Wie viel verdient ein Fotograf, wenn er den ganzen Tag auf einer Hochzeit fotografiert?

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5 Antworten

Die Hochzeitsfotografie ist die Königsklasse der Fotografie!

Man muss sich vorstellen, dass man diese Fotos NIE wieder nachholen kann und dass jeder Schuß ein Treffer sein sollte.

Ich finde es immer erstaunlich wieviel Geld für das Hochzeitskleid (meist über 1000.- ) ausgegeben wird und beim Fotografen wird gespart.

Gehen wir einmal davon aus, dass es eine Hochzeitsreportage werden soll (von den Vorbereitungen, Friseur usw. bis zum Ende evtl. Feuerwerk), dann ist der Fotograf rund 15 Stunden nur mit den Fotografieren beschäftigt. Dann muss er zuhause aussotieren notfalls bearbeiten usw. das dauert bei rund 3000- 6000 Fotos (ja soviele werden gemacht) etwa 20- 30 Stunden.

Sagen wir mal der Fotograf braucht insgesamt 40 Stunden für seine Arbeit ohne Anreise und Vorgespräch. Wenn er 10.- Euro pro Stunde nehmen würde, dann wären das 400.- Euro und er könnte seinen Laden dicht machen! Warum? Noch keine Steuern, Versicherung, Materialkosten usw. bezahlt. Es würde nichts übrig bleiben, das ist euch schon klar, oder?

Wenn ihr euer Auto in die Werkstatt bringt und man für 40 Stunden Arbeit (Stunde 60.- ) bezahlt, dann sind das 2400.- Euro, es wird dann zwar geschnauft, aber bezahlt. Oder würdet ihr Onkel Franz der sich mit Autos auskennt das machen lassen? Auskennen und dies Beruflich mit Garantie zu machen sind zweierlei Dinge.

Klar gibt es gute Hobbyfotografen, die für weniger Geld es machen, aber die müssen auch kein ganzes Fotostudio unterhalten und zahlen als Hobby auch keine Steuern.

Man will gar nicht glauben wieviele Hochzeitspaare zu mir kommen (im Jahr rund 30) und ich die überbelichteten oder verwackelten Bilder bearbeiten soll, die ihr Onkel Franz oder Hobbyfotograf verhunst haben.

Die Fotos sind doch für die Ewigkeit, die will man doch seinen Enkelkindern auch noch zeigen. Hier zu sparen ist irrsinnig!

Ich rate allen Anfänger Fotografen einen Hochzeitsfotografen als Zweitfotografen zu beleiten, da sammelt man die meisten Erfahrungen. Ja stellt Euch vor wir haben meistens einen zweiten Mann oder Frau (auch für die Beleuchtung zuständigen) dabei. Sowie einen zweiten Body, falls etwas passiert. Es ist von allem alles doppelt dabei, damit ja nichts schief geht! Kann das ein Hobbyfotograf auch machen? Das alles ist im Preis inklusive sowie das gute Gefühl, das man sich hier auf Profis verlassen kann.

Hab euch noch ein paar schöne Beispiele angehängt, wie es nicht aussehen sollte. Also schaut Euch immer die Referenzfotos genau an ;-)

LG


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Hallo CeliMaus,

meine Tochter hat aus aktuellen Anlass ein Angebot von einer "diplomierten" Fotografin eingeholt, sie verlangt 1.700 EUR !.

Das war ihr dann doch zu teuer und sie sucht nach günstigeren Angeboten.

Es gibt ja noch die Möglichkeit, jemanden zu engagieren, der hobbymäßig gut fotografiert und sich bereit erklärt, unter Tag die Fotos zu machen und sich nur für die professionellen Hochzeitsfotos in ein Fotostudio begibt.

Liebe Grüße

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Kommentar von papavonsteffi
23.07.2016, 18:16

Hallo ThePoetsWife, 1.700 € ?? ...  sorry, aber diese Fotografin überschätzt sich etwas. Gut dass ihr sie nicht genommen habt.

Für 1.700 € wird sie wohl wenig Kunden finden.

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Auch wenn Du Dich darunter anbietest, die Arbeit und der Service den Du ablieferst, sollte mit den Profis konkurrieren und nicht schlechter sein. 

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Kommentar von papavonsteffi
23.07.2016, 18:19

Wenn du meine Antwort meinst ...

"Aber diese Fotos kannst du nur EINMAL machen ...

deshalb, WENN, dann bitte nicht sparen !!!"

Ist doch eine klare Aussage - oder?

Und natürlich sollte es - WENN - dann ein Profi machen!

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Rechne mal mit 500 bis 1 000 Euro für einen Profi.

Billiger und meist nicht schlechter sind Hobbyfotografen. Wo soll denn die Hochzeit sein?

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