Frage von poppedelfoppe, 125

wie wahrscheinlich ist es das Gott und die Religionen nur erfunden wurde ,um den Menschen einen Glauben zu geben, an etwas zu Glauben?

Antwort
von Kapodaster, 82

Es ist recht wahrscheinlich, dass dieses Motiv mit reinspielt.

Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass hinter organisierter Religion handfeste Macht- und Finanzinteressen stecken.

Auch dies sind starke Motive, um eine Religion zu etablieren und aufrechtzuerhalten. Das Ganze funktioniert aber nur dann, wenn es genug Menschen gibt, die bereitwillig nach so einem Glauben greifen, da hast Du Recht.


Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 48

wie wahrscheinlich ist es das Gott und die Religionen nur erfunden wurde ,um den Menschen einen Glauben zu geben, an etwas zu Glauben?

"Nur erfunden wurden" klingt nach einer vorsätzlichen Täuschungsabsicht.

Die ersten religiösen Vorstellungen entstanden aber nicht, um die Menschen zu einem bestimmten Glauben zu "verleiten", sondern um die Angst vor damals "unerklärlichen" Phänomenen zu verringern.

Ein Gewitter war furchterregend. Woher kam es? Was bedeutete es? Ist es eine Gefahr? Weshalb werden Menschen vom Blitz getroffen?

Ein Mensch stirbt. Er atmet nicht mehr, wird kalt, blass und steif. Was ist passiert? Warum ist es passiert?

Ein Kind kommt auf die Welt. Wie kann das passieren? Weshalb ist es schmerzhaft? Wie kommt das Kind in den Körper der Mutter?

Mit der Vorstellung von Göttern und Ahnengeistern konnte der Mensch sich solche rätselhaften und für ihn unverständlichen Dinge "erklären", sie bekamen einen "Sinn" und waren dadurch nicht mehr furchterregend.

Außerdem glaubte man, die Götter und Ahnen durch Opfergaben günstig stimmen zu können. Diese Glaubensvorstellungen boten also nicht nur "Erklärungen" sondern auch gleich eine Einflussnahme - man konnte diese höheren Mächte gewissermaßen bestechen.

Dazu kam, dass der Mensch versuchen konnte, selbst übernatürliche Mächte zu kontrollieren - durch magische Rituale und Zeremonien.

Die ersten Höhlenzeichnungen und Kunstobjekte werden meist in religiösen Kontext gesetzt - Handabdrücke neben Felszeichnungen von Tieren als spirituelle "Inbesitznahme" und Jagdzauber interpretiert.

Spiritualität und religiöse Vorstellungen wurden dem Menschen also nicht erst durch organisierte Weltreligionen aufgezwungen, sondern waren schon sehr früh ein Teil der menschlichen Kultur.

Daher ist es meiner Meinung nach nicht richtig, das Religionen "erfunden" wurden, damit die Menschen glauben - Religionen sind im Wesentlichen ein vorwissenschaftlicher Versuch, die Welt zu erklären.

Später weiterte sich der "Aufgabenbereich" der Religion - es kamen soziokulturelle Aspekte hinzu.

Nun galt es nicht nur philosophische Sinnfragen zu beantworten, Trost zu spenden und Hoffnung zu geben - sonder Religionen stellten auch Verhaltensnormen und gesellschaftliche Regeln auf, die das Zusammenleben ermöglichen sollten.

Auch heute noch beziehen sich viele religiöse Regeln nicht nur auf das eigene Handeln, sondern auch auf den Umgang mit anderen Menschen.

Religion ist also mehr als eine "Erfindung der Kirchen" um Geld zu erhalten, oder Macht auszuüben, sondern ein wichtiger Aspekt des Menschen, der seine zahlreichen Kulturen bis heute prägt.

Kommentar von Enzylexikon ,

Da es offenbar noch nicht alle verstanden haben.

Der "Pfeil runter" dient der Abwertung inhaltlich minderwertiger
Antworten und ist nicht dazu da, anonym die eigene Meinung
durchzudrücken.

Da ich mich meist um eine gewisse Qualität meiner Antworten bemühe finde ich es ziemlich feige und schäbig, unbegründet abzuwerten, nur weil einem die Antwort ideologisch nicht in den Kram passt.

Wer nicht in der Lage ist zu argumentieren, sei es, weil er keine

Ahnung vom Thema hat, oder sich intellektuell unterlegen fühlt, sollte
am besten die Finger von Antworten lassen, die seinen geistigen 
Horizont übersteigen.

Antwort
von dadita, 32

Sehr wahrscheinlich, genau genommen gibt es nichts was auf das Gegenteil hindeuten würde, während alles, von der historischen Entwicklung der Religionen bis zu deren Lehren, darauf hindeutet. 

Antwort
von authumbla, 48

Es gibt einen Philosophen, der eine ähnliche Religionskritik zum Gegenstand hatte:

Ludwig Feuerbach.

Er erklärte die Religion daraus, dass der Mensch ein Wesen mit Wünschen sei. »Was er selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in seinen Göttern als seiend vor;« Phantasie und Gefühl reichten allein nicht. Hätte der Mensch keine Wünsche, hätte er keine Götter. [ ! ] [Wünsche sind bewusstgewordene Bedürfnisse. Und ohne Bedürfnisse wäre der Mensch überhaupt nicht existent.
Die Religion ist ein kindlicher Traum der Menschheit. Sie muss aus ihm erwachen, um in der Wirklichkeit zu erlangen, was sie sich in der Religion erträumt.

aus http://www.philolex.de/feuerbac.htm

Antwort
von Liquidchild, 54

Grundsätzlich ist das Verlangen nach Spiritualität und die gewissheit, dass es eine höhere Macht gibt ungefähr so alt wie die Menschheit selbst.

Kommentar von Andrastor ,

ich mische mich nicht gerne in die Kommentare anderer User ein, aber hier muss ich eine Ausnahme machen.

Deine Aussage ist von grundauf falsch.

Denn die ersten Anzeichen religiöser Akitvität sind ungefähr 120.000 Jahre alt, die Menschheit selber aber über 2 Millionen Jahre, du kannst dir selber ausrechnen wie viel % ihrer Zeit die Menschheit also "glaubt".

Kommentar von Liquidchild ,

Die Benotung liegt auf ungefähr :D 

Wie kann man das so sicher sagen? 

Antwort
von Nitra2014, 42

Der Glaube an Gott hat sicher so angefangen weil die Menschen an irgendetwas glauben mussten, zumal sie damals noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse für Naturphänomene hatten.

Glaube ist ja eigentlich was Gutes. Er gibt den Menschen Hoffnung.

Leider kam man dann irgendwann auf die Idee genau das auszunutzen, um Macht auszüben und finanzielle Interessen der jeweiligen Glaubensgemeinschaft/Kirche zu stärken.

Die Katholiken haben da echte Schweinereien erfunden, wie, dass man sich mit Geld aus dem Fegefeuer freikaufen kann.

Da ist Gott auf einer Seite, der Hoffnung gibt, und auf der anderen Seite der Teufel, der Sünder bestraft. Beides wurde eingesetzt, um das einfache Volk zu manipulieren und zu erpressen.

Heute erleben wir Ähnliches bei Terroristen, denen ein Paradies mit Jungfrauen versprochen wird, sofern sie bereit sind sich selbst und hoffentlich möglichst viele Menschen in die Luft zu jagen.

Trotzdem ist der Glaube an sich etwas Gutes. Es kommt nur drauf an wie man ihn lebt.

Antwort
von Andrastor, 29

Gott wurde zu 100% von den menschen erfunden. Über die Gründe, also das "warum" lässt sich heute nur noch spekulieren. Aber die Geschichte verschiedener Religionen und Sekten zeigt, dass es stets Vorteile für die Prediger und Propheten hat, eine Religion zu gründen.

Antwort
von Fantho, 23

Der Glaube an eine Höhere Macht ist älteren Datums als eine Religion.

Religionen sind Kreationen, um Macht über das gläubige Volk zu erhalten.

Ohne den vorherigen Glauben der Menschen an eine Höhere Macht wären Religion(en) nicht entstanden...

Man nimmt sogar an, dass bereits in der Steinzeit ein gewisser Glaube gegeben haben muss...

Gruß Fantho

Antwort
von Garfield0001, 36

ich vermute genauso wahrscheinlich wie es außerirdisches leben geben kann und das die evolution stimmt.
aber wissen kann es keiner.
ich bin Christ und glaube auch daran dass Gott real ist

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