Frage von Morgothh, 29

Wie wahrscheinlich ist die Rate im Laufe des Lebens an einer beliebigen Krebserkrankung zu erkranken (Zysten o. Eiterpickel etc zählen nicht dazu)?

Man hört ja und liest ja, dass nahezu jeder ein Familienmitglied hat bei dem schon mal wer einen Tumor hatte oder sogar daran elendig starb. Woran liegt dies (An Sport etc. glaube ich weniger, denn es gab Leute die waren sportlich aktiv und sind trotzdem an Krebs gestorben)? Und gibt es statistische (heuristische) Studien über die Kausalität von Priviligierten und Armen Menschen, bei denen Krebs auftraten? So dass z.B. die Armen häufiger an Krebs litten als die Reichen oder Wohlhabenden.

Antwort
von Havenari, 5

In Deutschland sterben rund 25% aller Menschen an Krebs, in Japan sogar rund 30% - während die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, in Ländern wie Südafrika oder Malawi deutlich geringer ist. Dort werden die Menschen nämlich einfach nicht alt genug, sondern sterben früher und aus anderen Ursachen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/wirtschaft_erlesen/risik...

Natürlich kann man auch an Krebs erkranken, ohne daran zu sterben, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung nochmal ein gutes Stück höher anzusetzen ist. Ein Beispiel dafür ist der Prostatakrebs (die häufigste Krebsart bei Männern), zu dem es das geflügelte Wort gibt, dass man nicht an ihm, sondern mit ihm stirbt.

Männer haben eine Wahrscheinlichkeit von 51% und Frauen eine von 43%, an Krebs zu erkranken, sagt meine nächste Quelle (und auch etwas zu den Ursachen):

http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Home/homepage_node.html

Was den ökonomischen Zusammenhang angeht, kann man zumindest vermuten (da Krebs, wie oben gezeigt, mit der Lebenserwartung korreliert), dass reiche Menschen im Durchschnitt häufiger an Krebs sterben als arme, weil sie auch eine höhere Lebenserwartung haben. Zahlen dazu suche ich jetzt aber nicht auch noch.

Antwort
von BellAnna89, 12

Viele Menschen sterben im Alter an Krebs, das ist normal und wenn dein Opa mit 80 Jahren an Lungenkrebs gestorben ist sagt das nichts über dein eigenes Krebsrisiko aus, es ist eine normale Alterserscheinung. Risikofaktoren sind Erkrankungen bei jungen Menschen in der Verwandtschaft, dazu natürlich die Lebensweise wie Rauchen oder Arbeit mit potentiell krebserregenden Substanzen. Dann kommt das erhöhte Risiko durch häufig wechselnde Geschlechtspartner dazu (ohne entsprechende Impfung). Insgesamt kann man immer nur von individuellem Risiko sprechen, nicht verallgemeinern. Geld oder kein Geld spielen aber keine Rolle oder höchstens insofern, als dass Berufe in riskanten Bereichen nicht unbedingt die bestbezahlten sind, oder Arme evtl öfter rauchen und daher gefährdeter sind, dann könnte man Parallelen erkennen, die aber eine falsche Schlussfolgerung nach sich ziehen.

Kommentar von Morgothh ,

Also normal ist bzw. kann Krebs nie sein. Denn er stellt nie einen Normalzustand dar.

Kommentar von BellAnna89 ,

Die einzelnen Zellen des Körpers reproduzieren sich permanent selbst. Dabei entstehen auch immer Fehler. Deshalb wird Haut faltig, Augen schwach, Zähne locker und so weiter. Veränderungen der Zellen sind also völlig normal und der Grund für Krebs im Alter.

Kommentar von Morgothh ,

Eine kranke Wucherung also eine falsche Zellteilung ist dennoch nicht normal. Denn dann hätte es ja jeder, wenn sowas normal wäre. Fakt ist: Es gibt Menschen die haben bis zum Tod noch alle Zähne und es gibt Menschen die bereits mit 30 keine echten Zähne mehr haben. Interessant wäre in Techniken zu forschen, die die Zellteilung extrem verlangsamen. Würde nämlich ein längeres Leben einem bescheren.

Antwort
von LilApple88, 1

https://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsstatistiken.php

Bitteschön ;-)

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