Wie viele von den Flüchtlingen sind Wirtschaftsflüchtlinge in %?

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14 Antworten

Wie viele von den Flüchtlingen sind Wirtschaftsflüchtlinge in %?

Diese Frage lässt sich nicht beantworten.

"Wirtschaftsflüchtling" ist ein Oxymoron, das nur der Stammtisch im Zusammenhang mit der "Flüchtlingskrise" kennt. Die Statistik unterscheidet nur zwischen:

  1. Asyl Suchende
  2. Aufenthaltsrecht Suchende

"Wirtschaftsflüchtlinge" können - müssen aber nicht - vorrangig in die zweite Kategorie gehören. Und wegen dieser Unschärfe gibt es schlicht keine Statistik, schon gar keine "seriöse", die das abzubilden vermag.

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Um also deine Frage beantworten zu können, müsstest du nachschärfen:

  • Ist ein "Wirtschaftsflüchtling" jemand, der auch oder nur wegen wirtschaftlicher Gründe Aufenthaltsrecht sucht?
  • Ist ein "Wirtschaftsflüchtling" auch jemand, der beispielsweise aus seinem Land abhaut, weil dort nicht einmal mehr das einfachste Leben (beispielsweise fließendes Wasser), ganz zu schweigen vom Bäcker um die Ecke oder dem Supermarkt, gewährleistet ist?
  • Oder ist ein "Wirtschaftsflüchtling" jemand, der aus mehr oder weniger funktionierender Wirtschaft heraus seinem Land den Rücken kehrt, weil es woanders noch besser ist und er davon etwas abhaben will?

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Die einzigen mir bekannten echten "Wirtschaftsflüchtlinge" sind Deutsche, die wegen Arbeit und/oder Lohn an einen anderen Wohnort ziehen, ohne eine andere Notwendigkeit als die eigenen Finanzen zu haben. 

Beispielsweise jedes Jahr per Saldo ca. 15.000 Mecklenburg-Vorpommeraner, die "Richtung Westen", vorzugsweise "Richtung Süd-Westen", also nach Bayern oder Baden-Württemberg, ziehen. Oder Leute, die das Ruhrgebiet verlassen, um bessere wirtschaftliche Situationen in Hamburg oder Stuttgart, um zwei große Städte zu nennen, zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen.

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Wirtschaftsflüchtlinge gibt es nicht.

Entweder Flüchtling:

Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als Person, die sich außerhalb des Landes  befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat, und die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor
Verfolgung hat und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen
kann oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren
kann.

oder aus wirtschaftlichen Gründen die Aufenthaltserlaubnis erbitten.

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Die meisten sind Wirtschaftsflüchtlinge, da sie aus sehr sicheren Herkunftsländern kommen.

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Schwer zu sagen, da Hunderttausende garnicht erfasst wurden, man weiß nicht woher sie kommen, wo sie sind, nichtmal ob sie überhaupt noch im Land sind.

Im Prinzip sind alle Flüchtlinge die nach Deutschland kommen Wirtschaftsflüchtlinge, da alle Nachbarländer von Deutschland sicher sind. Wer aus der Türkei nach Europa kommt (türkische Staatsbürger die von Erdogan verfolgt werden außen vorgelassen) tut dies nicht mehr um sein Leben zu retten (Syrer sind sicher in der Türkei), sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen.

Auch wer von Somalia oder Eritrea nach Deutschland aufbricht durchquert dutzende sichere Staaten.


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Das ist schwer zu beantworten, da eigentlich die Grenze zwischen Flüchtlingen, die aus Angst um ihr Leben flüchten und "Wirtschaftsflüchtlingen" nur schwer zu erkennen ist. Denn ohne Job kann man nur schwer leben, vor allem in Länder wo es keine staatliche soziale Absicherung gibt. Es ist vollkommen verständlich, dass Menschen aus Afrika oder Asien zu uns nach Europa kommen wollen, um hier ein besseres und sicheres Leben mit Perspektiven aufbauen zu können.

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Kommentar von wfwbinder
07.09.2016, 12:49

Einfach zu beantworten:

Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als Person, die sich außerhalb des Landes  befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat, und die wegen ihrer Rasse, Religion,  Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder
wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren kann.

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Kommt drauf an, wie man sich das herdefiniert.

Naja, im Prinzip kann man zumindest in Deutschland 99% Wirtschaftsflüchtlinge nennen, da mindestens 99% der hier Asylstatus Begehrenden vorher bereits durch mindestens einen sicheren Drittstaat gezogen sind.

Eine sichere Statistik wirst du dazu nicht erhalten können, nur grobe Schätzungen. Nicht jeder Syrer flieht vor Krieg und Gefahr, und nicht jeder Kosovare verlässt nur wegen der desolaten Wirtschaft sein Land.

Die Realität lässt sich selten in Schubladen einordnen.

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Kommentar von wfwbinder
07.09.2016, 12:47

Nicht jeder Syrer flieht vor Krieg und Gefahr,

Sieht der dann die Situation in Aleppo als Abenteuerurlaub?

und nicht jeder Kosovare verlässt nur wegen der desolaten Wirtschaft sein Land.

Seit wann sind Kosovaren Flüchlinge?

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Das kann wohl niemand mit Sicherheit sagen, da Wirtschaftsflüchtlinge sich ja als echte Flüchtlinge tarnen, also z.B. syrische Pässe fälschen. Wenn ich schätzen müsste, dann wären es in Deutschland mindestens 99%, da ich nicht denke, dass irgendjemand aus einem Nachbarland Deutschlands flüchten müsste. In der Türkei könnte ich mir aber vorstellen, dass etwa 70-80% Kriegsflüchtlinge sind, die anderen warten nur auf die Überfahrt.

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Kommentar von OlliBjoern
07.09.2016, 22:00

Wobei man aber auch dazu sagen sollte, dass diese "Dublin-Regelung" reichlich unfair den südlichen Ländern gegenüber ist. Eine Regelung, die eine gerechte Verteilung ermöglichen würde, wird von vielen Leuten gewünscht. Sie wäre auch sinnvoller.

Derzeit bleibt halt viel an der Türkei hängen (und im Prinzip wäre auch Griechenland überproportional in der Pflicht). Allein aufgrund der geographischen Lage (auch Italien war eine Zeitlang wegen Lampedusa/Sizilien im Fokus). Dagegen kommt wohl geographisch gesehen erst mal kaum ein Flüchtling nach Finnland, Irland oder Norwegen (alles recht reiche Länder, die aber "abseits" liegen).

Ein Verteilsystem wäre sinnvoll, aber die Eigeninteressen der Staaten stehen diesem entgegen (da kocht jeder "sein eigenes Süppchen", was aber schade ist).

Warum sollte die zufällige geographische Lage wichtiger sein als z.B. Wirtschaftskraft? Eigentlich unlogisch.

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Deine Frage läßt sich nicht seriös beantworten, denn man kennt ja nicht all die einzelnen Biographien. Um herauszufinden, was du möchtest, müßten abertausende investigative Journalisten a la Wallraff in die Herkunftsländer ausschwärmen, dort die Wirtschaftslage genau erkunden, dann den Beruf des Flüchtenden ermitteln und als nächstes in den Polizei,- und Staatsanwaltschaftsakten nachschauen, ob was vorliegt. Damit nicht genug, man müßte noch alle evtl. politischen Aktivitäten der Asylsuchenden erforschen. Wie man sieht ein hoffnungsloses und ausgesprochen unrealistisches Unterfangen.

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Habe noch nie genaue Zahlen dazu finden können. Wie denn auch? Wirtschaftsflüchtlinge kommen nur nach Deutschland wenn sie nicht angeben dass sie welche sind (wobei es sicher auch seltene Ausnahmen gibt).

Greetz, PuNk

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Was ist ein Wirtschaftsflüchtling?

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Kommentar von Rapdog
07.09.2016, 12:06

Ein vermeintlicher Flüchtling der nur hier ist um sozialleistungen zu beziehen

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Kommentar von MAB82
07.09.2016, 12:10

Es gibt ganz klare Bedingungen um Asyl zu erhalten, wie zB. Verfolgung usw geregelt nach §16a Grundgesetz. Als Wirtschaftsflüchtling gilt wer keine dieser Bedingungen nachweisen kann.

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Das ist eine Frage der Kriterien und der Definition.

Fakt ist zumindest, dass Wirtschaftsflucht keinen Asyl- und Fluchtgrund darstellt, kein Bleiberecht bedeutet und in der Regel auf eine Abschebung hinausläuft.

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Kommentar von MickyFinn
07.09.2016, 12:34

,,Fakt ist zumindest, dass Wirtschaftsflucht keinen Asyl- und Fluchtgrund darstellt, kein Bleiberecht bedeutet und in der Regel auf eine Abschebung hinausläuft"

Wow.. bist das noch wirklich du atzef?... du hörst dich ja schon richtig rechtspopulistisch an xD

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Kommentar von steinpilzchen
07.09.2016, 12:40

Das ist einfach die Wahrheit so wies im Gesetz geregelt ist, das hat mit Populismus nicht viel zu tun.

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Kommentar von steinpilzchen
07.09.2016, 20:56

Aus wirtschaftlichen Gründen könnten dann so ca. 3 000 000 000 flüchten die Kapazität dafür ist schlicht nicht vorhanden in einem Land von Deutschlandsgrösse.

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Ich behaupte 80%, ohne logische Begründung.

Es wird so viel Geld für Immigranten die keinen Schutz brauchen ausgegeben, dass man stattdessen eine Spezialeinheit hätte zusammenstellen können, welche direkt nach Syrien geschickt werden würde um echte Flüchtlinge zu retten (z.B. die Kinder von den Propagandafotos).

Mich widert an, wenn jemand, weil er mitleid mit einem Kind auf einem Foto hat, unbegrenzt unkontrolliert Immigranten ins Land lassen will, währen er dass Kind dann in Syrien krepieren lässt.

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Kommentar von Maturajunge
07.09.2016, 12:46

Militärische Mitteln hätten wir schon genug, nur will man sie aus irgendeinem Grund nicht einsetzen

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Kommentar von LienusMan
07.09.2016, 13:36

Einfach eine Zahl zu behaupten ist kein Argument und sollte nicht mal eine Antwort sein. 2. Ich hoffe einfach, dass du im Moment keine Schule besuchst, bzw keinen Abschluss hast. Denn bei so vielen Rechtschreibfehlern wäre dies ein Armutszeugnis für deine Schule. 3. Deine militärischen Ratschlägen will hier keiner hören, weil es in dieser Situation keine so simplen Antworten gibt. Angenommen das KSK würde nach Aleppo gehen und dort die "echten" Flüchtlinge retten. Dabei würde dann ein Soldat fallen, dann bin ich mir absolut sicher, dass du dich darüber genauso aufregend würdest wie jetzt. Dich widert also ein empathiefähiger Mensch an?!?! Da fällt mir nichts mehr ein... Du findest also Flüchtlinge schon dumm und die muslimischen sind noch schlimmer?!?! Du unterstellst den muslimischen Flüchtlingen, Flüchtlinge anderen Glaubens zu verfolgen? So etwas ist die Definition von Rassismus!!!

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Glaub nicht mehr als 5 %

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Da man ja nichtmal sagen kann wieviele überhaupt schon in der EU sind, kann man sie auch nicht in 2 Lager unterteilen. Wir werden nie wissen wieviele und warum sie hier sind, da sie sich vor dem System verstecken.

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