gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ
64 

Wie wahrscheinlich ist eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm?

gefragt von rheingold am 07.08.2007 um 20:05 Uhr

ich höre öfter von der Gefahr beim Brombeersammeln, aber passiert eine Ansteckung wirklich?

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

gesundheit x 60.346 brombeeren x 36 fuchsbandwurm x 11

jacky2
beantwortet von jacky2 am 7. August 2007 20:39
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Auf keinen Fall die Brombeeren nah am Boden essen. In ca 1m Höhe besteht normalerweise keine Gefahr. Am Sichersten ist man, wenn die Brombeeren, wie Bruno schon schreibt, gekocht werden.


anonym
beantwortet von Bruno am 7. August 2007 20:09
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Kann passieren. Brombeeren waschen oder kochen.


anonym
beantwortet von Bergfeuer am 28. August 2007 09:30
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

So lange es Menschen gibt, solange essen sie Beeren etc. Bisher starben daran wohl kaum Leute. Diese Panikmache vor dem Fuchsbandwurm wurde widerlegt und auch er gesunde Menschenverstand weiß das. Es sterben jährlich so viele Menschen am rauchen oder an fettleibigkeit oder durch Ärztefehler. Lasst euch doch nicht von jeder ente wuschig machen. Interessant ist, die Menschen, welche viel Waldbeeren und Kräuter essen wurden alt. Sie wurden gesund alt.

Ausserdem:

Nur 13 bis 23 Neuerkrankungen pro Jahr

Solche Register sind sehr nützlich, weil die Forscher damit Fragen wie diese klären können: In welchen Regionen häufen sich bestimmte Krankheiten? Was kann die Ursache sein? Welche Behandlung hat sich am besten bewährt? Besonders wichtig ist diese zentrale Registrierung bei seltenen Leiden wie der Fuchsbandwurmkrankheit des Menschen. Ans Robert-Koch-Institut (RKI) werden pro Jahr nur 13 bis 23 Neuerkrankungen gemeldet (es besteht Meldepflicht ohne Namensnennung). Und Kern spricht von 20 bis 25 neuen Fällen jährlich.

Der Arzt gibt bei der Registrierung auf dem Erhebungsbogen Auskunft über die Diagnostik der nicht leicht zu erkennenden Krankheit, über die befallenen Organe (meist die Leber und benachbartes Gewebe) sowie die Behandlung. Die Patienten werden dabei nach ihren bisherigen Wohnorten, beruflicher Tätigkeit und Haustieren gefragt.

Es zeigte sich, dass die meisten Echinokokkosefälle in den seit langem dafür bekannten Gebieten vorkommen: der Schwäbischen Alb, der Alb-Donau-Region, in Oberschwaben und dem Allgäu. Reisen dorthin gelten aber nicht als riskant, weil man die Wurmeier wahrscheinlich immer wieder aufnehmen muss, ehe es zur Erkrankung kommt.

Im übrigen Deutschland, auch in Berlin, "inden sich bis jetzt nur Einzelfälle im Abstand von mehreren Jahren", heißt es im "Epidemiologischen Bulletin" Nr. 15/2006 des RKI.

Dort werden auch die Ergebnisse einer RKI-Studie mit 40 Patienten und 120 vergleichbaren Kontrollpersonen mitgeteilt. Das Risiko, sich die Fuchsbandwurmkrankheit zu holen, ist demnach "deutlich höher bei Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind oder Umgang mit Hunden haben". Ein Zusammenhang mit dem Sammeln und Essen von Wildbeeren oder -pilzen ergab sich nicht.


krubi
beantwortet von krubi am 8. August 2007 13:40
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Dem ärztlichen Memorandum von grisu05 gegenüber sind Tierärzte anscheinend anderer Meinung:

http://www.tieraerzteverband.de/tierrat/tg0895.htm

Kommentar von Bruno am 8. August 2007 16:58

Ich auch. Sieh oben.

Kommentar von 0d9c12d00efa8d0a3ff5e09b08dc7710smallgrisu05 am 8. August 2007 17:17

Tja, 3 Gelehrte 4 Meinungen... ;-)


grisu05
beantwortet von grisu05 am 8. August 2007 12:19
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Entgegen manchen Warnungen bergen Heidelbeeren und andere Waldfrüchte kein Infektionsrisiko für Fuchsbandwürmer.

Es gebe keinen Beleg für Fuchsbandwurminfektionen durch Verzehr von Waldbeeren, so Professor Peter Kern vom Uniklinikum Ulm. Dagegen könne man sich bei Hunden infizieren. Das gelte besonders bei nachlässigem Entwurmen der Hunde, vor allem wenn sie Mäuse fressen.

Ist aus der Ärztezeitung: http://www.aerztezeitung.de./docs/2007/07/20/134a0107.asp?cat=

Kommentar von Bruno am 8. August 2007 16:57

Auch die Hunde pissen und kacken in den Waeldern. Da trau ich nicht dem Professor, sondern meinem nicht universitaeren Menschenverstand.

Kommentar von Bruno am 8. August 2007 16:58

Auch die Hunde pissen und kacken in den Waeldern. Da trau ich nicht dem Professor, sondern meinem nicht universitaeren Menschenverstand.

Kommentar von 0d9c12d00efa8d0a3ff5e09b08dc7710smallgrisu05 am 8. August 2007 17:18

Naja, direkt am "Gassi-Weg" würde ich jetzt auch nicht ernten...


paradies
beantwortet von paradies am 7. August 2007 20:10
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Kürzlich kam ein ganz ekliger Bericht im TV. Seitdem würde ich nie mehr Beeren aus dem Wald essen. Das ist wirklich sehr gefährlich.


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.