Wie viele Betriebsstunden pro Tag kann man bei einem Ölradiator erwarten?

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3 Antworten

Zunächst ist Dein beabsichtigter Wechsel vom Nachtstromtarif (mit Nachtspeicherheizung) zum Normaltarif (mit Radiator) unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein ganz grober Unfug. Deine Stromkosten werden sich um bis zu 100% erhöhen!

Die Stromkosten zur Raumlufterwärmung sind immer unter allen Umständen ganz genau Wärmeerzeugung in kWh mal Stromtarif in €/kWh. Für jede kWh Wärme rechnet der Stromversorger genau 1 kWh ab. Dem widersprechen nur geschäftstüchtige Betrüger mit angeblich Strom sparenden Zaubergeräten, die leugnen den Energieerhaltungssatz. Das ist so albern wie der "Fleisch sparende Fleischwolf".

Die Wärmeerzeugung ist gleich dem Wärmebedarf bei gegebenen Innen- und Außentemperaturen sowie den baulichen Gegebenheiten (z.B. Wand- und Fensterflächen, Baumaterialien, Dämmung und dergl.). Der jährliche Wärmebedarf in kWh lässt sich online ermitteln nach Google-Eingabe "Wärmebedarfsrechner" nach Eingabe der entsprechenden Daten. 

Strom sparen bei der Elektroheizung kann man bei gegebenem Tarif nur durch weniger heizen. Man kann z.B. die Temperatur der Zimmerluft absenken, wirtschaftlicher lüften oder die Temperatur bei Abwesenheit absenken. Das lässt sich mit den handelsüblichen Nachtspeicherheizungen praktisch bewerkstelligen. Was sollte da „unflexibel“ sein? Ob Du zur Erzielung der gewünschten Raumtemperatur ein Elektroheizgerät über eine Stunde mit 1 kW Leistung betreibst oder mit 2 kW über eine halbe Stunde, ändert so wenig an den Kosten wie am Ergebnis. Die erzeugte Wärme ist die gleiche.

Du solltest Deine Frage hier ganz neu stellen, wenn Du Schwierigkeiten bei der Handhabung der Nachtspeicherheizung dergestalt haben solltest, dass Du damit zeitweilig frieren musst oder zeitweilig die Wohnung verschwenderisch überheizen musst. Das wäre noch lange kein Grund, den Stromtarif zu verdoppeln!

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Kommentar von dompfeifer
13.07.2016, 15:35

Nun noch direkt zu Deiner Frage:

Zunächst sind handelsübliche Radiatoren mit 2 kW (2000 Watt) maximaler Leistung ausgestattet und nicht mit 1 kW.

Um auf die durchschnittlichen täglichen Betriebsstunden des Heizgerätes zu kommen, ermittelst Du online den Jahreswärmebedarf in kWh (siehe oben) und teilst den durch die anzunehmenden Heizungstage (ca. 200), um den Tagesbedarf zu ermitteln. Tagesbedarf in Kilowattstunden (kWh) durch eingestellte Heizleistung in Kilowatt (kW bzw. 1000 Watt) = Zahl der täglichen Betriebsstunden des Heizgerätes. Halbe Betriebszeit bei doppelter Leistung (oder umgekehrt) ergibt das gleiche Ergebnis bei gleichen Kosten.

Die ganze Rechnung ist allerdings völlig überflüssig für Dein Anliegen. Deine Kosten ergeben sich aus dem Wärmebedarf! (Wärmebedarf mal Tarif). Und aus diesem Wärmebedarf kannst Du die Betriebsstunden errechnen. Da sind aber die Kosten bereits bekannt.

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Guten Abend,

das Erinnert mich an das Sprichwort "den Teufel mit dem Beelzebub vertreiben....".

Wo immer mir diese Ölradiatoren begegnet sind, sind die Benutzer wieder auf die Nachtspeicheröfen zurück gekommen.

Ölradiatoren sind ebenfalls echte Stromfresser mit dem entscheidenden Nachteil das Sie keinen Strom (NT) speichern können und nach (HT) abgerechnet werden.

Ehrlicherweise muss ich Ihnen abraten.

Zu Ihrer Frage:

Um diese zu beantworten sind zu viele Variablen zu klären. Wie lange benötigt das Gerät bis es auf Betriebstemperatur ist, wie lange nutzen Sie das Gerät auf Betriebstemperatur, wie schnell kühlt es aus, wie wirkt die Kältebewegung auf das Gerät, reicht die Wattleistung für den zu beheizenden Raum überhaupt aus etc.

Vielleicht haben andere gute Erfahrungen gesammelt und können Ihnen wertvolle Tipps geben. Aber aus meiner Sicht: Strom für Wärme lohnt sich nie...oder nur in den seltensten Fällen

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Kommentar von Fragelischen
12.07.2016, 17:45

Strom lohnt sich nicht... da gebe ich Ihnen Recht! Die Frage ist aber nicht ob Strom teuer ist, sondern wie man am günstigsten damit heizen kann da wir vom Vermieter keine andere Alternative geboten bekommen!

Aber danke für die allgemeine Antwort

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Kommentar von dompfeifer
13.07.2016, 18:12
Wie lange benötigt das Gerät bis es auf Betriebstemperatur ist, ...

Hallo AndreasEhretSV

die hier von Dir aufgelisteten Variablen sind völlig irrelevant, soweit die Geräte-Leistung hinreicht für den Bedarf. Damit schaffst Du nur Verwirrung. Für jede abgerechnete kWh wird der Wohnung genau eine kWh Wärme zugeführt. Die Heizkosten sind immer gleich der eingekauften Wärme in kWh mal vereinbartem Tarif! Siehe meine Antwort oben.

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Was soll ich mit solch einer Frage anfangen, in der es zu wenig relevante Informationen gibt?

Was nützt die Info, es werden 600 Euro im Jahr benötigt um 20 oder 40 m² Wohnfläche auf niedrigster Stufe der Nachtspeicherheizung geheizt zu haben? Es wird keine 12 Monate geheizt, was soll also die pauschalierte Angabe ein Jahr? Ferner kann ich mit der Info, die Vermieterin möchte die Heizung nicht ausbauen anfangen! Ausbauen kann hier sehr missverstanden werden. Kann bedeuten diese Heizung wird ganz entfernt, dann aber kann nicht geheizt werden. Ausbauen im Sinne von Heizungserweiterung entfällt auch sinngemäß, weil Heizung bisher nur auf niedrigster Stufe betrieben wurde.

Was deine sonstige Rechnung mit blauäugigen Betriebsstunden eines 1000 Watt Ölradiators soll, verstehst nur du, ich nicht.

Normal wäre eine Wärmeleistung von 75 Watt pro Quadratmeter anzunehmen. Das bedeutet einen Wärmebedarf für 40 m² mal 75 Watt dann welche Wärmeleistung, und das rund um die Uhr? 40 mal 75 sind mehr als 1000!

Wie du nun anstatt auf 3000 Watt Bedarf glaubst mit nur 1000 Watt auszukommen und dann auch anstatt 24 Stunden nur 5 bis 6 Stunden heizen zu müssen, verstehe ich nicht.

Wenn wir aber mal von einem anderen Falle ausgehen würden, wie sähe es dann aus. Der andere Fall wäre, die Nachtspeicherheizung heizt wie bisher und der Ölradiator wärmt zeitweise für ein paar Stunden auf wärmere Raumtemperaturen. Logisch wäre dann aber auch, es wird noch mehr Strom verbraucht, also wird es teuerer als bisher. Billiger kann es nicht werden.

Dann wäre eher interessant, ob anstatt ein Ölradiator etwas mehr Wärme liefert, oder die Nachtspeicherheizung auf der nächst höheren Stufe betrieben wird, billiger wäre als mit Ölradiator.

Billiger als bisher kann es nicht werden! Ein Ölradiator macht nur den Hersteller glücklich, Wärme speichern kann der nicht. Da ist Nachtspeicher besser!

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