Frage von WildTemptation, 57

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Diptam bei uns von alleine brennt?

Im Kräutergarten der Uni habe ich einen Diptam gesehen. Weil ich die Blüten und besonders den Duft so wunderschön fand, habe ich mir auch einen gekauft. Nun ist es ja so, dass man einen Diptam wegen der Ausdünstung der ätherischen Öle an heißen Tagen anzünden kann, ohne dass er verbrennt. Wenn es noch heißer ist, fängt er gerne auch mal von alleine Feuer.

Mich würde interessieren, ob es auch bei uns heiß genug werden kann, dass der Diptam sich von alleine entzündet, und ob ich lieber aufpassen sollte, dass keine brennbaren Büsche usw. in der Nähe sind. Wäre super, wenn jemand einen Diptam zu Hause hätte und mir von seinen Erfahrungen berichten könnte. Danke schön :-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FionaAmann, 18

Mein Diptam steht jetzt seit 15 Jahren an einem Sonnenhang und hat noch nie gebrannt. Selbst letztes Jahr, als wir die 39 Grad überschritten, stand Diptam wie eine eins. Die Pflege ist denkbar einfach, sofern die Lage stimmt. Mehr dazu auch in meinem Blog: http://www.wo-blumenbilder-wachsen.de/diptam-der-biblische-brennende-busch-am-so...

Kommentar von WildTemptation ,

Okay, danke schön! Sehr hübscher Blog :-)

Antwort
von Nomex64, 23

Ich gehe davon aus das du die Pflanze im Freien hast.

Da die Pflanze nicht durch ihr eigenes Feuer geschädigt wird denke ich nicht das du dir Sorgen machen musst. Die bei der Verbrennung freigesetzte Energie wird vermutlich derart schnell abgeführt das sie nicht reicht um andere Pflanzenteile zu schädigen oder gar in Brand zu setzen.

Die Pflanze und auch die Nachbarpflanzen werden bei dir sicher gut gepflegt und auch entsprechend gewässert. Eine Pflanze aber die in vollem Saft steht lässt sich so gut wie nicht entzünden, nicht um sonst werden in Waldbrand gefährdeten Gebieten Laubbäume als Brandriegel eingesetzt.

Da das Isopren, als ätherisches Öl würde ich es jetzt nicht unbedingt bezeichnen, eine Selbstentzündungstemperatur von 220°C hat halte ich eine Selbstentzündung ebenfalls für relativ unwahrscheinlich.

Kommentar von WildTemptation ,

Okay, du hast wahrscheinlich recht. Danke!

Antwort
von Bitterkraut, 41

ich finde keine genauen Angaben, frag doch in der Uni oder im Botanischen Garten. Du kannst aber davon ausgehen, daß es sich beim "brennenden Dornbusch" um eine Lufttemperatur von ca 40° gehandelt hat, das wäre eine übliche Temperatur in der Region, eher auch höher als niedriger.

Kommentar von WildTemptation ,

Danke für deine Antwort!

Im Botanischen Garten haben sie leider keinen Diptam und meine Botanikdozentin ist kürzlich in den Ruhestand getreten. Ich weiß nicht, wer für den Kräutergarten zuständig ist, aber ich werde mich mal informieren.

Du denkst also, dass es tendenziell eher unwahrscheinlich ist, dass der Diptam bei 35°C anfängt zu brennen?

Kommentar von Bitterkraut ,

Nur weil sie keinen Diptam haben, bedeutet das nicht, daß sie nix drüber wissen. Und wenn die Pflanze auf dem Unigelände steht, kann es gut sein, daß die Botaniker sie angepflanzt haben, sie ist ja eine Seltenheit, jedenfalls in freier Natur. Die hat sich dort nicht von selbst ausgesät.

oder frag bei dem Gärtner nach wo du die Pflanze herhast, ob da jemals was gebrannt hat.

Ich hab die Pflanze gelegentlich in Parks oder Gärten gesehen, ich glaub nicht, daß man sich da Sorgen wegen der Entflammbarkeit gemacht hat.

Kommentar von WildTemptation ,

Okay, du hast recht. Danke schön :-)

Antwort
von Inquisitivus, 31

Hey!

Ich würde sagen Du pflanzt das ding für sich allein in einen Top oder sowas ein um das Problem direkt zu lösen ;)

Kommentar von WildTemptation ,

Danke. Ja, das habe ich vorsichtshalber gemacht, schon allein wegen der Schnecken. Aber so völlig separiert von allen anderen Pflanzen sieht der Diptam noch ein wenig kümmerlich aus.

Antwort
von Ispahan, 14

Ich habe seit vielen Jahren drei Dictamnus albus Stauden am Teich stehen. Die werden mit den Jahren immer größer und schöner. In unseren Breiten entzündet sich da nichts. Mögliche Nachteile sind höchstens die Pusteln/Blasen, die man sich zuzieht, wenn man den Büschen bei der Gartenarbeit zu nahe kommt. Aber auch die überlebt man :-)

Kommentar von WildTemptation ,

Alles klar, danke!

Ich hatte als Kind einmal eine Begegnung mit einem Riesen-Bärenklau und bin seitdem sehr vorsichtig, was das Berühren von Pflanzen angeht ;-)

Antwort
von Rudolf36, 9

Ein Diptam ist kein Feuerzeug. Also keine Sorge.

Wenn ein großer dichter Diptambestand in einer absolut windstillen Lichtung im Wald steht, dann kann sich bei starker Sonneneinstrahlung die Wolke aus ätherischem Öl schon mal entzünden. Irgendjemand muss es erlebt haben, sonst würde niemand darüber sprechen.

Kommentar von WildTemptation ,

Danke für deine Antwort. Aber ich werde irgendwie nicht schlau daraus.

Ein Diptam ist kein Feuerzeug aber er kann sich schon selbst entzünden?

Kommentar von Rudolf36 ,

Ein einzelner Diptam entzündet sich sicher nicht selbst. 

Aber ein großer, dichter Diptambestand in einer windstillen Waldlichtung in der Sommerhitze kann das offenbar. Hab' ich ja beschrieben.

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