Frage von TheTrueSherlock, 52

Wie viele soziale Kontake / Freunde braucht man?

Früher hätte ich gesagt, nicht viele, solange sie gut sind. Ich habe mich kaum mit Freunden getroffen..

Naja, jetzt sieht die Lage anders aus: Ich habe Depressionen und eine Sozialphobie (diagnostiziert und mache eine Therapie). Dazu bin ich vor kurzem aus dem Elternhaus ausgezogen und zu meinem Freund gezogen (er wohnt ein gutes Stückchen von meiner alten Heimat weg).

Hier habe ich gar keine sozialen Kontakte, außer meinen Freund, seine Familie und ab und an mit seinen Freunden. Seine Freunde sind nicht allerdings nicht unbedingt auf einer Wellenlänge mit mir.

Wegen meinen psychischen Problemen gehe ich in eine Selbsthilfegruppe. Dort kann man sehr gut reden und es fühlt sich an, wie unter guten Freunden. Ich frage mich allerdings: Reicht das? Immerhin sieht man sich momentan noch nur wegen der SHG... eigentlich sollte ich auch außerhalb davon noch soziale Kontakte haben oder?

Ich sitze seit gut zwei Monaten nur daheim rum (gehe nicht in die Schule und arbeite nicht) und habe auch Angst gar kein soziales Umfeld aufzubauen.. Das ändert sich bald, aber noch ist es so.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sonja66, 23

Hallo!

Ich frage mich allerdings: Reicht das?

Ja was meinst du denn? Reicht es denn dir?

Also ich finde es erst mal ganz ok. Und ich mein, du brauchst ja auch Zeit für alles, also um alles zu lernen und deine Gedanken, dein Verhalten zu ändern. Ist ja alles ein Lernprozess und geht wohl nur Schritt für Schritt.

Wenn du es gerne radikaler hättest, musst du deine Lebenskräfte / Enegerien / Aggressionen stärker ins Spiel bringen.
Wie denkst du eigentlich über deine Kräfte so?

Du hast wohl Angst davor, ein soziales Umfeld aufzubauen und zeitgleich auch Angst davor, keines aufzubauen.

Jetzt ist es erst mal so, wie es halt ist und fertig.
Du bist ja dran - und gut.

Wichtiger fände ich, du würdest dir erst mal Gedanken dazu machen, was du eigentlich wirklich willst, was dir eigentlich am Herzen liegt, was für dich ganz allein eigentlich Sinn macht.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Mein Kommentar sollte eigentlich an diese Antwort gehen.. Habe mich wohl am Handy verklickt.

Weiß nicht, ob es reicht. Einerseits denke ich, dass es mir egal sein kann. Anderseits will ich auch nicht vereinsamen und mich nur in vorgefertigten Wegen/Räumen aufhalten können - falls du weißt, was ich meine.

Seit dem Umzug macht mir das Sorgen, weil ich hier nicht meine Familie, meine alten Freunde, meine Verwandten oder sonst wen habe. Früher war es mir auch egal, ob es Freunde in meiner Umgebung sind oder nur Internetfreunde.

Ja, hast Recht ^^ Es scheint für den Anfang echt okay zu sein. So lange wohne ich noch nicht hier (2,5 Monate). Längerfristig gesehen, weiß ich allerdings nicht was ich mache und ob das reicht. Man sieht immer die Eltern mit ihren langjährigen Freundschaften und da zweifelt man selbst, ob man so was auch haben wird.. Mir stellt sich auch die Frage, wo man überhaupt neue Freunde findet. Bislang ging das so einfach.. man hat sich durch die Schule kennengelernt.

Das mit den Kräften ist interessant. Du hast auch meine andere Frage beantwortet, aber ich weiß noch nicht genau, was du mit den Kräften meinst. Momentan erinnert es mich stark an die Theorie von Sigmund Freud ^^
Demnach geht es mir recht gut, ich bin seit dem Umzug voller Tatendrang.. mache viel mehr, als sonst. Ich habe einen Kurs angefangen, war auf kostenlosen Schnuppertagen von einem Verein und einer anderen Einrichtung und war vor kurzem auf einer Comedy-Veranstaltung. Ich will leben und bin auch weniger depressiv als vor dem Umzug. Ich fühle mich auch frei, weil ich momentan nichts machen muss (Schule/Arbeit), wie gesagt fange aber bald ein langes Praktikum an.

Destruktiv ist bei mir eigentlich kaum was. Die Sozialphobie ist derzeit mein größtes Problem und die Angst lähmt mich teilweise.. Mit meiner Therapeutin hatte ich schon gesprochen und ich soll mir immer mal was vornehmen und mir eine Herausforderung überlegen und dann durchziehen. Das habe ich schon gemacht (und sollte ich weiterführen). Allerdings ist es beim Einkaufen wieder schwerer und ich schiebe es gerne noch einen Tag heraus, wenn man die Lebensmittel noch nicht ganz so dringend braucht.

Weiß nicht, ob das jetzt deine Frage beantwortet. Hat auch nicht direkt mit meiner eigentlichen Frage zu tun.. aber naja, vielleicht fällt dir dazu was ein ^^

Mhm, schwierig.. was will ich? Brauche ich Freunde? Ist es egal, ob es Freunde sind, die von meinen Problemen Bescheid wissen und die ich dadurch erst kennengelernt habe? Kann man das überhaupt Freundschaft nennen, wenn man sich momentan nur wegen der SHG trifft und nicht außerhalb dieser Treffen? Sollte es mich scherren, ob der richtige Begriff jetzt "Freund" ist oder doch ein anderer? Fragen über Fragen.. ^^ Schwierig zu beantworten.
Ich habe nur Angst, dass mein Handeln eingeschränkt ist und ich vereinsame (siehe Antwort von katinkajutta). Solange das nicht der Fall ist, ist es mir egal, wie viele Freunde ich habe oder wer das genau ist und woher ich sie kenne.
Nur die Frage kann ich mir nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob es mich einschränkt. Ich will mich im neuen Ort auch einleben und dazu gehört ja eigentlich auch soziale Kontakte.. Weiß nicht, ist halt auch die erste Umzugssituation.

Auf alle Fälle vielen lieben Dank!! :)

Kommentar von Sonja66 ,

Vielen Dank für das Kompliment - darüber freue ich mich!  :-)

Naja, ich meine halt die eigenen Kräfte und Energien, die man so hat. Man nennt sie Energie, Lebenskraft, Aggressionen auch, wenn sie heftiger sind, vielleicht noch Muskelkraft, Auftrieb, Tatkraft ....

Ja, mach und probiere dich aus. Beobachte dich dabei und versuche eine angenehme Mitte zu leben. Dann passt doch alles.
Deine ständigen Sorgen finde ich unnötig und überflüssig. Für was denn eigentlich? Läuft doch alles.
Ich finde nicht, dass du Grund zu schlechten Gedanken und Zweifel hast. Kann ich nicht sehen.

Was eigentlich verstehst du unter Sozialphobie?

Und was würde deiner Meinung nach passieren, wenn du vereinsamen würdest? Was wäre denn dann?

Allerdings ist es beim Einkaufen wieder schwerer und ich schiebe es gerne noch einen Tag heraus, wenn man die Lebensmittel noch nicht ganz so dringend braucht.

Zum einen dürfte das gut für die Figur sein, zum anderen hast du so eher frische Lebensmittel zu Hause.
Passt doch auch. Ich schiebe das auch schon mal..., gut, vielleicht aus anderen Gründen, aber so ein Drama ist das nun auch wieder nicht.

Mhm, schwierig.. was will ich?

Das ist natürlich dann so ne Sache. Wenn du nicht weißt, was du willst, was dein Herz will, dann macht man ja meist das, was andere wollen, was dann schon mal zu Unzufriedenheit führt.
Also...., finde es raus!!!
Das heißt ja nicht, dass du gleich alles umsetzen musst. Du sollst es nur mal für dich so wissen.

Was schränkt dich deiner Meinung nach ein? Wie meinst du das?

Kommentar von TheTrueSherlock ,

^^

Achso.. um meinen Energiezustand steht es eher schlecht. In depressiven Phasen total kraftlos gefühlt und das ist immer noch so vorhanden. Gerade bei der Sozialphobie fühle ich mich oft machtlos, die Angst wird schlimmer, auch wenn ich rausgehe. Man sieht nicht direkt Erfolge und das deprimiert.

Mhm ja :)

Naja, was ich darunter verstehe.. es ist ein Krankheitsbild, dass nicht nur ich habe. Ich habe Probleme in sozialen Situationen, denke dass andere mich negativ beurteilen und meine Angst sehen und mich dann als schwach empfinden. Ich kann mich nicht wirklich frei bewegen, weil ich früher wegen meinem Vater in meinem Handeln eingeschränkt war. Nun bewege ich mich immer in festen Handlungsmustern und habe Angst, dass ich negativ auffalle / heraussteche..

Ich habe einfach Angst, dass ich alleine i-wann bin. Das fängt dabei an, dass ich keine jahrelange Freundschaft zu jemanden habe.. Habe zwar noch Freunde, aber weiß nicht, wie fest die Freundschaft ist. Wir leben uns eher auseinander. Ich will nicht im hohen Alter niemanden haben und alleine da stehen. Ich kam zwar auch gut alleine klar, aber wenn man dann jemanden braucht, sollte schon jemand da sein.. Ja, klingt jetzt egoistisch.

Naja, bei einer Phobie ist es schon ein Drama, weil die Angst dadurch stärker wird.

Ja, das mein Handeln eingeschränkt ist. Das ich nur die vorgefertigten Wege gehe, mich nichts traue. Das ich nur den Weg zum Einkaufen, später Arbeiten etc. gehe und sonst nichts mache. Das ich mich noch weiter von sozialen Situationen entferne wie mal shoppen gehen, ins Café gehen, i-eine Veranstaltung besuchen, etc.

Kommentar von Sonja66 ,

um meinen Energiezustand steht es eher schlecht. In depressiven Phasen total kraftlos gefühlt

Genau!, weil du selbst deine eigenen Kräfte, Energien..... gedanklich nieder drückst.

Was genau du dir dabei denkst, weiß ich jetzt nicht, aber das kannst du ja selbst gut beobachten und mit all den zahlreichen Menschen in deinem Umfeld (Psychologen, carikative Einrichtungen, Nummer gegen Kummer, Freunde, ....), die dir wirklich gerne dabei helfen, besprechen.

Naja, was ich darunter verstehe.. es ist ein Krankheitsbild, dass nicht nur ich habe. 

Schon klar, aber ich wollte ja deine persönliche Ansicht dazu in Erfahrung bringen. Was andere darüber denken, bringt uns / dir ja nix.
Du denkst also, dass du krank bist.
Und ich denke, dass du einfach ein paar miese üble falsche Gedanken pflegst und hegst - und gut. Ich kann weiter keine Krankheit bei dir erkennen. Einfach nur übles und ungünstiges Gedankengut. Fertig.

denke dass andere mich negativ beurteilen und meine Angst sehen und mich dann als schwach empfinden.

Siehste, da hast jetzt selbst schon mal von deinen ungünstigen Gedanken gesprochen. Und wenn man immer und immer weiter hinterfragt, erhält man Antworten auf alles.
Hier solltest du eben weiterfragen, warum du denkst, dass andere über dich abwertend denken. Wie kam / kommt es denn dazu? Ich mein, warum denkst du nicht gegenteilig? Muss doch nen Grund haben, wie ich meine - oder? Irgendwas wird dich zu solchen Gedanken wohl bewegen. Nicht alle Menschen denke so wie du: warum aber denkst du so und nicht anders?
Aber dieses Hinterfragen musst du nicht zwingend alleine machen. Lass dir dabei helfen, von Menschen, die das wollen, oder deren Job das ist. Dann geht es leichter.....

Ich habe einfach Angst, dass ich alleine i-wann bin. 

Ok. Du denkst also mies über's Alleinsein. Machst dir selbst richtige Horrorvorstellungen davon. Stimmen sie alle? Stimmt es wirklich, dass Alleinsein immer nur schlecht ist? Oder denkst du etwa am Ende über's Alleinsein zu eng und eingeschränkt, weil sich doch Vorteile davon finden lassen?

Wer kümmert sich denn hier in D um Alte und Kranke? Freunde? ;-) Oder Andere?

Ich will nicht im hohen Alter niemanden haben und alleine da stehen. 

Ok. Das Alleinsein im Alter ist schon auch ein Segen, nicht nur Qual, so ist das ja mal nicht. Aber dies kannst du vermutlich jetzt noch gar nicht verstehen, weil du noch nicht alt genug dafür bist.
Weiter gibt es sehr viele Möglichkeiten für alte Menschen, sich ein gemütliches Nest zu richten.
Und sei es ein Altersheim. Allein und unversorgt ist da wohl keiner.

Und wirklich allein ist nur der, der keine Verbindung zu sich selbst hat. Denn wenn du dies hast, dann hast du dich und bist nicht mehr allein. Selbst kann man sich wirklich viel geben! Du bist zu stark von dir selbst, von deinem Innenleben, von deiner inneren Stimme...... getrennt. Versuche Verbindung mit dir selbst aufzubauen! Alles andere kommt dann von allein!

aber wenn man dann jemanden braucht, sollte schon jemand da sein

Ist doch alles geregelt in D. In vielen anderen Ländern nicht, aber hier schon. Wenn du krank bist, wird dir geholfen.
Für guten Kontakt aber, musst du eher selbst sorgen. Damit solltest du jedoch dringend dich erst mal selbst damit beehren.

Und was, wenn keiner da wäre, was in D ja Quatsch ist, aber mal angenommen, was wäre dann deiner Ansicht nach?

Ja, klingt jetzt egoistisch.

Einerseits ja, weil du Menschen nur dafür gebrauchst, um deine Ängste zu mildern.
Andererseits auch fürsorglich - du willst für dich sorgen. Dabei aber solltest du dich nicht einfach an andere klammern, sondern selbst mal in die Puschen kommen, selbst etwas dafür geben.

Ok, dein Handeln ist derzeit eingeschränkt. Dann nimm das einfach mal als derzeit so gegeben an und verwende die Situation dazu, dir selbst nahe zu kommen, Verbindung mit dir selbst herzustellen, dir selbst ein guter Freund zu werden, dir selbst das zu geben, was du brauchst.
Das alles braucht Zeit und Ruhe. Die hast du und nützt du. Alles andere kommt dann von ganz allein. Je mehr Druck du in dessen Vermeidung steckst, umso stärker machst du all das, was du eigentlich vermeiden willst.

Spreche mit anderen Personen über deine Denke, weil es interessant ist, weil es deinen eingeschränkten Horizont erweitert, weil dann die Ängste milder werden und ihren Schrecken verlieren.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Hm, mir ist noch was sehr wichtig zu sagen. Und zwar, weiß ich nicht, ob ich mich über die Aussage "Du bist normal und nicht krank" freuen soll oder nicht. Einerseits ist es schön, nicht als "Freak" dargestellt zu werden, anderseits verletzt es mich. Denn ich fühle mich dabei etwas missverstanden von dir. Immerhin ist die Phobie diagnostiziert, ich habe viele Symptome wie andere mit dem Krankheitsbild auch und habe einfach bei eigentlich harmlosen Situationen Angst. Diese äußert sich auch in Herzklopfen, kalte Hände, Übelkeit und ich würde gerne die Situation meiden. Das ist für mich alles andere als normal!

Ja, natürlich mache ich mir unnötige Gedanken, aber es ist auch nicht einfach nur ein paar negative Gedanken. Die Angst ist da und lähmt mich ein Stück. Naja, wollte das nur anmerken. Sicher wolltest mich nicht mit der Aussage verletzen, aber das hat nun mal den Effekt auf mich ^^

Ich bin von Natur aus eher pessimistisch eingestellt und das wurde durch 1. Die Depression nicht besser. Diese gründet vor allem auf das negative Verhältnis zu meinem Vater (er hat mich oft verbal verletzt) und 2. Wurde ich auch gemobbt. Zwar nicht stark, aber dennoch ist es vielleicht unterbewusst immer noch verrankert. Früher hatte ich auch Sprachprobleme und ging auf einen anderen Kindergarten, aber ich will nicht zu viel hineininterpretieren ^^ Die Depression, das Mobbing und die Vater-Geschichte haben dazu geführt, dass ich mich zurückgezogen habe und i-wann die Spanne zwischen virtuelle / einsame Welt zu der realen Welt zu groß war und ich nun in sozialen Situationen nicht mehr klarkomme. Gerade das Mobbing und vor allem das Vater-Problem erklärt, warum ich bei Männern noch viel ängstlicher bin als bei Frauen.

Es ist schwer solche Gedankenmuster zu ändern, wenn man oft verletzt wurde. Gerade kombiniert mit einer Depression ist das gar nicht so einfach, fällt mir jetzt auf.

Ja, ich versuche es schon etwas zu ändern. Ich bin in Therapie, besuche extra eine Selbsthilfegruppe für Angststörungen (jedes Treffen ist schon eine Herausforderung für mich) und habe auch einen liebevollen Freund, der mir zeigt, dass manche Ängste jeder hat, aber der trotzdem auch versteht, dass ich mir noch viel mehr Sorgen als andere machen und er versucht mich dann auch auf andere Gedanken zu bringen / anders darüber zu denken.

Wie man das alleine ändern kann, weiß ich nicht.

Mhm.. ^^ Alleinsein hat auch was gutes, aber Freunde sind dafür da, dass man mit ihnen auch was Neues unternimmt, was man mit dem Partner vielleicht nicht machen würde. Mal andere Gesichter sieht und andere Meinungen hören kann, als nur die von der Familie/dem Partner, das man Rückhalt hat und über Probleme reden kann (gerade wenn ich ein Problem oder einen Streit mit meinem Freund habe, mit wem rede ich dann? Ich habe paar Internetbekanntschaften, aber die haben mit den Jahren auch abgenommen. Nicht mal alle meine alten Freunde wussten über meine Depression Bescheid, obwohl die schon jahrelang ging..). Wenn man nur eine Meinung hört, dann hat man einen zu eingeschränkten Blick auf die Welt.. Da ich umgezogen bin, habe ich nun Angst, dass ich mich nicht hier zuhause fühle, weil ich keine sozialen Kontakte aufbaue.

Oder auch in der Berufsschule.. wenn man etwas nicht versteht oder nachfragen muss, ob jemand die und die Unterlagen hat.. dann wäre sozialer Kontakt auch ganz gut. Noch besser ist es mit Freunden, wenn man zusammen die Zeit verbringen kann und sich wirklich für andere interessiert. Ich hoffe ich finde diesen Anschluss in der Berufsschule (fange 2017 mit der Lehre an).

Naja, die im Seniorenheim tun mir eher leid.. Und es wird auch viel schlechtes berichtet..

Ja, die Verbindung zu mir selbst wurde zwar durch die letzten zwei Jahre schon besser, aber vermutlich fehlt noch viel.
Danke für die Aufmunterung :)

Ja, ich klammere an Menschen.. das ist mir schon vor Jahren aufgefallen. Früher hatte ich immer meinen Zwillingsbruder bei mir und habe mit ihm alles gemacht und war nie alleine. Später habe ich dann mich in der Realschule zweimal an zwei Freundinnen geklammert und war das fünfte Rad am Wagen. Später haben sich "echte" Freundschaften (so echt wie es halt für mich möglich ist..) entwickelt. Aber trotzdem wollte ich immer jemanden um mich herum haben. Gerade wenn ich gemobbt wurde, dann hat es mir etwas geholfen, wenn ich so tat, als würde ich es ignorieren und in dem Moment meiner Freundin eine Frage gestellt habe, so dass wir in ein Gespräch verwickelt waren. Ich wollte in dem Moment nicht alleine da stehen, weil ich nicht wusste, was ich dann gemacht hätte.

Das ist i-wie eine Ironie an sich.. meine Ängste sind ja auch da, weil ich nicht so offen auf andere zugehen kann und locker in sozialen Situationen bin. Ich will meine Ängste mildern und tue Menschen um mich herum scharren, aber anderseits sind die Ängste auch da, weil das nicht so funktioniert.

Danke für die langen Kommentare :) hoffe es wird dir nicht zu viel

Antwort
von katinkajutta, 33

Wenn Du Dich nicht etwas draussen beschäftigst, vereinsamst Du wirklich.

Habe dies an meinem Sohn gesehen... Arbeitsstelle verloren, Freundin hat ihn verlassen, Depressionen, Suizidgedanken, Psychiatrie... und heute hockt er den ganzen Tag alleine in seiner 2-Zimmerwohnung vor dem Computer und bekommt Sozialhilfe.

Ich empfehle Dir auf jeden Fall regelmässige Besuche bei einem Psychologen/in, um Dich aussprechen zu können. Vielleicht auch mal ins Schwimmbad (Hallenbad) gehen, was sehr gut tut und Dich von Deinen Sorgen ablenkt.

Auf jeden Fall bist Du nicht der einzige, dem es so geht.

Ich kenne ein gutes Forum, wo Du auch solche Probleme besprechen kannst:

www.depri.ch

(bin auch dort). Sind viele von Oesterreich, Schweiz und Deutschland vertreten).

Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald besser geht!

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Ohje.. das mindert jetzt nicht direkt meine Angst.. ^^

Ja, bin wie gesagt in Therapie.
Schwimmbad klingt gut, nur habe ich damit die meisten Probleme. Viele Menschen, unkontrolliertes Verhalten und man hat noch weniger an.. das ist bei einer Sozialphobie dann nicht die beste Wahl. Aber vielleicht suche ich mir was anderes :)

Okay, danke :) Das ist lieb!

Kommentar von katinkajutta ,

Weisst Du, auch ich habe gelernt positiv zu denken. Man hat im Jahr 2007 bei mir einen grossen, sternförmigen Hirntumor entdeckt, der nur teilweise entfernt werden konnte, da er sternförmig ist. Mir ging es nach der OP so schlecht, dass ich 4 Monate im Koma lag. Die Aerzte meinten, dass ich sterben und keine Chance mehr haben würde. Aber mein Wille war stärker!!! Ich war 6 Monate in einer REHA und wollte leben. Auch Du musst so denken, sonst zieht es Dich immer mehr runter. Bitte...

Lese mal hier bitte:

http://www.hellseherin-handheilerin.ag.vu/wiedergeburt/

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Ohje ._. Ja, schon von solchen Geschichten gehört. Wow, Respekt!

Mhm ja.. ich will ja auch leben, mir geht es zurzeit besser denn je. Ich habe nur eher Probleme wie ich leben soll.. ^^

Wow, faszinierend!

Antwort
von pimpmymobile, 26

Wenn du eine Sozialphobie hast, kannst du mit Freunden doch gar nichts anfangen. Zu diesem Krankheitsbild gehört doch, dass man eben KEINE Freunde hat. Offensichtlich weißt du selber wohl nicht so genau, ob du wirklich krank bist oder dir das wohl nur einbildest. 

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Nein, zu dem Krankheitsbild gehört, dass man Probleme in sozialen Situationen hat. Natürlich hat man auch Freunde (die vielleicht davon wissen) und man will Freunde.
Es ist wie gesagt diagnostiziert und ich glaube kaum, dass regelmäßiges Herzrasen, Zittern und Übelkeit in sozialen Situationen mit vorwiegend Fremden normal ist.

Kommentar von pimpmymobile ,

Dann bekommst du doch auch Herzrasen, wenn du neue Leute kennen lernst. Du widersprichst dir jetzt selber. Um dein Leiden nicht zu verschlimmern, solltest du natürlich keine neuen Leute kennen lernen. Und wenn du tatsächlich diese Krankheit hast, kann ich absolut nicht verstehen, warum du solche Fragen in diesem Laien-Forum stellst, anstatt dich damit an deinen Therapeuten zu wenden. 

Deine Geschichte darf durchaus angezweifelt werden.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Tut mir leid, aber du hast keine Ahnung von der Krankheit und keine Ahnung von mir!

Ja, natürlich, ist jede Situation schwer und selbst mit Freunden, die ich lange kenne, ist es schwer und ich bin unsicher! Jede Phobie ist aber auf Konfrontation ausgerichtet! Man muss sich der Angst stellen und ich muss neue Leute kennenlernen. Wenn ich das nicht machen würde, würde die Phobie gewinnen und am Ende sitze ich nur in der Wohnung und traue mich gar nicht mehr raus. Auch solche Fälle gibt es!

Nein, ich widerspreche mich nicht. Ich habe erkannt, dass ich diese Angst habe und ich will sie besiegen. Man kann auch Ängste haben und gleichzeitig wollen, dass man sie besiegt.

Welcher Mensch will komplett alleine sein? Ich will wieder frei handeln können, Dinge machen, die mich interessieren und mich auch mit anderen austauschen. Nur weil ich diese Angst habe, ziehe ich mich doch nicht komplett zurück. Man kann eine Angst besiegen und das geht nun mal nur, wenn man sich der Angst stellt. Klar, wird das Leiden erstmal schlimmer, wenn ich neue Leute kennenlerne, aber dennoch muss es erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann.

Nur weil man depressiv ist, will man doch nicht gleich, dass man nie wieder glücklich wird.

Ich bespreche das mit meiner Therapeutin. Allerdings will ich auch Meinungen anderer und ihre Erfahrungen lesen. Die anderen Antworten haben mir schon viel geholfen.

Tut mir echt leid, aber ich verstehe deine Aussagen ebenso wenig.

Kommentar von pimpmymobile ,

Du wolltest eine Meinung hören und hast sie bekommen. Wenn sie dir nicht passt, ist es doch einzig und alleine dein Problem. Wenn du mit Meinungen nicht umgehen kannst, solltest du ganz schnell dich aus diesem Forum abmelden und keine solchen Fragen mehr stellen.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Es war keine Antwort auf die Frage, sondern eine Meinung zu meinem Krankheitsbild und dazu kommt noch, dass es eine falsche Meinung ist. Das was du schreibst, stimmt so nicht. Du kennst dich mit dem Krankheitsbild mal null aus und darauf musste ich etwas schreiben. Nehme es nicht einfach hin, dass du hier falsche Ansichten verbreitest.

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