alsProkonsul der Provinzen Bithynien und Pontus (heute Türkei). In ihrenGottesdiensten vor Sonnenaufgang besingen sie Christus als Gott ..Plinius braucht und verlangt vom  KaiserTrajan Anweisungen, wie er mit diesen Christen Verfahren soll. (X,96) Er beschreibtdie Verhöre, die regelmässig einen „perversen Aberglauben“ an den Tag brachten.er erklärt , dass er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hat töten lassen. Eswurden so viele hingerichtet, dass er sich fragt, ob er weiterhin jeden tötensoll, der als Christ entdeckt wird. Wer der Kaiserstatue und den römischen Götternhuldigte und Christus verfluchte, wurde freigelassen.
  • Lukian von Samosata (120-180 n. Chr.) war ein Satirikeraaus Griechenland dieserbeschreibt dasLebensende des Peregrinus:"Übrigensverehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigtwurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diesearmen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seeleunsterblich werden und in alle Ewigkeit leben würden: Daher kommt es dann, dasssie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Händelaufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sieuntereinander alle Brüder würden, sobald sie den grossen Schritt getan hätten,die griechischen Götter zu verleugnen, ihre Knie vor jenem gekreuzigtenSophisten zu beugen und nach seinen Gesetzen zu leben" (Demorte Peregrini, 11).
  • Stoiker Mara Bar-Serapion  (frühestensim Jahr 73)  schriebaus dem Gefängnis an seinen Sohn Serapion einen Brief mit dem folgendenAbschnitt:"WelchenVorteil hatten die Athener davon, dass sie Sokrates zum Tode verurteilten?Hunger und Seuchen kamen über sie als Strafe für ihr Verbrechen. WelchenVorteil hatten die Männer von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten? Ineinem Augenblick wurde ihr Land von Sand zugedeckt. Was hatten die Juden davon,dass sie ihren weisen König umbrachten? Ganz kurze Zeit darauf wurde ihrKönigtum abgeschafft. Gott rächte diese drei Weisen: die Athener starben Hungers;die Bewohner von Samos wurden vom Meer überwältigt und die Juden aus ihrem Landvertrieben, nachdem es zerstört worden war. Danach lebten sie in vollständigerZerstreuung. Doch Sokrates starb nicht umsonst. Er lebt fort in den Lehren desPlato; auch Pythagoras starb nicht umsonst, er lebt fort in der Statue derHera. Und auch der weise König der Juden starb nicht umsonst; er lebt weiter inder Lehre, die er verkündet hat."
  • Was zeigen diese Belege?

     F. F. Bruce, Professor für Theologie an der
    Universität Manchester, sagt dazu : "Die Geschichtlichkeit Jesu ist für
    einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität
    Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker.

    Kommentar von MarkusKapunkt ,

    Ach nein. Schön dass du dir soviel Mühe machst, aber alle diese Quellen habe ich selbst studiert und teilweise sogar im Originaltext gslesen. DASS es Jesus gab habe ich doch gar nicht in Zweifel gezogen - das wäre in der Tat unhistorisch. Es ist bloß nicht genau rekonstruierbar, wann er GENAU lebte und starb. Für die Kreuzigung haben wir leider keine genauen Quellen, die belegen, in welchem Jahr sie stattfand.

    Kommentar von earnest ,

    DEINE Mühe in allen Ehren, Markus: Aber bei einer "Kampf-Katholikin" wie waldfrosch sind Argumente vergebliche Liebesmüh.

    Kommentar von MarkusKapunkt ,

    Da hast du leider recht. Sie kämpfen ja sogar gegen die, welche ihre Meinung im Ansatz vertreten. Wittern sie nur einen Hauch von Religionskritik, wird sofort das Schwert ihrer heiligen Mission gezogen - natürlich alles ganz im Sinne ihres Herrn. 

    Antwort
    von viktorus, 33

    Vor knapp 2000 Jahren, nachdem Jesu als zur Erde gekommener "Sohn Gottes" sein Evangelium vom Reich Gottes verkündete.

    Allerdings wurde dessen Lehre unter Einwirkung des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9) verändert und verfälscht (Dan.7,25; Mt.24,11) und beim Konzil zu Nizea (325 n.Chr.) von der "Weltkirche" so übernommen (2.Kor.4,4)..


    Kommentar von waldfrosch64 ,

    das ist eine reine Behauptung wofür du keine Belege bringen kannst ,da es keine gibt .

    Kommentar von earnest ,

    Die Veränderung der Lehre durch Nicäa ist hinlänglich bewiesen. Dass dir das nicht gefällt, waldfröschin, ändert an der Sache nichts.

    Antwort
    von FragaAntworta, 148

    Wie: Durch Jesus gegründet

    Wann: Vor ca. 2000 Jahren

    Wo: Palästina

    Antwort
    von chrisbyrd, 75

    Der Begriff "Christen" bezieht sich auf die Nachfolger von Jesus Christus (, die an das Evangelium (die frohe Botschaft) glauben. Dies beinhaltet, dass Gott selbst in Jesus Mensch wurde, um als einziger der jemals gelebt hat ohne zu sündigen, am Kreuz für unsere Sünden zu sterben, am dritten Tage aufzuerstehen und in den Himmel aufzufahren.

    Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt fanden ungefähr um das Jahr 30 oder 31 n. Chr. in Jerusalem statt.

    Zuerst wurden die Gläubigen in Antiochia Christen genannt (Apostelgeschichte 11,26).

    Kommentar von earnest ,

    Korrekt ist:

    Es wird behauptet, dass Auferstehung und Himmelfahrt a) überhaupt und b) ungefähr zu diesem Zeitpunkt stattgefunden haben.

    Antwort
    von Nadelwald75, 99

    Hallo pinklady,

    die Kirche bezeichnet das Pfingstfest (Apostelgeshichte nachlesen) in Jerusalem als ihren "Geburtstag":

    Antwort
    von Maeeutik, 91

    Keine passende Antwort gefunden?

    Fragen Sie die Community

    Weitere Fragen mit Antworten