Frage von Hundefreund4, 18

Wie viele Überstunden täglich bei einer 6-8Stundenschicht muss ich machen und darf es 9Stunden überschreiten?

Antwort
von Parhalia, 18

Soweit nicht besonders im Arbeitsvertrag vereinbart in der Grundlage, so MUSST Du zunächst einmal gar keine Überstunden machen, sondern KANNST es auf freiwilliger Basis.

Eine vorrübergehende Ausnahme könnte eine hinreichend begründete Betriebsanweisung für begrenzte Dauer darstellen, wenn die betriebliche Auftragslage vorrübergehend Mehrarbeit ( z.B. Auftragsspitzen ) erfordert.

Das Gesetz sieht eine ( dauerhaft ) gemittelte Regel-Arbeitszeit von max. 48 Stunden pro Woche vor. Die max. Arbeitszeit richtet sich hier dann allgemein nach der verbleibenden Ruhezeit zwischen den Schichten. ( ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es 8 oder 12 Stunden sind ) Im beruflichen Kraftverkehr ist es strenger geregelt mit max. 9 Stunden pro Tag und nur in Ausnahmen sporadisch glaube ich 2 x pro Woche auch 10 Stunden unter Rücksicht auf die wöchentlichen Gesamtstunden von 48.

Nur in absoluten Ausnahmefällen sind auch in Zeiten absolut nötiger Mehrarbeit kurzfristig bis zu 60 Stunden pro Woche möglich, wenn binnen 6 Monaten dann aber insgesamt durch Freizeitausgleich ein Mittelwert von 48 Wochenstunden nicht überschritten wird.

Soweit mal als Laie erklärt.

Kommentar von Hundefreund4 ,

Und bei teilzeitarbeit gilt dann wie ich das so rauslese die hälfte der regelarbeitszeit also24 stunden pro woche.aber trozdem nicht mehr als 10 stunden täglich?oder

Kommentar von Parhalia ,

So einfach ist das nicht, denn der Oberbegriff "Teilzeit" definiert grob betrachtet erst einmal nur eine niedrigere regelmässige Arbeitszeit, als ansonsten in diesem Betrieb für Vollzeitkräfte üblich. Das KANN bedeuten, dass bereits eine regelmässige Arbeitszeit von 39 Stunden pro Woche als TZ bewertet werden könnte, wenn in diesem Betrieb für Vollzeit dort 40 h/Woche üblich wären.

Nun wäre es aber wichtig, welche Basisstunden für den TZ-Beschäftigten dann im Arbeitsvertrag schriftlich vereinbart wurden. Von diesem Basiswert darf der Arbeitgeber dann um bis zu 25% abweichen. ( Flexibilisierung der Arbeitszeit ) 

Diese Änderungen sind für den Arbeitnehmer dann allerdings nur verpflichtend, wenn der AG dem AN die geänderte Lage der Arbeitszeit spätestens 4 Tage im Vorraus mitteilt.

Siehe dazu hier die Quelle:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Teilzeitbeschaeftigung....

Die Höchstgrenze der täglichen Arbeitszeit bleibt davon unberührt und somit analog genau so wie bei Vollzeit geregelt.

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