Frage von My177, 421

Wie viele Wärmeeinheiten sind Durchschnitt?

Hallo,
wir heizen in unserer neuen Wohnung mit Gas und haben solche Wärmeverteilungsmesser an den Heizkörpern. Ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit, ob man sagen kann, wie viele Wärmeeinheiten "viel" sind? Ich habe Angst am Ende des Jahres eine Riesen Rechnung zu erhalten und möchte deswegen sparsam heizen und das Ganze im Auge behalten. Nun steht der Zähler im Schlafzimmer schon bei "00044" (wir wohnen hier seit 4.1.) und ich frage mich, ob das jetzt viel oder wenig ist. Kann mir jmd helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ChristianLE, 359

Nein, das kann man nicht wirklich sagen. Der Preis pro Einheit ist keine feste Größe.

Die Heizkostenverteiler dienen - wie der Name schon sagt - nur der Verteilung der verbrauchsabhängigen Gesamtkosten.

Der Preis pro Einheit ergibt sich somit immer aus den Gesamtkosten / Gesamteinheiten aller Wohnungen.

In welchen "Maßeinheiten" die Heizkostenverteiler zählen, ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Wichtig ist nur, dass die Geräte im gesamten Abrechnungsobjekt in gleichen "Einheiten" zählen.

Als Beispiel:

  • 10.000 € Gesamtkosten Haus : 10.000 Gesamteinheiten Haus * 1.000 Einheiten deiner Wohnung = 1.000 € Kosten deiner Wohnung
  • 10.000 € Gesamtkosten Haus : 1.000 Gesamteinheiten Haus * 100 Einheiten deiner Wohnung = 1.000 € Kosten deiner Wohnung

Das Beispiel soll verdeutlichen, dass es möglich ist, dass Ihr 100 Einheiten verbraucht habt und 1.000 EUR dafür zahlen müsst, es kann aber auch sein, dass Ihr für die 1.000 EUR Kosten, 1.000 Einheiten verbrauchen müsst.

Kommentar von My177 ,

Wie merkt der Heizkostenverteiler denn, ob ich die Heizung auf z Bsp 20 Grad gestellt habe oder im Hochsommer einfach nur die Hitze draufknallt und ihn erhitzt? Oder zahle ich letztendlich evtl auch für einen nicht vorhandenen Verbrauch?

Woran erkenne ich eigentlich ob ein Thermostatventil diese automatische Abschaltung hat bei einer gewissen Temperatur? Oder wird das schon so ewig verbaut, dass es die ohne gar nicht mehr gibt? Ich wundere mich nämlich z Bsp in der Küche schon die ganze Zeit, dass ich auf 3 (demnach wären das 20°) stelle und es dort mega kalt bleibt weil die Heizung nach 20 Min ausgeht, aber nicht wieder an. 

Kommentar von ChristianLE ,

 Oder zahle ich letztendlich evtl auch für einen nicht vorhandenen Verbrauch?

Nein, das dürfte nicht passieren. Die digitalen Heizkostenverteiler besitzen 2 Wärmefühler und messen grundsätzlich nur den Temperaturunterschied zwischen der Heizkörper- und der Raumtemperatur.

Je geringer der Temperaturunterschied ist, desto weniger zählt das Gerät, d.h. wenn Du das Thermostat nur ein wenig aufdrehst, wird auch nur wenig gezählt.

Wenn im Sommer die Sonne drauf scheint, ist der Raum und der Heizkörper gleich warm, so dass keine Zählung erfolgt.

 Ich wundere mich nämlich z Bsp in der Küche schon die ganze Zeit, dass ich auf 3 (demnach wären das 20°) stelle und es dort mega kalt bleibt weil die Heizung nach 20 Min ausgeht, aber nicht wieder an. 

Stufe 3 müssen nicht zwingend 20°C bedeuten, bei manchen wäre hier auch Stufe 4 erforderlich. Wenn die Heizung bei Dir nach einer Weile ausgeht, dürfte das ein Zeichen dafür sein, dass das Ventil automatisch abschaltet.

Probiere das einfach mal auf Stufe 4 und prüfe, bei welcher Temperatur der Heizkörper abschaltet.

Kommentar von My177 ,

Vielen Dank! 

Kommentar von ChristianLE ,

ich danke auch!

Antwort
von BigLittle, 296

Was Du meinst sind Heizkostenverteiler deren Anzeige keine Aufschlüsse auf die Verbräuche ziehen lassen. Diese Geräte dienen dazu den Gesamtverbrauch der Heizanlage auf die einzelnen Heizkörper zu verteilen. Deshalb werden die Teile Heizkostenverteiler genannt. Da du für die Berechnung die Daten sämtlicher Heizkostenverteiler der gesamten Heizanlage benötigst, kannst Du mit den einzelnen Anzeigen und Daten nichts anfangen. Du kannst nur Heizkosten einsparen, indem Du die Heizkörper mit progammierbaren Thermostatköpfen ausrüstest, wenn dies nicht bereits geschehen ist und die Temperaturen und Heizzeiten auf Deine Bedürfnisse programmierst. Am Ende der Heizperiode kannst Du Dich dann von der Abrechnung überraschen lassen, so wie Alle, die mit Zentralheizung heizen.

Antwort
von anitari, 267

Ob das für den Zeitraum viel, wenig oder normal ist kann man so pauschal nicht beantworten.

In meiner Wohnung von 90 m² hat der Mieter, insgesamt, in einem Jahr etwa 9000 Einheiten verbraucht, im nächsten nur etwas über 7000.

Antwort
von DARKHalf, 233

Auf dem Messgerät am Heizkörper steht der Firmenname von der Firma die die Abrechnungen macht. Am einfachsten wird es sein, bei denen anzurufen und nachzufragen wie die daraus die Heizkosten berechnen.

Soweit ich mich entsinne sind diese Geräte darauf ausgelegt in Abhängigkeit von Wärmemenge und Zeit zu zählen. Bei der Abrechnung werden dann alle Zählerstände zusammengezählt. Dieser Wert gibt dann an wieviel Energie anteilig Deine Wohnung im vergleich zum gesamten Haus verbraucht hat. 

Die Abrechnung wäre dann: Alle Wohnungsanteile ergeben 100% der gesamten Gasrechnung. Die Gasrechnung wird dann durch die Gesamtanteile dividiert und mit Deinem Anteil multipliziert.

Beispiel: Es gibt 3 Wohnungen. Es wurden 1000€ Gas von allen zusammen ausgegeben. Wohnung 1 hat 300 Anteile, Wohnung 2 hat 500 Anteile, Wohnung 3 hat 200 Anteile. 1000€ / 1000 Anteile = 1€/Anteil. Also Zahlt Wohnung 1 300€, Wohnung 2 500€, Wohnung 3 200€.

Das ist allerdings nur ein Beispiel und es kann sein dass es bei euch nochmal ganz anders gerechnet wird.

Kommentar von anitari ,

Die Abrechnung wäre dann: Alle Wohnungsanteile ergeben 100% der gesamten Gasrechnung. Die Gasrechnung wird dann durch die Gesamtanteile dividiert und mit Deinem Anteil multipliziert.

So funktioniert eine Heizkostenabrechnung nicht.

Gesamtkosten der Heizungsanlage, das sind mehr als nur die Kosten für Gas), davon ein Teil, meist 30 %, nach der Wohnfläche und der Rest nach verbrauchten Einheiten.

Kommentar von My177 ,

Welche Kosten über das Gas hinaus sind es denn noch?

Wie merkt der Zähler denn eigentlich den Unterschied, ob ich die Heizung an habe oder der Heizkörper z Bsp warm ist weil die Sonne im Hochsommer draufknallt? 

Kommentar von anitari ,

Welche Kosten über das Gas hinaus sind es denn noch?

Wartung, Emissionsmessung, Betriebsstrom, Miete für die Messgeräte und Reinigung des Heizungsraumes. All das wären die Gesamtkosten der Heizungsanlage.

Wie merkt der Zähler denn eigentlich den Unterschied, ob ich die Heizung an habe oder der Heizkörper z Bsp warm ist weil die Sonne im Hochsommer draufknallt? 

Elektronische Heizkostenverteiler reagieren auf die Oberflächenwärme des Heizkörpers. In der Regel sind das 30 Grad ab denen die Zähler anfangen zu registrieren.

Da dürfte die Sonnenwärme, im Gegensatz zu den alten Verdunsterröhrchen, keine Rolle spielen.

Kommentar von ChristianLE ,

Elektronische Heizkostenverteiler reagieren auf die Oberflächenwärme des Heizkörpers.

Jetzt muss ich mal korrigieren: Heizkostenverteiler reagieren auf die Oberflächenwärme des Heizkörpers und auf die Raumtemperatur. Wenn Heizkörper und Wohnung 30 Grad warm sind, erfolgt auch keine Zählung.

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