ich höre öfter von der Gefahr beim Brombeersammeln, aber passiert eine Ansteckung wirklich?

Auf keinen Fall die Brombeeren nah am Boden essen. In ca 1m Höhe besteht normalerweise keine Gefahr. Am Sichersten ist man, wenn die Brombeeren, wie Bruno schon schreibt, gekocht werden.
So lange es Menschen gibt, solange essen sie Beeren etc. Bisher starben daran wohl kaum Leute. Diese Panikmache vor dem Fuchsbandwurm wurde widerlegt und auch er gesunde Menschenverstand weiß das. Es sterben jährlich so viele Menschen am rauchen oder an fettleibigkeit oder durch Ärztefehler. Lasst euch doch nicht von jeder ente wuschig machen. Interessant ist, die Menschen, welche viel Waldbeeren und Kräuter essen wurden alt. Sie wurden gesund alt.
Ausserdem:
Nur 13 bis 23 Neuerkrankungen pro Jahr
Solche Register sind sehr nützlich, weil die Forscher damit Fragen wie diese klären können: In welchen Regionen häufen sich bestimmte Krankheiten? Was kann die Ursache sein? Welche Behandlung hat sich am besten bewährt? Besonders wichtig ist diese zentrale Registrierung bei seltenen Leiden wie der Fuchsbandwurmkrankheit des Menschen. Ans Robert-Koch-Institut (RKI) werden pro Jahr nur 13 bis 23 Neuerkrankungen gemeldet (es besteht Meldepflicht ohne Namensnennung). Und Kern spricht von 20 bis 25 neuen Fällen jährlich.
Der Arzt gibt bei der Registrierung auf dem Erhebungsbogen Auskunft über die Diagnostik der nicht leicht zu erkennenden Krankheit, über die befallenen Organe (meist die Leber und benachbartes Gewebe) sowie die Behandlung. Die Patienten werden dabei nach ihren bisherigen Wohnorten, beruflicher Tätigkeit und Haustieren gefragt.
Es zeigte sich, dass die meisten Echinokokkosefälle in den seit langem dafür bekannten Gebieten vorkommen: der Schwäbischen Alb, der Alb-Donau-Region, in Oberschwaben und dem Allgäu. Reisen dorthin gelten aber nicht als riskant, weil man die Wurmeier wahrscheinlich immer wieder aufnehmen muss, ehe es zur Erkrankung kommt.
Im übrigen Deutschland, auch in Berlin, "inden sich bis jetzt nur Einzelfälle im Abstand von mehreren Jahren", heißt es im "Epidemiologischen Bulletin" Nr. 15/2006 des RKI.
Dort werden auch die Ergebnisse einer RKI-Studie mit 40 Patienten und 120 vergleichbaren Kontrollpersonen mitgeteilt. Das Risiko, sich die Fuchsbandwurmkrankheit zu holen, ist demnach "deutlich höher bei Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind oder Umgang mit Hunden haben". Ein Zusammenhang mit dem Sammeln und Essen von Wildbeeren oder -pilzen ergab sich nicht.

Dem ärztlichen Memorandum von grisu05 gegenüber sind Tierärzte anscheinend anderer Meinung:

Entgegen manchen Warnungen bergen Heidelbeeren und andere Waldfrüchte kein Infektionsrisiko für Fuchsbandwürmer.
Es gebe keinen Beleg für Fuchsbandwurminfektionen durch Verzehr von Waldbeeren, so Professor Peter Kern vom Uniklinikum Ulm. Dagegen könne man sich bei Hunden infizieren. Das gelte besonders bei nachlässigem Entwurmen der Hunde, vor allem wenn sie Mäuse fressen.
Ist aus der Ärztezeitung: http://www.aerztezeitung.de./docs/2007/07/20/134a0107.asp?cat=
Auch die Hunde pissen und kacken in den Waeldern. Da trau ich nicht dem Professor, sondern meinem nicht universitaeren Menschenverstand.

Kürzlich kam ein ganz ekliger Bericht im TV. Seitdem würde ich nie mehr Beeren aus dem Wald essen. Das ist wirklich sehr gefährlich.