Frage von infinitewllflr, 158

Wie viel verdienen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten?

Ich studiere bald Psychologie und würde im Anschluss die Ausbildung machen. Wie viel verdienen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten? Die Ausbildung ist ja schon sehr teuer! Lohnt es sich am Ende? Über Antworten, vorallem von Leuten, die die Ausbildung selbst gemacht haben, würde ich mich freuen. Danke im Voraus!

Antwort
von Dahika, 109

Es kommt darauf an, wieviel der/die Therapeutin arbeitet,arbeiten will. Allerdings verkauft der Therapeut seine Zeit, und die ist nicht beliebig dehnbar. 45 Min sind 45 Minuten und in die kann er keine 5 Patienten qetschen.  Ich kenne keinen Therapeuten, der jeden Tag 8 Patienten sieht. Der würde dann auf dem Zahnfleisch gehen.

Eine ganz gute Möglichkeit, sein Einkommen zu erhöhen, sind Gruppenangebote. Oder auch eine gutachterliche Betätigung. 

Aber mit Einzeltherapie wird man nicht reich.

Die Ausbildung lohnt sich auf jeden Fall, vor allem auch für einen selbst! Denn man macht während der Ausbildung einen Reifeprozess durch. Aber ich fürchte, ein Arzt mit einer gutgehenden Praxis - Gynäkologe, Orthopäde etc..  - würde für das Einkommen eines Psychotherapeuten nicht mal eine Briefmarke ablecken.

Antwort
von schloh80, 85

Angestellte Kinder- und Jugendlichentherapeuten: TVÖD-SuE Gruppe S17

In der Regel aber Haustarife von Klinikträgern (Asklepios, Paracelsus, Median, usw.), die i.d.R. 30% unter dem TVÖD liegen, meist auch noch ohne Jahressonderzahlung.

Laut KBV: Bei Niederlassung mit Kassenzulassung (ÄP, PP und KJP werden zusammengefasst) beträgt z.Z. das Gesamthonorar aus ärztlicher Tätigkeit im Mittelwert 44.585 Euro (Median nicht angegeben). Davon entfallen 85,2 Prozent oder 37.986 Euro auf GKV-Honorare, 6599 Euro erwirtschaften Psychotherapeuten aus privatärztlicher und sonstiger ärztlicher Tätigkeit. Bei Wochenarbeitszeiten von 50-60 Std./Wo. sind auch Spitzenhonorareinnahmen bis zu 90.000 EUR / Jahr möglich.

Abgezogen werden alle Betriebskosten (Miete, Nebenkosten, Abschreibung der Möbel, der Bodenbeläge, Streicharbeiten, kleinere Instandhaltung (Toilette usw.), Reinigungskosten, EDV, Kopierer, Telefonanlage usw., Gebühren und Updatekosten der Praxisverwaltung, ggf. KV-Safe-Net, Kartenlesegerät, Telefonkosten, Internet usw,), betriebesbedingte Versicherungen (Berufshaftpflicht, berufl. Rechtsschutz,  Praxisversicherung, Praxisausfallversicherung), Kranken- und Pflegeversicherung, Krankengeld- und Krankentagegeldversicherung, Kammerbeiträge, Beiträge zu Berufsverbänden, Beiträge zum Versorgungswerk (Basisrente) und private Altersvorsorge, Kosten für Abos, Fachliteratur, Supervision und Weiterbildung, inkl. Fahrt- und Übernachtungskosten,Tilgung der Ausbildungskosten und des Kredits für den Kauf einer Kassenzulassung und natürlich die Steuern.

Hier gibt es zu viele Stellschrauben, als dass sich allgemeine Aussagen tätigen ließen. Es ist ABSOLUT UNABDINGBAR zu einem auf Ärzte und Psychotherapeuten spezialisierten Steuerberater zu gehen, um eine persönliche Analyse (z.B. VOR dem Kauf einer Zulassung in einer Region) durchführen zu lassen; das ist gut investiertes Geld und sorgt für realistische Erwartungen (in der Regel sowohl bezügl. des Nettoeinkommens als auch der notwendigen realen Wochenarbeitszeit).

Finanziell lohnt es sich aber ganz sicher nicht, in diesen Berufszweig zu gehen! Da spielen sehr viele nicht-wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. 

Bei weniger Qualifikation kann man andernorts bereits viel mehr Geld verdienen (v.a. betrifft das natürlich Psychologen, die in A&O- bzw. generell wirtschaftsnahen Arbeitsfeldern (Unternehmensberatung, Marktforschung) tätig sind).

Antwort
von WelleErdball, 96

Hast du dich mit dem Berufsbild denn nicht vollständig auseinander gesetzt als du dich für den Studienzweig entschieden hast?

Das kann man pauschal nicht beantworten weil das von zu vielen Faktoren abhängig ist. Das ist abhängig vom Arbeitgeber, vom der Berufserfahrung, in welchen Bundesland man lebt ob man angestellt ist oder freiberuflich arbeitet.


Antwort
von Lunora, 112

http://www.karista.de/berufe/psychotherapeut/gehalt/

Ich habe viele Therapeuten in der Familie :) Vielleicht hilft dir der Artikel weiter. Ich weiß, dass man mehr verdient, umso mehr man Erfahrungen gesammelt hat. 

Antwort
von Dahika, 81

Ich studiere bald Psychologie und würde im Anschluss die Ausbildung machen. Wie viel verdienen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten?


Mach doch die Ausbildung für den Erwachsenentherapeuten. Psychol. Psychotherapie. Da ist die Berechtigung, Kinder und Jugendliche zu behandeln, einbegriffen.

Wenn du die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichentherapeutin machst, ist die Berechtigung, Erwachsene zu therapieren nicht mit drin. Die Ausbildung zum Kinder- und J.therapeuten machen daher meist Sozialarbeiter/Soz.pädagogen, weil das die einzige Möglichkeit für sie ist, im therap. Bereich zu arbeiten und mit der Kasse abzurechnen.

Als Psychologin solltest du auf jeden Fall den psych. Psychotherapeuten anstreben. Die Ausbildung ist freilich noch teurer.

Kommentar von Harald2000 ,

Kinder- u. Jugendlichen-PT bedeutet für Psychol. Psyth. eine weitere Zusatzausbildung !

Kommentar von schloh80 ,

Das ist nicht korrekt. Es gibt keine reine Erwachsenenpsychotherapie-Ausbildung. Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten schließt die Behandlung von Kindern- und Jugendlichen ein. Hier geht es um die Fähigkeit und die staatl. Zulassung für die Heilkunde.

Was du meist, das sind die Voraussetzungen für die Abrechnungsgenehmigung von Behandlungen von Kindern und Jugendlichen, was ein paar Stunden an supervidierten Behandlungen mehr voraussetzt, als dies für die Approbation gefordert wird.

Kommentar von Dahika ,

Nö.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community